Donnerstag, 31. Dezember 2015

Alles Gute für 2016

Gebacken am Heiligabend

Wenn ich Euch schon ohne Weihnachtsgrüße gehen lassen musste, so war ich doch fleißig!

Unsere Familienweihnachtsplanung war in diesem Jahr ein wenig chaotisch bzw. mussten wir bedingt durch "höhere Gewalt" außerordentlich flexibel sein und uns bezüglich Ort, Zeit und Besetzung neu organisieren.

Das hatte zur Folge, dass ich am Heiligen Abend tatsächlich allein war - was mir sehr entgegen kam, denn ich hatte jede Menge zu tun!

Vorausschauend war ich sehr früh aufgestanden und früh losgezogen, um meine letzten Einkäufe zu tätigen - als ich den Rewe verließ, strömten mir die Massen entgegen! Hahaha...

Dann holte ich meinen Baum aus dem Keller, verfrachtete ihn in seinen Ständer (was mir nicht so sehr leicht fiel, ich hatte es noch nie gemacht, aber immerhin zuvor gründlich die Mechanik studiert) - und setzte mich für ein zweites Frühstück gemütlich hin.


Es folgte diese und jene Hausarbeit - und endlich konnte ich meinem Backwahn frönen, so dass es spät wurde, als ich meine dann allerdings aufgeräumte und geputzte Küche verließ.

Einer der Kuchen war unser altes Familienrezept, eine Linzer Torte.
Der zweite Kuchen war dann ein Apfel-Streuselkuchen, das Rezept muss ich erst noch einstellen.

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Meine schönste Erinnerung 2015

Erster Babysittereinsatz, der Zwerg sollte bei mir bleiben, seine Eltern hatten etwas vor. Zwerg  war gerade dreieinhalb Monate alt und konnte sich noch nicht drehen, konnte also gefahrlos bei mir im Bett schlafen, wie er es gewohnt war, in einem Schlafsack.

Letzte Milchflasche gegen 22 Uhr, danach schliefen wir beide ein... morges gegen halb acht wachte ich davon auf, dass Zwerglein seine Beinchen im Schlafsack in die Luft streckte und vor sich hin brabbelte.

"Guten Morgen," - und ein ganz glückseliges Babygrinsen begrüßte mich.

:-)

Online-Shopping

... muss auch manchmal sein :-)

Im Herbst bekam ich vom Töchterlein einen Tipp, wo ich meinen nicht nur geliebten sondern quasi lebensnotwendigen Rimmel-Puder bekommen kann... (Es ist immer ein wenig schwierig mit dem Nachschub, wenn man sich an Produkte aus dem Ausland gewöhnt und dann die Quelle versiegt.)

So kam ich auf ASOS. Der Shop verkauft hauptsächlich Klamotten, ahja... bin ja kein Teenie mehr, aber meinen Puder, den hatte ich problemlos bekommen, der Vorrat sollte für ein Jahr reichen. Nun werde ich seither mit Werbemails bombardiert, hmja.

Eben mal draufgeklickt, man wirbt mit "sale" und enormen Nachlässen... und festgestellt, dass sich auch Größen oberhalb der Hungrig-und-Mager-Marke finden. Nun ist eine Bestellung unterwegs, und ich bin gespannt, wie die Teile ausfallen.

Silvester früher

Dreizehn, vierzehn Jahre ist echt ein blödes Alter. Zu groß, um früh ins Bett zu gehen, zu jung um eigene Silvesterfeiern zu haben. (Mein Bruder, zwei Jahre jünger, konnte zumindest irgendwann "draußen knallen" gehen, zwar offiziell nicht erlaubt, aber von meinen Eltern abgenickt... Als ihn ein Mal die Polizei nach Hause brachte, war der Kommentar meines Vaters: "Was bist du so blöd, dich erwischen zu lassen...")

Noch nerviger war allerdings, dass ich in beiden Jahren, also 1970 und 1971, pünktlich zum ersten Weihnachtsfeiertag mit hohem Fieber krank im Bett lag und am Neujahrstag wieder gesund war. Silvester war ich dann zwei, drei Stunden auf, so dass auch diese Fotos gemacht werden konnten.

Ich war immer schon brav und hatte meine Krankheiten während der Schulferien erledigt. Hier dann erst Windpocken, im Folgejahr Röteln.

1970

1971

Silvester 2015

Schon wieder ist ein Jahr vorbei.

Da fällt mir zunächst mal mein Blogpost vom vergangenen Jahr ein...

Zu ergänzen wären die guten Dinge - Reihenfolge ist nicht gleich Rangfolge:

- mein Enkelkind. Zuerst viele Sorgen um den Gesundheitszustand der Tochter, als dann alles gut war, die Freude über den Zwerg, welche anhält.

- viele Urlaubsreisen. Zu viele... die Fahrt mit der Schwägerin im Wohnmobil an den Gardasee, die Woche beim Töchterlein in Düsseldorf, mein Aufenthalt nebst Sprachkurs in Florenz. (Mir fehlt ruhige Zeit zu Hause... Schöne Ferien, aber hier komme ich nur schwer zur Ruhe.)

- die jüngere Tochter, welche wieder in D-Land Fuß gefasst hat und häufiger präsent ist!

- meine Kollegin. Nach jahrelangen Anlaufschwierigkeiten verstehen wir uns inzwischen super.

- meine Gesundheit: seit fünf Jahren stabil. Individuell tagesformabhängig nicht immer lustig, insgesamt aber zufriedenstellend, die wöchentlichen Infusionen tragen sicherlich ihren Teil bei.

Nicht gut: Der Unfall von LaNonna, der lange KH-Aufenthalt, Kurzzeitpflege und nun - wieder zu Hause - anhaltender Unterstützungsbedarf vor dem Hintergrund ihrer persönlichen Charaktermerkmale. Anstrengend ohne Ende.

Die guten Aussichten auf 2016:

- die Familie wird größer! Viel Freude und ein wenig Sorge. Bis zum Ende des ersten Quartals sollte alles gut sein.

- eine Woche Rom im Mai erscheint am Horizont.

Die schwierigen Aussichten... LaNonna... mit allem, was sich ergeben mag.

Silvesterfeier? Wie im vergangenen Jahr schon geschrieben, nein danke, es ist gut so, wie es ist.

Samstag, 12. Dezember 2015

Facebook-Freundin

Da bin ich zur Verfügung für Liebesleid, Enttäuschungen, Frust etc., investiere Zeit und Gedanken... reagiere ich aber ein einziges Mal anders als gedacht mit meinen eigene Problemen und Gedanken im Hintergrund, mit einer einfachen Frage, ist Person X gleich angefressen? (Wer kümmert sich um mich?)

So schnell kann es gehen.

Dass man Feierabende, Sonntagvormittage, investiert hat, um Person X ein wenig zu helfen, ist sofort vergessen, wenn man nur ein einziges Mal einen Kommentar/eine Frage hinterlassen hat, die ihr nicht in den Kram passt.

Weihnachten

Bei einen Facebook-Freund geht es gerade um das "Zerbröseln von Weihnachten" Und ich fand diesen Text bei Tchibo: "Dieses Jahr gibt es Weihnachten die volle Ladung Geschenke." So gruselig!

Ich habe viele Jahre als Alleinerziehende von drei Kindern versucht, "unser Weihnachten" zu entwickeln. Eigentlich auch schon, bevor ich Alleinerziehende wurde.

Zuhause in meiner Herkunftsfamilie war Weihnachten schon künstlich, die kleinkindlich-nervende Oma musste geholt und gebracht werden, meine Mutter, immer im Stress, bemüht, etwas Besonderes zu machen, mein Vater in Freizeitkleidung, der die freien Tage für Haushandwerkerarbeiten nutzen wollte, die Stimmung immer gewittrig-angespannt, die sich meist am zweiten Feiertag entlud. 

Verheiratet und hochschwanger die unerwartete Fortsetzung, als Ehemann und Schwiegervater an der Kaffeetafel versuchten, einen Föhn zu reparieren... 

Es war nicht leicht, ein Familienweihnachten zu entwickeln, scheint aber letztlich irgendwie gelungen zu sein, in den letzten zehn Jahren allerdings variabel hinsichtlich der "Besetzung" hier. 

Ich habe immer gern Geschenke gekauft und alles liebevoll vorbereitet, auch eine "große Weihnachtsfeier" vorbereitet mit viel Essen... Vorspeise, Hauptgang, Dessert, italienischem Caffè, Wein etc.... Mit mehr oder weniger Erfolg übrigens. Meistens war es LaNonna, die schlechte Laune mitbrachte, in einem Jahr auch den italienischen Herrn, den ich auf gar keinen Fall hier bewirten wollte!!!

Und wieder ändert sich manches! Die Familie ändert sich, die Gegebenheiten damit auch.

Ich denke, es geht nicht um möglichst teure Geschenke. Es geht (wie immer) um die guten Gedanken an jedes Familienmitglied. Etwas zu finden, was wirklich Freude macht. Die Familie vergrößert sich, manche "Traditionen" bleiben (das habe ich dann gut gemacht),  manche werden verändert. 

Es bleibt spannend.

Ich sollte vielleicht mal Weihnachtsfotos scannen und einstellen?

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Stille Leser?

Hier scheint sich wieder mal jemand durch die ganz alten Seiten zu lesen... es wäre eine Frage der Höflichkeit, sich kurz in einem Kommentar zu hinterlassen, denn:

Dieses Blog ist nicht "tot" - es schläft nichtmal.

Familiengründe nehmen mir die Zeit, die ich bräuchte, ich habe noch so viel in der Warteschleife ...

Also, liebe fremde, neue Leser, zeigt Euch.

Sonntag, 15. November 2015

Paris, Rom und sonstige Sehnsüchte

Als ich aus Florenz zurück reiste, hatte ich einen Aufenthalt in Paris. Der Abflug von Paris CDG zeigte mir die Stadt von oben... l'Étoile... und erinnerte mich an meinen Schulunterricht.. und weckte das Verlagen, diese Stadt zu besuchen. https://de.wikipedia.org/wiki/Place_Charles-de-Gaulle

Von oben sah es genau so aus wie bei Wikipedia/google maps...

Ich habe ja immer im Sinn, irgendwann auch mein Französich zu re-aktivieren... Und Paris ist nur zwei Stunden entfernt. Da sind die aktuellen Ereignisse sehr nah.

Sehnsuchtsorte.

Der IS hat angekündigt, Rom, Washington, London würden die Nächsten sein... und da soll man so weiter leben, als wäre nichts, um unsere Werte, unser Leben zu verteidigen...

Ich hatte die Wahl des Geburtstagsgeschenks von der alten Dame: einen Ring (sie beginnt, zu überlegen, wie sie mit ihren Schmuckstücken verfahren soll), Geld (das Übliche halt) oder einer Reise nach Rom/einer italienischen Stadt meiner Wahl...

Keine Frage-: Rom! Ich weiß noch nicht, was eine Woche Flug + Hotel kosten wird, kann auch erst ab Januar planen (Urlaubsplanung Firma um Weihnachten herum) - aber sie sah sofort, dass dieses mein Herzenswunsch ist.

Achso... warum ich den Ring nicht wollte... der ganz bestimmt so viel wert ist wie drei oder vier Reisen nach Rom... ich wohne 200 m vom sozialen Brennpunkt entfernt an einer der "gefährlichsten" S-Bahn-Strecken... man würde mich dafür notfalls umbringen. Überfallen mindestens. Und ich habe schon zwei Schmuckstücke, die ich deshalb nicht trage... Für's Büro - Handwerksfirma! - wäre das Teil auch "zu mächtig"...

Es gibt noch mehr Sehnsuchtsorte. Offenbar vermehren sie sich, je mehr ich von der Welt sehe... Zum Beispiel auch Venedig... Noch Fragen?

Samstag, 14. November 2015

#PrayForParis

Gestern aus Erschöpfungsgründen früh ins Bett gegangen - und wohl aus Routinegründen um fünf Uhr aufgewacht. Aus reiner Gewohnheit bei facebook reingeklickt... und grausige Berichte gefunden.

Stunden später im TV Sondersendungen geschaut - diese Attentate berühren mich mehr als alle vorherigen... Paris ist doch nur zwei Flugstunden entfernt, es hat praktisch alles vor unserer Haustür statt gefunden!

Inzwischen werden heute Abend im Fernsehen die Ereignisse wieder und wieder berichtet, erklärt, analysiert, Talkrunden laufen... alles in dem Bemühen, das Ganze irgendwie zu verarbeiten.

Donnerstag, 12. November 2015

Musik für Kinder

Da lagen heute früh drei CDs auf meinem Schreibtisch. Einfach so.

Und ich überlegte stundenlang, von welchem Kollegen.

Letztens hatten meine Kollegin und ich uns mit jemandem unterhalten über Kindercassetten und die Lieder von Rolf Zuckowski - und vergessen, mit wem! Wir studierten unsere interne Telefonliste und überlegten bei jedem Namen, ob... Nein.

Fünf Minuten, bevor Herr P.F. vor meinem Schreibtisch stand, war es uns dann eingefallen... DANKE!

(Getagged mit Kultur, denn Benjamin Blümchen und Rolf Zuckowski sind schließlich "Kultur" - oder etwa nicht?!?!?!)

Mittwoch, 11. November 2015

Alpha-Lesezeichen

Extrakt aus einer FB-Gruppendiskussion:

Die Facetten des Alpha-1-Antitrypsin-Mangels

Aktuelle Lungenfunktionsprüfung von gestern ergab einen FEV01 von 47,8 %. Das nur mal so festgehalten.

Samstag, 31. Oktober 2015

Aua....

Ich verstehe es ja selber nicht...

Meine Terrasse ist vollkommen verwildert und braucht jetzt kurz vor dem Winter (spätestens) ein bisschen Pflege...

Ich habe also ein paar Forsythienzweige abgeknipst... und lag plötzlich und unerwartet in meinem Lavendel..  Keine Ahnung, warum ich gefallen bin, keine Erinnerung an den Sturz. Ich lag einfach plötzlich ... Mein linkes Handgelenk schmerzt, ansonsten bin ich einfach nur völlig erstaunt...

???

Autsch

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Gekocht

Nachdem ich einen sehr unruhigen Tag hatte - Rückkehr meiner Mutter in ihre Wohnung und ich am Arbeitsplatz voller Sorge... habe ich heute Abend erfahren, dass sie gut in ihrem Zuhause angekommen ist und einigermaßen zurecht kommt. Der Pflegedienst testet mit ihr zusammen, was sie kann und wofür sie Hilfe benötigt.

Ich war also ruhiger und konnte - die passenden Zutaten hatte ich mir eingekauft - mich aufs Kochen konzentrieren.

Kürbiscremesuppe also.

Das Zeugs macht süchtig. Eindeutig.

Sonntag, 25. Oktober 2015

So allmählich gehe ich auf dem Zahnfleisch

Zurück von der alten Dame. Die letzten Tage in der Kurzzeitpflege sind angebrochen.

Seit Ende August war ich - ausgenommen die zwei Wochen, während derer ich in Florenz war - durchschnittlich zwei Mal pro Woche in Krankenhäusern/im Pflegeheim, ein Mal pro Woche in der mütterlichen Wohnung, alle zwei Wochen bei ihrer Bank für irgendwelchen Zahlungsverkehr, habe diverse Telefonate geführt, Mails geschrieben... Eigentlich alles ganz normal.

Wenn man davon absieht, dass ich selber krank/behindert bin, in Vollzeit arbeiten gehe, einen regelmäßigen Arzttermin pro Woche habe zur Infusion, mehrfache Zahnarzttermine in dieser Zeit hatte, meinen Haushalt irgendwie auch noch führen muss, Kinder und ein Enkelkind habe, das ich sehen möchte...

Heute bin ich nach zwei Monaten zum ersten Mal richtig mit den Nerven runter... Alles tausendmal erklärt, was mit dem Rollstuhl, dem Pflegedienst, mit sämtlichen anderen Dingen "Sache" ist.

Sie greift vor, wenn-denn-was dann-und überhaupt. Hört nicht zu, habe wohl zehn Mal gesagt, dass ich Freitagmittag komme, sie sprach immer von Sonnabend.

Denkt an ihre Lebensmittelbestellung - ohne zuzuhören, was sie im Hause hat... Diskutiert über die Konsistenz ihrer Zahnpasta... glaubt, Ihr Koffer sei zu klein - dabei würde der für einen laaaangen Urlaub ausreichen...

Es dreht sich alles um ihren Bauchnabel. Vieles kann ich verstehen, aber bei manchen Themen möchte mir echt der Hut hochgehen. Ich habe alles an Freundlichkeit und Geduld jetzt aufgebraucht. Aber ich glaube, dass die wirklich schwierige Phase erst am Mittwoch beginnen wird!

Jetzt bin ich mal reif für die Insel.

Würde mich gerne mal ausklinken. Aber genau das geht jetzt gerade nicht.

Samstag, 24. Oktober 2015

Firenze - Piazza della Signoria live webcam

Bellissima veduta di Palazzo Vecchio, della Fontana del Nettuno e della statua di Cosimo I

http://www.skylinewebcams.com/it/webcam/italia/toscana/firenze/piazza-signoria.html

Ich bin völlig hingerissen. Seitdem ich diese WebCam entdeckt habe, gucke ich wenigstens zwei Mal pro Tag drauf - ich bin ja kürzlich noch selbst dort herum gewandert. Und ich überlege, ob ich mal im Oktober hinfliegen sollte, es ist nicht  mal halb so voll wie neulich.

Freitag, 23. Oktober 2015

Es könnte alles so einfach sein...

... ist es aber nicht.

Zweite mögliche Überschrift: Gut, dass mein Chef abwesend war.

Warum? Kommt...

Schnell schreib ich mir mal von der Seele, was heute "Sache" war:

Erstens.

Die Lady hatte schon neulich im Krankenhaus einen Rollstuhl verordnet bekommen. Dieser steht jetzt im Pflegeheim zwischen Bettende und Wand, sieht für die kleine Wohnung der Lady viel zu groß aus.

Ich mache mir Sorgen, wie sie damit in Bad und Küche kommen kann, da geht es u.a. ja auch um den Bewegungsradius betreffend des Managens von Türen, die zueinander rechtwinklig angeordnet sind.

Folglich hatte ich Kontakt aufgenommen zu der Versorgungsfirma, welche wiederum den Außendienstler beauftragte, sich bei mir zu melden.

Ich hatte mir gedacht, ich würde mich mit ihm in der mütterlichen Wohnung treffen, er mit einem baugleichen Gefährt bewaffnet, und wir würden einfach mal ausprobieren, ob dieses Teil innerhalb der Wohnung manövriert werden kann.

Gestern meldete sich besagter Mitarbeiter, und heute früh gelang mir der Rückruf. Er war mit meiner Idee nicht einverstanden. Der Rollstuhl sei exakt pasend zu den Körpermaßen der Dame ausgesucht worden, man könne keinen kleineren nehmen. Es sei nicht möglich, den Rollstuhl nach den Dimensionen der Wohnung zu wählen. Notfalls müsse man die Wohnung anpassen.

Meine Frage: Türzargen versetzen? Die Räume anders anordnen? (haha)

Er sagte, er sei überhaupt nicht bereit zu einem Außendiensttermin, ohne dass Patient und Rollstuhl vor Ort wären.

Da ich mir nun vorstellte,  meine Mutter würde vom Transportdienst in ihre Wohnung und auf den Rollstuhl verpflanzt hinterlassen werden und hätte keinerlei Möglichkeit, in die Küche, ins Bad, ins Schlafzimmer zu kommen und ihm das letztlich wohl doch kommunizieren konnte, erklärte er sich großzügigerweise bereit, am Mittwoch telefonisch erreichbar und notfalls auch willens zu sein, meine Mutter dann zu besuchen.

Zweitens.

Der Pflegedienst ist ja morgens erst ab 9.00 Uhr erreichbar, vorher ist ein Notdienst aufs Telefon geschaltet. Also knapp nach 9.00 Uhr angerufen und begonnen, mein Anliegen zu schildern. Recht schnell wurde mir gesagt, da müsse ich mit der Pflegedienstleitung sprechen, die noch nicht anwesend sei. Man würde mich bis 12.00 Uhr zurück rufen.

12.10 Uhr, kein Anruf bisher. Ich erreiche die stellvertretende Pflegedienstleitung (Frau H., deren Visitenkarte vor mir lag), und sagte, die Lady käme nächsten Mittwoch nach Hause, und ich hielte es für ratsam, wenn dann zeitnah jemand vom Pflegedienst zu ihr käme, um die jetzt aktuellen Bedürfnisse, den Vertrag, die Einsätze mit ihr zu besprechen und möglichst auch gleich den Erhöhungsantrag der Pflegestufe gemeinsam auszufüllen. (Antragsformular liegt mir schon vor.)

Aber... Frau H. sagte, es bestünde keine Chance. Zuletzt habe meine Mutter ja keine Pflege bekommen sondern lediglich ärztlich verordnete Leistungen. Sie seien komplett ausgebucht und könnten sich nicht kümmern. Eventuell würde sich bis Dienstag etwas ergeben, ich könne ja am Dienstag nochmal anrufen. Schönes Wochenende.

Lieber Leser, ich saß im Büro und war nun völlig unruhig, eigentlich nicht in der Lage, sofort ein neues Telefonat zu führen, hätte erstmal eine Pause gebraucht, aber meine Kollegin (sitzt neben mir und ist komplett im Thema) motivierte mich, ich solle sofort in der Hausarztpraxis meiner Mutter anrufen.

Nummer aus dem Internet (Internet sei dank, man findet alles!) gewählt, der Arzt ist glücklicherweise am Freitag bis 15.00 Uhr anwesend, und mit einer sehr netten Arzthelferin gesprochen. Das Problem geschildert und zwei Telefonnummern von anderen Pflegediensten erhalten.

Aufgelegt. Klingelt mein Telefon, ist das obiger Pflegedienst... Frau H. habe gerade mit ihrer Geschäftsleitung gesprochen, meine Mutter sei ja schon lange bei ihnen und darüber hinaus Patientin der sehr guten Praxis von Dr. X  und Y, man werde das unmögliche möglich machen... und im Pflegeheim oder bei der Lady direkt (Nummer gab ich) anrufen und die Uhrzeit der Heimkehr erfragen, damit man das dringend benötigte Gespräch und weiteres einplanen könne.

Puh.

Die Arztpraxis angerufen, mich für die freundliche Unterstützung bedankt und mitgeteilt, dass der Pflegedienst bleibt. (Steht ja auch immer in deren Patientenakten...) Schönes Wochenende.

Ich: Vollkommen geschafft. 13.00 Uhr. Feierabend.

... Da zählt es schon gar nicht mehr, dass ich gerade ein Zipperlein nach dem anderen bekomme... gestern Grippeschutzimpfung, heute deshalb Armweh - heute morgen auf dem Weg zur Bahn hatte ich "Rücken" - Fußweh habe ich sowieso (Einlagen müssen zum Techniker, da stimmt etwas nicht!), Armschmerzen auch (Computerarbeit unter Druck führt vermutlich zu Verspannungen - oder so. Der Arzt im Juni hat nichts gefunden und mich irgendwie abgespeist.) Heute über eine Stunde in der Zahnarztpraxis verbracht, im November gibts eine Krone, das war die Vorarbeit. Dabei ist mal kurz aus Versehen ein Schleifinstrument auf oder in den Mundboden geraten. Autsch! Hat ganz gut geblutet und wird mich noch zwei, drei Tage erfreuen. Ist Künstlerpech und kaum der Rede wert, wenn  man es mit dem riesigen Bluterguss vergleicht, den ich bei solcher Behandlung im April davon trug, der mich am Gardasee schmückte.

Nun noch eingekauft, schon die "Notration", die ich zur Begrüßung morgen in der mütterlichen Wohnung deponieren werde - weitere Lebensmittel wird sie bei ihrem Edeka telefonisch bestellen. Dazu mein Einkauf... schlepp-schnauf... Die Stufen von der Haustür bis zu meiner Wohnung hat meine Nachbarin die Taschen hinauf getragen. Das ist so eine sehr nette ursprünglich polnische Familie mit zwei Teenagerkindern. Alle, wirklich alle, nehmen, wenn sie mich mit Einkäufen sehen, mir die Sachen ab und stellen sie vor meine Haustür. Dabei wissen sie gar nichts von meiner Krankheit, sehen mir aber evtl. die Erschöpfung an.

Überhaupt, mein Programm für morgen hat schon so einige TOP. Zettel zum Abarbeiten liegt bereit. Aber heute mag ich nicht mehr. Auch nichts mehr vorbereiten oder mich um meinen Haushalt kümmern. Feierabend und Schluss.

Tippfehler gefunden? Dürft Ihr behalten.

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Croissants...

Ich liebe Croissants.

Ich habe sie mit Feta und Oliven gefüllt.

-- Auch wenn dieses Blog zu schlafen scheint: gegessen wird immer! --

Das Blog schläft nur ein bisschen...

... um irgendwann mit einem Paukenschlag (oder einem leisen Triangelspiel, wer weiß?) wieder zu erwachen. Die zwanzig, dreißig Berichte, die es zur Zeit nur in meinem Kopf gibt, darunter viele Reiseberichte - ich war eindeutig zu viel aushäusig in diesem Jahr - warten darauf, zu Blog gebracht zu werden. Wenn ich doch allmählich mal die Zeit dafür fände!

Problem bleibt, dass meine Mutter nach ihrem Unfall und langdauernder OP Ende August jetzt noch in Kurzzeitpflege ist (ich kümmere mich um dies und das und noch irgendwas), nächste Woche nach Hause entlassen wird - dabei noch nicht mobilisiert ist! Es werden mehr und mehr Dinge zu regeln, zu bedenken sein von mir als sowieso schon in den letzten Wochen...

So warte ich darauf, dass ich mal ein paar Tage zur Ruhe kommen und meine Gedanken sortieren kann, dann kann ich auch schreiben, schreiben, schreiben...

Aber so lange ich jeden Tag pendeln muss zwischen Mutterangelegenheiten und eigenen Terminen (morgen: Zahnarzt!), so lange kann ich nicht zusammenhängende Berichte tippen...

Sonntag, 20. September 2015

Wiedersehen mit der Stadt gefeiert

Vorhin mit einer großen Spaziergangrunde hier überall Florenz-Wiedersehen gefeiert. Es ist Sonntag, die Stadt ist brechend voll und man muss aufpassen, dass man nicht von Touristengruppen über den Haufen geschoben wird. Alle folgen sie ihrem Leithammel.

Nach meiner kleinen Kaffeepause wunderte ich mich über den Besucherandrang vor einem mittelalterlichen Gemäuer, und erst spätere Recherche klärte mich auf:

Die Badia Fiorentina (ital. „Florentinische Abtei“) ist eine mittelalterliche Abteikirche im Stadtzentrum von Florenz, die in ihrer heutigen Form im Wesentlichen aus dem späten 13. und frühen 14. Jahrhundert stammt. (Zitat Wikipedia)



An der Kirche Orsanmichele zum ersten (aber nicht letzten) Mal in diesem Urlaub vorbei gekommen:

Orsanmichele (eigentlich: Or San Michele, früherer Name San Michele in Orto) ist ein Kirchengebäude in Florenz des Erzbistums Florenz. Das zwei- bzw. dreistöckige Gebäude aus den Epochen der Romanik und Gotik befindet sich gänzlich im Straßenblock Via dei Calzaiuoli, Via dell‘Arte della Lana, Via dei Lamberti und Via Orsanmichele. (Zitat Wikipedia)


Ach, hallo Piazza della Signoria...



... mit dem Palazzo Vecchio...


und der Loggia dei Lanzi.


Die Carabinieri sind auch da - Ordnung muss sein.



Hallo, David!


 Genug auf der Piazza umgesehen für den Moment, jetzt Richtungswechsel - im nächsten Kapitel.

Einfach mal die Gegend näher angeschaut

... vieles kenne ich noch, was ja auch ein Grund ist, warum ich unbedingt wieder nach Florenz wollte (ich bin ein Zuhausemensch), abgesehen von der Schule die morgen für mich beginnt...

Guten Morgen! Die Aussicht von gestern Abend - offenbar schläft die Trattoria noch:


Und los geht mein Spaziergang...



Ich bin hier unmittelbar in San Lorenzo.

Ich lasse meinen Blick auch gerne mal oberhalb der Geschäfte und Restaurants schweifen:


Wie in bisher jeder italienischen Stadt voller Altertümer (was praktisch doppelt gemoppelt ist, denn Italien ist das Land mit der größten Dichte an Altertümern jeglicher Epoche) treffe ich auch hier gleich mal auf Baugerüste... San Lorenzo bzw. die Cappelle Medicee sind in Restauration.



Zum ersten Mal stürze ich mich in das Marktgetümmel und fühle mich herrlich.


San Lorenzo bezeichnet sowohl die Kirche als auch den zugehörigen Stadtteil.




Welchen Weg man auch immer einschlägt, alle Wege scheinen zum Dom zu führen:


Hier bin ich in der Via Maurizio Bufalini angekommen, die Straße, in der auch die Scuola Leonardo ihren Sitz hat. Generalwegeprobe geglückt, meine Erinnerung war perfekt.




Es ist Sonntag, da ist die Tür verschlossen. Wer sich ein bisschen mit den alten italienischen Gebäuden auskennt, weiß, dass sich hinter solchen Türen meist große Innenhöfe mit vielen weiteren Eingängen verstecken, deshalb ist werktags tagsüber diese Tür geöffnet.

Gegenüber der Schule snd die Farmacia (Apotheke) Santa Maria Novella...


... und das gleichnamige Krankenhaus.


Auf meinem weiteren Weg bescherte mir der Blick nach unten dieses Juwel:


Mein weiterer Spaziergang führte mich an einem Kloster vorbei - dieser Weg war neu für mich, das Kloster hatte ich noch nie gesehen...




Nun brauchte ich eine Kaffeepause!!!


Samstag, 19. September 2015

Auf geht's nach Florenz!

12:37 Uhr
Nach einer Dreiviertelstunde Schlange stehen für die Sicherheitskontrolle ist nun im Wartebereich noch gähnende Leere.


Und dann geht es los Richtung Paris!



16:11 Uhr
Umgestiegen in Paris Charles de Gaulle.




Eine Stunde später, schon wieder im Flieger...
Ich bin der Überzeugung, es ist die identische Maschine, mit der ich die erste Etappe geflogen bin. Das Personal erkenne ich sofort wieder. Der Flieger, der Hamburg-Paris flog, bediente auch den Flug Paris-Florenz. Selber Captain, selbes Kabinenpersonal. Andere Flugnummer, anderer Sitzplatz. Finde ich lustig.

Es waren zwei Flüge, weil es HH-Florenz als Direktverbindung nicht gibt.

19:50 Uhr
Eingechecked im mir bekannten Hotel Ascot, ein paar Sachen vom Koffer in den Schrank geräumt, ...

- Die Aussicht aus meinem Fenster. Vor drei Jahren hatte ich die schönere Aussicht, heute habe ich ein größeres und besseres Zimmer (sogar mit WLAN), man kann nicht alles haben -


... dann eine kleine (Wieder-)Orientierungsrunde im Zentrum gedreht - hier ist noch Spätsommer!
Ich stelle fest, dass sich einige Dinge verändert haben, im Centro ist offenbar jetzt keine reine Fußgängerzone mehr, Taxen, Busse und PKW mit Ausnahmegenehmigungen fahren... der Markt in San Lorenzo ist ein wenig "geschrumpft" worden, dafür haben sich die Restaurants draußen auf die Bürgersteige weiter ausgebreitet. Unangenehm fällt auf, dass nun überall "Touristenmenüs" zu vollkommen überzogenen Preisen angeboten werden. Das geht besser! 

Ehrensache, dass ich zu allererst Il Duomo (Santa Maria del Fiore) begrüßen musste, ohne wäre es keine richtige Ankunft in Florenz für mich!


Freitag, 18. September 2015

Französisch

Mein Handy macht mich auf private Mails aufmerksam, so dass ich auch im Büro mal kurz auf meine Webmails sehen kann. Air France! Ich möchte doch bitte mal kurz meine Platzreservierungen für morgen vornehmen... Ein Klick bringt mich auf eine Seite, auf der meine Daten schon hinterlegt sind. Ich wähle meine Plätze, drucke die Bordkarten. Fertig.

Und war die ganze Zeit sehr aufgeregt, denn: Air France schreibt nur auf Französisch! Mein Französisch ist seit 35 Jahren außer Betrieb, und so war ich froh, doch alles verstanden zu haben.

Aber bitte, was machen die Fluggäste, die diese Sprache nie gelernt haben?


Französische Mail, französiche Registrierungsseite, französiche Platzwahl mit Angebot für Plätze mit mehr Beinfreiheit gegen Zuzahlung (auch eine Art, mit den Plätzen an den Notausgängen noch Geld zu machen! Ich hasse es, meine Handtasche nicht bei mir haben zu dürfen... keine Chance auf diesen Plätzen, das steht da natürlich nicht). Irgendwo die Hinweise, was nicht mit ins Handgepäck darf und die Abfrage, ob die nötigen Dokumente zur Hand sein werden (Ausweis), das Ganze zu bestätigen...
Ich habe es gut hinbekommen, aber nur, weil ich vor einer Lebenszeit mal sechs Jahre Französischunterricht hatte...

Donnerstag, 17. September 2015

Reisefieber

Nicht alles ist so, wie ich es mir wünschen würde...

Mutter weiterhin im Krankenhaus, ... andere Familienmitglieder derzeit etwas angeschlagen, obwohl alles geregelt ist, starte ich ein wenig unruhig.

Morgen letzter Arbeitstag, Koffer packen - im Moment liegt alles im Wohnzimmer ausgebreitet auf dem Sofa, damit ich sehe, was ich mir zusammen gesammelt habe. Man mag nun lachen, aber meine Schuhe nehmen ein Großteil des Kofferplatzes ein. Nicht, weil ich vielleicht so verrückt nach Schuhmode wäre (was ich gerne wäre, hätte ich nicht meine blöden Fußprobleme!), sondern weil ich einfach mehrere Paar Schuhe brauche, um immer wieder zu wechseln, verschiedenes Wetter muss berücksichtigt werden - und auch ein Tagesausflug... Da sind dann fünf Paar Schuhe für zwei Wochen das absolute Minimum.

Medikamente, Kosmetika, mein üblicher Handtaschen-Notproviant (Müsliriegel) liegen bereit.

Buchungsunterlagen, Hotel"Gutschein", E-Ticket für die Flüge, alles nochmal gesichtet, ebenfalls. Die Bestätigung der Schule, Zahlungseingangsbestätigung, alles klar. (Warum habe ich gefühlte hundert verschiedene Varianten des E-Tickets von Air France? Das erste von Opodo bei der Buchung, dann eines direkt von der Airline, dann - nach der Zubuchung meines Gepäcks gleich nochmal welche... Ein Haufen Papier, von dem ich nicht die blasseste Ahnung habe, was man  beim Check-In nun sehen möchte.)

Natürlich bin ich schon reisenervös, ganz wie immer.

Dieses mal geht es über Paris nach Florenz - ich habe die Hoffnung, dass der Flughafen interessant ist, so dass ich in der Umsteigewartezeit ein bisschen "Geschäfte gucken" kann - oder einen Kaffee trinken... so was in der Art. Mein Französisch müsste ich re-aktivieren, so verlasse ich mich darauf, dass am Airport ohnehin alle Leute Englisch sprechen ;-)

Der Flug ist also anders als vor drei Jahren, weniger Wartezeiten zwischendurch.
Das Hotel ist identisch, so bin ich von Anfang an orientiert.
Die Sprachschule sowieso.

Ich freue mich auf "mein Stadtviertel," darauf, durch die bekannten Straßen zu gehen, in meiner Lieblingspizzeria zu essen, in der Markthalle Obst zu kaufen - und auch, die neue obere Etage zu erkunden...

Es gilt, Gegenden zu erkunden, die ich damals nicht besucht habe, aber auch, Altbekanntes zu begrüßen... und, wenn es so klappt, wie ich es mir überlegt habe, ein Tagesausflug nach Siena.

Man darf gespannt sein.

Mittwoch, 2. September 2015

Mein Papa

... hätte heute Geburtstag gehabt.

Er ist schon seit 18 Jahren tot, aber unvergessen...


Wenn ich Zeit und Ruhe habe, schreibe ich mal mehr über ihn. Bis dahin muss das Foto genug sein. Er war damals schon sehr krank, aber immerhin noch in der Lage, zu verreisen. Ich mag dieses Urlaubsbild mit ganz viel Sonne - habe es im Frühjahr in einem Karton unsortierter Bilder gefunden.

Dienstag, 1. September 2015

Gesundfutter

Nun also wieder der Spagat zwischen Arbeit, Krankenhaus, Haushalt, Mutterwohnung, Tochterfamilie usw. usw.  -  da bin ich der Meinung, dass viele Vitaminie mir helfen sollten, widerstandsfähig zu bleiben.

Heute Abend also Nudelsalat. Oder, wie mein Schwager schrieb, "Salat mit Nudeln" - soll jeder denken, was er möchte ...

LaNonna geht es den Umständen entsprechend bestmöglich. Hoffen wir, dass sie sich (mit nunmehr so gut wie 88 Jahren) berappeln möge...

Sonntag, 30. August 2015

Osteosynthese

Eine Osteosynthese also.

Die Operation dauerte mehr als sieben Stunden.

Ich war in der Wohnung der alten Dame, habe Papiere gesichtet und eine Tasche gepackt, Müll weggebracht... und bin ins Krankenhaus gefahren. LaNonna war im OP. Ich räumte alles in ihren Schrank, auf ihren Tisch, schrieb einen Brief, besorgte eine Telefonkarte, ließ das Telefon aktivieren und hinterließ meine Telefonnummer.

Am Abend habe ich denn endlich etwas gegessen - nach 24 Stunden. Ich hatte vorher keinen Hunger gehabt.

Dann die Warterei, bis dann spät die Info kam, sie sei aus der Narkose erwacht und "auf Station", es ginge ihr so weit gut.

Ich fragte der Schwester Löcher in den Bauch - vermutlich bin ich eine Heimsuchung, auch am Telefon, weil ich immer alles ganz genau wissen möchte. Sie tat mir eigentlich leid.

Eine Osteosynthese bedeutet also, dass jetzt allerhand Blech im Bein verschraubt ist. Es handelt sich um das linke, welches im vergangenen Jahr so viel Kummer machte - und immer macht, weil der Nerv ja dauerhaft geschädigt ist. Aber wenigstens ist das rechte Bein unversehrt.

Die Wohnung der alten Dame ist reinigungsbedürftig. Wer von mir und meiner Krankheit weiß, kann sich denken, dass ich das nicht mehr schaffe. (Ach ja? Bei mir zu Hause komme ich alleine klar...? Aber da kann ich alle Tätigkeiten ab- und unterbrechen, notfalls steht der Staubsauger zwei, drei Tage in der Gegend herum...) Die Putzdame, die gelegentlich sich der Wohnung angenommen hatte, hat kürzlich verlauten lassen, dass sie es nicht mehr machen wird. Nachdem sie schon einige Wochen überfällig war.

So sieht denn auch die Wohnung aus.

Am Abend also den Schwager MP angerufen, der auch gleich Rat wusste. Inzwischen habe ich eine Verabredung mit einer netten Frau, die nächste Woche dort den Staugsauber schwingen wird.

Es gibt viel zu tun und zu bedenken, aber ich mache es "step by step" - ansonsten wäre ich damit überfordert.

Stay tuned.

Samstag, 29. August 2015

Ruhe? - Irrtum!

Nach all' den Familienturbulenzen, die im Mai letzten Jahres Ihren Anfang nahmen, war ich der irrigen Annahme, dass mittlerweile eine relative Ruhe eingekehrt sei.

Wie konnte ich nur?

Heute Nacht bzw. in den ganz frühen Morgenstunden ist die alte Dame gestürzt... liegt jetzt im Krankenhaus und soll wohl operiert werden. (Die telefonischen Auskünfte sind ja immer sehr karg.)

Mein Sonnabendprogramm steht damit fest.

Freitag, 28. August 2015

Düsseldorf - Rückreise

22.08.2015 - Rückreise

Ausgeschlafen. Und bis drei müde Menschen dann koffeingestärkt wach und geduscht sind, dauert es eine ganze Weile. Zumal alle - irgendwie ist das lustig - mit müden Augen und Kaffe schweigend mit ihren Net-/Notebooks anzutreffen sind...

Irgendwann sind wir alle fertig geduscht, gefrühstückt, aufgebrezelt und ansprechbar. Und müssen schon bald los - mein Zug ist für kurz nach halb zwei gebucht, Tochter und Freund möchten mich auf den Weg bringen...

Der Hauptbahnhof in Düsseldorf ist groß, modern -und  voll! Ich habe ein Problem damit, wenn zu viele Leute unterwegs sind, ich mich gleichzeitig orientieren muss... das alles macht mich irre im Kopf.

Zuerst die Suche nach einem WC. Sozusagen "müssen auf Vorrat" - zum ersten Mal ausprobiert, was es mit dem Behinderten-WC auf sich hat. (Damals hatte Monika mich hinreichend aufgeklärt...) - Funktioniert nur mittels Klingel. Nichts passiert. Personal angesprochen.... (???) Nichts. Man behauptet: "besetzt." Das ist nicht wahr, die rote Lampe leuchtet nicht. Testergebnis = negativ. Normales WC benutzt, kostet einen Euro (!!!)

Dann gesehen, dass der Zug auf Gleich 19 einfahren soll... mit 60 Minuten Verspätung. Zu dritt ins Reisezentrum... Nummer ziehen... als wir dran sind, erklärt uns der Angestellte, dass es keine Möglichkeit zur Umbuchung gibt, der Zug aber sicher auf Gleich 19 einfahren wird.

"Le cro bag" gestürmt und für jeden ein Croissant erstanden (danke, Tochter), dann weiter getappert bis Gleis 19, erstmal Futterpause gemacht.

Gewartet, gewartet, gewartet. Natürlich nett unterhalten. Trotzdem - wenn ich Reisefieber habe, muss ich auch irgendwann starten...

Letztendlich hat der Zug 70 Minuten Verspätung. Tochter und Co befördern mich mitsamt Koffer hinein, kurzer und herzlicher Abschied, dann geht es auch bald los...

Bald steigen in mein Abteil (meinen Koffer behielt ich an meiner Seite, ich konnte/kann ihn nicht auf die Ablage heben) eine Mutter mit zwei Kindern (13 + ca. 7 oder 8 Jahre alt) und einem Riesenkoffer ein. Welcher meinem Gepäckstück Gesellschaft leistet, denn auch der ist zu groß und zu schwer, um ihn auf die Ablage zu hieven.

Mutter ist freundlich und zurückhaltend, die Kinder sehr gut erzogen. Essen, lesen, hören Musik unter Kopfhörern. Als mein Bahnhof angekündigt wird und ich mich dann mitsamt Koffer auf den Gang quetsche, bietet sich diese Frau an, mir meinen Koffer aus dem Zug und auf den Bahnsteig zu heben. Ich hoffe, sie ist danach gut in Flensburg angekommen!

Nun folgt der anstrengendste Teil der ganzen Reise: Das Umsteigen vom Fernbahnhof Hamburg-Harburg zum S-Bahnhof. Der Lift funktioniert - wie immer - nicht. Also hoppeldihoppel die Treppen runter mit meinem Koffer.  von der Zwischenebene aus auf den Bahnsteig funktionieren die Rolltreppen, allerdings alle beide von unten nach oben... also wieder hoppeldihoppel die Treppen runter... Dann drei Stationen bis zu meinem Heimatbahnhof. Dort funktioniert der Lift, allerdings habe ich noch ungefähr 200 m und zwei Mal zehn Stufen zu meiner Wohnanlage zu bewältigen.

Ja, ich bin gut, sehr gut, angeommen. Allerdings sehr erschöpft. Der Koffer wird erst am Sonntagmorgen geöffnet, nachdem ich sehr, sehr lange geschlafen habe.

Mobbing

Mobbing, ein immer wiederkehrendes Thema bei Facebook... Deshalb meine Gedanken dazu auch hier...

1968 - 1974 gab es das auch schon.

Die Bezeichnung gab es noch nicht. Weder Internet noch Handys mit WhatsApp. Aber Zettelchen, die unter den Tischen anonym verteilt wurden.

Ich war ruhig bis schüchtern. Ging bis dahin gerne zur Schule. Ab Klasse 7 neue Mischung, neue Lehrerin, neue Fremdsprache. Mutter ein Vierteljahr im Krankenhaus.

Ich: Spätentwickler. Mit 12, 13 Jahren weder Busen noch Schminke noch im Sportunterricht sitzen "auf der Bank" mit Entschuldigungsheft.

Schulklasse mit 36 Mädchen. Vier gehörten zu mir. Einige wenige waren neutral. Der Rest hat mich fertig gemacht. Für Brennball, Völkerball (gruselig, so brutal!) wurde ich zwangsweise von der Lehrerin einer Gruppe zugeteilt - damals konnte ja keiner ahnen, dass ich lungenkrank werden würde, schon immer wohl nicht so gut drauf war wie die Anderen...

Düsseldorf - alle Fotos

Alle meine Fotos

Sonntag, 23. August 2015

Kölner Dom und Köln

Ach, ich bin so ärgerlich... hatte gerade den Bericht fast fertig getippselt, da schaltet sich mein Netbook ab... nach dem Neustart ist nun alles verschwunden - obwohl blogger.com doch andauernd alles speichert!?!?! Ich darf  nun alles neu schreiben. Wie blöd ist das denn???

21.08.2015 - Köln
Nach dem anstrengenden Abend und dem späten Essen schliefen wir erstmal aus, denn: Die von Carola empfohlene Rheinfahrt von Düsseldorf nach Köln bietet die "weiße Flotte" offenbar nicht mehr an.

Wir fahren also mittags mit der S-Bahn nach Köln, die Fahrt dauert nur eine knappe Stunde. Am Hauptbahnhof angekommen, gelangen wir direkt am Ausgang zum Kölner Dom. Es ist schönstes Sommerwetter, und bei gleißender Sonne gelingen mir die ersten Fotos (bei Gegenlicht) nicht so berauschend.



Auf der Treppe sitzen die Leute, aber wir nehmen (mit Rücksicht auf mich) den Lift und stehen kurz darauf auf der Domplatte. Nach einigen Fotos (Tochterfreund teilt unsere Fotobegeisterung, hat aber das bessere Equipment), die mir nicht so super gelingen (Belichtung! Sonne! Mittagszeit!) gehen wir in den Dom hinein, wo wir uns - jeder beschäftigt mit seiner Kamera - verlieren, begegnen, verlieren, schließich treffen...




Ich habe Hunger, wir suchen einen Bäckereistand, ich kaufe ein Baguette und einen Kaffee, Tochterfreund futtert auch etwas, Töchterlein bringt sich in Sicherheit vor den Wespen... danach geht es wieder zum Dom, wo Tochter und Begleitung sich auf den Weg nach oben machen: 522 Stufen auf- und dann wieder abwärts. Nichts für mich.

Es gibt noch ein "Museum" für die Besichtigung der Katakomben - also das, was unter dem Dom zu sehen ist. Für die Besichtigung gibt es horrende Eintrittspreise und keine Uhrzeiten. Ach nein..,


Ich besuchte die Tourist-Information, kaufte "die üblichen Souvenirs" - einen Kühlschrankmagneten und einen Schlüsselanhänger (obwohl mein Schlüsselbund keine weiteren Teile verträgt, so kommen sie dann an den (das?) Reserveschlüsselbund)... ließ mich dann auf der Treppe nieder, beobachtete die Leute und wartete auf meine Lieben.



Nach deren Ankunft bummelten wir zum Rhein, schlenderten die Promenade entlang, schauten, fotografierten (!), gelangten in die Altstadt (??? Touristenstadt???) und ließen uns dann nieder. Alle Restaurants hatten Tische und Stühle draußen, von wo man eine schöne Aussicht auf den Rhein hatte... Tochter und Co. bestellten einen Flammkuchen - ich war noch satt vom Baguette, genoss aber einen Aperol Sprizz...




Schließlich spazierten wir zurück zum Dom, inzwischen war das (Tages-)Licht uns besser gesonnen, so dass uns noch einige gute Aufnahmen gelangen. Der Blick in die Dombauhütte war für mich sehr interessant!




Wer schon mal Berichte über den Kölner Dom gelesen oder gesehen hat, weiß, dass der Dom eine ewige Baustelle ist und sein wird. Von oben konnte man in die Dombauhütte schauen, wo mit den originalen Materialien ständig die Teile neu prodziert werden (anhand der alten Unterlagen), welche durch Umwelteinflüsse zerstört werden. Übrigens gut zu sehen, weil diese Teile heller sind!


Am Ende brachte uns die S-Bahn zurück nach Düsseldorf. Koffer packen, lecker essen (Tochter: danke) und ins Bett fallen...

Album Köln