Freitag, 29. Juni 2012

Gerüstanprobe

... ist das Fachwort dafür, wenn der Unterbau des Zahnersatzteils probeweise im Kiefer verschraubt wird. Diese Sitzung dauerte nicht einmal eine halbe Stunde, was bin ich froh drum! Und der nächste Termin soll dann die Endmontage sein.

Donnerstag, 28. Juni 2012

Deutschland : Italien

1 : 2

- und raus.

Und über den Rest, ich meine das Spiel, das ich da gerade gesehen habe, muss ich heute Nacht erstmal meditieren.

Thunderbird und die Papierkorb-Fehlermeldung

Schon gestern störte es mich, dass ich keine Mails löschen oder wenigstens in den Papierkorb des Mailprogramms verschieben konnte. Stets erklärte mir das Programm, ich müsste Unterordner anlegen, Mails dorthin verschieben und dann diese Unterordner komprimieren.

Alles das habe ich brav veranstaltet, stundenlang meine Mails durchgeräumt, Jahresarchive angelegt und alles komprimiert. Allein, es hat nicht geholfen.

Google ist ja nicht nur mein Freund und hält häufig nützliche Tipps auf Lager. Folgenden habe ich eben erfolgreich ausprobiert:

Geöffneten Thunderbird ---> beenden
Windows-Taste bzw. Start ---> klick
In das Eingabefeld eingeben ---> %AppData%
Ergebnis ist die Anzeige von ---> Roaming
Ordner Thunderbird ---> klick
In das Suchfeld oben rechts eingeben ---> Trash
Ergebnis ist ---> Alle Dateien, die irgendwas mit dem Papierkorb zu tun haben, werden aufgelistet
Diese Dateien komplett ---> markieren ---> entfernen (sicherheitshalber erstmal nur in den Papierkorb)

Thunderbird neu starten ---> voilà! ---> alles funktioniert wieder, wie es soll!

(Vista & Win7)

Mittwoch, 27. Juni 2012

Weihnachtsdecken

So ein bisschen bekloppt muss frau schon sein, wenn sie pünktlich zum Sommeranfang Tischdecken und -deko aka "Heimtextilien" für Weihnachten kauft. Allerdings: Die Preise! Heftig herunter gesetzt und dann nochmals 50 % Abzug an der Kasse. Zu diesem Tarif macht es gar nichts, wenn nun die feinen, sehr feinen (!) Dinge noch für fünf Monate im Schrank verschwinden.

Dienstag, 26. Juni 2012

Avalox V. - Schlussphase

Ein paar Tage muss ich es noch nehmen, aber ich denke, es gibt nichts mehr hinzuzufügen. Die Nebenwirkungen wiederholen sich täglich, das Händezittern ist lästig, verliert sich aber gegen Nachmittag.

Ich war heute erstmalig wieder im Büro, natürlich liegt dort bergeweise Arbeit. Aber es sind Schulferien, was bedeutet, dass unsere Telefonleitungen zwischendurch Ruhe geben. Die Stimmung ist sehr ausgeglichen, konzentriertes Arbeiten tatsächlich möglich. Der Rest ist freundliche Akzeptanz, dass ich wegen "nur eines Schnupfens" im Hause hatte bleiben müssen.

Es fehlt eben das grundlegende Verständnis dafür, dass ein nicht oder unzureichend behandelter Infekt bei mir lebensverkürzend wirken muss. Da mich keiner fragt, kann ich nichts erklären.

Machen wir also weiter mit "business as usual" und wenden uns anderen Dingen zu.

Montag, 25. Juni 2012

Avalox IV. - zittern und brennen

Avalox-Update, 6. Tag: Langsame und stetige Besserung, aber es bleibt immer noch die Nebenwirkung "Händezittern" und die Mundtrockenheit ist einem famosen Gefühl von feurig brennender Mundschleimhaut gewichen ;-(

Die Tochter, welche für ein Stündchen hier war, las vor - vom Medikamenten"waschzettel": Da es zu Bewusstlosigkeit kommen kann, sollte am Straßenverkehr besser nicht teilgenommen werden.

Aber: Danke für die Brötchen und die nette Unterhaltung!

Sonntag, 24. Juni 2012

Feierabend


Nichts Spektakuläres heute. Ich kuriere mich weiter, habe mit der Lady telefoniert - so viel Stimme ist schon wieder vorhanden - bisschen gelesen, fern gesehen, paar Vokabeln wiederholt, so Zeugs eben.

Fußball ist Pflicht (?) nachher... unser Gegenspieler wird entschieden, naja.

Samstag, 23. Juni 2012

Geo Special ITALIEN

Ich liebe sie, diese Hefte "Geo Special", "Geo Epoche Edition" und wie sie alle heißen.

Heute von unterwegs mitgebracht: Geo Special ITALIEN, Heft 3/2012. Ein kurzer Blick ins Heft lässt schon träumen.... Empfehlung! Ohne eine Silbe Text gelesen zu haben - allein, es besticht das Heft schon optisch!

24.06.: Schreibweise korrigiert. Ich hatte völlig übersehen, dass man die anglisierte Form von "spezial" bevorzugt.

Avalox III. - nur Geduld!

4. Einnahmetag. Erste Wirkung des Tages, nachdem ich mit verstopften Kopfhöhlen aufwache, tritt weiterhin etwa zwei Stunden nach der Einnahme ein, der Kopf lernt allmählich wieder das Denken, aber im Bauch beginnt es zu grummeln. Dieses ist meist eine Stunde später wieder vorbei. Dem Avalox wird eine gewisse Neigung, depressiv zu machen, nachgesagt - also bin ich vorsichtig und beschäftige mich mit eher angenehmen Dingen.

Da ich das Medi in Kombination mit dem Decortin nehme, erklärt sich praktisch von selbst, dass mein Atemvolumen optimal ist und ich eine fatale Neigung habe, dieses gleich wieder auszunutzen. Gestern Abend ein Zimmer total durchgeräumt und neu dekoriert, als Fortsetzung davon und weil es mir so viel Freude gemacht hat, gab es heute einen Gang in den ortsansässigen Konsumtempel, der mit sale hier und sale dort wirbt. (An mir liegt es nicht, wenn Karstadt pleite macht!) So erwischte mich der Handyanruf vom Töchterlein (diesmal aus Bonn) direkt an der Schnäppchenkasse...

Nach eineinhalb Stunden hatte sich meine Energie in Wohlgefallen aufgelöst, hustend und mit rotem Kopf (aber mit gefüllten Plastiktüten!) erreichte ich meine Heimstatt, welche mich jetzt mit Kaffee und Keksen aufmuntert.

Avalox ist ein hochwirksames Medikament mit einer unendlichen Aufzählung von teils sehr gefährlichen Nebenwirkungen, man sollte auf jeden Fall aufmerksam sein ohne in Panik zu verfallen. Ich scheine es immerhin gut zu vertragen. Es ist aber nicht das Zaubermittel, das einem am dritten Tag das Gefühl gibt, vollkommen gesund und frisch zu sein - so kenne ich es von den vor Jahren verordneten Standard-Antibiotika. Geduld ist auf jeden Fall angesagt.

Nachtrag: Eine Nebenwirkung habe ich vergessen - nicht schlimm, aber sehr nervig, Händezittern. Gefühlt doppelt so heftig wie gesehen.

Freitag, 22. Juni 2012

Regen

... aber es war kein böses Omen, bisher.


Während nebenan aus dem Fernseher das Absingen unserer Nationalhymne erklang, kam endlich der angekündigte Regen.


Die Pflanzen haben ihn dringend nötig.

Jetzt zur Halbzeitpause ist der Niederschlag vorerst wieder Geschichte.

Deutschland - Griechenland 1 : 0
Ein Spiel gegen eine wild kämpfenden Griechenmannschaft, die ganz gerne rempelt.

Endstand-Update: gewonnen mit 4 : 2.................... Aber die Mannschaft konnte dieses Mal nicht mit schön designter Spielführung glänzen, weil die Griechen als wilder Haufen dazwischen gebrettert sind. Und das zweite Griechentor wäre nun wirklich nicht nötig gewesen.... Immerhin: Halbfinale, wir kommen!

Donnerstag, 21. Juni 2012

Mittsommernacht ist...


... wenn bei mir ein Teelicht draußen brennt und die Schweden wilde Feste feiern.

Avalox II.

2. Tag, Avalox scheint zu wirken, allerdings macht es mir Bauchgrimmen. Blass bin ich auch.

Trotzdem will ich gleich mal gucken, was ich für meine Pflanzen draußen tun kann - habe von meinem Ausgang heute früh einige neue mitgebracht, die in die Erde wollen. Ein Mini-Terrassenprogramm bevor der Regen kommt also.

Update Stunden später: done.


Sommeranfang

Und es ist tatsächlich heute Sommer...






Auch in krank muss ich zwischendurch raus und Besorgungen machen, erstens geht's nicht anders, zweitens werde ich ganz rappelig im Kopf, wenn ich nur in der Wohnung bin.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Kurzweil mit LingoStudy

Ich bin bekanntermaßen manchmal ein wenig anders "gestrickt" als die meisten Leute. Wenn ich matt, schlapp und antriebslos bin, klicke ich bei LingoStudy herum. Der "Quizmaster" hatte es mir schon früher angetan, und heute bin ich immer mal wieder dabei:


Ich habe mir inzwischen den Bezahl-Account freischalten lassen, nachdem ich in der Basisvariante seit Jahren unterwegs war. Eine der Internet-Sprachseiten, der ich beständig treu bin. (Übrigens gilt die Freischaltung gleichzeitig auch für die Portale Englisch, Spanisch, Französisch.)

Der "Quizmaster" ist insofern lustig, als dass ich nicht unbedingt alle Vokabeln tatsächlich kennen muss: Mit ein bisschen Einfühlungsvermögen und fremdsprachlichem Hintergrund sowie linguistischem Geschick lassen sich viele Worte erschließen - über den Sprachstamm oder sogar freie Assoziation. Mein Glück verlässt mich immer dann, wenn medizinische Vokabeln sowie Wörter aus speziellen Fachbereichen gesucht sind oder einfach auch die deutschen Wörter (!) mir vollkommen unbekannt sind.

Ich muss mich immer für eine der vier Möglichkeiten entscheiden, obwohl ich manchmal gerne eine Variante "weiß nicht" dabei hätte.

Früher habe ich Tetris gespielt, heute quizze ich italienisch :-)

Avalox 400 mg

Avalox 400 mg - ausnahmsnweise soll die Überschrift google-freundlich sein.

Dieses war das Medikament, das gestern Abend in der Apotheke nicht vorrätig war, denn der Doc hatte einen Import verordnet. Nach meiner sofortigen Netzrecherche kostet auf diese Weise die 10er-Schachtel (was in meinem Falle dann zwei zusammen geklebte 5er waren) 58,00 Euro (Krankenkasse) anstatt 78,00 Euro (alles gerundet).

Also jetzt eine italienische Umverpackung (Bayer S.p.A., Milano) mit deutschsprachigen Aufklebern und eigener Gebrauchsinformation (deutsch) von der Import-/Vertriebsfirma in fast Zeitungsgröße.


Das Netz gab mir bereitwillig Auskunft über Art, Wirkungsweise und Nebenwirkungen des Medikamentes, so dass ich heute Vormittag die erste Tablette mit allerhöchstem Respekt einnahm. Nach etwa zwei Stunden setzte eine erste fühlbare Besserung meiner Symptome ein - zusammen mit leichtem Schwindelgefühl, Mundtrockenheit und bleierner Müdigkeit. Wozu ist eine Krankschreibung schließlich da, wenn nicht unter anderem auch zum Zwecke des "Gesundschlafens"?

Nach drei Stunden Schlaf geht es mir nicht allzu schlecht, von einer gewissen Mattigkeit mal abgesehen.

Um an meine Einleitung anzuknüpfen: Google gab mir Ergebnisse mit den Beurteilungen von Patienten zu lesen, und es war, wie zu erwarten, eine Fülle von Horrorstories! Das Problem ist ja immer, dass die zufriedenen Kunden/Patienten/Verbraucher nichts von sich lesen lassen, womit die Berichte unter einer gewissen Einseitigkeit leiden. Deshalb an dieser Stelle meine Erfahrung(en) mit Avalox.

Dienstag, 19. Juni 2012

Aus dem Verkehr gezogen

Nachdem die Bronchitis eigentlich so gut wie weg war, gab es nun einen reichlichen Nachschlag von Seiten der oberen Luftwege. Krankschreibung, Hammer-Medikamente, das volle Programm. (Arztkommentar war sinngemäß, dass in Anbetracht der schweren Grunderkrankung nichts auf die lange Bank geschoben werden soll.)

Morgen früh vorm Frühstück erst einmal zur Apotheke, weil heute Abend nicht mehr alles zu bekommen war. Lecker, so ein kleiner Antibiose-Imbiss auf nüchternen Magen.

Ein Cortison-Einnahmeschema, dass sich kein Mensch merken kann - glücklicherweise habe ich es schriftlich.

Habe hinsichtlich der AU gehandelt, wollte nur bis zum Wochenende und sollte doch deutlich länger, nun gehe ich Dienstag wieder zur Firma und kann gleich am Nachmittag in der Praxis verifizieren, ob alles gut gegangen ist.

Nun bin ich einstweilen froh, dass ich heute Nachmittag im Büro schon vorsichtshalber eine Übergabe gemacht hatte.

Subjektives Befinden allerdings: zwar dicker Kopf, keine Stimme mehr, Ohrensausen (nein, ich höre keine Stimmen, eher im Gegenteil, fast nix mehr!), relativ gute Laune. Natürlich müde ohne Ende.

Montag, 18. Juni 2012

Babylon

Wenn ich sonntags früh aufwache, schalte ich im TV BR alpha ein: Telekolleg, Fremdsprachenunterricht, Mathematik, nun ja, bei Mathe schlafe ich gerne wieder ein... und wachte gestern mit dem Beginn einer Sendung wieder auf: Aha, Faraday und die Elektrizität, sehr schön. Meine Äuglein gerieben und überlegt, in welcher Sprache das gerade erzählt wird. Ahja, Spanisch.

Der Beitrag war reich illustriert, was mangelnde Vokabelkenntnisse wieder aufhob, trotzdem wird mir immer klarer, dass ich eines Tages - vielleicht im Rentenalter - mein lang vergessenes Spanisch wieder beleben muss. Und ich erinnerte mich daran, dass die spanische Grammatik wesentlich einfacher zu begreifen war als es jetzt für mich die italienische ist.

Aber erstmal geht es natürlich wieder um die italienische Sprache!

Obwohl ich regelmäßig Lektüre lese, habe ich das Gefühl, vieles bereits Gewusstes bzw. Gekonntes wieder zu vergessen, Unsicherheiten, die längst verschwunden waren, bauen sich auf... Und ich habe doch für meinen Sprachkurs in Florenz Level B1 angegeben! Das kann mir zwar egal sein, es wird auf jeden Fall ein Einstiegstest gemacht, aber wozu Geld ausgeben für Wiederholungstaten, das in den Fortschritt besser investiert wäre?

Hier stelle ich stolz meinen neuesten Glücksgriff vor:

gramm.it - grammatica italiana per stranieri
con esercizi e testi autentici

Ein einsprachiges Grammatik-Lehrbuch, das die Grammatikkenntnisse von Anfang an neu aufbaut, sich dennoch an Lernende richtet, die bereits solide Grundkenntnisse haben müssen, um die Beispiele zu verstehen und die Übungen auszuführen.


Gestern Abend habe ich schon einmal zehn Seiten bearbeitet - und es hat mir Spaß gemacht! Endlich wieder Struktur in meinem Wildwuchs von Lernerei.

Sonntag, 17. Juni 2012

Fußball-EM

Ich freu mich, dass dies hier...


... so fix seine Empfängerin erreicht hat, so kann sie wenigstens heute den Abend "standesgemäß" feiern.

(Hoffen wir mal, dass Deutschland die Dänen besiegt und in die nächste Runde geht!)

Halbzeit-Update: Oh my god, ist das spannend! Kleines Dänemark mit starker Mannschaft. Das bedeutet noch mehr Daumen drücken!
Spielende - und Glück gehabt :-))

Verkaufsoffener Sonntag mit Blumenfest

Auch in halb krank braucht frau zwischendurch einen kleinen Tapetenwechsel...

Unter anderem in der Innenstadt war heute ein sogenannter "verkaufsoffener Sonntag", dieses Mal mit "Blumenfest". Also die Kamera geschnappt und in die City gefahren - trotz unklarer Wetterlage, viel Wolken und Wind, zwischendurch Sonne, aber es hat immerhin nicht geregnet.


Spitalerstraße mit geöffneten Geschäften.

Auch die Apotheke buhlte um Kundschaft.

Der "Blumendom" - für so viel Vorab-PR im TV ein wenig klein geraten...

...er bestand aus wunderschönen Gerbera.

So sah er von untendrunter aus.

So ganz nebenbei entdecke ich noch hübsche Kleinigkeiten.

Straßencafés waren gut besucht, trotz Wind.
Rathausmarkt mit Radfahrerveranstaltung.


Unser Rathaus, immer wieder schön.

Ach ja, das Blumenfest!
Wo keine Radfahrer versammelt waren, standen Zelte und abenteuerliche Blumendekorationen.

Heide- und andere Königinnen waren auch da.



Genug Blumen gesehen, ich musste raus aus dem Menschengedränge... Richtung Alsterarkaden:

... und unter den Arkaden hindurch.

Inzwischen taten mir meine Füße weh - sie sind irgendwie nicht kompatibel mit den Schuhen, wenn ich längere Wege mache - und ich wollte zurück. Hinsichtlich der Menschenmassen reichte es mir auch. Trotzdem war es ein netter kleiner Ausflug, der mir viele neue Eindrücke beschert hat.

Wer alle Fotos sehen möchte, klickt hier.

Samstag, 16. Juni 2012

Koinzidenz

1. bin ich gerade krank und damit für ein paar Tage cortisonpflichtig.

2. ist wegen des Infektes/des Hustens mein bevorzugtes Getränk ein medizinischer Bronchialtee. Zwei Sorten habe ich  im Hause, eine dritte hat die Chefdame stets in der Büroküche deponiert - für alle Fälle. Wenn ich krank bin, mag ich keinen Kaffee, was insofern bemerkenswert ist, als dass ich Kaffee-Junkie bin. Folglich trinke ich über den Tag verteilt mehrere Becher von solchem "Blümchentee".(Den sollte man nicht unterschätzen, denn "rein pflanzlich" ist auch pharmaologisch wirksam!)

3. sind gerade jetzt einige interessante Artikel bei Pharmama zu lesen, die sich mit den Alltäglichkeiten in einer Apotheke befassen betreffs Kundenberatung, Krankenkassenverträgen, Generika und kontraindizierten gleichzeitigen Einnehmens verschiedener Präparate. Obwohl sie aus einer schweizerischen Apotheke berichtet (und hier die Kundensicht), kommen in den Kommentaren und einem Gastbeitrag viele deutsche Leser zu Wort. (Lesetipp!)

4. las ich heute früh bei meinem ersten Becher Tee so ganz verträumt die Gebrauchshinweise - und stolperte geradezu über eine ausgewiesene Kontraindikation bei Cortisoneinnahme. Grund ist der im Tee enthaltene Anteil Süßholzwurzel (Lakritze! Erinnert sich noch jemand an den Zwischenfall mit der jungen Frau, die nach übermäßigem Lakritzgenuss ins Krankenhaus musste? Ging damals durch alle Medien, einen Link dazu müsste ich suchen.) und damit die u.U. gegebene Auswirkung auf den Kaliumhaushalt.

5. wollte ich sowieso gerade in "meine" Apotheke gehen, um das bevorzugte (auch pflanzliche) Mittel gegen verstopfte Nebenhöhlen zu besorgen.

So weit die Präliminarien.

Die Apothekenangestellte las meine Karte ein, holte das von mir gewünschte hervor, dann sagte ich, dass ich eine Frage hätte... während ich noch sprach, kam die Apothekerin/Frau des Inhabers (?) hinzu und übernahm mich und meinen Klärungsbedarf schließlich.

Die Frage war: Ich habe eine Kundenkarte, damit alle Einkäufe erfasst werden und der Computer auf eventuelle Unverträglichkeiten der Medikamente untereinander aufmerksam machen soll. Ist dieser Sachverhalt richtig? Antwort: "Ja."

Was sagt der PC zu diesem Bronchialtee? "Waschzettel" hervor geholt, auf dem ich die entsprechende Stelle markiert hatte.

Die Apothekerin prüfte alles sorgfältig, und wir führten ein nettes Gespräch mit folgenden Ergebnissen:

1. Bei solchen "Nebenprodukten" wie z.B. Teegetränken prüft das Programm nicht automatisch die Wechselwirkungen mit den (regelmäßig) verschriebenen Medikamenten. Dazu ist ein weiterer "Klick" des bedienenden Personals erforderlich. Jeder PC ist nur so schlau wie sein Benutzer. In diesem Falle brachte auch eine manuelle Prüfung keine Warnung zu Tage.

2. Die fachliche Ansage der Apothekerin lautet: Wenn keine Diuretika oder Blutdruckmedikamente eingenommen werden, müsste man Tee mit Süßholzwurzelextrakt schon literweise trinken, um in einen annähernd kritischen Bereich zu geraten.

3. Trotzdem suchte sie mir ein Aufgussgetränk mit Thymian hervor, das ich guten Gewissens trinken kann, während ich Cortison einnehme. (Es handelt sich um 4, maximal 5 Tage.)

4. Wir unterhielten uns noch über andere Medikamente, die sie mir früher empfohlen hatte und sie sagte, eine Rückmeldung von Kunden sei ihr sehr wichtig. Ebenso fand sie dieses Gespräch sehr interessant und aufschlussreich, einige Themen seien ihr wieder bewusst geworden, die man mit den Kunden häufiger besprechen sollte, leider fragen aber die meisten nicht nach. Und nun würde sie auch mit den Angestellten sich noch einmal darüber unterhalten.

Nachsatz: Weil ich die Beratung hier immer wieder so klasse finde, habe ich sie gegoogelt und bin selbst erstaunt über das angegebene Dienstleistungsspektrum. Neuwiedenthaler Apotheke

Freitag, 15. Juni 2012

Die Farben von Florenz

Nach zwei Blogposts über Gesundheits-Krankheits-Sachen ist ein anderes Thema fällig, also muss mein Buch herhalten, das ich gerade lese. Dieses Mal ein Glücksgriff und eine Empfehlung!

Rainer M. Schröder - Die Farben von Florenz - Pater Angelicos erster Fall - Knaur Taschenbuch

Wieder habe ich es mit einem historischen Kriminalroman zu tun, der wie mit einem Donnerschlag sofort in die Handlung einsteigt, genauer: in eine mittelalterliche Folterkammer.

Diese Szene entpuppt sich als "Schachtel" (Rahmenhandlung), innerhalb derer erzählt wird, wie der malende und häufig häretische Dominikanermönch Angelico einen vermeintlichen Mord, offensichtlichen Selbstmord, aufzuklären versucht.

Auffallend ist eine angenehm-stilvolle Ausdrucksweise des Schriftstellers, die gut zum mittelalterlichen florentiner Ambiente passt, ohne jedoch antiquiert zu wirken. Spagat gut gemeistert.

Ich habe das Buch im Moment zur Hälfte gelesen und nehme es gern immer wieder zur Hand. Der Spannungsbogen verliert sich hin und wieder innerhalb der Schilderungen des mittelalterlichen Florenz, von Ordensangelegenheiten oder Erklärungen der gesellschaftlichen Zusammenhänge (Medici!), der Roman wird dabei aber nie langweilig.

Da das Buch mit "... erster Fall" untertitelt ist, besteht Hoffnung auf mehr Krimis dieser Machart - aber zunächst werde ich diesen komplett verschlingen!

Bronchitis

Ich habe in der letzten Zeit vermutlich mindestens ein Mal zu viel gesagt, wie ich mich freue, dass ich seit Weihnachten keinen Infekt mehr hatte. Typisch. Vorgestern hustete ein Kollege... ist seither krank, und nun ich. Im Laufe des Vormittags wurde mein schon gestern vorhandenes Dauerräuspern zu einem handfesten Husten.

Am Nachmittag wieder das Übliche: Nehm ich's oder nehm ich's nicht, das Cortison. Ich werde nie Routine bekommen sondern immer wieder lange nachdenken... Als dann allerdings der Husten von tiefer unten kam und mir der Rücken zu schmerzen begann, war die Sache klar... Das Zeugs nützt so schnell, dass ich vermutlich nicht kranker werde sondern direkt wieder in Ordnung komme.

Und niemand wird etwas bemerkt haben, wenn ich Montag am Arbeitsplatz erscheine. Mein Chef wird annehmen, dass seine Fishermen's Friends die Wunderheilung ausgelöst haben - und nicht der Blümchentee, den ich literweise in mich hinein schütte. (Bronchialtee aus der Apotheke, ich liebe ihn. Und wenn er nicht direkt hilft, so schmeckt er mir wenigstens.)

Zähne

Gestern früh neuer Termin beim Zahnarzt. Ohne Betäubung, ich wollte hinterher ja ins Büro... Provisorium ab, beschliffenen Zahn mit Betäubungsgel etwas unempflindlicher gemacht, gefühlte tausend neue Abdrücke wurden angfertigt, allerlei herumgeschraubt am Implantat, Aufbau ab, anderer provisorischer Aufbau dran... der Doc zu seiner Tochter: "G. komm doch mal her, das muss doch als Nut und Feder passen, irgendwie funktioniert das nicht." Die Tochter: "Ach Papa, mach's einfach ab, bei Provisorien kommt das schon mal vor..." Ich: bin mit aufgesperrtem Mund am Kichern. Jetzt habe ich ein wunderfeines neues Zahnprovisorium und warte auf den nächsten Anruf der Praxis.

Mittwoch, 13. Juni 2012

Alltag

Gestern Abend nach der Tropfinfusion auf dem S-Bahnsteig Jungfernstieg über eine Stunde - die meiste Zeit davon stehend - auf meine Bahn gewartet: Irgendein Idiot ist im Gleisbett herum spaziert oder, was selbstredend schlimmer wäre, hat sich selbst nach dem Leben getrachtet. Mal wieder. In solchen Fällen wird das komplette Stromnetz der Bahn abgeschaltet. Ich war also kurz nach 19 Uhr im Hause, müde und hungrig, aber ohne jegliche Neigung zur Küchenarbeit. Also Kaffee und ein Keks, Ende.

Online-Banking gemacht und hinterher meine PC-Technik mit allerlei aktuellen Updates versehen, unnützen Kram de-installiert, Dateien zwischen Netti und PC hin- und her kopiert, so Zeugs eben.

Heute der erste Tag "nach Herrn X" im Büro. Noch geht es ja alles... habe aufgehört, mich vorauseilend verrückt zu machen, ich habe auch so genug zu tun. Unser Chef ist froher Stimmung, obwohl die Chef-Familie ihren Dublin-Kurzurlaub aufgrund der aktuellen Lage in der Firma verschoben hat auf März 2013. Aer Lingus hat pro Person Euro 70,00 für die Umbuchung kassiert.

Seitdem unsere Firmen-Liebesvögel sich geoutet haben, ist alles ganz entspannt. Ja, sie haben sich schließlich doch noch "gekriegt", einer hat eine Entscheidung getroffen. Irgendwie freuen sich alle mit und es wird immer lockerer bei uns. Und ich bin plötzlich "per du" mit Leuten, die ich seit zehn, vierzehn Jahren sieze. Lustig ist die Umstellung, weil sich fast jeder immer mal wieder verspricht.

Vormittags ein Anruf aus der Zahnarztpraxis, ich möge doch bitte morgen früh kommen. 7.30 Uhr, hinterher kann ich in die Firma, eine Aktion ohne Betäubung, Anpassen des "Gerüstes", na ja.

Am Abend meine Apotheke reich gemacht: 38 Euro für alle verordneten Medis plus Antihistaminikum.

Morgen kommen hoffentlich die "Untersetzer" für meinen kleinen Korbsessel, damit ich ihn an seinen Bestimmungsort befördern kann. Ich muss mal sehen, wo ich ein passendes Sitzkissen bekomme. Außerdem brauche ich dringend neue Pflanzen für draußen, manches von meinem Grünzeug mag nicht mehr, muss ersetzt werden: Immerhin ist Juni, wenig Sonne, reichlich Regen.

Gleich Fussi gucken, hoffentlich wird dieses Spiel interessanter als das vom Sonnabend, da hatte ich glatt die letzten 20 Minuten verschlafen! (Gottseidank war das Tor vorher gefallen, so dass ich es noch mit erlebt hatte.)

Montag, 11. Juni 2012

Antiquitäten

Oder einfach "alter Krempel", je nach Betrachtungsweise.

Den Flyer mit der Ankündigung des Lagerverkaufes drückte uns jemand kürzlich bei unserem Flohmarktbummel in die Hand. Die Tochter und ich haben mittlerweile festgestellt, dass wir gerne gemeinsam alte Dinge anschauen, auch hin und wieder ein Schnäppchen machen, was nicht heißt, dass wir nun Antiquitätensammler wären. Dazu würde uns mithin auch der Topf voll Gold fehlen. Aber wir waren doch neugierig und machten uns nach einem gemütlichen Sonntagsfrühstück auf den Weg in den Hamburger Freihafen.

Das Unternehmen, welches an nobler Adresse ein reguläres und vermutlich auch teures Geschäft betreibt, muss hier sein Lager räumen:



Mit einem Lastenaufzug wurden wir in den 5. Stock gebracht, wo uns ein wahres Wunderland erwartete:

Alte Küchenbuffetschränke gab es zu bewundern.

Und ein altes Spinnrad.

Ein wundervoller Apothekerschrank.


Hier sitzt ein uralter Teddybär.


Dieses (Original-)Gemälde kommt nun bei der Tochter an die Wand.

Der Maler dieses Bildes (es ist signiert, aber nicht leserlich) ist uns unbekannt, aber es ist eindeutig eine impressionistische Hafenansicht. Und wir haben gut gehandelt!

Meine Errungenschaft ist noch nicht abgelichtet. Ich fand einen kleinen (und sehr bequemen) Korbsessel für mein kleines Zimmer. Er bekommt noch Unterlegeschalen von mir, damit er auf dem Teppich gut rutschen kann, und ich werde ein passendes Sitzkissen aussuchen. Über diesen Sessel freu ich mich sehr!

Und, während wir mit einem Becher Kaffee in der Hand uns weiter umsahen (es gab ein kleines Kaffee- und Keksbuffet dort), machte ich gleich noch einen Fang: Es lag dort ganz einsam ein Jahreswandteller der "Königlich-Dänischen Porzellanmanufaktur" herum, das konnte ich nicht zulassen! (Aus dieser Manufaktur habe ich - wenngleich aus anderen Serien - Wandteller, die seit vielen Jahren im Schrank lagern. Es wird Zeit, dass ich renoviere und sie wieder aufhänge.)

Offenbar bin ich so etwas wie eine Fachfrau für Glas- und Porzellandinge, das habe ich jetzt wiederholt festgestellt, und das macht mächtig Spaß!


Das gute Tochterkind hat alles ins Auto verfrachtet, und dann ging es erstmal in ein Eiscafé!

Freitag, 8. Juni 2012

Tod und Teufel

Schon länger bin ich voller innerer Unruhe, habe so viel zu tun, aber auch so viel, womit ich mich in meiner Freizeit beschäftigen möchte, dass ich irgendwie einen Zustand erreicht habe, in dem ich von allem ein bisschen mache, aber niemals genug, um zufrieden zu sein. So in Richtung ein bisschen lernen, ein wenig gärtnern, manchmal Küchenexperimente... Ich möchte gern öfter wieder unterwegs sein - aber auch mehr Haushaltsdinge schaffen. Und unbedingt wieder lesen, ganz ohne zu lernen, einfach zur Entspannung, ohne tieferen Sinn und Zweck.

Hier liegt, und so geht es wohl so manchem, ein Haufen ungelesener Bücher, die meisten aus meinem seit einigen Jahren bevorzugten Bereich der historischen Romane.

Bei meinem letzten Gang durch die Buchhandlung schien es "kauf mich!" zu rufen - und ich bin ganz sicher, dass ich genau dieses Buch dem Töchterlein vor einiger Zeit schenkte. Aber egal (auch wenn wir ansonsten natürlich kreuz und quer tauschen) - ihr Buch liegt in Dublin und ich bin hier :-)

Frank Schätzing - Tod und Teufel - Taschenbuch - Goldmann-Verlag

Ein Kriminalroman aus Köln im Jahr 1260. Es gibt nicht allzuviele historische Romane aus dem deutschen Mittelalter, also stürzte ich mich auf dieses Lesevergnügen: Vier Tage, in denen es um Leben und Tod geht, rasante Szenen, immer wieder unterbrochen von langatmigen historischen Erklärungen und philosophischen und psychologischen Weltbetrachtungen der Protagonisten. Immer dann, wenn mich die Leselust zu verlassen drohte, wurde die Handlung flott vorangetrieben. Schade. Normalerweise lese ich Frank Schätzing sehr gern (wer kennt ihn nicht, den "Schwarm"?), dieses Buch bekommt von mir nur eine 3+ bescheinigt.

P.S. 10.06.2012: Das Buch der Kleinen liegt inzwischen bei der Großen, die sogleich rückmeldete, dass es ihr ebenfalls zu langatmig ist und sie nicht recht voran kommt.

Schade...

... am Dienstag hat er seinen letzten Arbeitstag bei uns. Heute morgen hat mein Chef das offiziell gesagt. Schade, schade, schade. Einer der nettesten und fröhlichsten Kollegen, mit denen ich je zusammen gearbeitet habe. Dieses Mal war ich allerdings so frei, umgehend bei meinem Chef Unterstützungsbedarf durch Herrn F. (oder gleichwertigen - den gibt es nur nicht!) Kollegen anzumelden - aus Gründen, die hier zu umfangreich zu schildern wären. Inwieweit mir das gewährt wird und wie es überhaupt im Alltag weitergehen wird, muss ich auf mich zukommen lassen. (Zu Hilfe, ich bin jetzt schon am "Absaufen" ...)

Es ist seit längerer Zeit ein großes Problem, qualifizierte Fachkräfte zu bekommen. Zwei große Anzeigen in zwei hiesigen Tageszeitungen führten zu genau zwei Bewerbungen/zwei neuen Mitarbeitern. Der dritte kam durch persönliche Empfehlung. Mit ziemlicher Sicherheit bleibt dieser Handwerksmeister-Büroposten unbesetzt, bis der Junior in einigen Jahren soweit ist...

Kaffee mit Trinkhalm

Eigentlich sollte ich heute das Ersatzteil montiert bekommen.

Ah ja, der Eckzahn muss noch ein wenig "radiert" werden, was ist das denn? Kleine Spritze, (kein blauer Traum, kleiner Tiger immer noch krank<--- das war ein Insider), mächtig herumgeschliffen am bereits provisorisch überkront gewesenen Eckzahn.

Die flache Abdeckschraube vom Implantat ausgetauscht gegen den metallenen Aufbau.

Brücke drauf, nein, passt nicht!

Neue Abdrücke gemacht, provisorische Brücke (schon hierbei ein heftiges Fremdkörpergefühl!) gefertigt und eingesetzt bekommen.

Zum Trost den kleinen "Empfangsblumenstrauß" von Frau Dr. Gesa mit ins Wochenende bekommen.

Es folgen: Zwei Termine dieses Mal. "Gerüstanprobe" - wie immer das funktioniert - und Endmontage. (Ja, das ist Installateurssprache, der Alltag färbt ab.)

Jetzt: Halbes Gesicht ist betäubt, das kenne ich..., deshalb gibt es in diesen Situationen immer Kaffee mit Trinkhalm. Werde gleich mal einen Keks einstippen. Denn: Ich habe Hunger! (Cousine abgesagt. Was soll das, wenn ich doch nicht sprechen kann?)

Donnerstag, 7. Juni 2012

Cupcakes, erster Versuch

Gestern Abend die ersten Cupcakes meines Lebens gebacken, heute früh schnell vier Stück dekoriert und im Büro "uns vier Mädels" probeessen lassen. Überlebt haben wir es ganz sicher, und die Teile waren auch ganz lecker, aber...


...ich bin noch nicht wirklich zufrieden, es besteht Optimierungsbedarf. Und im Kochblog verewige ich dieses Experiment, so bald ich Zeit dafür finde. Diese rennt mir nämlich im Moment andauernd davon.

Im Büro gibt es in Kürze eine Veränderung von der Art, die mir nichts einbringen wird außer einem Drittel viel, viel der Arbeit eines Kollegen. Und an diesem Wochenende muss ich mir unbedingt noch Gedanken darüber machen, welche Informationen ich mir zusammen stellen (lassen) muss - sonst sieht es düster aus in den nächsten Wochen? Monaten? Jahren?

Dienstag, 5. Juni 2012

Blühende Überraschung

Seit ein paar Tagen ist sie wieder da, die sogenannte "Schafskälte", ein bisschen eher als normal. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, so ändert sich das Leben mitunter,  bin ich recht froh um dieses Wetter. Es bekommt meiner Gesundheit einfach besser, wenn die Temperaturen unter 20°C bleiben, es auch hin und wieder etwas regnet oder weht.

Andererseits freue mich mich natürlich über ein paar freundliche Sonnenstrahlen und habe rein zufällig vorhin die einzigen des Tages erwischt, die meine frisch erblühten Pflanzen förmlich leuchten ließen:





Ich habe heute von achteinhalb Arbeitsstunden sechs mit einer riesigen Excel-Liste verbracht, die ich komplett neu aufbaue. Das ist eine rechte Strafarbeit, aber ich tu es für mich, mit der Vorgängerversion habe ich zehn Jahre lang gearbeitet, ich habe es damals schon richtig gemacht und werde es auch künftig so halten: Diese Liste lässt mich jederzeit intern und extern aussagefähig sein, liefert mir fünfhundertfache Vertrags- und Verwaltungsdetails wann immer erforderlich auf den Monitor. Um aber damit arbeiten zu können, muss sie nun, nach dem Erhalt frischer Verträge komplett neu gezaubert werden...

Jede Stunde bin ich ein Mal aufgestanden, herumgegangen, habe mich gedehnt und gereckt... gegen Rückenschmerzen und damit ich nicht wie gestern Abend wieder Krämpfe in den Beinen bekomme. Nach sechs Stunden war ich quasi blind wie ein Maulwurf... Nebenbei ein bisschen Tagesarbeit, dann der übliche Dienstagsweg in die City...

Und ich habe nichts mehr von dem gemacht, womit ich eigentlich meinen Feierabend hatte verbringen wollen. Dabei türmen sich hier Dinge für ein experimentelles Backvergnügen, dass noch in dieser Woche probegekostet werden sollte!

Sonntag, 3. Juni 2012

Kleiderschrank

... ausräumen, aufräumen, sortieren, manches wegwerfen, einiges beiseite legen.

Wie war das noch gleich: Was man zwei Jahre lang nicht getragen hat, wird man auch nicht mehr tragen? Ausmisten fällt schwer, echt jetzt. Trennungsschmerz.

Samstag, 2. Juni 2012

Zwanzig Jahre später

Normalerweise gönne ich sonnabends meiner Haut und meinen Augen eine Ausruhpause vom täglichen Make-up. Ich habe keine Ahnung, warum ich heute eine Ausnahme machte und mich wunderfein zurecht machte, vielleicht aus Routine, vielleicht auch nur aus "Spaß an der Freund", sei's drum.

Im Supermarkt traf ich Frau "das Jahr ist wieder um", die früher auf Bio-Öko-Trip war und vehement gegen Tu.-Plastikdosen zu Felde zog. Meine Kinder werden jetzt wissen, von wem ich spreche. Wir standen also eine Weile mit unseren Schiebewagen als quasselndes Hindernis in den Gängen, wobei ich hauptsächlich nach ihren Töchtern fragte - und ihrem Oma-Dasein. Die ältere Tochter hat einen 20-monatigen quirligen Jungen, die jüngere - nun ja, hat wohl nicht viel Lust auf ihre Mama und lebt in ostdeutscher Hansestadt. - Hier war ich das erste Mal froh, heute besonders gut auszusehen. Frau B. hatte das übliche Outfit, Schlabberdies und Schlabberdas, dazu Hängehaare und Faltengesicht. Und hat garantiert kein Internet und keine Ahnung von meinem Blog.

Als ich mich zu meinem zweiten "Ausflug" aufmachte, traf ich auf dem Bahnsteig Frau Rothaar "wir sind ja so gut drauf und haben immer etwas zu lachen" in Begleitung einer Freundin auf dem Wege zu einer Veranstaltung. Boah, wieder war ich froh, dass ich gut aussah - und keine leuchtenden langen Haare habe. Wir unterhielten uns einige Zeit - natürlich wieder über unsere Kinder. Dass Frau A. nun beim Berichten diverser Dramen ständig lachte... das war schon immer ihre Art, über Probleme zu sprechen... befremdlich.

Ich stelle fest, dass alle die früheren Wunderkinder, die selbstverständlich ein 1er Abi haben (stimmt nicht ganz, hört sich aber so an), inzwischen alle zwischen 20 und 30 Jahre alt sind, sehr wohl Probleme haben, beruflich Fuß zu fassen. Das sage ich ohne Häme, es waren alles ganz normale Kiddies, und wir (alleinerziehenden) Frauen haben uns jahrzehntelang alle erdenkliche Mühe mit ihnen gegeben - jede auf ihre eigene Art.

Es ist etwa 20 Jahre her, dass ich sowohl mit der einen als auch der anderen Frau befreundet war, aus verschiedenen Gründen sind wir es heute nicht mehr. Aber wenn wir uns begegnen, unterhalten wir uns und interessieren uns hauptsächlich für den Werdegang unserer Kinder.