Dienstag, 27. Februar 2018

Nächste Baustelle

Wäre ich nicht letztens beim Aufräumen auf mein kleines Handgelenks-Blutdruckmessgerät gestoßen und hätte ich es nicht spaßesweise ausprobiert, wäre mein Bluthochdruck wohl noch ewig und drei Tage unerkannt geblieben...

So war das die Initialzündung... ich hatte während der vergangenen Tage mehrfach gemessen und unglaublich hohe Werte abgelesen... Mit meiner Liste und der Bitte, profimäßig meinen Blutdruck zu messen, beim Lungenfacharzt aufgeschlagen... notfallmäßig Nitro-Spray bekommen... aber nach einer halben Stunde war der Wert dann schon wieder bei 180...

Ich durfte deshalb meine Infusion heute nicht bekommen und musste mich umgehend bei meiner Hausarzt-Internistin vorstellen. Jetzt habe ich Tabletten bekommen und muss morgen Vormittag nochmal zu ihr in die Praxis, um zu sehen, ob das Ramipril ausreichend wirkt, außerdem wird mein kleines Messgerät mit dem Profiteil abgeglichen.

Schön, dass ich von der letzten Woche meine Laborwerte habe, so muss ich die morgen nur mitnehmen statt nochmal Blut zu lassen...

Kinder, Kinder, meine Medikamentensammlung wächst - man wird nicht besser wenn man in die Jahre kommt.

--- Hätte ich nicht selbst die Idee gehabt zu messen... nicht auszudenken... ich weiß ja noch gut, wie es meinem Bruder ergangen war. ---

Samstag, 24. Februar 2018

Wintereinbruch und erkältet, Studie

Die Überschrift ist doof, ich gebe es ja zu, aber ich wollte gerne alles in einen Post schreiben.

Ich bin ja gerade mal wieder zwei Wochen im Hause, eine Erkältung hat mich gepackt. Beziehungsweise das, was bei einem Normalgesunden eine Erkältung ist. Bei Unsereins/bei mir muss man ja immer aufpassen, dass sich ein Infekt nicht zu einer mittleren Katastrophe auswächst.


Glück gehabt. Oh, ich darf auch mal davonkommen... und am Dienstag Mittwoch werde ich wohl wieder ins Büro dürfen. Ich bin immer froh und dankbar für meinen Arzt bzw. das gesamte Praxisteam. Schon wieder habe ich zweifach das volle Programm hinter mir mit Lungenfunktionsprüfung (LuFu), BGA und großem Labor mit ungefähr fünf Röhrchen Blut... Die letzte LuFu ist, Wunder über Wunder, erstaunlich gut gewesen, erklären können wir es uns leider nicht - also ist der Verlauf nicht unbedingt reproduzierbar - aber Doc und ich sind angemessen dankbar und erfreut.


Übrigens war ich dieses Mal ein geeigneter Kandidat für eine Medikamentenstudie (ABACOPD), und ich habe keine Ahnung, ob ich ein Antibiotikum (Sultamicillin) oder das Placebo bekommen habe. Das Wegbleiben meiner Antibiotika-typischen Nebenwirkungen spräche für Placebo, die wirklich gruseligen Kopfschmerzen an Tag eins eher für das Medikament.

 Ich bin zwar noch husten-und-schnupfenkrank, aber alles ist jetzt rückläufig und ich fühle  mich einigermaßen gut, jedenfalls besser, wenn man von meinem großen Schlafbedürfnis mal absieht.


Nachdem es in Woche eins meines erneuten Krankenstandes (ja, ich hatte inzwischen immerhin gerade wieder vier Wochen gearbeitet und hätte eigentlich eine Urlaubswoche gehabt!) immer wieder zu nächtlichen Frösten und Schneefall gekommen war - und ich, besonders morgens, mal wieder meine Kamera strapaziert habe - wurde es ein wenig wärmer, geradezu vorfrühlingshaft.


Die Büsche bekommen erstes zaghaftes Grün und auf meiner Terrasse strecken die Krokusse zaghaft ihre gelben, weißen und lila Köpfchen, wartend auf Sonnenstrahlen, um ihre Knospen zu öffnen.


Und ZACK! ist ein böse kalter Wintereinbruch dieses Wochenende im Anmarsch! Sibirien schickt uns Kälte... Dieses Wetter habe ich nicht bestellt!

Sonntag, 18. Februar 2018

Abschied


Nach dem Tod meines Bruders hatte ich um Aushändigung seiner Krankenberichte gebeten - bei einer Erbkrankheit mit gleichem Gendefekt wie ich ihn habe, einleuchtend.

Seither habe ich mehrfach seine Berichte gelesen und sehr viel über ihn erfahren. Es bleiben so viele Fragen offen, die er mir natürlich nie mehr beantworten kann. Und ich habe von einigen Nebendiagnosen gelesen, von denen er nie berichtet hatte.

Irgendwann habe ich beschlossen, dass ich hier kein Mausoleum für ihn errichten will. Ich habe zwei Fotorahmen an der Wand und Erinnerungen in meinem Herzen, aber die Mappe mit den Krankenberichten belastete mich sehr.

In zwei Sitzungen, eine im Januar und eine gestern, habe ich alle Berichte digitalisiert und zweifach gesichert. Dabei natürlich auch nochmal alle Befunde studiert. Und heute alle Papiere zerrissen. Morgen kommt die Tüte in den Container. Ich hoffe, dass mich das erleichtern wird. (Und ich habe noch zwei andere Projekte, mit denen ich ähnlich verfahren werde.)

Nach vier Jahren nehme ich nochmal Abschied und fühle mich dabei wie ein Verräter.