Mittwoch, 29. Juni 2016

Istanbul, Flughafen

Nach dem Attentat am Flughafen Atatürk in Istanbul war ich froh, dass ich über den "facebook safety check" heute früh erfahren konnte, dass meine türkische Italienischlernkollegin-Freundin nicht dabei war.

Doof, das

Gestern Abend:

Möööpppppp...

Seit heute Mittag Bauchkrämpfe, als läge ich in den Wehen (kommt aber kein Kind, garantiert), leicht elendes und undefinierbares Gefühl den ganzen Tag lang, heute früh ganz bisschen niedrigere SpO2-Werte als für mich normal - kann ja mal vorkommen der Mensch ist keine Maschine.

Vorhin zurück aus der City (Infusionstag), fange ich hier an zu zittern und zu klappern... 38°C. Keine große Sache, aber ich DARF kein Fieber haben...

Der Plan ist oder war, morgen zu meiner Mutter zu fahren, also nochmal los, ein wenig eingekauft. (Konnte nicht mit auf dem Rückweg erledigt werden.) Einmal Budni, einmal Rewe... da schaffte ich fast meinen Heimweg nicht mehr. Gegangen wie eine 90jährige mit vielen Pausen, am Ende meine Wohnanlagentreppe hochgeschleppt und gaaaaanz langsam nach Hause...

Ich war kurz davor, 50 m von meiner Tür entfernt, den Rettungsdienst zu rufen. Kein Wunder bei einer O2-Sättigung von 70, das IST lebensgefährlich.


Jetzt alle Notfallmedikamente genommen, muss noch etwas knabbern, damit ich dann eine Ibu schlucken darf... dann ins Bett.


Heute Morgen:

Doch kein Ibu mehr geschluckt, das Fieber ging nicht über 38,5C, das verantworte ich vor mir jetzt mal... Sehr, sehr gut geschlafen. Fieber ist ja meistens morgens weg, bleibt der Abend abzuwarten.

Atmung okay, mein Decortin versieht seinen Dienst, muss ich nun 4 oder 5 Tage lang nehmen.

Insgesamt:

Doof. Termine sind abzusagen/zu verlegen und neu zu organisieren. Krank werden in diesen Tagen passt einfach nicht ins Programm, zumal  ich ab Mitte nächster Woche ein paar Tage Urlaub habe, innerhalb derer ein Besuch in D-Dorf geplant ist, innerhalb dieser Zeit ein Freundin-Treffen in Köln, außerdem brauche ich ein paar Facharzttermine, die ich gern in diese zehn Tage gequetscht hätte. Also wirklich ungünstig, diese Krankwerderei.

Samstag, 25. Juni 2016

*verliebt*

Erlebnis des Tages: Ich noch in Regenjacke und mit Schirm gerade angekommen, textet mich der Eineinhalbjährige sofort zu und muss mir allerhand zeigen "Moma gucken." (Aus Mmmmma wurde nun Moma.) "Mama auch. Papa auch. Moma auch."

♥ ♥ ♥

Mittwoch, 22. Juni 2016

Heinzelfrau

Heinzelmännchen gibt es nicht. Bekannte Tatsache. Aber es gibt zumindest eine Heinzelfrau!

Bei meiner abendlichen Heimkunft fand ich in der Küche allerlei Standard-Vorräte vor. Außerdem stand ein Blumenstrauß auf dem Eßtisch.

Abgesehen davon, dass ich meine Wohnungsschlüssel ja nicht wild in der Gegend verteilt habe, trug die Aktion natürlich eine "Handschrift".

Danke!

Mittwoch, 15. Juni 2016

Leberstudie zum Alpha-1-Antitrypsinmangel

Als Follow-Up zu meiner Notiz kurz vor dem Alpha-1-Infotag...



Der Fernsehbeitrag, den Dr. Hamesch in unsere Facebook-Alpha-1-Gruppe gebracht hatte...

Sonntag, 12. Juni 2016

Wie oft...

... habe ich hier schon geschrieben "ich komm' zu nichts?"

Gefühlte hundert Male?

Es fehlt die Zeit, die Ruhe - es gibt Dinge, die wichtiger sind, Familliendinge, die hier nichts zu suchen haben...

Und meine Reiseberichte kommen zu kurz. In meinem Kopf gibt es sie alle...

Meine Gartenarbeit kommt nicht nur im Blog zu kurz - inzwischen wuchert hier so vieles zu, dass ich einen Gärtner brauche, weil ich seit zwei Jahren zu nichts komme... weil Familiendinge so viel Zeit kosten. Da schließt sich der Kreis oder beißt sich die Katze in den Schwanz oder so...

Mir geht es verhältnismäßig (!) gut, gelte als stabil, bin aber derzeit extrem wetterabhängig. Es gibt bei den derzeitig vorherrschenden Chaoswetterlagen recht häufig Tage, an denen fast nichts mehr geht. Außer zur Arbeit zu gehen. Wo ich dann manchmal atemlos ankomme und mich erstmal erholen muss. Mist, das.

Die Berichte von der Alpha-1-Leber-Studie aus Bremen stehen noch aus, sind aber in Arbeit. Drückt mir mal die Daumen, dass da nicht ein neuer Befund auf mich zu kommt!

Ich bräuchte echt mal eine Auszeit, um alles nachzuarbeiten - sehe es aber schon kommen, dass in so einer Auszeit wieder andere Dinge wichtiger sind. Wie immer: Das Leben lebt. (Und ich komme kaum hinterher!)

Gelesen: Der Knochenpoet

Der Knochenpoet, Susanne Kraus (Historischer Roman)
Antiquarisch gekauft, Helmut Lingen Verlag, Köln
Lizenz durch Bastei Lübbe, Köln
ISBN - keine -

Warum dieses Buch? Empfehlung aus der Bücherlesegruppe...

Klappentext:
"Kurz vor der Ankunft Kaiser Friedrich Barbarossas, der 1158 zum ersten Mal seine Pfalz im Marktflecken Lautern besucht, wird eine Truhe mit menschlichen Knochen gefunden. Alle sind in Angst und Schrecken versetzt. Zur gleichen Zeit taucht der Spielmann Trushard auf, auch der "Knochenpoet" genannt, der auf Rotrud von Saulheim, die Tochter des Burgherrn Merbodo, eine unerklärliche Anziehungskraft ausübt. Als sie auch noch Zeugin eines Mordes wird, für den ihr Vater zur Verantwortung gezogen werden soll, bleibt Rotrud nur ein Ausweg: Sie selbst muss den Mörder finden. Verzweifelt sucht sie nach einem Verbündeten. Doch kann sie dem einzigen Menschen, der etwas Licht in die Dunkelheit bringt - Trushard - wirdklich vertrauen?"

Die Autorin Susanne Kraus lässt diese Geschichte durchgängig von der Hauptperson Rotrud erzählen, es gibt keine weiteren Perspektiven oder gar Handlungsstränge und ist sozusagen linear aufgebaut.

Die Aufklärung eines Mordes, schließlich noch eines zweiten, die gesellschaftlichen und sozialen Verwicklungen zur Zeit Barbarossas sowie die historisch weitgehend (und im Anhang erklärten) korrekten Aspekte ergeben insgesamt zusammen mit dem ewigen Thema "Liebe" eine nette Geschichte, die sich gut wegliest - aber keinen hervorragenden Roman.

Ich empfand das Werk als langweilig, es wollte bei mir keine rechte Spannung aufkommen, kann das Buch lediglich als "nett" bezeichnen. Schade, denn ich lese sehr gern historische Romane, aber dieser konnte  mich nicht begeistern.

Kann man lesen. Muss man aber nicht.


"Barbarossa ließ keine Zeit verstreichen. Gleich, nachdem die Suche im Tiergarten erfolglos abgebrochen worden war, bestimmte er zwei Mitglieder aus seiner Leibwache für die Durchsuchung der Burg Beilstein. Sie sollten überprüfen, ob sich das vermisste Messer bei uns befand. Mir befahl er, seine Männer zu begleiten. Ich wusste nicht, wer von den beiden mir mehr zuwider war: Wilhelm, der gedrungene rotwangige Anführer, oder der blasse, schmallippige Philipp.
Wilhelm genoss seinen wichtigen Auftrag in vollen Zügen. Seine Augen, die wie aufgesetzte graue Glaskugeln hervorsprangen, strahlten vor Begeisterung. Wahrscheinlich fühlte er sich geschmeichelt, dass Barbarossa ausgerechnet ihn dafür ausgesucht hatte, einen gemeingefährlichen Mörder zur Strecke zu bringen."