Freitag, 30. März 2012

Schöne neue Bloggerwelt

Praktisch gezwungen durch  blogger.com ist das Editierlayout jetzt geändert. Wie immer bei solchen Aktionen bin ich hochgradig genervt, weil alle Funktionen an einem anderen Platz untergebracht sind und vieles nicht mehr so einfach funktioniert wie vorher. Außerdem wird beim dauernden automatischen Speichern ständig der Fokus aus dem Textfeld genommen, so dass ich manchmal getippt habe ohne Text geschrieben zu haben.

Um das nun noch zu toppen, funktioniert das Absenden von Kommentaren gerade nicht. Da bin ich total begeistert!

Ich glaube, ich backe erstmal Kuchen, das funktioniert wenigstens.

Donnerstag, 29. März 2012

Vitamine

Ich wohne hier seit dreißig Jahren und habe seither immer den selben Servicetechniker (Herr S.) der Baugenossenschaft (BG) und seit gut zwanzig Jahren den selben Hausmeister. Wir kennen uns also. Seit wenigen Jahren neu ist, dass meine  Brötchengeberfirma für meine BG tätig sein darf. Weiterhin hat den zweithöchsten Posten innerhalb der BG seit ein, zwei Jahren jemand (Herr P.) den wir (Firma) von seiner vorherigen Arbeitsstelle in Technikerposition (?) kennen, der zudem versippt ist mit einem unserer altgedienten Handwerksmeister. So weit alles klar?

Vom Arbeitsplatz aus schickte ich eine Mail an den Herrn S. mit folgendem Wortlaut:

Betreff:  Straße, Haus-Nr., Baugerüst
"Sehr geehrter Herr S., diese Mail hat mit Firma Brötchengeber nichts zu tun.
Am 17.03. habe ich meine Terrasse frisch bepflanzt, Zeit, Geld und Mühe investiert.
Am 19.03. fand ich abends einen Aushang der Fa. xx-Bau vor, dass am 20.03. ein Baugerüst „an diversen Stellen“ vor Haus xx gestellt werden sollte. Seither gräme ich mich, da ich davon ausgehen muss, dass meine Mühe vergebens war. Jeden Abend bei meiner Heimkehr fällt mein erster banger Blick auf meine Terrasse – und noch immer liegen (lagen zumindest bis heute früh) nur einzelne Gerüstbauteile auf der Wiese. Mich würde nun interessieren, ob ich überhaupt von dieser Instandsetzungsmaßnahme betroffen sein werde und ob die BG ggf. für den entstandenen materiellen Schaden aufkommen wird.
Mit freundlichen ... usw. Name/Sig."

Etwa eine Stunde später rief mich mein Hausmeister an. Herr S. sei abwesend und man habe ihm meine Mail gegeben. Es verhielte sich so-und-so und man könne ja dies-und-das pflanzen und-überhaupt-das-bekommen-wir-alles-hin.  Das wurde mir alles zu undurchsichtig und durcheinander, deshalb schlug ich ein Treffen - eine sog. "Ortsbegehung" - am nächsten Morgen vor, bat darum, frühzeitig zu kommen, damit ich pünktlich zur Arbeit käme. (Hatte meinen Chef aber vorgewarnt, falls ich später kommen würde.)

Pünktlich zehn vor sieben, es war noch nicht ganz hell (Sommerzeit, wieder dunkel morgens!), stand der Hsm. auf der Matte. Alles draußen angesehen, erklärt bekommen, wo das Gerüst geplant sei, erste Erleichterung... Meine kleinen Pflanzen bleiben sämtlich unversehrt. Aber ich befürchtete das Sterben diverser anderer Blümelein... aber sogar diese nahm er wahr ("da wachsen ja die Tulpen")... Er erklärte, man könne das alles über die Terrasse des Nachbarn machen (alter Herr, Bepflanzung wird komplett erneuert werden). Ich war skeptisch und warf mit Vorurteilen nur so um mich, was das Nachdenken von Gerüstbauern betraf... (Nicht fair, aber ehrlich.)

Weiterhin besprachen wir kurz das kleine halb kahle Stück zur Wiese hin und den kranken weißen Rhododendron, den sich seit Jahren nicht gesund bekomme. Ich sollte sogar Wünsche hinsichtlich neuer Teilbepflanzung in dem Bereich äußern. Das tat ich. (Was nach meiner Erfahrung nicht viel nützt, aber naja.) Wunschpflanzen meinerseits wären: ein neuer Rhododendron zur Wiese hin, statt des kranken Rhodo eine Pfingst-/Bauernrose, falls noch Platz ist, eine Hortensie, statt irgendwelchen Bodendeckern Lavendel.

Meine Stimmungslage war deutlich gebessert, als ich kurz darauf zur Arbeit fuhr.

Am Nachmittag selbigen Tages rief mich Herr P. (siehe ganz oben) an - er hätte in Vertretung meine Mail an Herrn S. bekommen - ich müsse mich nicht grämen. Welche Schäden auch immer entstehen sollten, man würde alles wieder gut machen, ich sollte mich nur an den Hsm. wenden. Ob er die Mail jetzt wegwerfen könne? Ich sollte mir bitte gar keine Sorgen machen... (Es war mir ja um meine kleinen bunten Blümelein gegangen und die damit verbundene Mühe etc., aber egal, das war in dem Moment ja bereits geklärt gewesen.)

Huch? Was war das denn? Ja gut, ich kenne Herrn P. in seiner Funktion aus meiner Position heraus. Aber soooo? Stelle fest: Ich werde gehätschelt.


Am Abend stand das Gerüst - alles ganz harmlos. Die Forsythie ein wenig bedrängt, aber lange nicht so rücksichtlos wie seinerzeit vor vielen, vielen Jahren. Von "absägen" kann nicht die Rede sein.


Tatsächlich ist man durch die vertrockneten Büsche des Nachbarn gegangen, hat noch den Weg frei geschnitten. Zwei, drei im werden begriffene Tulpen sind zertreten. Damit kann ich wohl leben.

 

Dienstag, 27. März 2012

Morgen früh um sieben

... mache ich mit dem Hausmeister eine gemeinsame Terrassenbesichtigung.

Aktueller Stand ist wie gestern, es hat sich bis heute Abend nichts getan. (Außer dass ich meine Pflänzchen vor Lauter Frust vernachlässigt hatte und sie gerade eben vor dem Verdursten gerettet habe.)

Ich habe heute Nachmittag Kontakt aufgenommen, meine Lage geschildert, nachgefragt usw. Es soll wohl "nur" ein Gerüst an meinem Küchenfenster aufgestellt werden.

Das bedeutet, die Forsythie wird wieder kurz und klein geknickt, gebrochen, am Ende gesägt werden, das hatte ich schon mal. Außerdem werden wohl alle die Zwiebelblumen an der Seite ins Jenseits wandern. Schnüff.

Vielleicht um mich zu besänftigen, und sicherlich auch, weil die Seite zum Nachbarn hin allgemeines Stiefkind war, fragte mich Herr Hausmeister, was ich dort gerne gepflanzt haben würde. Spontan sagte ich zwar "Magnolie", werde das aber morgen früh revidieren. Das Biest, so schön es auch ist, wird am Ende zu baumpflegeaufwändig und gärtnerteuer.

Im Moment wünsche ich mir die zwei ewig kranken Rhododendren weg, eine Pfingstrose, einen neuen Rhododendron und eine Bauernhortensie dort hinten hin. Ansonsten am liebsten jede Menge Lavendel. Ich werde mir einen großen Merkzettel schreiben, damit ich das nicht vergesse! (Sommerzeit quält mich, ich muss morgens aus dem tiefsten Schlaf aufstehen und bin den ganzen Tag wie erschlagen.)

Vielleicht weiß er auch noch eine Möglichkeit, die liebe Nachbarschaft darauf hinzuweisen, nicht so häufig ihre Zigarettenkippen auf meine Terrasse zu entsorgen?

Montag, 26. März 2012

Ein Ei designen

Was soll denn das sein? "[NameDesKindererzeugers] ein Ei designen"... Wieder mal eine selten bescheuerte StayFriends-Mail. Ich fand die beim Surfen en passant vorhandene Möglichkeit, mal die Häupter meiner Lieben (oder auch nicht Lieben!) zu zählen immer ganz lustig.

Im Laufe der Jahre ist der Verein zu einer Art Community verkommen und nervt mit allerlei Online-Events (virtuelle Geburtstags- oder Weihnachtskarten, Adventskalender, irgendwelchen Pralinen-Aktionen), nun eben mit "Ei designen", ausgerechnet mit dem Namen des Herrn, den ich seit seiner dritten Verehelichung weder gesehen noch gehört habe. Dass ich ihn auf meiner "Kontaktliste" beim Schulkameraden-Freunde-Kollegen-Finder habe, ist eher meinem Ordnungssinn geschuldet.

Und: Nein, ich designe ihm kein Ei - eher fällt ihm eines sonstwoher sonstwohin ;-)

Auch wenn ich seit 33,5 Jahren mit seinem Familiennamen durch die Gegend laufe.

Sonntag, 25. März 2012

Vielleicht Florenz?

Ich bin dabei, meine Herbst-Urlaubsplanung zu modifizieren, was ich ursprünglich im Sinn hatte, erscheint mir im Moment zu kompliziert und zu teuer in der Realisierung. Und da ich dieses Mal ganz allein unterwegs sein werde, denke ich mir, ich kann auch gleich eine Sprachreise daraus machen...

Nun folgt also die Suche nach Sprachschule und Unterkunft.

Wenn das so einfach wäre...

Im Internet sind unglaublich viele Sprachschulen allein in Florenz gelistet, und alle bieten auch die Vermittlung von Unterkünften an. Aber ich werde sie alle Stück für Stück anschreiben müssen - außer ich bekomme vielleicht noch einen guten Tipp:

Ich bin ja bekanntlich nicht belastbar, was bedeutet, dass Treppensteigen von mir nach Möglichkeit zu vermeiden ist. Ich suche folglich Schule und Unterkunft, die möglichst im Erdgeschoss liegen (3, 4, 5 Stufen sind kein Problem) oder zuverlässig einen funktionierenden (!) Fahrstuhl haben. Meine Energie möchte ich schließlich für den Unterricht und die Erkundung der Stadt verbrauchen und nicht für dämliche Treppen!

(Ach ja, ich bin nicht der Typ für Gemeinschaftsunterkünfte und habe auch schon gerne mein privates Bad.)

Geplant ist ein Aufenthalt ab Mitte oder Ende September für ca. 14 Tage.

Dieses habe ich auch in "mein" Italien-Forum gesetzt, glaube aber nicht, dass von dort viel kommen wird. Vermutlich beginne ich dann Anfang April damit, die Sprachschulen anzumailen. (Vorher ist nicht viel Zeit, eine Unternehmung nächstes Wochenende, danach Ostern mit LaNonna, alltags Broterwerb... die Zeit rennt!)

Britisch backen

Ich habe mich mal wieder etwas in der Küche ausgetobt, dieses Mal mit Flapjacks und Brownies. Außerdem ausgelassen über die Suche nach adäquatem Ersatz für Zutaten, die hier nicht so üblich sind wie andernorts.

Gärten am Golf von Neapel

Zufällig gerade auf BR gesehen: "Lido" - Gärten am Golf von Neapel.

Wiederholung ist am kommenden Sonnabend auf BR alpha um 19.30 Uhr.

Zitat von tvtoday.de:
Schätze der Gartenkunst am Golf von Neapel und grüne Refugien Süditaliens stellt Filmautorin Eva Severini vor. Der spektakuläre Garten von Reggia di Caserta, 1751 angelegt von einem bourbonischen König, beeindruckt mit gewaltigen Wasserfällen und einem Skulpturentheater aus weißem Marmor. Im Gassengewirr und im tosenden Verkehr der Altstadt Neapels findet sich ab und zu noch eine gartenhistorische Spezialität dieser Stadt: traumhafte Palmengärten - angelegt auf der ersten Etage eines Palazzo. Bei Sorrent ragt auf schroffen Felsen die Villa Tritone hoch über das Meer.

Uhren alle umgestellt?

Es ist wieder so weit: Sommerzeit.

Donnerstag, 22. März 2012

Introvertiert

Ich weiß natürlich, wie ich gestrickt bin, aber wie viele andere Menschen lese ich auch manchmal ganz gerne etwas über mich :-)

In diesem Falle bei der Kaltmamsell.

Update 26.03.2012: Mehr zum Thema hier und hier.

Montag, 19. März 2012

Ratlos

Bei meiner Heimkehr eben einen Aushang im Treppenhaus vorgefunden: "... wird an verschiedenen Stellen des Hauses ... ein Baugerüst aufgestellt ... ab dem 20.03. ..."

Das könnte bedeuten, dass meine Gartenfreude mit dem heutigen Tage endet.

(Im letzten Vierteljahr waren bereits verschiedentlich Gerüste gestellt worden, so dass ich annehmen musste, dass jetzt alles in Ordnung sei.)

Update 20.03.: Noch liegen die Gerüstbauteile vor den Terrassen auf der Wiese, heute ist nichts passiert.

Update 22.03.: Immer noch liegt alles auf der Wiese, noch immer weiß ich nicht, ob meine Botanik erhalten bleibt oder von Arbeitern zertrampelt und zerbrochen wird.

Update 24.03.: Keine Änderung, die Bauteile liegen noch immer auf dem Rasen und ich weiß immer noch nicht, was mit meinem Gärtchen wird. Und auch gestern kam ich mit einem bangen Gefühl nach Hause und führte mich mein erster bänglicher Schritt auf die Terrasse. Ich kann mich nicht einmal darüber freuen, dass noch alles fein in Ordnung ist, weil ich immer denken muss "wie lange noch?"

Update 26.03.: Immer noch nichts, die Gerüstbauteile liegen im Gras so vor sich hin.

Sonntag, 18. März 2012

Sonntagserwachen

Muskelkater.

Trotzdem später wieder ein irisch-britisches (diesmal aber ganz einfaches) Rezept ausprobiert. Davon später, für heute ist es genug hier.

Frühlingserwachen III

Sonnabendfrüh.







Sonnabendmittag.





Sonnabendabend.












Frühlingserwachen II

Freitag.

Früher Feierabend. Die Sonne scheint. Frühlingswetter bis Sonntagvormittag ist angesagt.

Gartenbegehung.

Sieh an, sieh an, die beiden Clematis, die gerade noch wie gestorben aussahen, produzieren frisches Grün!



Oh, oh, hier möchte ich fast gar nicht hinsehen:



Nachdem ich dieses Eckchen, das rechnerisch zur Terrasse des Nachbarn gehört, praktisch aber brach lag, in Ordnung gebracht hatte, mir auch später noch einige Mühe gemacht hatte, also fast im Griff hatte - im Frühjahr gelbe Tulpen, im Sommer blühender Lavendel - ist hier während des vergangenen verregneten Sommers alles komplett zugewuchert. Ein Trauerspiel.

Versuchsweise begann ich am Freitag, das lange und verfilzte Gras zu entfernen, mit dem Ergebnis, dass ich total erledigt davon war. Aber irgendwie hatte ich auch genau in dem Moment, kurzärmelig in der Sonne rupfend, wieder Gefallen an der Draußenwerkelei bekommen.

Immerhin: Ein dickes Krokusbündel blüht hier Jahr für Jahr und ist gerade "fertig"...



... und diverse Zwiebelpflanzen, hauptsächlich die Überreste meiner gelben Tulpen, kämpfen sich ans Licht:



Außerdem hatte ich hier vor einiger Zeit Samenkörnchen verteilt, deren Triebe ich kennzeichne:



Das soll so! Für den Fall, dass die Genossenschaft irgendwelche Hilfsgärtner auf die paar Quadratmeter loslassen sollte, fällt zumindest auf, dass hier etwas im Gange ist.

Das hier ist übrigens mein Blick zur Nachbarseite: Auf der Terrasse des alten Herrn waren "nur" das Dornengebüsch und die herrliche Rose, hier ist es nun wüst und leer. Dahinter sieht man die Noch-nicht-Grünfläche der nächsten Nachbarn. Wie mit dem Lineal gezogen steht die Dornenhecke, der Vater der Familie ist regelmäßig mit der Heckenschere dabei. Mittendrin dürfen Krokusse sprießen.



So bitte nicht!

Hier kann ich noch nichts machen, einiges will hier wachsen, ich weiß auch noch nicht, ob die Gärtner tatsächlich meine nimmermüde Fuchsie total zerstört haben oder ob sie wieder austreiben wird:



Und weiter regt sich neues Leben.

Die Hortensie:



Natürlich die Forsythie:



Das ist eine Nelkenart, letzten Sommer gepflanzt und erstaunlich widerstandsfähig:



Und wie ich mich so über all' die sprießenden Pflanzen freute, beschloss ich umgehend, mich mit Pati zu verabreden für unseren jährlichen Gartencenterbesuch!

Frühlingserwachen I

Donnerstag.

Die letzten Krokusse sehen ganz bezaubernd aus:



Als könnten sie meine Gedanken lesen, versuchen sie, mich zu bezirzen...



... und auch die Gartenprimel von Pati blüht als gäbe es kein Morgen.



Doch wenn ich mir den Rest so ansehe, wird mir gar traurig ums Herz:



Obwohl ich weiß, dass im März erst alles beginnt, der Flieder in sechs Wochen blüht, dann grünt, kommt mir gerade meine Terrasse besonders kahl vor. Ich habe mich noch nicht an den neuen Anblick nach dem Gebüsch-Kahlschlag vom letzten November gewöhnt.

Das spärliche Tulpengrün verspricht auch nur mickrige Blüten - wenn überhaupt. Inzwischen weiß ich, dass im zweiten Tulpenzwiebeljahr kaum Hoffnung besteht.

Soll ich wirklich wieder versuchen, etwas aus der Terrasse zu machen?

Samstag, 17. März 2012

Aktiv

Dieses war ein sehr aktiver Tag, der mich nun rechtschaffen müde gemacht hat. Meine treuen Leser müssen leider noch weiter warten auf Frühjahrs-Garten-Geschichten.

Donnerstag, 15. März 2012

Es frühlingt

Mehr dazu morgen auf diesem Kanal.

Dienstag, 13. März 2012

Real Irish Ghost Stories

Als ich die Backbücher aussuchte, fiel mein Blick auch auf das Regal danaben:

Ich bin sehr anfällig für schön gestaltete Umschläge von Büchern, und schon hatte ich das Geisterbuch in Händen. Und ich hatte das Gefühl, dass "Geister" und "Irland" gut zusammen passen könnten.



Später stellte ich fest, dass es sich hierbei um eine Sammlung von Berichten über paranormale Geschehnisse handelt, zusammen getragen vom vermutlich bekanntesten Psychokinese-Forscher des Landes.

Für mein Lesevergnügen ist es egal, ob es angeblich wahre Berichte oder ausgedachte Stories sind, ich habe dieses Buch zu meiner Bahnlektüre gemacht und freue mich darüber, dass ich, ohne nachdenken zu müssen, die englischen Texte ganz normal lesen kann.

Montag, 12. März 2012

Christ Church Cathedral

Vom Dublin Castle sind es nur wenige Schritte bis zur Christ Church Cathedral.



Der Besuch der Kathedrale kostet Eintritt, was mich verwunderte, der Eintritt in Kirchen ist doch grundsätzlich überall frei? Egal, ich konnte nicht in Dublin sein, ohne die älteste Kirche Irlands angesehen zu haben. (Schon damals schienen die Iren eine Vorliebe für Türmchen, Erker und spitze Dächer zu haben, scheint mir.)



Laut dort ausliegendem Merkblatt wurde sie erstmals 1038 von den Wikingern errichtet. Das jetzige Steingebäude wurde 1172 gebaut. Sie wurde nach der "Reform" durch Heinrich VIII. in England gleichfalls anglikanisch.



Teile des Inneren waren mit schmiedeeisernen sog. "Schranken" abgesperrt. Mir kamen sie vor wie hohe Zäune mit großen Türen. Was aber am verwirrendsten war: Während unseres Besuches in der Kathedrale waren diese Türen zunächst verschlossen, später weit geöffnet, so war ich nahe dran, die Orientierung zu verlieren. (Übertrieben, ist klar.)





Wenn man, so wie ich, häufiger römische Kirchen besichtigt hat, will einem diese nordmännische Kathedrale wirklich etwas kahl vorkommen, es fehlen einfach all' diese barocken Schnörkel und Ornamente. Aber in ihrer geradezu strengen Schlichtheit hat sie mir schon gut gefallen. (Allerdings: keine alten Kirchenbänke, komplett neues Gestühl!)



Einige Stufen hinunter ging es in die Krypta. Ich dachte erst, mir würde es in den Kellergewölben unheimlich werden (aber ich konnte mein armes kleines Mädchen *lach* doch nicht allein in die Tiefe steigen lassen - ich bin ihr also todesmutig gefolgt), dem war aber nicht so: Man hat hier, und so erklärte sich wohl auch der eingangs gezahlte Eintritt, ein Museum installiert. Hier sind mittelalterliche Steinreliefs und Denkmäler ausgestellt sowie Schaukästen mit sehr alten Bibeln verschiedener Herkunft, goldenes Tafelgeschirr und einiges mehr.









Immerhin: auf diesem "Steinwald" der Krypta ruht das ganze riesige Kathedralengebäude!

Wer kennt das Epos "Die Tudors", diesen 30-Stunden-Mehrteiler um Heinrich VIII.? (Sollte ich dieses unglaubliche Werk der Filmgeschichte vielleicht mal rezensieren?) Hier sind die Originalkostüme ausgestellt, denn in dieser Krypta wurden alle Szenen, die im Tower spielten, gedreht. Für mich eine echte Überraschung, denn in den Wochen vor der Reise hatte ich von den zehn DVDs neun gerade angesehen.





Innerhalb der Krypta gibt es offenbar einen Gastronomiebereich, und es wäre ein sehr spezielles Erlebnis gewesen, unterhalb der Kathedrale eine Kleinigkeit zu essen, leider war bereits geschlossen. Auch die Kirche schließt für Besucher um 17 Uhr, damit zum Gottesdienst um 18 Uhr keine Störungen vorhanden sind (Vermutung meinerseits).



Inzwischen war es deutlich kühl und windig geworden, wir hatten Hunger und Durst, ein paar letzte Souvenirs mussten auch noch eingekauft werden...

Beerenkuchen

Abteilung "Souvenirs": zwei Backbücher, britische, aus Dublin.

Manche Zutaten gibt es hier überhaupt nicht oder nicht so leicht, ich habe übersetzt, angepasst, ausprobiert und gleich einen Volltreffer gelandet.

Wer neugierig ist auf meinen weltbesten Beerenkuchen, klickt.



Samstag, 10. März 2012

Bailey's Cheesecake

Inspiriert durch den leckeren Kuchen in Dublin habe ich kürzlich experimentiert und meine Eigenkreation eben aufgeschrieben. Natürlich ist das sehr weit entfernt von dem, was ich im Oriental Café bekam, trotzdem sehr, sehr ... hmmmmm.

Auch heute habe ich wieder etwas ausprobiert, aber das gibt es erst zu lesen, wenn ich weiß, ob der Kuchen gelungen ist - noch kühlt er aus.

Donnerstag, 8. März 2012

Souvenir

Es gibt schließlich mehr Souvenirs als die typischen touristischen...

Für die Töchter:




Sightseeing

Es gibt in Dublin, wie wohl inzwischen in den allermeisten Städten, die Sightseeing-Busse nach dem Hop On - Hop Off-Prinzip: Eine Fahrkarte gilt für zwei Tage, und man kann die komplette Tour so häufig fahren, wie man lustig ist - oder an einer Sehenswürdigkeit aussteigen und später in einen der nächsten Busse wieder einsteigen und weiter fahren.

Nun hatte ich zwar schon allerlei von Dublins Innenstadt gesehen (ein Einkaufsparadies par excellence!) und war einige Alltagswege gemeinsam mit meiner Tochter gegangen, hatte ungewöhnliche Lokale besucht..., sollte mich aber irgend jemand nach meiner Rückkehr fragen, ob ich denn diese Kirche und jenes Museum angesehen hätte, so wäre mir nur ein Kopfschütteln geblieben. Außerdem bin ich bekanntermaßen Fan von altem Mauerwerk und Geschichtsträchtigem.



Wir beschlossen, den Bus an zwei Tagen zu nutzen, am ersten Tag fuhren wir auf dem offenen Oberdeck (wegen der Fotos!), froren trotz Sonnenscheins im Fahrtwind und hörten vom Vortrag (aus der Konserve) nur leise Bruchstücke.



So lange ich fotografieren kann, sind mir Vorträge sowieso egal. Dachte ich. Als dort wohnender Arbeitnehmer macht man üblicherweise keine "Touri-Touren", so dass der Ausflug auch für die Tochter interessant war.



Wir drehten also die große Runde, wurden im Zentrum wieder ausgeladen und suchten uns als Aufwärmmaßnahme eine kleine warme Mahlzeit und einen heißen Tee. Außer Shopping nebst Besichtigung des "General Post Office", was im Übrigen sehr geschichtsträchtig ist, könnte ich nun davon nicht mehr erzählen. ABER:

Am nächsten Tag, Sonnabend, wir hatten folglich mehr gemeinsame Zeit, bestiegen wir erneut einen dieser Busse. Eigentlich wollten wir ihn nun "nur" als Verkehrsmittel zum "Dublin Castle" nutzen, saßen gemütlich im warmen unteren Bereich, da begann der Busfahrer äußerst fröhlich eine Live-Moderation während der Fahrt in schönstem Dubliner Englisch. Wir sahen uns an und beschlossen: Das macht so viel Spaß, mit dem fahren wir nochmal die komplette Runde!



Das war eine gute Entscheidung, er erzählte nicht nur, welche Sehenswürdigkeiten links und rechts der Straße stehen, sondern er schmückte alles mit Anekdoten, wahren Begebenheiten oder humorigen Geschichten aus. Wir kamen sogar in den Genuss eines live gesungenen "Molly Malone" von ihm. Nachdem ich mich ein bisschen eingehört hatte, kam auch ich prima mit seinem speziellen Englisch zurecht. Diese Fahrt war ein besonderes Vergnügen.



Hinterher bestiegen wir dann den nächsten Bus und ließen uns - wie ursprünglich geplant -zum "Dublin Castle" bringen.



Das Schloss darf nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden, so dass wir sogleich den nächsten launigen und anekdotenreichen Vortrag gehalten bekamen. Ich schlussfolgere einfach mal, dass "der Ire an sich" (?) ein humorvoller Mensch zu sein scheint, freundlich und höflich waren die Leute in Dublin sowieso über alles Maß hinaus.



Das Schloss Dublin ist kein Museum - auch wenn manches mit roten Kordeln abgesperrt war - sondern wird für wichtige Veranstaltungen auch heute noch genutzt, z.B. Empfänge fremder Staatsoberhäupter, Vereidigung des Premierministers (Ministerpräsidenten ?) ...



Es ist wunderbar anzusehen, alles mit dicken pastellfarbenen Teppichen, geschwungenen Möbeln im Stil Ludwig XVI., Kronleuchtern, Spiegeln usw., fotografieren war ausdrücklich erlaubt.







Auch diesen Führer konnte ich wunderbar verstehen, aber es war auch hilfreich, dass ich in den Wochen vor der Reise mir einiges über die irische Geschichte angelesen hatte.