Samstag, 31. Dezember 2016

Silvester

Ich wünsche Euch einen guten Übergang von 2016 in 2017!

Dieses Jahr war für mich sehr gemischt. Eine Heirat, noch ein Enkelkind, eine weitere Erkundung einer italienischen Stadt, mehr Zusammenkünfte mit dem Töchterlein als sonst in den letzten Jahren - aber auch viele Sorgen um das Kleinste, um meine Mutter, Gedanken um die Beziehungen zu anderen Menschen. Eine wacklige Gesundheit, viel Anstrengendes - das Jahr gehört jetzt mit dem großen Besen ausgekehrt.

Hach, dieses Bild ist immer wieder gern genommen... Silvester 1958 ... ich war also knapp 14 Monate alt.

Habt einen schönen Abend, eine fröhliche Feier oder einfach einen gemütlichen Abend!

Was es von mir dazu zu sagen gibt, habe ich schon einmal hier geschrieben.

Wir lesen uns 2017!

Das Geschenk der Seidenprinzessin

Das Geschenk der Seidenprinzessin
von H.W. Knobloch
Franz Schneider Verlag, 1964

Warum dieses Buch?  Hach, eine Kindheitserinnerung. Ich bekam das Buch zu einem Geburtstag geschenkt, ich meine zum zehnten, das Buch ist allerdings gekennzeichnet mit "M12."

Warum ich es vor Jahren weggegeben habe... vermutlich einem Anfall vom Aufräumwut zum Opfer gefallen? Und gebraucht gekauft vor einigen Wochen. Und gefreut. Ich lese alle paar Tage einige Seiten...

Klappentext: Keiner vorhanden.

Aus dem Inhaltsverzeichnis...
Das Mädchen Ying-Ying kommt in ein fremdes Huas.
Ein Kapitän plaudert zu viel, und ein Kaufmann fasst einen Plan.
Die kleine Ying-Ying entdeckt viel Neues und lernt den Gärtner kennen...

Eine Geschichte, die im alten China spielt, in der sich alles um die Pflege und Aufzucht der Seidenraupen dreht, zu der Zeit ein großes Geheimnis, von dem keine Kenntnis ins Ausland gelangen durfte - ich denke, dieses für mich seinerzeitige exotische Drumherum war der Grund, warum dieses Mädchenbuch bei mir nachhaltigen Eindruck hinterlassen hatte.

Aus heutiger Sicht fasziniert mich die schöne Sprache, mit der man in der Gegenwart vermutlich kein Kind begeistern kann, zumindest sind m.E. Kinder heutzutage damit möglicherweise überfordert.

Mir macht es Freude, dieses Buch nach Jahrzehnten wieder zu lesen.

Gelesen: Riley, die Geisterjägerin

Riley - Die Geisterjägerin (Young Adult/Fantasy)
von Alyson Noël
Page & Turner (Goldmann), Taschenbuch
ISBN 978-3-442-20385-7

Warum dieses Buch? Es ist der dritte Band der Serie
(Ich greife zu diesen Büchern, wenn ich eine längere Bahnfahrt vor mir habe.)

Klappentext:
"Riley Bloom hat sich im Jenseits inzwischen einigermaßen eingelebt. Aber den Kontakt zu Ever vermisst sie immer noch sehr. Ihre geliebte Schwester muss auf der Erde als Unsterbliche ihre eigenen Probleme lösen. Als Riley erfährt, dass es einen Ort gibt, an dem man Träume erzeugen und an Menschen auf der Erde schicken kann, macht sie sich gleich auf den Weg. Ein Traum ist die einzige Möglichkeit, Ever eine Botschaft zu schicken und ihr zu zeigen, dass es ihr gut geht. Doch als sie am Ort der Träume ankommt, hat sich dort bereits ein Geisterjunge niedergelassen, der seit einiger Zeit Albträume auf die Erde schickt. Riley weiß, er ist gefährlich, und es erfordert all ihren Mut, sich ihm in den Weg zu stellen ..."

Es geht mit Riley weiter. Allerdings ein wenig zäh und damit langweilig.

Riley hat im Moment keine neue Aufgabe und Sehnsucht nach ihrer Schwester Ever. Also begibt sie sich dorthin, wo Träume entstehen und zu den Lebenden geschickt werden. Allerdings ist das Traumweben inzwischen verboten, nur Traumsprünge sind erlaubt.

Nun wird lang und breit geschildert, wie sie die Technik der Traumsprünge bei Balthazar erlernt, bis  geschlossen wird... Wie wir Riley inzwischen kennen, gibt sie sich nicht damit zufrieden und erforscht auf eigene Faust die Abteilung weiter, trifft auf Satchel, den Traumweber, der seine ganz eigene tragische Geschichte hat, die durchaus beängstigend ist...

Letztendlich wagt sie ihren Traumsprung zu ihrer Schwester Ever, bekommt ein neues "Glühen" samt einer neuen Aufgabe. --- Hier endet die Erzählung.

Meine Meinung: Eine sehr schwache Geschichte, die erst ganz am Ende spannend wird - und endet. Kein schlechter Plot, bekannte Charaktere, aber ziemlich langweilig, leider.

Keine Empfehlung, kein Abraten. Teil einer ansonsten ganz guten Serie. Fertig.

Fibromyalgie

Fibromyalgie ... oder auf Seite drei ist man tot.

So sagte meine Mutter früher bezüglich der Lektüre eines "Gesundheitsbuches," das eher ein Buch über Krankheiten war. Wenn man nur intensiv genug las, war man recht bald der Ansicht, dass diese und jene Symptome auf einen selbst zuträfen und man mindestens eine schwere Krankheit haben musste.

Um so gefährlicher heutzutage der Konsum von "Dr. Google" und Co.

Nachdem ich mich seit zwei Wochen mit diesen wirklich bösartigen Schmerzen rumquäle - die zugegebenermaßen seit drei Tagen endlich deutlich rückläufig sind - stieß ich auf obigen Link, den ich hier einfach mal festhalten möchte. Wikipedia macht es auch nicht unbedingt besser. Und eine weitere chronische Krankheit brauche ich nun wirklich nicht. Aber diese Info einfach mal festhalten, das möchte ich wohl.

Nachdem ich Anfang November diesen Schmerz "eine Etage höher" hatte, habe ich im Leben nicht damit gerechnet, dass nach nur kurzer schmerzfreier Zeit, vielleicht so zehn Tage herrschte Ruhe, ich eines Morgens aufwachen würde - und es kaum fertigbringen sollte, aufzustehen. Ich war ein lebendiges Klappmesser, welches sich dauernd zuklappen wollte... Wer Schmerzen kennt, kann sich denken, dass ich im Büro mit denkbar schlechter Laune eintraf und vollkommen aus der Haut fuhr, als die Kaffeekanne nur einen Luftsprudler von sich gab... (kommt vor, dass der Letzte keinen neuen Kaffee kocht, ärgerlich, aber eigentlich kein Weltuntergang). Ich kannte mich selbst nicht mehr...

Seither bin ich bester Kunde der Pharmaindustrie, Ibuprofen 600 zum Frühstück... und der Weihnachtsmann brachte mir - wie passend! - ein Schulter- und Rückenheizkissen. Dieses war an freien Tagen fast jede Stunde im Einsatz. An Arbeitstagen morgens früh und feierabends. (Keine Cortison-Einnahme auf Verdacht! Das war zwar im November während meines Infektes ganz interessant, hieße aber jetzt, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Und so lustig sind die Nebeneffekte nicht, dass ich es unmittelbar probieren würde!)

Tatsächlich geht es mir seit drei Tagen allmählich immer ein wenig besser. Gestern deutlich während des Treffens mit meiner Freundin, man beachte die psychische Komponente. Heute nochmal ein wenig besser. Nicht gut, aber ich kann vom Stuhl aufstehen und losgehen - wundere mich dann erst, dass es ganz einfach ging...

Trotzdem mag ich das Thema "Fibromyalgie" hier festhalten. Man kann ja nie wissen.

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Weltliteratur

Weltliteratur: Was muss ich gelesen haben?

Lesezeichen zum Auffinden des sehr lesenswerten Artikels, der am Ende eine nach Jahrhunderten und alphabetisch sortierte Liste enthält.

Freitag, 23. Dezember 2016

Frohe Festtage

Allen Lesern wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest genau so, wie Ihr es gern möchtet, also ruhig oder lebhaft, allein oder mit einem Haufen Leute, mit zu viel Essen und Trinken, Musik oder Büchern, mit Wolldecke auf dem Sofa oder einem Spaziergang im Wald... die Vorlieben sind ja durchaus unterschiedlich.


Ich bin mal wieder gnadenlos im Rückstand mit allem... zwei Wochen Krankheitszeit und in dieser Woche die schlimmsten Rückenschmerzen meines Lebens machen es mir nicht leichter... in diesem Moment mache ich nach den allerletzten Besorgungen eine Stunde Pause mit einer Art umhängbaren Heizdecke, geliehen von der Kollegin, in der Hoffnung, mein Rücken möge davon profitieren.
Dann geht es gleich für zwei Stunden in die Küche, Vorbereitungen für morgen sind zu treffen. Hinterher muss ich mich dringend mit den Geschenken befassen. Das hat frau davon, wenn sie irgendwas bastelt: es wird erst in buchstäblich letzter Minute fertig!
Ist dann irgendwann wirklich - wirklich? - alles geschafft, ja, dann freue ich mich auf morgen! Je mehr kleine Nachkommen dabei sind, desto lebhafter wird es - und ein richtiges Weihnachten braucht ja auch Kinder! Oder? Hier sind mittlerweile Kinderhochstühle, ein Schemel und ein Töpfchen eingezogen, ein Bobby Car ist seit einem Jahr vorhanden, diverse andere Dinge ebenfalls... Ich bin gerne Oma. Und es ist gar kein bisschen schwer. - Wenn nur meine Gesundheit ein wenig besser wäre... wenn, wenn, wenn.

Das Foto ist übrigens  aus 2012... wir haben gerade letztens die Elchgeweihe wieder ausgegraben :-)

P.S. Vor zwei Tagen war Wintersonnenwende - das Licht kommt zurück. Jeden Tag ein bisschen mehr.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Yahoo Hacker-Angriff

Und wieder gehen Meldungen durch die Medien.

Aber, liebe Leute, das ist doch nichts Neues!

Plötzlich wird so eine Welle gemacht... ich habe doch immer wieder die Erfahrung gemacht, dass irgendwelche bösartigen Mails an meine Kontakte verschickt wurden - sinnigerweise an diejenigen meiner auf dem Server gespeicherten Mailadressen aus einer ganz bestimmten Zeit. Mit manchen Leuten hatte ich nämlich nie vorher und fast nie hinterher Mailkontakt... Freunde schrieben mich regelmäßig an, ob diese oder jene Mail wirklich von mir sei...

Spaßig, dass immer auch eine Kopie an meine Firmenadresse und die meiner Kollegin ging, auf beide Konten hatte ich gelegentlich etwas von Zuhause geschickt, so dass Yahoo die Adresse kannte.

Und nun, Jahre später, gibt es so eine Welle - was für ein Blödsinn. Jedem wachen Menschen (der mit Yahoo Mail zu tun hat) wird sowieso klar sein, dass vor langer Zeit Mailadressen abgegriffen wurden...

So lange man keine sensiblen Daten bei Yahoo speichert, ist eher wenig los... (auch wenn ich selbstverständlich meine, den Gaunern sollte das Handwerk gelegt werden!)

Sonntag, 4. Dezember 2016

Leser

Ich schau ja immer mal nach, woher meine Leser kommen. Die Statistik gibt über manches, nicht alles (!) Auskunft.

Irgendjemand kommt praktisch täglich über den Link in meinem Profil im Lungennetzwerk-Forum gucken, ohne sich je zu erkennen zu geben. Von so einem regelmäßigen Leser hätte ich mir hier einen Kommentar gewünscht. Nicht jeder dort ist unbedingt mein Freund.

Als kleine Protestreaktion - so unsinnig sie sein mag, denn ein Blog ist nahe verwandt mit einer Wandzeitung - habe ich dort jetzt meinen Link gelöscht.

Und du, unbekannter Leser, lass mich doch wissen, wer du bist.

Freitag, 2. Dezember 2016

Noch ein öffentliches Bücherregal

Die offenen/öffentlichen Bücherregale in meiner Umgebung werden mehr:




Heute im Untergeschoss eines lokalen Einkaufszentrums (Harburg Arcaden), in unmittelbarer Nähe aller möglichen Billigheimer (Aldi, Kik, Tedi usw.) direkt an der Rolltreppe stand ich wie vom Donner gerührt... ich bin entzückt... zwei britische Telefonzellen laden zum Deponieren und zum Stöbern ein. (Es muss während der Zeit meiner Krankheit eingerichtet worden sein - dafür, dass es noch so neu ist, ist es schon gut gefüllt.)



Ich konnte leider nicht widerstehen, habe mich aber auf zwei Bücher beschränkt, sonst hätte ich mich antisozial (nicht asozial!) gefunden. (Von Daringham Hall ist es Band drei, aber die ersten beiden werden mir bestimmt auch noch begegnen.) Ich werde künftig gut überlegen müssen, wie ich die Bücher, die nicht bei mir bleiben sollen, verteile - nach Jahren, in denen ich Mühe hatte, sie loszuwerden!

Gelesen: Wilde Akazien

Wilde Akazien von Johanna Nicholls, Roman
Aus dem Englischen "Ghost Gum Valley"
Page & Turner/Random House, Taschenbuch
ISBN 978-3-442-20349-9

Warum dieses Buch? Teil eines größeren Bücherschnäppchens vor einigen Monaten.

Klappentext:

"Allein in der Fremde. Gejagt von den Dämonen der Vergangenheit und auf der Suche nach einem Mann, den sie nicht kennt.
Gloucestershire im frühen 19. Jahrhundert: Die 17-jährige Isabel de Rolland lebt seit dem Tod ihrer Eltern auf dem Herrenhaus ihres Onkels Godfrey. Trotz ihrer Jugend wurde Isabel schon oft vom Schicksal gebeutelt. Weil er das Mädchen loswerden möchte, das ihm auf der Tasche liegt, will Godfrey seine Nichte mit einem Mann in Australien verheiraten. Und so begibt sich Isabel auf eine gefährliche Reise in eine ungewisse Zukunft..."

Ein Wälzer von über 700 Seiten, weshalb die Bezeichnung "Taschenbuch" schmunzeln lässt. Offiziell wird es bezeichnet als "broschiert." Etwa zwölf Stunden Lesezeit sollte man dafür einplanen - die allerdings vergehen wie im Fluge, es ist ein Buch zum Abtauchen aus dem Alltag, voller Spannung, großartiger Landschaften, gefühlvoll - und spielt zu einer Zeit und in einer fremden Welt, deren Faszination man gern erliegt.

Anfang des 19. Jahrhunderts, Isabel de Rolland, 17jährig, lebt auf dem Landgut ihres Onkels, der ihr Vormund ist. Sie hat lange gebraucht, sich zu erholen und verbringt nicht eine einzige Minute ohne Aufsicht, nachdem sie vor längerer Zeit verwirrt und verirrt im Wald gefunden wurde. Man sagt, sie leide an der "Schlafkrankheit" (sie schlafwandelt offenbar gelegentlich).

Ihrem Onkel droht das Schuldnergefängnis, woran ihr Cousin, dessen Frau offenbar todkrank ist, mit seinem schwungvollen Lebenswandel nicht unschuldig ist. Cousin Silas - innerhalb der Sippe der de Rolland haben generationenlang Cousinen und Cousins einander geheiratet - stellt ihr nach und bezeichnet sie als Hexe, beide haben die Gabe "das Andere" zu sehen.

Eines Tages wird Isabel eröffnet, dass sie heiraten muss, damit ihr Onkel schuldenfrei wird. Der Ehevertrag ist bereits unterzeichnet, das Geld für die "Auslösung" ist bereits angewiesen, die Schiffspassage bezahlt - Isabel bleibt keine Wahl.

Ich wurde in eine Ehe verkauft. Warum haben sie mir eingeredet, dass ich eine Wahl hätte? Dass ich London und Paris besuchen könne? Die Wahrheit ist, dass ich mein Leben in dieser Sträflingskolonie im Indischen Ozean beenden werde. Und wer ist dieser "verdammte Kerl?" Warum hat mich niemand gewarnt?
Die Antwort versetzte ihr einen solchen Schock, dass ihr schlecht wurde.
Zwei Fliegen mit einer Klappe! Das Vermögen der Familie wird wiederhergestellt, und gleichzeitig können sie die größte Bedrohung für die Familienehre loswerden - mich! Mein Gott, es ist also nicht nur der Abschaum der britischen Gesellschaft, der dorthin verfrachtet wird. Diesmal bin ich dran! Und die Ehe ist eine lebenslange Strafe!

In Australien trifft nach langer Abwesenheit Marmaduke Gamble ein, wo sein mütterliches Erbe auf ihn wartet - oder auch nicht. Die Ländereien seiner Mutter hatte sie ihm auf dem Totenbett versprochen, war jedoch vor Unterzeichnung des Testaments verstorben. Sein Vater Garnet Gamble, der seine eigenen Ländereien bewirtschaftet, besteht darauf, dass Marmaduke heiraten müsse, um sein Erbe anzutreten. Marmaduke - ein Casanova vor dem Herrn - hat sich geschworen, sich nie zu verlieben. Überhaupt sind Vater und Sohn zwei rechte Streithanseln...

"Ah, Sie sind also der Gentleman mit den Blumen," sagte sie und lächelte schwach. Er folgte ihrem Blick zu dem Bukett, das er ihr hatte schicken lassen. Leider hatte die Blumensprache keine Möglichkeit, ihr verschlüsselt zu sagen: Ich sterbe, wenn du mich nicht in dein Bett lässt. Doch Marmaduke erkannte am Blick ihrer dunklen Augen, dass sie auch so verstanden hatte, was er sagen wollte.

Unter abenteuerlichen Umständen lernt er dann seine Braut Isabel kennen und wertschätzen. Sie ist eine mutige und sehr ehrliche Frau. Sie treffen ein Abkommen, dass sie eine Ehe ohne Liebe führen werden für ein Jahr, bis Marmaduke sein Erbe antreten wird. (Nach Ablauf dieses einen Jahres, so hatte er angekündigt, wolle Cousin Silas Isabel abholen und ehelichen - wovor sie ein zunächst nicht näher benanntes Grauen empfindet.)

"In welcher Hinsicht entsprechen wir nicht Ihren englischen Vorstellungen von Etikette?"
Sie winkte sorglos ab, als wären es zu viele, um sie einzeln aufzuzählen. "Kein englischer Gentleman würde in Anwesenheit einer Dame sein Jakett ausziehen oder seinen Hut aufbehalten. Oder vulgäre Ausdrücke benutzen, die wahrscheinlich Sträflingsjargon sind. Und Ihre Manieren bei Tisch... nun, bestenfalls würde ich sagen, dass Sie eher mit Genuss als mit Eleganz speisen. Jedenfalls dürften Sie nicht darauf hoffen, sich als englischer Gentleman ausgeben zu können." 

Bis dahin passieren so viele Dinge, gibt es so viele Bedrohungen, entpuppen sich Stärken und Schwächen, dass der Leser wie gefangen in diesem Land und dieser Zeit bleibt.


Australiens Geschichte inklusive sozialer Strukturen unterscheidet sich von unserer europäischen, ein Großteil des Kontinents wurde von britischen Sträflingen besiedelt  - England entsorgte so auf elegante Weise seine Straftäter. Somit bildete sich eine Gesellschafsstruktur, die uns heute seltsam anmutet.

Isabel hingegen stammt aus der ehemaligen britischen Königsfamilie der Plantagenets, aus der höchsten Gesellschaftsschicht, wodurch der "Emanzipist" deutlich an Status gewinnen mochte.

Sehr gern gelesen und eine Empfehlung für alle, die einfach gut unterhalten werden möchten.