Montag, 30. Dezember 2013

Krank

Heute der einzige Arbeitstag in der Feiertagszeit. Um halb vier aufgewacht aus Angst, die Wecker zu verschlafen. Haufenweise Rechnungen fabriziert. Der seit Tagen sich anschleichende Husten kommt jetzt zu voller Entfaltung. Fühle mich krank und meditiere über meinen Medis.

Samstag, 28. Dezember 2013

Erstens und zweitens

Erstens heute Mittag Renovierungsvorbesprechung, - besichtigung etc. mit Herrn P. erledigt. Nun fehlt noch die Kostenschätzung.

Zweitens heute Nachmittag Eintreffen der Tochterfreundin.

[Nette Runde am Abend. Nun sind beide Richtung Cocktailbar unterwegs.]

Winke-winke

Ich bin noch da. Habe nur gerade nicht die innere Ruhe, um hier allerlei zu verfassen...

Dienstag, 24. Dezember 2013

Frohe Weihnachten - buon Natale - feliz Navidad - merry Christmas

Gestern mit der "Kleinen" fast alle Weihnachtsmärkte in der Hamburger City abspaziert, Weihnachtsstimmung getankt, das hatte mir in den letzten Wochen gefehlt.





Das komplette Album

Unser Tannenbaum steht seit gestern Abend auf der Terrasse bereit - da ich ihn nie selber aussuche, ich berichtete, war ich überrascht und erfreut über seine gute Gestalt:


Jetzt geht es gleich in die letzte Vorbereitungsrunde... bleibt mir nur noch, meinen Lesern ein schönes und nicht allzu hektisches Weihnachtsfest zu wünschen. Lasst es Euch gut gehen!

Samstag, 21. Dezember 2013

Blühende Weihnachten

Dieses Jahr weder Eis noch Schnee - und die Natur legt schon wieder los:

Die Chrysantheme hat allerlei gelbe Knospen.


Das Alpenveilchen blüht.


Der Krokus treibt viel Grün.


Horti bekommt schon jetzt - man muss ganz genau hinsehen - in der Mitte frische grüne Triebe!

Freitag, 20. Dezember 2013

Blumen

Es gibt da jemanden, der uns im Büro regelmäßig am Tag vor Weihnachten mit Blumen beschenkt. Einst war er in leitender Funktion eines Wohnungsunternehmens tätig, nun schon lange im Ruhestand, trotzdem lässt er nicht nach mit seiner Gewohnheit, uns Frauen einen Weihnachtsstrauß zu überreichen.

... Heute sagte ich gerade zur Kollegin: "... Herr G.... war gar nicht hier. Und ich hatte mir gestern so viele Gedanken gemacht, wo ich alle die Blumen in meiner Wohnung lassen sollte...!" In diesem Moment, man ahnt es jetzt, trat Herr G. durch die Bürotür ;-)

Es gibt ihn schon, aber immer noch nicht hier

Ich spreche vom Weihnachtsbaum.

Jedes Jahr erhalte ich ihn auf mehr oder weniger verschlungenen Wegen über die Firma mit dem Ergebnis, dass mir der "Beschaffer" den Baum auch nach Hause transportieren darf, muss, soll.

Hm. Er war dann eine Woche krank. Der Kollege, nicht der Baum.
Sodann hatte es sich der Weihnachtsbaum auf dem Anhänger gemütlich gemacht und wirkt wohl, als hätte er dort seine dauernde Residenz aufgeschlagen.
Nun ist der zugehörige PKW in der Werkstatt gewesen.

Heute, an meinem letzten vorweihnachtlichen Arbeitstag, merkte ich vorsichtig an, dass ich nunmehr damit rechnen würde, mir am 24.12. morgens einen Baum kaufen zu müssen...

Festnetztelefonnummer aufgegeben, Deponierungsmöglichkeit bei evtl. Abwesenheit meiner Person genannt - und nun muss ich einfach hoffen.

Immerhin wird es Weihnachten, da sollen ja manchmal Wunder geschehen ;-)

Update am frühen Abend:


Plötzlich ging alles schneller als gedacht... ein Anruf des Kollegen... mich schnell wieder in normale Klamotten gestürzt (war ja schon in "Feierabendzivil" und abgeschminkt etc...), nun ist der Baum im Keller eingelagert, bis eines der "Kinder" ihn dann unter seine Fittiche nehmen wird ;-) Heiligabend ist nun baumtechnisch gesichert!

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Seltsame Weihnachtsmänner und ein Blumenstrauß

... und Amelies Geburtstag natürlich!

Im Büro  beschäftigen sich die Schoko-Weihnachtsmänner aufs Seltsamste...

... um gleich darauf sich scheinbar scheinheilig zu unterhalten...

 ... und irgendwie will sie niemand essen!

Letzter Tag vor Weihnachten gemeinsam mit der Chefdame, die uns Frauen wieder mit dem alljährlichen  Blumenstrauß bedachte, der stets mit einer Gutscheinkarte der Parfumerie einher kommt. Eine sehr nette Geste, die immer wieder Freude  bereitet, danke!



Feierabends dann auf einen Sprung Amelie (und Mama Patricia und Oma  Barbara natürlich!) besucht, so eine Kleine, die jetzt gerade ein Jahr alt ist, ist natürlich nach einem aufregenden Tag etwas "gräsig" - damit war zu rechnen... Nächstes Jahr wird das bestimmt schon etwas anders aussehen!


Im Internet bestellen

Gestern beim internen Firmen-Weihnachtsfrühstück kam kurz dieses Thema auf.... Ich habe nichts dazu gesagt, weil ich so gut wie immer ohne es zu wollen irgendeine scheinbar extreme Position vertrete ;-)

Irgendwie sind diese Themen gerade sehr populär, werden in den Medien immer wieder aufgegriffen.

Allen voran Amazon. Nein, was die Zeitarbeits-und-Zusteller-Debatte betrifft gehe ich konform insofern als dass das Handling nicht in Ordnung ist. Aber dass man lieber den örtlichen (Buch-)Handel stärken sollte..., ehrlich, das ist doch eine schöne Illusion! Was ich bei Amazon kaufe, ist im lokalen Handel nie vorrätig.

Insbesondere gemeint ist hier Material fürs Italienischlernen oder -lesen. Oft weiß ich nicht einmal, wie die Teile heißen, aber Amazon, das sich (auch wenn dieser Punkt umstritten sein mag) meine früheren Käufe merkt, bietet mir Dinge an, die zumindest als Basis für weiteres Stöbern nützlich sind.

In den Thalia-Buchhandlungen (durch die ich gern streife und in letzter Zeit enttäuscht wieder verlasse) verschwinden die Fremdspachenabteilungen immer mehr...

Romane, die ich mir zu kaufen in den Kopf gesetzt habe, sind nicht vorrätig, so lange es keine aktuellen Bestseller sind. Sogar Bücher, die in der hauseigenen Werbezeitschrift besonders empfohlen wurden, sind nicht zu haben. Bestellungen auf den nächsten Tag - abgesehen davon, dass mich der Weg dorthin einen zweiten Feierabend kostet - sind nicht vollständig. Oder ich werde nicht angerufen. Oder man weiß von nichts. Ha!

Weiter: Musik. Das, worauf ich aus bin, ist oft Non-Mainstream und garantiert nicht vorrätig. Also Amazon. (Von der zusätzlichen Zurverfügungstellung als mp3 im Cloud-Player neuerdings ganz zu schweigen!) Warum sollte ich dann hilflos im Kaufhaus herum irren auf der Suche nach zum Beispiel italienischer Musik der 60er Jahre, die sowieso nicht vorrätig sein wird?

+++

Zweites Bestellthema: Lebensmittel. Konnte man doch üüüüüberhaupt nicht verstehen, dass Lebensmittel online eingekauft werden - außer ganz evtl. von uralten Leuten (die ja meist gar nicht online sind!)... Dabei hatte ich einige Tage vorher geäußert, dass ich reichlich frustriert bin, dass mein PLZ-Gebiet von den gängigen Anbietern nicht angefahren wird.

Ich muss unbedingt eine Alternative (zu der lieben Pati, die mir ab und zu behilflich ist) finden für alles, was mir Probleme bereitet... Auch mein "Herbie"-Einkaufshelfer muss ja immerhin die Treppen hoch kommen. Und  es mag immer mal wieder Zeiten geben, wo ich das nicht schaffe!

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Kurz vor Weihnachten

Fast das ganze Jahr lang musste ich mich bei der Arbeit langweilen. Jetzt, drei Tage vor meinem Weihnachtsurlaub, werde ich überhäuft und kann mir nur sagen: "... dann eben im Januar..." - fühle mich trotzdem unter Druck.

Herbie (wir erinnern uns?) heute einen Großteil des künftigen Weihnachtsmenüs befördern lassen. Das Bewältigen der Treppen hat noch Optimierungspotenzial.

Meine Waschmaschine macht merkwürdige Dinge. Ist die erste Viertelstunde eines Waschganges gelaufen, beruhigt sie sich. Was soll denn das?

Dienstag, 17. Dezember 2013

Seltsames Gefühl

Ich vermute hier einen Mitleser, mit dem ich nicht gerechnet hatte, auf keinen Fall. Und habe nur eine ungefähre Ahnung. Aber eine konkrete Richtung.

Wie finde ich das eigentlich?

Montag, 16. Dezember 2013

Schlimme Augen

Während beider Hotelaufenthalte in Italien, zuerst in Florenz, später auch in Rom, wachte ich morgens mit dicken Augen auf. "Dick" meint: völlig zugeschwollen, so dass das eigentliche Auge nur noch einen Sehschlitz hatte, dazu durch die Schwellung unterhalb dicke Tränensäcke und tiefe Hautfalten.

Eindeutig allergisch bedingt, ein anderer Grund ließ sich nicht finden. Vermutung: Irgendwas war mit der italienischen Bettwäsche, vielleicht irgendein Standardmittel, das landesweit in den Hotelwäscherein verwendet wird?

Einzige Nothilfe: meine Cortisontabletten.
Und die weltbeste Augencreme von KIKO. Etwas Besseres zum Entknittern fand ich nie.

So weit die Präliminarien...

Heute früh wachte ich mit genau solchen Augen auf!

Und nun? Ist irgendwas mit meiner neuen Bettwäsche? Mit dem neuen kleinen Kuschelkissen?

Ich bin entsetzt...

Sonntag, 15. Dezember 2013

Valpolicella

Das Tochterkind war gut gelandet und zu mir gebracht worden, so dass wir in größerer Runde bei wärmender Suppe um den Tisch herum saßen.

Zu späterer Stunde folgten allerlei tiefsinnige Gespräche, auch sehr emotionale, das ist bei uns an jedem "ersten Abend" ganz normal. Solche langen Nächte beginnen immer mit einem leckeren Rotwein und enden frühspät - wäre es Sommer, wäre es das Morgengrauen. Aber jetzt ist es winterdunkel, man weiß nie, was die Stunde gerade geschlagen hat.

Aktuelle Uhrzeit: kurz vor Weihnachten.

Samstag, 14. Dezember 2013

Clickomania

Verflixt, verflixt...

Ich bin inzwischen so facebook-konditioniert, dass meine Finger automatisch klicken. Auch hier im Blog. Ich schreibe eine Kommentarantwort, will absenden... und bin abgemeldet. Kommentar gefressen. Neuer Versuch. Schon wieder. Warum? Weil das Feld rechts unten außen bei facebook "absenden" bedeutet und bei blogger "abmelden". Na toll.

Freitag, 13. Dezember 2013

Tastatur

Ja, ja, ich mag mein neues Netbook.

Aber mit der Tastatur werde ich im Leben nicht zurecht kommen.

Irgendwie ist sie nicht für Vielschreiber geeignet. Um fehlerfrei zu schreiben, muss ich mächtig darauf herum hämmern, mit heftigem Anschlag also tippen. Außerdem ist der Tastenabstand suboptimal, dauernd haue ich daneben. Obwohl ich wirklich gut schreiben kann - bin eines der aussterbenden Exemplare, das noch auf einer "blinden" Tastatur einer Schreibmaschine das Tippen gelernt hat und es immer sehr gut konnte.

Es geht nichts über eine große "Cherry"-Tastatur.

Morgen ;-)

Freu. Auf das Töchterlein.


Donnerstag, 12. Dezember 2013

Lausig kalt

Heute früh im Wetterbericht hieß es "mild" - hmja, das war dann wohl nichts.

Ich war eigentlich nicht zu dünn angezogen, es gibt nur noch eine einzige Steigerungsstufe bis zur arktischen Temperatur, aber ich habe den ganzen Tag lang im Büro gefroren. Wirklich schlimm, vom kleinen Zeh bis zu den Haarspitzen. Eisbeine, kalte Finger - das ist irgendwie nicht angenehm. Die Raumluft mehr heizen ist nicht drin, die Kollegin verhindert alles, was auch nur in die Nähe von 20°C kommt. Diskussionen sind sinnlos, wir haben ungefähr in jedem Winterhalbjahr drei bis fünf davon, und ich bin es leid.

Nun kann ich überlegen, in wieviele Schichten ich mich morgen verpacken werde ;-)

Gestern: "frisch from friseur" - ich möchte schon, dass M mich Sonnabend erkennt :-)  :-)  :-)

Dienstag, 10. Dezember 2013

Seufz

Ich habe immer noch einen allerheftigsten Durchhänger...

Dabei freue ich mich eigentlich, denn das Tochterkind fliegt in Kürze hier ein!

[Gute Erfahrung mit Freecycle heute gemacht.]

Sonntag, 8. Dezember 2013

Räumen und räumen und...

Puh.

Kennt Ihr das? Man räumt einen Schrank leer, sortiert, und dann - muss ja alles wieder irgendwo hin. Zwischendurch wird dies und das hin und her getragen, Wäsche gewaschen, achja, dort sollte auch noch etwas gewischt, sortiert, hingelegt werden. Ein Pappkarton, ja, da sollte... hinein. Wohin damit? Und die Teile, die ich verschenke - inzwischen wieder über freecycle - wo inzwischen deponieren?

Ich mag jetzt nicht mehr. Aber eine Kleinigkeit muss noch...!

Und dann: Feierabend.

Samstag, 7. Dezember 2013

Nicht so lustig

Heute ist der Abend der netten Geburtstagseinladung, über die ich mich so sehr gefreut hatte.

Gestern früh habe ich abgesagt.

Vor gut einer Woche hatte ich mich übernommen und fühle mich immer noch nicht wieder gut. Was hat es für einen Sinn, wenn ich zu einer Feier fahre, bei der ich schon durch den Anfahrtweg so belastet und angstrengt bin, dass niemand  etwas von meiner Anwesenheit haben würde, ich am Ende mir die ganze Zeit Sorgen machen müsste, wie ich nach Hause käme...? (Ein Taxi ginge immer - ich spreche von der Anstrengung.) Ich bin ja schon von einem normalen Einkaufsweg fix und fertig und brauche eine Pause.

Dieses ist das erste Mal, dass ich mich durch meine Krankheit sehr eingeschränkt und sehr traurig fühle *wein*

So verbringe ich den Abend mit Aufräumarbeiten Kosmetik/Klamotten/Schuhe etc., dabei kann ich mich immer wieder hinsetzen.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Gespräch am Morgen

Hm-hm, sehr merkwürdig, meine Chefdame bat mich um ein Vieraugengespräch, ich wusste nicht so recht, was ich davon halten sollte.

Schließlich trafen wir uns mitsamt unserem Kaffee im Séparée.

Zuerst sagte sie: "Glückwunsch, Sie sind die Mitarbeiterin des Jahres." ??? Sie hatte mit ihrem Mann kurz vorher die Krankmeldungen 2013 durchgesehen - von mir keine dabei. Ahja.

Lobte mich und meine Arbeit über den grünen Klee.

Ich war immer noch skeptisch. Bei einer solchen Gesprächseröffnung musste ja irgendwann das dicke Ende kommen...?

Kam nicht. Eher vorsichtige Nachfrage hinsichtlich meiner Gesundheit, kleine Aufklärung bzgl. des Prolastins, Nutzen oder nicht, ein bisschen auch Hinweise von mir auf Dinge, die mir schwer fallen (Spülmaschine ausräumen - jeder macht es mal, ich drücke mich, wo ich kann - Papierpakete schleppen usw.) Hinweis darauf, dass ich einen Antrag auf SB beim Versorgungsamt laufen habe. Große Verwunderung, dass so etwas bei einer Lungenkrankheit möglich ist...

Ein bisschen allgemeines Gerede über die Arbeit, Kollegin (nein, ich sage doch nichts Schlechtes... dass wir sehr verschieden sind, ist bekannt, aber Zickenalarm ist nicht, will ich nicht, wir regeln unseren Kram unter uns), meine Einstellung zur Arbeit etc.

Scheint's hatte sie eine Menge Unsicherheiten in Bezug auf mich.

Ich sagte, gerade auch bzgl. meiner Krankheit solle sie einfach fragen... (sie wollte nicht neugierig sein)... ich kann ja nicht wissen, welche Gedanken/Fragen sie umtreiben.

Ansonsten: Heute immer noch nicht gut. Wenig besser. Aber am Abend eine Anschaffung gemacht, bitte sehr:

Je vous présente: Herbie

Dienstag, 3. Dezember 2013

Nicht fit

Kurzmeldung.
Immer noch nicht wieder fit seit dem Wochenende. Überanstrengung rächt sich - bei geringer Belastung schnaufe ich... habe eben nur ganz wenig eingekauft, trotzdem zwei Stopps unterwegs und froh, jetzt im Hause zu sein.

Mein Doc hat am 14.11. die Anfrage vom Versorgungsamt beantwortet. Es bleibt spannend.

Sonntag, 1. Dezember 2013

Für die Weihnachtszeit, so zur Einstimmung...

Truthahn mit Whisky

Christmas is im Eimer
und die Fortsetzung davon

Wie der Nikolaus entzaubert wurde
und
Blockflötenweihnachten

Alles aus den Vorjahren hier.


[Verflixt, blogger.com hat schon wieder etwas geändert, plötzlich muss ich die Picasa-Fotos anders einbinden...]

Advent, Advent, ein Kraftwerk brennt...

Zum 1. Advent jetzt etwas zum Schmunzeln (mit Dank an Stefan aus dem Lungennetzwerkforum):

Auch in diesem Jahr häufen sich Katastrophenmeldungen von Ereignissen, die auf zu exzessiven Gebrauch von Weihnachtsdekoration zurückzuführen sind:

In einer kleinen norddeutschen Stadt:

Sonntag,1.Advent 10.00 Uhr.
In der Reihenhaussiedlung Marienstraße läßt sich die Rentnerin Erna B. durch ihren Enkel Norbert 4 Elektrokerzen auf der Fensterbank ihres Wohnzimmers installieren. Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus, die Freude ist groß.

10 Uhr 14:
Beim entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Ottfried P. die provokante Weihnachtsoffensive im Nebenhaus und kontert umgehend mit der Aufstellung des 10-armigen dänischen Kerzensets zu je 15 Watt im Küchenfenster. Stunden später erstrahlt die gesamte Siedlung Marienstraße im besinnlichen Glanz von 134 Fensterdekorationen.

19 Uhr 03:
Im 12 km entfernten Kraftwerk Hafen registriert der wachhabende Ingenieur irrtümlich einen Defekt der Strommessgeräte für den Bereich Nord, ist aber zunächst arglos.

20 Uhr 17:
Den Eheleuten Horst und Heidi E. gelingt der Anschluß einer Kettenschaltung von 96 Halogen-Filmleuchten, durch sämtliche Bäume ihres Obstgartens, an das Drehstromnetz. Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestbau.

20 Uhr 25:
Die Bewohner der Häuserblöcke im Stadtteil Süd-West fühlen sich genötigt diese Herausforderung anzunehmen. Sie verhängen sämtliche Fassaden ihrer 4-Etagen-Wohnblöcke mit Lichternetzen.

20 Uhr 31:
Der Pilot eines auf das örtliche Krankenhaus anfliegenden Rettungshubschraubers berichtet völlig verwirrt über dampfende dunkle Linien im Schnee. Ein Mitarbeiter der örtlichen Stadtwerke stellt daraufhin im Bereich der unterirdischen Starkstromkabelzuleitungen eine Bodenerwärmung auf 32°C fest.

20 Uhr 56:
Der Diskothekenbesitzer Frank K. sieht sich genötigt seinerseits einen Teil zur vorweihnachtlichen Stimmung beizutragen und montiert auf dem Flachdach seines Bungalows das Laserensemble Metropolis das zu den leistungsstärksten Europas zählt. Die 40 Meter Fassade eines angrenzenden Getreidesilos hält dem Dauerfeuer der Nikolausprojektion mehrere Minuten stand, bevor sie mit einem häßlichen Geräusch zu Asche zerbröckelt.

21 Uhr 30:
Im Trubel einer Club-Feier im Kraftwerk Hafen verhallt das Alarmsignal aus der Generatorhalle in Block 2.

21 Uhr 50:
Der 85-Jährige Kriegsveteran August R. zaubert mit 190 Flakscheinwerfern des Typs Varta Volkssturm den Stern von Bethlehem an die tief hängende Wolkendecke.

22 Uhr 12:
Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und sommerlicher Kleidung irrt verängstigt durch die Siedlung Osternheide. Zuvor war eine Boing 747 der Singapur Airlines mit dem Ziel Sydney versehentlich in der mit 3000 bunten Neonröhren gepflasterten Zufahrt der örtlichen Stadthalle gelandet.

22 Uhr 37:
Die NASA Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Milchstrasse Bilder einer angeblichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel, die Experten in Houston sind ratlos. Einige Bürger im süddeutschen Raum berichten über Wetterleuchten im Norden.

22 Uhr 50:
Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Kraftwerks Hafen, der gesamte Komplex mit seinen Dampfturbinen läuft mit 500 Megawatt brüllend jenseits der Belastungsgrenze.

23 Uhr 06:
In der taghell erleuchteten Siedlung Schillerstraße erwacht Studentin Martina U. und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen. Um genau 23 Uhr 12 betätigt sie den Schalter ihrer Kaffeemaschine.

23 Uhr 12 und 14 Sekunden:
In die plötzliche Dunkelheit des gesamten Landkreises bricht die Explosion des Kraftwerks Hafen wie Donnerhall. Durch den stockfinsteren Ort stapften irre, verwirrte Menschen, Menschen wie du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war.

LaNonna: Hypertensive Krise

Ich war gestern wieder bei der Lady. Sie berichtete, dass sie am Vortage im Wartezimmer ihres Orthopäden kollabiert sei. Dieser habe nach Rücksprache mit ihrem behandelnden Internisten den RTW samt Notarzt gerufen.

Die zentrumsnahe Nebenstraße sei durch den RTW blockiert worden, von wütenden Verkehrsteilnehmern, die zwangsläufig im Stau standen, mit Kommentaren bedacht, konnte nicht sofort ins KH gestartet werden, da Lebensgefahr bestanden habe.

Irgendwann wurde sie dann ins KH St. Georg transportiert, gründlich untersucht und an Monitore angeschlossen. Dank des verabreichten Nitro-Sprays war der Blutdruck wieder im Nombereich. Sämtliche durchgeführten Untersuchungen ergaben gesunde Werte, so dass sie nach einigen Stunden angeblich stabil nach Hause entlassen wurde. Wobei es schön gewesen wäre, wenn denn das KH-Personal auch zuverlässig ein Taxi bestellt hätte.

Sie machte gestern einen relativ normalen Eindruck, natürlich etwas "geschafft."  Und findet schon wieder tausend Gründe, warum sie nicht gleich am Montag zu ihren Kardiologen gehen soll.

Hypertensive Krise siehe hier. In diesem speziellen Falle bemerkenswert, da ein lebenslang vorhandener zu niedriger Blutdruck die Basis ist.