Dienstag, 28. August 2012

Liebe Rabattmonster

Ich glaube, ich werde nur noch in Tochter-und-Co-Gesellschaft einkaufen gehen, zumindest so bald es sich um mehr als die Kühlschrankfüllung handelt! Beide (in diesem Falle gemeinsam) sind so genial offensiv... obwohl es mir ein wenig peinlich war, habe ich mich doch köstlich amüsiert, Geld gespart, und alle haben wir kleine "Goodies" erhalten.

Nach der Rechercheaktion und der Besorgung von Haushaltskleinigkeiten am vergangenen Sonnabend gab es zunächst eine Kaffeepause in der sonnigen City. Danach kam Kapitel zwei dran: Ich brauchte Kleidung. Und wie ich so bin, benötige ich natürlich genau dann Sommerzeug, wenn in den Geschäften überall der Herbst ausgebrochen ist. So gab es denn auch keine Jacke.

Aber (!) die Tochter durchstöberte die Kleiderständer, ihr Liebster war der Wächter von Handtaschen und Jacken sowie der Meinungsabgeber zu den jeweiligen Outfits. Es gab ja durchaus einige Teile, die für mich gewöhnungsbedürftig sind (7/8-Hosen, wer braucht denn so was?) - aber ihren Zweck erfüllen: Sommerlich in Italien herum zu spazieren und in vorderen Hosentaschen mit Verschluss (!) alles Notwendige mit mir herum zu tragen - contro i borsaioli.

Nun kam dabei auch ein erklecklicher Rechnungsbetrag zusammen, so dass Tochter und Liebster sofort anfingen, mit den Verkaufsdamen zu verhandeln. Zunächst erfolglos. Dafür bekamen wir allerlei praktische Werbegeschenke. Als der Kassiervorgang begonnen war, fragte man nach einer Kundenkarte. Bei Neukunden gäbe es dafür nämlich einen Begrüßungsbonus! Oh, meinte da die Tochter, dann nähme sie auch so eine Karte und ein Teil auf ihre Rechnung. Ersparnis insgesamt: 20,00 Euro!

Ich habe mich über den Verhandlungsmut gefreut, mich amüsiert, aber - wie gesagt - so etwas ist mir auch ein bisschen unangenehm, trotzdem sollte ich häufiger in dieser Konstellation Besorgungen machen. Das Portemonnaie dankt herzlich. Und spaßiger als allein loszugehen ist es sowieso!

Sonntag, 26. August 2012

Besteck II - Recherche

Es soll schließlich nicht irgendein Besteck sein, sondern dasjenige, welches sie in den nächsten Jahren durch den Alltag begleiten soll, jedes In-die-Hand-Nehmen auch ein leiser Gruß von Zuhause sein.

So war es mir sehr recht, dass die Große samt Liebsten mich gestern in den Fachhandel begleiteten, wir uns alles genau anschauten und ich den Fragenkatalog abarbeiten konnte. Wir hatten einen netten, sachkundigen Verkäufer, der schnell begriff, dass wir kein x-beliebiges Kundschaftspublikum waren, sondern bereits einiges an Vorinformation mitbrachten.

Ich hatte eine Liste mit bevorzugten Design-Namen, zu denen es Fragen zu beantworten galt wie zum Beispiel: Ist der Löffel groß genug, um gemütlich Müsli mit viel Milch zu löffeln? Die Griffe matt oder blank? Wie fassen sich die Teile an? Lohnt sich wirklich der höhere Preis für Modell X? Der Verkäufer beantwortete Fragen zu der neuen super-duper Qualität, zu den Preisunterschieden (Messer drölfzehnfach geschmiedet), war sehr clever und holte ein Geschirr, dass möglicherweise den töchterlichen Geschmack treffen könnte, und drapierte das Besteck:


Am Ende würden wir drei uns hierfür entscheiden, wenn der Kauf denn für uns getätigt sein sollte. So habe ich heute einen Bericht samt Bildern gemailt, und warte nun auf Kommentare oder das nächste Telefongespräch.

Übrigens wunderte es mich, dass der Tochterliebste nicht am Fotografieren gehindert wurde! (Danke.)
Und: Er hat eine Quelle gefunden, die preislich noch unter der Auszeichnung im Einzelhandel liegt. (Nochmals danke.)

Ich glaube, ich sollte künftig alle größeren Einkäufe nur noch mit Nina und Ninaliebstem erledigen, denn was ich später am Tage noch erlebte, ... aber das ist eine Geschichte für die nächsten Tage. (Jetzt ist nämlich Schlafenszeit.)

Samstag, 25. August 2012

Zurück aus der City

Tanzende orange gekleidete kahlköpfige Männer und Frauen in indisch anmutenden Kleidern gesehen, während ich auf die Tochter mit Compagnon wartete. Ein kurzer, heftiger Schauer ließ die Mönckebergstraße umgehend leer aussehen und die Tänzer verschwinden, während aus den Lautsprechern weiterhin immer - so schien es mir - die selbe Klangspur tönte. Ein paar Minuten später war der Regen weg und hatte sich der Platz zwischen Hauptbahnhofausgang und Saturn zügig wieder gefüllt.




Alsdann machten wir eine Informations- und Einkaufstour, genehmigten uns einen Kaffee, ich gab viel Geld aus... insgesamt hatten wir einen schönen, harmonischen und sonnigen Tag in der City. Sonnig, jawohl! Nach dem ersten Regenguss gab sich nämlich die Sonne ganz große Mühe...!

Und: Gesundheitlich ging es mir sehr gut, was auch der Tochter auffiel. (Einzig in einem Geschäft war etwas in der Luft, was mir gar nicht bekam. Oder war es die Klimaanlage? Augenblicklich trockener Hals und Reizhusten, da kam die mitgenommene Wasserflasche zum Einsatz.)

Information (Besteck!) und Einkauf (Kleidung) - die Berichte kommen noch separat. Aber erstmal ein bisschen relaxen :-)

Donnerstag, 23. August 2012

Und jetzt...

... Krimi gucken: "Mordkommission Istanbul" ist eine der zwei Krimiserien, denen ich verfallen bin. Die andere ist natürlich der "Tatort aus Münster" - wer hätte das gedacht :-)

Besteck

Ich bin alt. Ich komme nämlich aus einer Zeit, in der Markenbesteck namhafter Hersteller mit einer zwanzig oder dreißig Jahre lang dauernden Nachkaufgarantie gehandelt wurden. Ebenso wie Geschirr, zwanzig Jahre war Standard.

Am Montag besuchte ich die Fachabteilung meines bevorzugten Warenhauses und hatte ein aufschlussreiches Gespräch mit einer W*F-Fachverkäuferin:

Zuerst einmal nahm sie mir meine Illusion: Besteck, auch sehr gutes, sehr teures, wird genau so lange hergestellt und vertrieben, wie es eine entsprechende Nachfrage gibt. Die Zyklen seien kurz, die Geschmäcker im dauernden Wandel begriffen. Danke, Ikea. (Ich habe noch als junges Mädchen für das Besteck meiner Eltern, das damals etwa 17, 18 Jahre alt war, ein Teil hinzu gekauft. Damals war es "das gute Silber" und in Juweliergeschäften zu erstehen. Gleiches Fabrikat wie das jetzt begehrte.)

Die Firma stellt immer noch wunderfeine Dinge her, ändert jedoch gerade und bis spätestens Ende des Jahres für alle Serien die Qualität auf "15 Jahre kratzfest und sieht immer aus wie neu" - natürlich auch zu einem erstaunlichen Preis. Die Verkäuferin sprach an dieser Stelle bereits von "Kreditkauf" - hallooooo? für ein Besteck!!!?

Allerdings gibt es derzeit Aktionsangebote der "normalen" (wie ich weiß, sehr guten!) Qualität, die sich auf einem erschwinglichen Niveau bewegen - dann aber wirklich komplette Sets darstellen - weil ja ohne Nachkaufgarantie. Das wäre dann sehr gerne das Geschenk, das von Herzen kommt und gleichzeitig preislich realistisch und realisierbar sein kann.

Vor der Umsetzung muss das Design (so in etwa) begutachtet werden. Mein Geschmack muss nicht der vom Töchterlein sein. Deshalb setze ich hier ein paar Links. Wohlgemerkt, es geht um die "grobe Richtung", nicht um das ganz genau identische Produkt! (Und bitte nicht von den Preisen irritieren lassen, es sind unterschiedliche Sets...)

Herstellerseite, sortiert nach Sets/Alphabet.
A*azon-Link.
Eb*y hat ziemlich gute Bilder dabei.

Scuola Leonardo da Vinci

Nachdem ich jetzt (im Mai war es nur die Einschreibegebühr gewesen) die komplette Kursgebühr überwiesen habe, bekam ich heute prompt eine Zahlungseingangsbestätigung.

Ohne zu wissen, wie mir der Sprachkurs gefallen wird, macht die Schule bis jetzt einen super guten Eindruck: Von der ersten Kontaktaufnahme über die Buchung bis hin zu o.g. Bestätigung war das komplette Hin-und- her-Mailing äußerst höflich, freundlich und gewissenhaft.

Autobrand

Vorweg sei gesagt, dass hier alles in Ordnung ist. Ich schreibe dieser Tage so sparsam, weil ich total müde bin und immer auch für mich überraschend früh in Morpheus' Arme sinke: Die Kollegin weilt urlaubstechnisch weit fort, und ich habe das Doppelte. Es ist gut zu schaffen, allerdings auch gut zu fühlen.

Anfang der Woche gab es ein angekokeltes Firmenauto. Kein Monteursfahrzeug, sondern ein leuchtendblauer - ach, ist auch egal, was für einer - PKW, der zur Zeit unausgelastet auf dem Firmenparkplatz steht. Besser: stand. Jetzt ist er weg geschleppt. Der Chef wurde zu mitternächtlicher Stunde von unseren uniformierten Freunden fernmündlich geweckt: Das Auto brannte, jedoch hatte sich das Feuer dann quasi "selbst gelöscht" in dem Moment, in dem der Kühlwassercontainer zerschmolz. Hin ist er, der rechte Kotflügel. Ich wusste gar nicht, dass Karosserien heute aus Kunststoff sind - dahin gehend war ich mal wieder völlig von "hinterm Mond".

Jedenfalls ist das Fahrzeug jetzt sicher gestellt, gestern kam ein reichliches Polizeiaufgebot von der Spurensicherung, sogar ein Hund hatte noch eine brauchbare Schnuffelprobe bekommen können und führte seinen Master über die Straße und weiter weg.

Sonntag, 19. August 2012

Im Wald und auf der Heide


... bei über 30°C.


Ganz Hamburg ist bei den "Cyclassics" oder im Hafen bei den "Cruise Days", genießt abends den "Blue Port" und das Feuerwerk. Ganz Hamburg? Nein, es gibt im Süden der Stadt eine dickköpfige Person, die einfach keine Lust hat auf Millionen von Menschen in brüllender Hitze. Es war ja seit Tagen bereits angekündigt, dass dieses der heißeste Tag des Jahres werden sollte.


Ach, es war so schön leer im Wald, kaum Jogger oder Spaziergänger, es war eine reine Freude für mich.


Und dann die Heideblüte! Warum war ich so überrascht? Schließlich ist Mitte August, ach ja, der Sommer geht seinem Ende entgegen...




Obwohl ich solche Hitze normalerweise nicht besonders gut vertrage, ging es mir unterwegs ziemlich gut, und ich habe nur eine einzige Pause gemacht, um meinen Flüssigkeitshaushalt in Ordnung zu bringen.

Freitag, 17. August 2012

Wochenmeldung

Im Laufe der Woche hatte ich einfach nichts zu erzählen, jetzt kann ich aber schnell ein paar Notizen hinterlassen:

Zuckerfreies Einkaufen gestaltet sich unglaublich schwierig, vor allem bei Joghurt. Selbst in BIO-Neutraljoghurts ist Zucker enthalten, und die noch einfacheren klassischen "ohne alles" gibt es nicht in jedem Geschäft, lustigerweise schon gar nicht bei Aldi. Aufschnitt ohne mindestens Glucosezusatz habe ich noch nicht gefunden, was bleibt, ist Käse, Räucherlachs und Frühlingsquark.

Zuckerfreies Leben hingegen ist äußerst angenehm. Mein Entzugsgefühl vom Wochenbeginn ist vollkommen verschwunden, allerdings bin ich ständig hungrig, obwohl ich bestimmt ausreichend esse und alles sehr gesundes Zeugs ist. Was ich mit "angenehm" meine: Meine unglaubliche Müdigkeit ist verschwunden! Ich bin immer noch früher bettreif als es eigentlich meiner Natur entspricht, das lässt sich vermutlich nicht ändern, aber dieses absolute K.O.-Gefühl, das ab dem Nachmittag bis in den Abend hinein von mir Besitz ergriffen hatte, ist weg.

Anderes Thema: sowohl die Zusatz- als auch gesetzliche Krankenversicherung waren sehr schnell mit der Bearbeitung meiner Zahnarztrechnung, es klappt alles wie gedacht.

Mädchenthema: Schuhe gekauft. Gestern erfolglos im Phoenix-Center gesucht und überall nur Herbst- und Winterschuhe gefunden, aber ich brauchte Nachschub-Ballerinas, Pumps etc., denn da ich meine Schuhe immer so heiß und innig liebe, trage ich sie, bis sie auseinander fallen. Aber vorher muss Ersatz im Schrank liegen! Heute erfolgreich ein kleines Geschäft besucht, das Markenschuh-Restposten verkauft. Außerdem zwei ganz kleine Kleingeld-Geldbörsen mit Reißverschluss erstanden für mein Diebstahl-Vorsorge-Konzept.

Morgen und übermorgen soll hier die große Hitze ausbrechen, vermutlich sehe ich zu, dass ich vieles schon früh erledige, sonst wird das wohl nichts mit Einkauf, Hausarbeit und (endlich wieder) Terrassenwerkelei. An den vergangenen Abenden hat mein Nachbar über mir auf seinem Balkon stundenlang den fleißigen Heimwerker gegeben (gebohrt, gesägt, whatever), so dass ich meine Türe geschlossen hielt. Lärm nervt.

So, muss mich sputen, die Cousine erscheint hier nachher.

Montag, 13. August 2012

Gut

- nicht alles, aber vieles.

Glückwunsch ans M-Töcht zur neuen Wohnung!

Mein erster Arbeitstag ist gut gelaufen, trotz meiner vielen Termine in der vergangenen Woche scheine ich ein wenig Erholung getankt zu haben. Zwar habe ich eine Menge zu tun, trotzdem bleibe ich ganz entspannt.

Wetter: Für mich ideal, Mitte zwanzig Grad, ein leichtes Lüftchen weht, viel Sonnenschein. Aber keine Hitze. Frühmorgens schon so eine Ahnung von Herbst in der Luft.

Gesundheit fühlt sich gut an, bin besser zu Wege als in der letzten Zeit.

Und das hier: Zuckerfrei.

Was mir Sorgen macht: LaNonna. Ich kann nicht einmal sagen, warum, aber sie machte auf mich einen sehr kraftlosen und müden Eindruck....*grübel*

Samstag, 11. August 2012

Florenz: Kunst und Architektur

Während ich heute bei LaNonna weilte, war meine Nachbarin so freundlich, mein Paket anzunehmen.

Und jetzt muss ich mich förmlich losreißen von meiner Kunst- und Architektur-Lektüre! Wunderschöne Bilder und massenweise Erklärungen fesseln mich - Ganz sicher werde ich das alles nicht mehr "lernen" können vor meinem Urlaub, aber es steigert die Vorfreude und ist auch immer schön für die Nachbereitung.

Inzwischen hoffe ich bereits, dass der Schulunterricht mir noch ausreichend Zeit lassen möge, um die Schätze der Stadt zu erforschen (wenigstens ein paar)!

Freitag, 10. August 2012

Der Balsamträger/Die Giftmischerin

Und schon wieder ein Buch:

Wolf Serno - Die Giftmischerin, Knaur Taschenbuch, Galeria Edition (Sonderausgabe für Kaufhof)
ursprünglich erschienen als "Der Balsamträger" im Knaur Taschenbuch Verlag

18. Jahrhundert, also wieder ein historischer Roman, ein etwas tumber Händler von "Arzneien" zieht durch Thüringen, trifft einen fußlosen Jüngling und schleppt ihn fortan mit durchs Land, denn dieser hat die Schläue und die Rechenfertigkeit, die ihm selber abgehen. Sie erleben große und kleine Abenteuer, bis sie einer Räuberbande in die Hände fallen. Der zweite, etwas kleinere Erzählstrang über die hübsche aber offenbar gewissenlos-gefährliche Eva verknüpft sich hier mit dem ersten - alles in allem spätestens hier zu einem vorhersehbaren Ende.

Gut und flüssig geschrieben, der Plot insgesamt schwach, und wieder mit dem selben Anachronismus wie in der "Medica": Er schritt aus wie ein Automat. Ich bezweifle, dass zu jener Zeit ein Automat bereits erfunden war.

Nachsatz: Info zur Geschichte der Automaten
Das beurteile nun, wer will, mir erscheint der Begriff innerhalb des Romans trotzdem nicht passend.

Geburtstagskaffee bei B.

Ich bin gerade zurück vom Geburtstagskaffee der Pati-Mama, ich war sozusagen ein Überraschungsgast. Es war sehr lebhaft und wir haben viel gelacht. Bei der Gelegenheit habe ich dann auch den künftigen Papa kennen gelernt (wenn man davon absieht, dass ich ihn als Baby und als Grundschüler kannte).

Insgesamt ein Erfolg (und mal ganz andere Themen als sonst in dieser Woche).

Viel bewerkstelligt

So, letzer Termin war Laborbefund-Besprechung. Fast alles im grünen Bereich, zwei Ergebnisse ein bisschen grenzwertig (aber nicht besorgniserregend), besprochen, wie das zu ändern ist, Blutdruck wieder komplett normal, Wiedervorstellung gegen Jahresende.

Außerdem: Die brave Krankenkasse hat die Zahnarztrechnung bereits bearbeitet, so dass ich die Rechnung eben an meine Zusatzversicherung weiter geleitet habe, gleichzeitig Aufstockung des bestehenden Vertrages in die Post gegeben. Ich liebe Direkt-Versicherungen, bei denen nicht irgendwelche Hansels zu mir ins Haus kommen müssen.

Ab jetzt Freizeit - lustig, mein Urlaub ist auch soeben beendet (Freitag-Feierabend 13:00 Uhr).

Schreiben hier abgebrochen wegen Tochteranruf  - hat mich gefreut!

Donnerstag, 9. August 2012

Donnerstagvormittagsupdate

Vorhin zur Blutabnahme gewesen, ohne Frühstück oder gar Kaffee vorweg. Blutdruckkontrollen sowohl zu Hause als auch in der Praxis ergaben niedrig-normale Werte.

Danach kurzer Schlenker zum Supermarkt, ich stand schon in der Kassenschlange, als mir einfiel: Das Wichtigste vergessen! Also nochmal durch die Gänge gekurvt und Batterien eingesammelt. Ich hatte nämlich die aus der Netbookmouse entnehmen und damit mein Blutdruckmessgerät bestücken müssen.

Unterwegs (gestern schon) gesehen: Die alteingesessene Bäckerei F. wird renoviert - offenbar bekommt sie einen neuen Besitzer. Der Laden ist geschlossen, davor steht so ein Marktbeschicker-Fahrzeug mit Kuchen und Brötchen. Heute waren Elektriker mit der Leuchtreklame beschäftigt... Vermutlich geht Familie F. in den Ruhestand? Der Bäcker war schon hier etabliert, bevor ich vor fast 31 Jahren in dieses Stadtviertel zog.

Zu Hause erstmal: Kaffee!

Dann: Batterien in die Mouse... sprang mir doch glatt eine der Federn entgegen und fiel direkt zurück in eine Öffnung, so dass sie jetzt im Innern der Mouse fröhlich herumklappert. Nunja, so gehen denn gelegentlich auch optische PC-Mäuschen kaputt.

Dieses wiederum veranlasste mich, beim Internet-Versender mit dem großen "A" das identische Teil zu bestellen, außerdem für die Reise eine Netbook-Tasche (Empfehlung vom Töchterlein befolgt) sowie den passenden "Spirallo"-Reiseführer (in einem anderen lese ich bereits seit zwei Wochen) und eine Abhandlung über die dortigen Kunstwerke. Wenn schon, denn schon - so bin ich eben.

Übrigens wechselte das Wetter gestern im Viertelstundentakt zwischen strahlendem Sonnenschein und Wolkenbrüchen hin und her - bin gespannt, wie es heute ist, weil ich mich unbedingt noch draußen um einige Pflanzen kümmern möchte, auch Topfpflanzen warten auf Pflegemaßnahmen.

Was noch? Ach ja, die schwarze Katze war auch wieder bei mir unterwegs.

Mittwoch, 8. August 2012

Helmut Schmidt

Helmut Schmidt ist der weit und breit einzige Mensch, vor dem ich Hochachtung habe, ihn geradezu bewundere. Ich bin jederzeit fähig, aus dem Stand heraus eine Lobrede auf ihn zu halten - aber andere können das besser, so bin ich, was das angeht, lieber still.

Gestern Abend im Ersten (ich hatte schon geschlafen, bin aber glücklicherweise fast pünktlich wieder aufgewacht): Menschen bei Maischberger, zu Gast: Helmut Schmidt. Link zur Mediathek, vermutlich nur begrenzte Zeit gültig. Als peinlich empfand ich die vielen Fragen zu seinem Privatleben - neue Freundin, meine Güte, lasst ihn doch in Ruhe! - aber er versteht es wie immer, sich gut abzugrenzen und ggf. Antworten schlicht zu verweigern. Zu allen anderen Themen äußerte er sich mit der gewohnten Eloquenz und natürlich mit umfangreichem Wissen. Ansonsten: Typisch norddeutsch.

Der ewige Raucher und der einzige Raucher im deutschen Fernsehen.

Arzt-Rallye

Ich arbeite mein Gesundheits- und Diagnoseprogramm wie geplant ab. Manche Gespräche ziehen weitere Maßnahmen bzw. Aktivitäten nach sich, aber so etwas ist durchaus vorhersehbar.

(Nachfolgender Bericht interessiert maximal meine Familie )

Gestern also Lungenfunktionsprüfung (anscheinend also seit fast zwei Jahren stabiler FEV1 - so weit ich weiß, der wichtigste Wert für mich) - auch viele mich irritierende Messwerte, vor allem im Vergleich zur seinerzeitigen Krankenhaus-Untersuchung, aber vermutlich bin ich wieder zu genau hinsichtlich meiner Recherchen. Mir persönlich war daran wichtig, ob mein Körpergefühl und die Messergebnisse übereinstimmen, das gibt mir Sicherheit im Alltag.

Weitere Sicherheit habe ich mir bzgl. des Salbutamol geholt. Meine Irritation der letzten Zeit war, dass offenbar die Bronchien erweiternde Komponente des Symbicort keine zwölf Stunden anhält und ich somit nicht gut genug über den Tag komme. Ich hatte ja schon experimentell festgestellt, dass ich es mit dem Bedarfsspray besser schaffe. Allerdings wollte ich auch nicht übertreiben, da es meiner Meinung nach eben nur ein "Notfallspray" war. Einsatz am Nachmittag bei Bedarf ist abgesegnet.

Wegen meiner schon Wochen andauernden Heiserkeit (inkl. "Frosch im Hals"), was vor allem während der Arbeit sehr nervig ist, möchte mich Herr Doktor LuFa zum Laryngologen schicken, also einem HNO-Arzt mit Fachgebiet Kehlkopf. (Verdacht ist eigentlich: Nebenwirkung von Symbicort/Spiriva)

Bzgl. des sogenannten DMP-Programmes zeigte er sich wenig entschlussfreudig. Dabei hätte es eines winzigen Schubsers von seiner Seite gebraucht. Meine Frage war nämlich ganz klar gestellt: Was habe ich als Patient davon? So weit ich bisher recherchieren konnte, bekommt der Arzt etwas mehr Honorar und die Krankenkasse einen Zuschuss aus einem "Ausgleichstopf" für Chroniker. Der Rest ist Patientenschulung (was bitte weiß ich denn noch nicht?) und Statistik für die KV. Er meinte, es wäre eine Frage der Fairness meiner KV gegenüber und ich könnte immerhin innerhalb der Patientenschulungen als lebendes Beispiel für Alpha-1 dienen (falls ich dem zustimmen würde).

Immerhin habe ich meinen LuFu-Befund ausgedruckt mit nach Hause bekommen, nachdem ich dem Doc sagte, ich wolle mich beim Marburger Register eintragen lassen.

Heute ging ich zu Frau Doktor Hausarzt-Internistin, der ich natürlich erst einmal ein Update bzgl. Medikamente und der Untersuchung von gestern gab. Auch hier habe ich wie schon gestern beim LuFa meine Stichwortliste ausgepackt und Punkt für Punkt abgearbeitet. (Wie finden das eigentlich die Ärzte, wenn der Patient die Gesprächsführung übernimmt?)

Manches lässt sich erst sagen, wenn die Blutanalyse gemacht ist (morgen), mein Blutdruck war allerdings tatsächlich zu hoch, diesbezüglich muss soll ich nun mein eigenes kleines Gerät wieder aktivieren, um Stichprobenkontrollen vorzunehmen und zu notieren, zum späteren Termin auch das Gerät mitbringen. Hier findet sich mein vor längerer Zeit geäußerter Verdacht jetzt bestätigt.

Bei beiden Ärzten äußerte ich, dass ich mit (für mich) extremer Müdigkeit zu kämpfen hätte. Herr LuFa tippt auf Schlafapnoe und möchte, dass ich gelegentlich mir ein Gerät mitgeben lasse, um dies zu kontrollieren. Aber, Achtung, es ist neben der Pulmologie ein weiterer Fachbereich von ihm!

Frau Doktor hingegen meinte, diese Apnoe-Geschichte sei auch so ein bisschen eine Modeerscheinung, jeder müsse plötzlich darauf hin untersucht werden. Sie ist der Meinung, dass ja durch meine chronische Erkrankung praktisch dauerhaft ein Entzündungsprozess aktiv ist, der selbstverständlich (wie jede akut-entzündliche Erkrankung auch) für den Körper eine Anstrengung darstellt und damit schneller zur Erschöpfung führt.

Einer der nächsten Schritte: Bei der Krankenkasse nachfragen, ob Hepatitis-Impfungen bezahlt werden, da das Prolastin (pdf) ein Blutplasmaprodukt ist... Frau Doktor wies mich darauf hin, dass diese Impfung keine generelle Kassenleistung ist.

Aber ich bin jetzt wieder gegen Diphtherie und Tetanus geimpft. Immerhin.

Montag, 6. August 2012

Erledigungen

Wieder einiges zum Abhaken auf meiner geistigen Liste:

Krankenkasse besucht wegen Einreichung Zahnarztrechnung, Chroniker-Bescheinigung und Verfahrensweise, Info DMP-Programm.

Zwei meiner alten Sparbücher Dresdner Bank/Commerzbank gegriffen und nach vorheriger Recherche, denn "meine" Zweigstelle gibt es nicht mehr, damit ins Phoenix-Center gewandert. Internet sagte mir etwas von "durchgehender Öffnungszeit", na ja, an dieser winzig kleinen Filiale klebte ein Zettel an der Tür "komme in 5 Minuten wieder"... ich stand und stand und stand... 15 Minuten vor der Tür. Haben wir hier jetzt schon italienische Verhältnisse? Die junge Frau war wenig begeistert von meinem Ansinnen, die Sparkonten zu schließen, außerdem hätten sie dort keine Kasse. (Die gute alte Commerzbank ohne Kasse? Ich brech' zusammen!) Meine Bankverbindung hinterlassen samt schriftlicher Anweisung, die Konten zu schließen und Guthaben (jawohl) aufs Girokonto zu überweisen.

Die Bahnfahrt nach Hause war kurzweilig, ich fuhr ganz zufällig gemeinsam mit den Eltern der Tochterfreundin N.W., so dass ich hier auch mal auf den aktuellen Stand gebracht wurde. Ich soll grüßen!

Grüße vom Zahnarzt

Der erste Termin dieser Woche ist abgehakt. CP= caries profunda. Betäubt, gebohrt, gefüllt. Wurde zuletzt repariert Ende 2009. Mal sehen, wie lange es dieses Mal halten wird.

Netter kleiner Klönschnack mit dem Doktor mit dem Auftrag, Grüße an die Tochter in Weit-weit-weg auszurichten. Wenn Patienten extrem weite Wege auf sich nehmen, um in diese Praxis zu kommen, würde dies ja auch verpflichten, meinte er.

Und wenn mich meine Betäubung verlassen haben wird, werde ich mich auf den nächsten Weg begeben ;-)

Sonntag, 5. August 2012

Die Medica von Bologna

Wolf Serno - Die Medica von Bologna - Roman - Knaur Taschenbuch

Heute habe ich im Grunde nichts getan außer zu lesen: Bologna 1552, ein Mädchen mit einem Feuermal im Gesicht, das unbedingt Ärztin werden möchte, in Vor-Gleichberechtigungs-Zeiten eine Unmöglichkeit...

Also wieder ein historischer Roman, gefällig geschrieben, gut zu lesen, immer mal mit einigen italienischen oder auch lateinischen Worten geschmückt, wobei mich allerdings dieses "Medica" stört - im Italienischen sind sowohl der Arzt als auch die Ärztin einfach "il medico". Aber wer weiß, wie es vor fast fünfhundert Jahren war?

Alles in allem eine interessante Darstellung der italienischen/europäischen Welt, wie sie damals war. (Und natürlich kommen Liebe und Triebe auch nicht zu kurz!)

Leseempfehlung.

Ergänzung: Beim weiteren Lesen bin ich gestern über einen Anachronismus gestolpert: "Sie bewegte sich wie ein Automat." Und das in einem Roman, dessen Handlung im 16. Jh. spielt und aus der Sicht der Protagonistin geschrieben ist... Hätte darüber nicht das Lektorat stolpern müssen?

Donnerstag, 2. August 2012

Termine, Termine

Nächste Woche Urlaub, damit ich in aller Ruhe eine ganze Menge ärztlicher Termine wahrnehmen kann: Ich denke, dass es zu einfach ist, alle möglichen gesundheitlichen Störungen oder Missempfindungen auf eine chronische Krankheit zu schieben - mittlerweile brauche ich Klarheit.

Folglich gibt es außer der gründlichen Lungenfunktionsprüfung samt Facharztgespräch in der kommenden Woche auch einen allgemein-internistischen Vorsorgetermin (Gespräch, Blut, Laborergebnisse, nur das werden schon drei Termine in zwei Tagen!) Meine Stichwortlisten wachsen.

Außerdem: Zahnarzt, nichts Dramatisches, ein Zahn muss repariert werden. Die erwartete Rechnung war auch heute in der Post: "Festzuschuss von der Krankenkasse bitte direkt auszahlen lassen." Das kenne ich noch gar nicht. Also morgen alles durchkopieren für Krankenkasse, Zusatzversicherung etc.

Jedenfalls: Langeweile habe ich keine.

Fliegerbombe in Wilhelmsburg

Die Kollegin, welche rein zufällig während ihrer Mittagspause mit dem Auto unterwegs war, hörte im Radio von (schon wieder einer) Bombenentschärfung in Wilhelmsburg. Am Nachmittag, schließlich war ich besorgt, ob ich zur Feierabendzeit würde über die Elbe kommen können, fand ich diese Information von Radio Hamburg. Bevor ich sie zu Ende gelesen hatte, wählte ich bereits die Auskunft der Verkehrsbetriebe, wo man mir ("... legen Sie nicht auf... vor Ihnen sind...9... Personen in der Warteschleife...") zuverlässig mitteilte, dass bis 18:30 die Bahnen noch fahren würden. (Keine Lust auf Ersatzverkehr-Chaos, Alternative wäre ein Citybummel mit shoppen oder ein Besuch bei der Lady gewesen.)

Während in HH-Wilhelmsburg (Stichwort IBA) fleißig gebaut wird, wird ungefähr jeden zweiten Monat eine Fliegerbombe aus dem II. Weltkrieg gefunden und entschärft - jedes Mal müssen etwa tausend Menschen evakuiert werden, und der Bahnverkehr ruht, der Straßenverkehr wird großräumig umgeleitet. Meistens sind diese Entschärfungen zu meiner Feierabendzeit allerdings schon wieder Geschichte.

Mein Dank an Pati: Siehe oben - reiner Zufall, dass ich im Büro etwas Aktuelles mitbekam. Ruf gerne wieder an zwecks Vorwarnung und Hinweisen!

Mittwoch, 1. August 2012

Sonntag im Wildpark

Wer hier in der Umgebung lebt, weiß sofort, worum es geht, wenn ich dieses Bild zeige:


Ganz genau. Jeder würde jetzt sofort sagen: "Hängebauchschwein! Wildpark Schwarze Berge!"

Wir waren zu viert unterwegs: die Tochter, ihr Liebster und dessen knapp 6-jähriger Sohn. (Macht drei, zählt mich dazu, dann stimmt die Rechnung.) Obwohl das Wetter sich zunächst nicht so gut angelassen hatte, bekamen wir nur wenig Regen ab, und auch die Sonne zeigte sich dann und wann. Mit Regenjacken gut versorgt, waren uns ein paar Regentropfen schließlich herzlich egal.

Sternzeichen der Dezember/Januar-Geborenen :-)


Schottisches Hochland-Rind, sehr lecker... Verzeihung, hier natürlich nur zum Angucken:


Der Wildpark ist landschaftlich sehr schön angelegt, so dass dieser Ausflug auch für Menschen wie mich, die nicht allzu dicht an Tiere herankommen mögen, sehr fein und entspannend ist/war.


Dieser Zwerg hingegen hatte keinerlei Berührungsängste...


... und war auch vom Springkraut ganz fasziniert.

Katze auf der Flucht

Am Sonntag wollte der Tochterliebste auf meine Terrasse gehen, stoppte und fragte mich: "Warum sitzt da eine Katze vor der Tür?" Meine Antwort: "Das ist die Blog-Katze ." 
Nun gut, das Katzentier fühlte sich gestört, hier habe ich es noch knapp (und ein bisschen verwackelt ob der Eile) auf der Flucht erwischt: