Sonntag, 29. April 2012

Fitness

Zusätzlich zu meinem kleinen Fitness-Programm habe ich heute einen für mich ziemlich langen Spaziergang gemacht. Keine Energie mehr, um Bilder hier einzustellen oder einfach zu erzählen. Heute nicht mehr.

Ich habe Hunger, werde gleich Gemüse schnippeln und mir ein Abendessen bereiten, Proviant vorbereiten fürs Büro und dann: TV! Thementag "Tanzfieber" auf 3sat (oh ja, das war mal meine Welt), nachher passend der Spielfilm "A Chorus Line" (Irgendwie klingelt es da bei mir... ich glaube, ich habe das als junges Mädchen auf der Bühne gesehen.)

Zitat von TV Today: A Chorus Line
Der ehrgeizige Broadway-Regisseur Zach (Michael Douglas) testet Kandidaten für seine Revue 'A Chorus Line'. Er nimmt einen nach dem anderen gnadenlos in die Mangel. Im Laufe des Tages wird die Zahl derjenigen, die sich in Zachs Augen bewähren, immer kleiner...
Die leider nur musikalisch und tänzerisch famose Broadway-Verfilmung erhielt drei Oscar-Nominierungen.

Kurz und knapp, ich bin fix und fertig. Deshalb müssen auch alle anderen Sachen warten.

Liebes Tagebuch

Caro diario,
mia figlia minore è ritornata dagli Stati Uniti.
Mamma

Wer weiß schon, was in seinen Kindern steckt? Ich hätte mir nie einfallen lassen, dass ausgerechnet meine "Kleine" so ein "weltreisendes Wundertier" werden würde.

Ich (und ganz bestimmt die Große nicht minder) bin schon gespannt auf die Berichte. Aber erstmal ausschlafen geht vor!

Freitag, 27. April 2012

Zahnimplantat, nächster Schritt

Ein Follow-up aus gegebenem Anlass: Gerade bin ich aus der Zahnarztpraxis zurück. Kleine Spritze, blauer Traum, kleiner Hase wieder gesund. Ach nein, das gibt es nur bei Janosch ("Ich mach dich gesund, sagte der Bär")

Ein paar kleine Spritzen, Zahnfleisch geöffnet, ein bisschen am Knochen herum gefräst (Implantat ist sehr gut eingewachsen, ich bekam das zweifelhafte Kompliment, ich hätte "gutes Heilfleisch"), eine sogenannte "Einheilkappe" aufgeschraubt. Ich habe nun also so ein plattes kreisrundes Metallteil auf den Stift geschraubt bekommen, schick! (Vor allem gut: ganz hinten, keiner sieht es.) In zwei Wochen kommt dann das nächste Kapitel dran, u.a. mit Abschleifen des total gesunden Eckzahnes als zweitem Träger sowie dem Anfertigen des Abdruckes. Ich hoffe doch wieder auf einen Scan und Ausgabe als CAD-Modell, das ist nicht nur interessant sondern auch sehr komfortabel, keine Knetmasse mehr zwischen den Zähnen.

Mittwoch, 25. April 2012

Schlank in 30 Tagen

... werde ich vermutlich nicht. Die Werbung verspricht 10 kg abnehmen in einem Monat. Macht nichts, das ist nicht mein Ziel.

Der Mai-Ausgabe der Zeitschrift "Shape" ist eine DVD beigefügt mit Fitness-Training. Ich dachte mir, es könne nicht schaden, diese auf mich wirken zu lassen. Sollte ich besser sagen, mich von ihr aktivieren zu lassen? Vielleicht.

Ich mache mir keine Illusionen: Ich bin krank und werde niemals so fit wie du oder du oder du da... Aber es kann nicht sein, dass ich mich auf dem Kranksein nun ausruhe und völlig abschlaffe. Das nämlich ist auch wieder alles Andere als gesund, denn der nicht unwesentliche Rest meines Körpers würde seine Muskulatur ganz gern mal wieder spüren. Vom Sehen ganz zu schweigen :-))

Also habe ich mit mir vereinbart, dass es auch schon eine großartige Leistung ist, wenn ich nur einen Teil des Programmes mitmache, mit der Option, bei Luftnot zu pausieren bzw. "auszusteigen" - ein Risiko wird nicht eingegangen.

Vorgestern Abend schaffte ich erstmalig Platz auf dem Fußboden vor dem Fernseher, anstatt einer Turnmatte eine doppelt gefaltete Wolldecke hingelegt, auf den Fernseher meinen Wecker platziert, damit ich sehe, wie lange ich mithalten kann. Und los ging es! (Wie schön, dass ich keine Zuschauer hatte und habe!) Nach einer Viertelstunde war das Ende für mich erreicht, was übrigens bereits ausreichte, mir einen mittelgroßen Muskelkater zu bescheren.

Schön zu merken, dass da überhaupt noch Muskeln vorhanden sind, die sich aktivieren lassen... Gestern ausgesetzt, heute Abend wieder mit gemacht. Besser zu Anfang immer eine Viertelstunde als gar keine Bewegung... der nächste Muskelkater ist schon jetzt im Anmarsch, was auch irgendwie ein gutes Gefühl ist. (Ja klar, ich habe mächtig geschnauft und musste erstmal zehn Minuten Ruhe halten, bevor wieder alles ok war, trotzdem...!)

Der Ordnung halber noch ein paar Worte zur Zeitschrift: Eine reicht! Voller Diät- und Gymnastikprogramme, ein bisschen Beauty, etwas Reise, vor allem aber Fitness! Wer diese Übungen incl. der DVD regelmäßig befolgt, braucht keine zweite "Shape" mehr, weil er/sie dann bereits in "Shape" (= in Form) ist... Die Internetseite übrigens scheint noch eine ganze Menge mehr zu bieten, ich habe nur ganz kurz drauf gesehen.

Übrigens: Schokolade ist ab sofort gestrichen, alles Andere käme mir kontraproduktiv vor. Aber keine "Diät", nur das Hirn einschalten vorm Essen. (Hungrig funktioniert weder mein Kreislauf noch mein Gehirn.)

Montag, 23. April 2012

Vor 90 Jahren

Am Freitag machte mir meine Cousine eine sehr große Freude: Sie hatte in der Fotokiste ihrer Mutter/meiner Tante gestöbert und ganz alte Bilder unserer gemeinsamen Vorfahren gefunden. Sie ließ jeweils ein "Bild vom Bild" beim Fotografen anfertigen und brachte sie mir mit.

Hier also unsere gemeinsame Oma im zarten Alter von knapp 20 Jahren:


Das vom damaligen Fotografen montierte Bild ist nicht ganz so hübsch, zeigt aber das (spätere?) Ehepaar.


Ich hatte es zwar schon einmal gezeigt, aber weil es so gut hierher passt, kommt hier zum Vergleich die Dame noch einmal mit ca. 45 Jahren - auch da war sie immer noch (nach immerhin vier Kindern) eine bildschöne Frau.

Sonntag, 22. April 2012

Spaziergang

Im Moment habe ich mehr blogfähige Themen als Schreibzeit. Aus einer seltsamen Unschlüssigkeit in Anbetracht der Auswahl habe ich dann lieber das gute Wetter, eher eine der sonnigen und längeren Regenpausen, genutzt, um meinem Wald "Hallo" zu sagen.


Unterwegs habe ich die Gelegenheit (viel ganz frisches, knospendes Grün) ergriffen, einige der unterschiedlichen Einstellmöglichkeiten meiner Digicam (über die auch immer noch ein Bericht hier fehlt) auszuprobieren.

 


Der rote Fingerhut hat bereits kräftiges Laub - wie zum Teil auch auf meiner Terrasse. (Dabei fällt mir ein, dass ich auch noch berichten wollte, wie es letztlich mit meinem Gärtchen ausgegangen ist, die Fotos dazu liegen bereits "auf Halde" im Netbook.)


Die Schlingpflanze, schon oft von mir in der Vergangenheit fotografiert, lässt erste Blätter wachsen:


Bei diesen Heidelbeeren machte ich eine Pause...


... da der Himmel sich allmählich verdunkelte, drehte ich um.

Allerdings, so richtig viel Spaß hatte mir dieser Spaziergang nicht gemacht. Erstens waren viel zu viele Menschen unterwegs, ich muss mir vielleicht einen anderen Tag oder eine andere Uhrzeit aussuchen als den Sonntagnachmittag, ich bin am liebsten ganz allein in der Natur. Zum Anderen geriet ich verhältnismäßig früh außer Atem. Dafür kann es verschiedene Gründe geben, der geringste wäre mangelnde Fitness, was natürlich immer in der richtigen Relation zur Grunderkrankung gesehen werden muss. Ich werde nie so fit werden, wie jeder normal gesunde Mensch. Aber ich denke doch, dass ich mit der Aufnahme meiner regelmäßigen Gänge noch etwas erreichen kann. (Im letzten Jahr war das Wetter meistens zu schlecht - oder es war gerade der Lady-Tag, wenn die Sonne sich zeigte. Groll...)

Zwei Fotos noch - der erste blühende Rhododendron steht in einem Vorgarten...

 

 ... und dieser Löwenzahn (wie ist der Plural von Löwenzahn? Leider nicht Löwenzähne!), der sich einen sehr spannenden Platz ausgesucht hat:

 

(Das ist übrigens nicht der Löwenzahn, von dem ich letztens schrieb, dafür ist er zu kurz geraten.)

Samstag, 21. April 2012

Interna

Gestern erhielt ich einen Anruf aus Berlin. Wenn sie in D-Land ist, wird ja das deutsche Handy aktiviert... Aus dem Aufruf des Blogs aus Irland lassen sich Rückschlüsse ziehen. Und nun: neuneinhalb Stunden transatlantisch.

Buon viaggio!

Freitag, 20. April 2012

Stars der Woche

Blühling

... passt gerade besser als "Frühling":

Innerhalb ganz weniger Tage ist nun alles hellgrün geworden. Blattknospen brechen auf und zeigen die noch knittrigen, halb entfalteten Blättchen, die sich fast schüchtern dem Licht entgegen recken.

Erste Bäume blühen, einer davon direkt vor meinem Fenster: Dicke Knäul von zarten, weißen Sternchen, dazwischen hier und dort unauffällig etwas rötlich-grünes Blattwerk.

Am schönsten ist heute der Löwenzahn: Wie frisch explodiertes Feuerwerk stehen die gelb-leuchtenden Blüten auf sehr hohen, sehr geraden Stängeln in Gruppen zusammen.

Jedenfalls dort, wo nicht das Gras gnadenlos niedergemäht wurde. Gestern war auf allen größeren Wiesen nah und fern eifriges Rasenmäherbewegen zu beobachten.

Mittwoch, 18. April 2012

Kurz notiert

Kolleginnenurlaub und bergeweise Arbeit. Roboterkopfweh und Aspirin aus dem Firmenvorrat. Müdemüdemüde. Frühlingswetter und Blumen gießen. Lesen aber müdemüdemüde.

Gute Hin-und-her-und-überhaupt-durch-die-Gegend-Flug-Wünsche fürs Töchterlein. Das erste Ziel wahrscheinlich erreicht. Stolzguck und nix erzähl - es sind nicht meine Geschichten.

22:00 - M. è ben arrivata a Berlino. 

Sonntag, 15. April 2012

Nachösterlich

Stau vor dem oder im Elbtunnel sorgt immer mal wieder dafür, dass sie spät kommt bzw. kommen. In diesem Falle im Plural. Sie brachten Hunger mit, was mich um so mehr freute, denn das Essen war praktisch fertig.

Wir unterhielten uns auch über meinen letzten Blogpost, gelesen hatten sie ihn ja, und die Tochter dachte auch an die genau richtige Person. Ich erzählte noch einige Anekdötchen von Anno Dunnemals, woraufhin man mir dann wunderliche Vorschläge zur Kontaktaufnahme machte. Keine schlechte Idee, eigentlich. Trotzdem - nein, bei Methoden mit so individuellen "Aufhängern" weiß ich nicht, ob sich C. nicht doch veralbert fühlen würde. Ich möchte sie ja nicht verärgern.

Ansonsten: Auch auf der Terrasse umgesehen, ich kann mich nämlich wieder freuen. Ein andermal mehr dazu, jetzt ist es einfach schon zu spät.


Freitag, 13. April 2012

Tremolo

Im Büro klingelt das Telefon, ich nehme das Gespräch an. "Guten Tag, mein Name ist K., ich möchte einen Termin...." Ich blättere im Kalender, biete diesen und jenen Termin an und werde langsam und sicher stutzig. Gegen Ende des Gespräches sagt Frau K. mehr als einen Satz. Schwingt da nicht noch etwas mit? Keine Zeit, in mich zu gehen, der Termin wird vereinbart, der Hörer aufgelegt. Ich suche den Vorgang und denke gleichzeitig "Vorname C." - sehe auf das Papier: Vorname C. Und nun ist die Angelegenheit für mich ganz klar, ich hatte das altbekannte Tremolo ihrer Stimme vernommen.

Mit C. habe ich Klasse 5 - 10 besucht, auf der weiterführenden Schule gingen wir in Parallelklassen und hatten sogar für unsere Abschlussprüfung gemeinsam gelernt, ich als Wochenendgast in ihrem Elternhaus.

25 15 Jahre später fanden wir uns wieder, sahen uns gelegentlich, trafen uns auf Parties. Dann, mit Anfang 40 heiratete sie und wir verloren erneut den Kontakt.

Jetzt überlege ich nur noch, ob ich sie anrufen oder ihr eine SMS schicken sollte? Im Büro habe ich sämtliche Kommunikationsdaten. Einfach durchklingeln und sagen "Hallo, war Ihr Mädchenname zufällig F.?" Oder an den Arbeitszettel des Monteurs ein uraltes Foto klemmen?

Dienstag, 10. April 2012

Deutsche Sprache

Wenn ich unterwegs bin, kann ich nur selten der Versuchung widerstehen, eine meiner Lieblingsbuchhandlungen aufzusuchen. Da ich mich letztens auf allerlei Internetseiten zum Thema "Sprache" (Linguistik, Grammatik, vergleichende Sprachwissenschaften etc.) herumgetrieben hatte, fiel mir vorhin folgerichtig ein Buch von Wolf Schneider in die Hände. Ich erinnerte mich daran, von ihm schon einmal etwas gelesen zu haben, darüber gebloggt zu haben... und kaufte es: Deutsch für Profis - Wege zu gutem Stil, Goldmann-Taschenbuch. Und: Nein, ich empfinde mich nicht als Profi, denn ich bin kein Journalist. Aber die Sprache ist mein wichtigstes Werkzeug, und außerdem interessiert mich das Thema. Bis jetzt habe ich ca. 30 Seiten schmunzelnd gelesen. Empfehlung für alle leidenschaftlichen Wortverdreher!

Montag, 9. April 2012

Dauerkommunikation

Ostern.
Vor einer Stunde brachte ich die Lady zurück zur Bahn.
Dauergerede von mittags um zwölf bis abends zum zwölf, ein paar Stunden Schlaf, ein verärgerter Blick, als ich mit meinem Frühkaffee für ein Viertelstündchen zurück auf meine Bettkante entschwand. Dann erneut Dauergerede. "Gerede" ist hier nicht abwertend gemeint, es war mal mehr, mal weniger inhaltsreich - es war für mich einfach sehr anstrengend, pausenlose Interaktion betreiben zu müssen. (Als ich am Abend sehr müde wurde, hat die Dame halt mehr und mehr Monologe gehalten - und hat es vermutlich nicht einmal bemerkt.) Sie hat mehr Energie als ich, zumindest kommunikativ gesehen.

Ansonsten natürlich alles lieb und nett, der im Gegensatz zur Nonna unkommunikative Sohn hatte sich schließlich auch gemeldet, Essen und Trinken fein... Und jetzt bin ich total erschöpft. :-))

Sonntag, 8. April 2012

Happy Easter

Frohe Ostern all meinen Lesern!

Meinen Mädels wünsche ich ebenso schönes Wetter, wie wir es hier haben, und noch viel Spaß.

Bald erscheint hier LaNonna zwecks Bespaßung meinerseits, immerhin ist das Essen- und Trinken-Programm  vorbereitet. Wo steckt mein ältestes Kind nur? Unerreichbar seit Tagen. Also wird gleich sorgenvoll ein fröhliches Gesicht gemacht und so getan als wäre nichts.

Donnerstag, 5. April 2012

Organisiert, sortiert, geschrieben

Urlaub. Ausgeschlafen, richtig, richtig lange.

Auf den Paketboten gewartet, der wieder einmal nicht geklingelt hatte. Gleich eine Benachrichtigungskarte zu hinterlassen ist wohl einfacher? Ich weiß, wann er auf seiner Tour hier ist, ich war wach, ich war aufgestanden, ich war in froher Erwartung meiner neuen Sprach-CDs! Sogar Nachbarn waren im Hause, die etwas hätten annehmen können. Aber, lieber DHL-Mann, es ist ja so viel leichter, ein Kärtchen zu deponieren als ein klitzekleines Päckchen mal eben auszuliefern!

Rezepte gewälzt, Essenprogramm für Ostern beschlossen, alles Notwendige dafür eingekauft - und natürlich ganz viel mehr. Ich habe ja gerne zu viel im Hause - für alle Fälle.

Meinen letzten Gedankenaustausch im Italien-Forum über Sprachschulen habe ich zum Anlass genommen, dort einiges über Sprachkurse, Bücher und sonstige Lernmaterialien zu schreiben. Ich bin auch noch lange nicht fertig damit, muss ja auch nicht. So gerne wie ich in "meinen" beiden Foren lese, so sehr empfinde ich es auch als fair, von Zeit zu Zeit meinen Teil beizutragen, damit es ein Geben und Nehmen wird, das nützlich, informativ oder einfach erfreulich ist für alle Beteiligten.

Wetter: heute ganz fein sonnig!

Mittwoch, 4. April 2012

Ausblicke

Zu meiner täglichen Heimkehr gehört der Weg zur Terrassentür oder, wenn's nicht gerade stürmt und schneit, das Treten vor selbige. Seit heute glaube ich, dass es Grund zur Freude für mich gibt. Das Baugerüst ist seit Anfang der Woche verschwunden, heute ist die Nachbarterrasse vorbereitet und auf meiner das kleine Stück, über welches ich mit dem Hauswart gesprochen hatte. Meine vorübergehend dort aufgestellten Pflanztöpfe sind allerfreundlichst auf meine Fliesen verfrachtet worden, sogar um die Tulpen hat man herum gearbeitet. Ich bin schon ganz erfreut und gespannt, wie es weiter geht.

Seit heute Abend habe ich sechs Tage im Stück frei! Ostern plus ein Tag vorher und ein Tag nachher. Ich muss schließlich ein klein wenig sparsam mit meinen Urlaubstagen umgehen, ich könnte in diesem Jahr ja noch hierhin und dorthin fliegenfahrenreisen - und überhaupt.

Urlaub hat nur ein bisschen mit "faulenzen" zu tun, ich habe auch einiges Nützliches (Räumen, putzen - das wollt Ihr gar nicht wissen), einiges Schönes (Kochen, backen, dekorieren), etwas Aushäusiges (Einkäufe, nicht nur Futter, sondern auch Dinge, die Freude machen), einiges Lehrreiches (endlich mehr Zeit für Italienisch!) zu tun. Plus ausschlafen und lesen.

Grüße an die Mädels auf der grünen Insel!

Dienstag, 3. April 2012

Ostern in Sichtweite

April, April, macht, was er will - im Moment mag er es kalt machen, schneeregnen und in den nächsten Nächten frieren lassen. Ich suche noch den Schuldigen. Umguck, such... na los, wer hat's bestellt?

Wenn morgen vorbei ist, habe ich sechs Tage im Stück frei, so als klitzekleine Erholungspause. Allerdings auch, andere mögen da vielleicht einen OsterHasen haben, die OsterLady. Soll heißen, ich mache Küchenzauber und Entertainment am Ostersonntag für LaNonna - in der Hoffnung, dass sie den Weg hierher bewältigen möge.

Der Großen wünsche ich morgen auf dem Weg zur Kleinen eine gute Reise und ein paar fröhliche Tage.

Sonntag, 1. April 2012

Benny Goodman by Swing Dance Orchestra

Ich wünschte, mein Vater hätte dabei sein können, es fällt mir schwer, ihn mir von einer Wolke lächelnd herabschauend vorzustellen. Immerhin hatte ich aber den ganzen Abend lang seine vergnügt blitzenden Augen und sein verschmitztes Lächeln vor mir. Und hörte ich ihn nicht ganz leise mitpfeifen?

Es war die Musik, mit der ich aufgewachsen bin, die ich gestern Abend in Gesellschaft der Lady genießen durfte.

Musikhalle, Großer Saal. Und: Ja,meinetwegen auch Laeiszhalle, so viel Lob an den edlen Spender des Konzerthauses muss wohl sein. Aber als Ur-Hamburgerin ist es immer schwer, wenn alte Gebäude, Plätze, Straßen neue Namen bekommen, diese auch zu benutzen.




Das Swing Dance Orchestra spielte ein Konzert der Musikgeschichte nach: Benny Goodman's Original Carnegie Hall Concert 1938. Was es damit auf sich hat, bitte kurz bei Wikipedia nachlesen. Die Musiker waren entsprechend gekleidet mit Frack (Andrej Hermlin, eigentlich am Piano, der sehr ansprechend mit Witz und Charme moderierte), Dinnerjacket oder einfach dunklem Anzug, die Hosen weit, alle mit schwarzer Fliege und gegelter Seitenscheitelfrisur, so noch Haare vorhanden waren.



Als "guest star" spielte Dan Levinson den Part von Benny Goodman. Sowohl die Platzierung der Musiker war historisch korrekt, als auch die Beleuchtung und der Sound, man spielte nämlich ohne Verstärker, was mir persönlich ausnehmend gut gefiel. (Kein Ohrenpfeifen und Kopfdröhnen hinterher.) Natürlich entsprach die Programm-Folge dem historischen Vorbild.

 

Nun bin ich zwar mit dieser Musik groß geworden, bin aber beileibe kein Spezialist für Jazz und Swing (habe aber den Klang der Stimme meines Vaters und seine spezielle Aussprache der amerikanischen Namen aller damaligen Stars im Ohr), dem wurde gestern zumindest teilweise abgeholfen.
 

Irgendwann gab es eine "Halbzeit-Pause", ein paar Schritte gehen, recken, strecken und auf der Suche nach frischer Luft. (Es war sehr warm im Konzertsaal und die Luft irgendwann auch verbraucht.)


In der zweiten Hälfte des Konzertes gab es eine grandiose  Darbietung von "Bei mir biste schön" mit einer umwerfend guten Sängerin, die zwangsweise (da historisches Konzert) zu kurz kam.

Der Ordnung halber noch eine Anmerkung: Das historische Konzert fand 1938 statt, damals waren meine Eltern noch Kinder, als sie sich für Herrn Goodman und Co. begeisterten und ihn hier live erlebten, war er lange schon ein Held des Swing.

Laeiszhalle, zurück

Seit einer halben Stunde zurück aus der City nach einem Abend voller handgezupfter, mundgeblasener, geklöppelter Musik, gleichzeitig eine unterhaltsame Lektion in Musikgeschichte des Jazz und Swing erhalten.

Begleitung: LaNonna
Transport: Hinweg - öffentliche, mit Unterbrechung, Ersatzverkehr und mindestens 50 Treppenstufen
Treffpunkt: Fischrestaurant, Colonnaden, die Lady ist da fast Stammgast
Transport: zur Veranstaltung - Taxi, geschuldet der Gehbehinderung der Dame
Transport: Rückweg - Taxi

Bericht: Ja, gerne. Aber vorher muss ich schlafen.