Montag, 24. September 2012

Umgebungserkundung

Nach meiner kleinen Siesta vorhin zog es mich wieder hinaus, ich versuche erst einmal, mich hier zu orientieren, meine Kreise werden ganz langsam größer. (Und meine Füße tun weh, habe sie prima im Bidet gebadet, was soll man auch machen, wenn es hier keine Handbrause gibt?)

Frage zwischendurch an diejenigen, die sich in Italia auskennen: Im Hotelzimmer ist TV, mit Decoder und zwei Fernbedienungen. Was mache ich falsch, dass ich kein Fernsehprogramm sehen kann? Das einzige, was ich habe, ist der Bildschirm "fair mate" mit Radio RTL 102,5. Die Musik ist ja ganz nett, aber nach einiger Zeit habe ich das Gefühl, ich höre ständig das selbe.

Weiter: Ich war sehr erfreut, den Markt wieder zu sehen, den ich heute früh im Aufbau auf dem Weg zur Schule durchstreift habe. Oh, er ist ganz wunderbar! Vermutlich ein typischer Markt für Touristen, das ist mir klar, und ich habe auch überhaupt nichts gekauft, obwohl durchaus die eine oder andere Verlockung vorhanden war. Ich bin aber insofern noch nicht orientiert, als dass ich schon abschätzen könnte, was okay ist. Aber es gingen mir die Augen über: ganz, ganz viel aus Leder (Handtaschen, Geldbörsen, Gürtel etc.), echtes Leder, keine Markenimitate - und in ganz tollen Farben!






Man scheint es auf jeden Fall hier sehr bunt bzw. farbig zu lieben: Handtaschen, Schals, Schmuck, Keramik und noch viel mehr in türkis, pink und allem, was das Spektrum so hergibt.



Ich habe hier andauernd einen grandiosen Durst (Leitungswasser ist okay, aber es schmeckt nicht...), und mir fehlte noch mein Quantum Obst. Was war ich froh, als ich einen Fruttivendolo fand, der mich aus dieser misslichen Lage befreite: Knackige Äpfel gekauft und einen großen Becher Obstsalat, den ich sofort auf einer Bank in piazza del duomo vernichtete.


Jetzt konnte ich in Ruhe den Dom und alles, was so drumherum ist, bewundern! Es gibt hier auch schon mal einige Fotos zu sehen, aber alle Erklärungen zur (Kunst-)Geschichte  und zur geographischen Lage werden entweder nachgeliefert oder sind besser anderwo zu lesen - es gibt ganz phantastische Bildbände!







(Ich bin noch nicht einmal irgendwo drin gewesen, ich habe noch viel damit zu tun, die bisherigen Eindrücke aufzunehmen und zu verarbeiten - schon gestern war ich so übervoll, dass ich lange nicht einschlafen konnte.)

Irgendwann habe ich dann auch einen Supermarkt gefunden - lange danach gesucht und (typisch!) hinterher auf dem "Nachhauseweg" noch zwei gesehen. Jedenfalls bin ich nun auch im Besitz von einer großen Wasserflasche, einigen Bananen und überhaupt allem, wonach es mich verlangte. (Stichwort: Reiswaffeln! Ja, auch hier, auch ohne Zucker, sogar eine Sorte mit Farro - ausprobieren.)


Was mir sehr gut gefällt: Die Leute hier sind sehr freundlich und - tatsächlich - kommunikativ. (Im letzten Jahr in Bracciano hatte ich das genaue Gegenteil erlebt.) Es macht mir Spaß, Italienisch zu reden, und wer nicht aufpasst, den texte ich voll, hemmungslos.

Vorgeschrieben um 19:33 Uhr.

Ich werde mich wieder in ordentliches Zeug werfen und ins Foyer gehen zwecks Internetzugang. Der funktioniert gut und schnell. Genau wie übrigens in der Schule, das hatte  ich heute Mittag ausprobiert. Weil jedoch Evelyn (die Mitlernende) auf mich wartete, hatte ich keine rechte Ruhe.

Ach, was mir noch einfällt: Des Fahrstuhles in der Schule bin ich bisher nicht ansichtig geworden, und es sind einige Treppen zu steigen - ich bewältige das ganz überraschend gut! Hier im Hotel funktioniert er, aber ich habe schließlich auch ein Zimmer im fünften Stockwerk!

Schluss jetzt, ich muss runter, sonst wird es zu spät, denn, Ihr werdet lachen: Ich habe Hausaufgaben zu machen (und bin eigentlich vollkommen müde.)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen