Mittwoch, 1. August 2018

Arctic Air

Ich war im Büro Tester für ein Kleinklimagerät, das mit Wasser arbeitet (Strom natürlich auch). Demnächst bekommt jeder so eines auf den Schreibtisch. Das Teil ist so genial gut, dass ich mir für mich privat auch eines bestellt habe. Letztens hatte ich 26 Grad im Schlafzimmer, da kann das zumindest beim Einschlafen gute Dienste tun. (Das ist keine Werbung, nur ein ganz frischer Erfahrungsbericht!)


Im Büro steht das Teil in weniger als 50 cm Entfernung von mir und ist sehr angenehm. Dank der feuchten Luft hatte ich endlich mal kein Dauerräuspern mehr und weniger Durst. Klimatisch war es angenehm und vom Handling besser als ein Ventilator, da mir nicht meine Papiere um die Ohren flogen. Mehr würde ich von so einem Würfelchen auch nicht erwarten. 

Mein Mini-Klimagerät lag seit gestern bei der Post. Ich liebe DHL, denn dann habe ich bei Nicht-Zustellung direkt Zugriff in meiner Postfiliale. Da möchte mir der Postmensch einen riesigen Karton aushändigen, ich hatte extra meinen Einkaufstrolley mitgenommen, aber der Karton hätte dort nicht hineingepasst. Lieb gefragt, ob wir das Teil nicht direkt auspacken könnten, ich zeigte das Fortmat mit den Händen... Eigentlich dürfe er das nicht, aber naja, ausnahmsweise... Und dann passte der kleine Karton auch locker in meinen "Hackenroller", sogar meine dann folgenden Einkäufe auch. Es gibt noch nette Menschen. 😀 Junger Mann mit ausländischen Wurzeln, sieht aus wie ein Teddybär 🐻, arbeitet schon länger in der Postfiliale, die nebenbei auch noch Billigzeugs und Handy-Zubehör verkauft. (Ade, liebe Postämter!). Jetzt steht mein kleiner Klimawürfel auf meinem Schreibtisch und tut mir gut.


Und wenn demnächst irgendwann der Sommer vorbei ist, kommt er in den Schrank und wartet aufs nächste Jahr.

Sonntag, 29. Juli 2018

Gelesen: Die vergessene Kammer

Die vergessene Kammer - Catherine Fisher (Fantasy-Roman)
blanvalet-Taschenbuch
ISBN: 978-3-44226406-3

Warum dieses Buch? Ich habe mehr Bücher von Catherine Fisher auf dem SuB und wollte dieses als "Appetizer" lesen.

Klappentext:
"Zac ist Lehrling bei dem berühmten Baumeister Jonathan Forrest. Einem Mann, der ebenso besessen ist von den Mysterien der Druiden wie von seiner kühnen architektonischen Vision. Doch Forrests Vorhaben, eine gigantische spiralförmige Straße namens King’s Circus zu bauen, scheitert. Und da erkennt Zac, dass die wahre Leidenschaft seines Meisters gar nicht der Straße gilt, sondern einer Kammer, die Forrest im Herzen des King’s Circus einbauen will – um darin ein Geheimnis zu verbergen. Doch welches Geheimnis könnte einen solchen Aufwand wert sein?"

Zwei Erzählstränge kennzeichnen diese Geschichte:

Einerseits geht es um das noch nicht ganz erwachsene Mädchen Su, das von (neuen) Pflegeeltern aufgenommen wird, welche im King's Circus wohnen. Ein Geheimnis umgibt Su, sie fühlt sich verfolgt und bedroht, trotzdem versucht sie, im normalen Leben Fuß zu fassen.

Andererseits handelt die Geschichte von Zac und Jonathan Forrest, die dabei sind, diese besondere Wohnanlage zu konstruieren. Welche Rolle die junge Frau Sylvia dabei spielt, hat sich mir nicht wirklich erschlossen, außer dass sie ein Bindeglied zu einer Person zweifelhaften Charakters ist.

Zwischen den Kapiteln kommt jeweils Bladud zu Wort, offenbar ein uralter druidischer Gott.

Am Ende werden die Erzählstränge zusammengeführt, jedoch scheint mir das Ganze sehr konstruiert zu sein. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen, das Ende aber wenig spektakulär, so dass ich als Leser etwas ratlos zurückbleibe.


Gelesen: Nur die Liebe bleibt

Nur die Liebe bleibt - Stefanie Zweig (Roman)
Heyne Taschenbuch
ISBN: 978-3-453-40156-5

Warum dieses Buch? Vom Tisch mit Mängelexemplaren mitgenommen, da mir "Jenseits von Afrika" so gut gefallen hatte.

Klappentext:
"Hoffnung und Angst bewegen den Vater auf der Flucht vor den Nazis 1938 von Leobschütz in Oberschlesien nach Ol' Joro Orok im Hochland Kenias; falsche Vorstellungen von einem neuen Leben begleiten seine Frau Jettel auf der Reise nach Hamburg, wo sie mit ihrer Tochter Regina das Schiff nach Afrika nimmt. Auf der Weiterfahrt von Mombasa nach Nairobi kommt es für Regina zur entscheidenen Begegnung mit Afrika. Ein Stück Zeitgeschichte, erlebt von Menschen, die ihre Heimat liebten und nicht zu Hause bleiben durften.
Die Schicksalspunkte im Leben der Familie Redlich sind durch Zugfahrten markiert, die der Autorin zum stilistischen Mittel dieses Romans werden. Mit feinen Wahrnehmungen und einer berührenden Vertrautheit gelingt ihr ein zeithistorisch bedeutendes Werk."

Ein leises Buch. Es handelt vom Abschied, immer und immer wieder.

Walter Redlich steht auf dem Bahnsteig von Leobschütz in Oberschlesien und wünscht sich, seine Familie würde jetzt gehen, um ihm den Abschied leichter zu machen. Als Jude auf der Flucht vor den Nazis auf dem Weg nach Afrika scheint er sich von allem und jedem gedanklich zu verabschieden, ganz besonders natürlich von seiner verwöhnten und streitlustigen Frau Jettel und der Tochter Regina, die schon früh lernen muss, in der Öffentlichkeit möglichst nichts zu sagen und nicht auf sich aufmerksam zu machen.

Er ist schließlich unterwegs nach Genua, von wo aus er mit dem Schiff nach Afrika reisen wird. Schmerzlich vermisst er seinen Freund, der aber später zusteigt, um ihn bis Genua zu begleiten. Immer wieder wird man Zeuge der Angst, die Walter unterwegs hat, Angst davor, als Jude erkannt zu werden, dem man unterwegs die Ausreise unmöglich machen könnte.

Es war eine Nacht mit Sternen. Sie funkelten so intensiv, als hätten die himmlischen Scharen beschlossen, dass auf Erden nur noch das Schöne und Gute geschehen dürfte. Der Zug drängte immer schneller in den Süden. Von den Schienen hörte der Davongekommene die verheißungsvolle Botschaft von Aufbruch und Neubeginn. Für den Moment der Gnade, da sich seine Seele betrügen ließ, schwor Walter, künftig mit dem alten Kinderglauben Gott zu vertrauen und nie mehr dem Kleinmut des Zweiflers nachzugeben.

Monate später wird der Abschied von Jettel und Regina thematisiert, die Zugfahrt nach Hamburg, das Bemühen von Jettel, die Tochter mit ihrem vorlauten Mundwerk ein wenig im Zaum zu halten, die Angst vor einer mit dem "Mutterorden" hochdekorierten Mitreisenden.

Ruhig erzählt, macht dieser Roman es möglich, die Ängste und Gefahren, denen Juden im III. Reich ausgesetzt waren, nachzuempfinden.

Auf dem letzten Stück der Reise mit dem Zug von Mombasa nach Nairobi verliebt sich Regina in Afrika.

Der Aufenthalt in Afrika wird nicht allzu ausführlich geschildert, die Familie lebt in relativer Armut, bis Walter eine Anstellung beim britischen Militär findet und man von der Farm umzieht in die Stadt, wo dann Jettel auch ein wenig mehr von der Aufmerksamkeit bekommt, nach der sie sich sehnt.

Schließlich bekommt Regina einen kleinen Bruder, den sie zu beschützen sich selbst versprochen hat. Nach Kriegsende zieht es Walter und Jettel zurück nach Deutschland, wo sie in Heidelberg landen, denn Oberschlesien ist mittlerweile polnisch, und man wird die Heimat nie wieder sehen.

Eine eindringlich beschriebene Geschichte, die nach meinem Empfinden ein Vorläufer von "Jenseits von Afrika" sein müsste.


Ein wunderbares Buch.

Gelesen: So weit die Hoffnung trägt

So weit die Hoffnung trägt - Richard Paul Evans (Roman)
Edition Nova
ISBN: keine angegeben

Warum dieses Buch? Eine Besucherin meiner Tochter hatte es hinterlassen. Da ich seit Kindertagen "alles lese, was gedruckt ist," habe ich mich drüber her gemacht.

Klappentext:
"Nach dem traumatischen Verlust seiner geliebten Frau, seiner Firma und seines Heims beschließt der ehemalige Werbemanager Alan Christoffersen, einmal quer durch die USA zu wandern. Wichtiger als die absolvierte Strecke sind jedoch die Menschen, die Alan ein Stück des Wegs begleiten und ihm unvermutet neue Hoffnung geben. Schritt für Schritt lernt Alan so, sein eigenes Schicksal zu akzeptieren. Aber plötzlich erhält er eine Nachricht, die seiner Reise ein jähes Ende zu setzen droht."

Das romantische Cover lässt eine Liebesschnulze erwarten, aber das ist diese kleine Geschichte nicht. Zumindest nicht auf herkömmliche Art und Weise.

Alan erwandert sich ein Großteil der Vereinigten Staaten, und ganz nebenbei lernt man die USA aus einem Blickwinkel kennen, den die Medien hier meist nicht vermitteln. Es wird von Städten und Dörfern, von Landschaften, deren Besonderheiten und kleinen Sehenswürdigkeiten erzählt, bis hin zu seltsam erscheinenden Frühstücksgewohnheiten.

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, drehte sich alles. Ich fühlte mich, als wäre ich eben von der Teetassenbahn im Disneyland gestiegen. Ich lag in meinem Schlafsack und hielt mir fast zwanzig Minuten den Kopf, in der Hoffnung, das Gefühl von Schwindel und Übelkeit würde sich legen. Als es mir etwas besser ging, rollte ich meinen Schlafsack zusammen und ging los, nachdem ich das Frühstück zwangsläufig ausfallen lassen musste.
Ich ging drei Meilen weit bis zur Stadt Plankinton. Inzwischen fühlte ich mit fast wieder normal, daher ging ich zum Frühstücken in einen kleinen Eckladen namens Coffee Cup Fuel Stop. Eine Meile später ...

Wie im Klappentext erwähnt, hat Alan alles verloren, was sein Leben zuvor ausgemacht hatte, und er versucht, den Verlust seiner Frau zu verarbeiten. Unterwegs trifft er Menschen, mit denen er eine Stunde oder drei Tage verbringt, die ihm in Notsiutationen helfen oder ihm einen Teil ihrer eigenen Geschichte erzählen. Aus jeder Begegnung nimmt er wertvolle Erfahrungen und Gedanken mit. Insofern ist es auch ein philosophisches Buch, allerdings ohne schwülstig zu sein.

Nachdem er zum zweiten Male auf seiner Wanderung bewusstlos umgekippt ist und im Krankenhaus erwacht, erhält er eine Diagnose, die einigen Mut und viel Zuversicht erfordern wird.

Wider Erwarten habe ich dieses Büchlein gern gelesen.


Jedes Kapitel wird mit einem Zitat aus dem Tagebuch des Protagonisten eingeleitet, was mir gut gefallen hat, zwei davon zitiere ich mal...

Ich weiß nicht, ob es Poltergeister oder Gespenster gibt, und es ist mir auch egal. Es gibt zu vieles in meinem Leben, was ich nicht verstehe, um mir den Kopf über Dinge zu zerbrechen, denen ich noch nicht begegnet bin.

Zu sagen, dass jemand nicht weiß, wann er aufhören soll, ist entweder eine Beleidigung oder ein Kompliment, je nachdem, was bei seinen Mühen am Ende herauskommt.

Gelesen: Mord in Thingvellir

Mord in Thingvellir - Stella Blómkvist (Ein Island-Krimi)
Ramdom House, btb (Taschenbuch)
ISBN 978-3-442-73663-8

Warum dieses Buch? Vom öffentlichen Bücherregal mitgenommen, ich liebe Krimis...

Klappentext:
"Eine junge Frau wird tot im Wasser gefunden. Und die lokale Presse hat den Schuldigen schnell ausgemacht: Der Vater, ein iranischer Einwanderer, soll einen Ehrenmord an seiner Tochter begangen haben, zumal diese schwanger war. Doch als die junge Anwältin Stella Blómkvist zu recherchieren beginnt, stellt sie fest, dass die Geschichte komplizierter ist als gedacht. Sie stößt auf einen Kreis von Männern, die mit dem professionellen Missbrauch von Frauen Geschäfte machen …"

Normalerweise schreibe ich gleich nach dem Lesen über ein Buch, nicht jetzt. Ich bin im Rückstand und versuche, mich wieder in die Geschichte hineinzufinden. Was mir beim Durchblättern seltsamerweise nicht gelingen will. Den Inhalt habe ich komplett vergessen. Kein gutes Zeugnis für das Buch. Island-Krimis sind wohl einfach nichts für mich.

 

Samstag, 21. Juli 2018

Ich bin schon noch da, aber gerade nicht hier

Ich hätte so allmählich mal einiges zu erzählen, aber mir läuft andauernd die Zeit weg, weshalb ich davon Abstand nehme, alles aufzuzählen, was in der Gedankenwarteschleife ist.

Mir geht es gerade einigermaßen gut, wenn man von meinen Zahngeschichten mal absieht, und ein viertägiger Kurzurlaub ist auch geplant. Das Wetter ist zwar warm, aber zu meinem Erstaunen gerade für mich ganz wunderbar... Vermutlich sind Luftdruck und Luftfeuchtigkeit in einem Bereich, der für mich verträglich ist. Wer weiß.

Familiär ist alles gut, vergangenen Sonntag mit der Tochter gechillt...


Achja, Buchbesprechungen sind auch noch outstanding... 📕
Bis bald also.

Katzenrettung

Unsere Firma hat einen Werkstatt-/Garagenhof mit Altmetall und Wertstoffcontainern. Da hinten treibe ich mich selten bis gar nicht herum... Meine Kollegin sah dort eine Katze, ziemlich struppig und mager, vielleicht sogar krank? Jedenfalls schien die Katze unter den Containern zu "wohnen."
Da die Kollegin sehr Katzen-affin ist (sich erst kürzlich hat von ihrer trennen müssen), ist sie nach einigem Hin und Her zum Tierheim gefahren und hat eine Lebendfalle gegen Kaution geholt. Na, wir konnten gar nicht so schnell gucken, wie die Katze im Käfig saß - Thunfisch hatte es möglich gemacht!


Zack, konnte meine Kollegin sofort die Rückfahrt ins Tierheim antreten... netterweise hat sie ihre Kaution als Spende dort gelassen, weil das Tier ja auch Kosten verursachen wird.