Samstag, 25. Februar 2017

Krank sein ist und war doof

... und ich halte es hier kurz fest, weil mein Blog auch mein Tagebuch ist und ich auch in x Jahren alles fein wiederfinden kann.

Dieser Infekt hatte eine besondere Qualität und verlief anders als bei mir üblich.

Zuerst Halsschmerzen. Dann blieb die Stimme komplett weg. Fieber kam hinzu. Schnupfen. Husten. Irrsinnige Kopfschmerzen, die mich teilweise aus dem Tiefschlaf holten - wenn ich denn gerade mal schlafen konnte. Der Nachtschlaf fand in halbstündigen Sequenzen statt.

Allgemeines heftiges Krankheitsgefühl.

Blöd war, dass meine Stimme komplett abhanden gekommen war. Krankmeldung per WhatsApp sieht natürlich doof aus, aber entweder so oder per Mail, anders war es kaum möglich.

Mein LuFa hat natürlich gleich wieder einen Lungenfunktionstest angeordnet. Er behauptet zwar immer, meine Werte seien unverändert, wenn ich aber die Ausdrucke vergleiche, sehe ich seit mindestens zwei Jahren definitiv eine Kurve abwärts...

Nach der ersen AU-Woche gab es noch eine Blutentnahme - meine Praxis weiß, dass ich ein Zahlenfreak bin und schickt mir den Befund immer per Mail - nun war es nicht mehr dramatisch, aber man konnte/kann immer noch gut den abklingenden Infekt erkennen. (Wikipedia hilft bei der Entschlüsselung!)

Achso... kein Antibiotikum, weil keine Superinfektion durch Bakterien vorhanden, kein Cortison, weil keine übermäßige Luftnot. - Abgesehen von meinem neuen Berodual, das ich liebe und das mir in manchen Situationen natürlich über den Tag geholfen hat.

Es ist schon blöd, wenn nur der Weg zur Post oder zur Apotheke eine irrsinnige Anstrengung darstellt und man sich gleich danach wieder ins Bett legen will...

Meine Stimme ist größtenteils zurück, und meine Energie kommt langsam auch wieder... Am Montag gehe ich wieder ins Büro - Monatsabschluss!!!

Bücher elegant entsorgt - auch John Maddox Roberts

Ich hatte ja schon mal von den endlich auch hier verfügbaren öffentlichen Bücherschränken erzählt...

Dass in einem kleinen Einkaufszentraum an prominenter Stelle zwei ehemalige britische Telefonzellen stehen, deren Bücherregale bei jedem meiner Besuche gut gefüllt waren, motiviert meine Aufräum- und Aussortierkräfte.

Kaum gesundheitlich wieder hergestellt, habe ich kurzentschlossen meine Regale befreit, nicht nur, aber auch von einer kompletten historischen Taschenbuchreihe, über deren Besitz ich mich einst sehr gefreut hatte. Normalerweise ist die Mischung Rom - Krimi - historisch bei mir eine sichere Sache, und drei Bücher aus der Serie "SPQR" von John Maddox Roberts habe ich irgendwann mal gelesen und jeweils unterschiedlich früh/spät abgebrochen. Langweilig ohne Ende...

Außerdem bin ich dabei, meine Vorräte an italienischem Lernmaterial zu durchforsten. Nachdem ein paar Teile auf dem Postwege die Besitzerin gewechselt haben, kamen zwei, drei, Bücher ebenfalls in die Spendentasche. Gesellschaft leistete ihnen ein Buch mit Interviews mit Helmut Schmidt, leider - ihn zu sehen und anzuhören war mir immer ein Vergnügen, aber dieses Buch mit wörtlicher Rede las sich zäh - auch irgendwann abgebrochen. Dazu kam noch ein Pasta-Kochbuch, das ebenfalls hier einzustauben drohte. Da nehme ich bei Bedarf doch lieber meine italienischen Originalrezepte.

Nach dem Einräumen der Bücher in den Bücherschrank machte ich schnell noch ein paar Einkäufe (dort ist der größte und beste Aldi, den ich kenne) und musste auf dem Rückweg nochmals an den roten Telefonhäuschen vorbei gehen. Ein Blick hinein zeigte mir, dass bis auf das Kochbuch alle meine eben dort deponierten Bücher komplett entnommen waren.

Harburg liest!