Samstag, 29. Oktober 2016

Ausgetrickst

Oh. Man kann mich überlisten

Mail von thalia.de mit Sonderangebots-DVDs. Verglichen mit amazon - viel besserer Preis (Outlander...). Versandkostenfrei, wenn ein Buch dabei ist... schnell noch ein Buch angeklickt.
Buchkaufsperre? Reingefallen.

Zustellung ist in die Firma veranlasst, dann habe ich kein Problem damit.

("Buchkaufsperre" bedeutet, dass ich erstmal keine neuen Bücher mehr kaufen wollte...)

Eingeheckt :-)

Es ist vollbracht.

Meine Terrasse hat eine Hecke. Viel mehr, als ich wollte - Männer! Wozu hatte ich eigentlich Markierungen angebracht? Aber egal jetzt, das nächste Thema kann ich aus meinem Kopf verbannen.

Und mich auf das Frühjahr freuen, wenn meine Blumenzwiebeln Leben zeigen werden.
Danach dann hier und dort schöne neue Pflanzen setzen.

So sieht es jetzt aus:


Fertig

Aktvierung des Online-Banking, letzter Akt:

Inzwischen könnte ich ein Buch schreiben. Oder schreien: "Ich bin drin!" Und kann sogar etwas überweisen.

6 Wochen Zeitaufwand
2 Anträge
8 ausgedruckte Seiten Mails
4 verschiedene Aktivierungsbriefe der Bank
1 Telefonat mit der Filiale
1 Mail an die Hotline
2 Telefonate mit der Hotline

FERTIG

Die Kontonummer existiert seit mehr als fünf Jahrzehnten und muss, um heutigen Standards zu entsprechen, mit Nullen aufgefüllt werden. Leider war sich die Bank mit sich selbst uneins, ob die Nullen VOR oder HINTER der Nummer eingefügt werden mussten. Damit war der erste Antrag nicht zuordnungsbar gewesen.

Der Bearbeiter in der Zentrale in der City (wo ich der Einfachheit halber hinging/hingehe), war sehr freundlich, sehr engagiert, hatte mich aber nicht ausreichend aufgeklärt über die Besonderheiten der Freischaltung bei dieser Bank:

WENN die Aktivierung endlich klappt, kommen nacheinander zwei Briefe. Einer mit einer Teilnehmernummer, einer mit einer PIN. So weit, so klar. ABER es kommen - ebenfalls zeitversetzt - noch zwei Briefe! Einer mit einer Nummer für die mobileTAN und einer für die photoTAN. Wobei mir nicht klar war, wozu der Bearbeiter die photoTAN auf dem Antrag angekreuzt hatte.

Die photoTAN dient der Nutzung des Smartphones ("oder anderer Geräte") für Bankgeschäfte. Da ich dieses Konto auf gar keinen Fall vom Handy aus bearbeiten möchte - aus Sicherheitsgründen - also für mich überflüssig. Im Brief stand, man möge ihn gut verwahren, um später Geräte damit zu aktivieren.

Ich habe also die mobileTAN aktiviert und wollte die erste Zahlung tätigen - sperrt mir das System diese Funktion mit Hinweis auf  nicht aktivierte photoTAN!!!

Gute fünfzehn Minuten hing ich in der Warteschleife der Telefonhotline... mein Anliegen erklärt. Dort wurde mir gesagt, dass der Aktivierungsbrief nur zwei Wochen Gültigkeit hat. Das steht nicht im Brief. Ich dachte, ich könnte mir die Nutzung evtl. für einen langen Zeitraum vorbehalten (man weiß ja nie...). Ich habe diese Funktion herausnehmen lassen. Nun funktioniert alles.

Die vier Briefe sind geschreddert und weg.

"Ich habe fertig." - Ho finito.

Dienstag, 25. Oktober 2016

Vom Versuch, das mütterliche Online-Banking zu aktivieren

Nächster Akt.

Heute Abend war nun Brief 2 von 2 zwecks Anmeldung in der Post.

Gleich mal eingeloggt, schließlich liegt mir hier eine Rechnung zur Bezahlung vor... wird mir das Konto angezeigt mit Kontostand +0,00 und null Umsätzen.

Nun kenne ich aber so in etwa den Kontostand und auch die Umsätze der letzen Wochen/Monate...

Hotline angerufen, das Mädel hat hin und her nachgefragt. Auskunft: Technische Störung. Ist seit einiger Zeit bekannt und sollte längst behoben sein. Abhilfe: Keine. Immer mal wieder versuchen. Ich würde inzwischen gerne mal Erfolgsmeldung machen...

Unglaublich, das alles.

Montag, 24. Oktober 2016

Der Remittendentisch

Der "Remittendentisch" wurde ja schon häufiger von mir genannt auf die Frage, warum ich gerade dieses Buch gelesne habe.

Dieser mysteriöse Tisch mit den "preisreduzierten Mängelexemplaren," deren einziger Mangel meist eine Markierung am unteren Buchschnitt oder eine Prägung auf der Rückseite ist, dann aber dafür sorgt, dass ein Buch (nein, Bücher! viele!) zu einem Bruchteil des Ladenpreises (wir haben für Bücher eine Preisbindung!) verkauft werden darf, stellt eine Verlockung dar:

Angesichts des "Schleuderpreises" ist die Kauf-Hemmschwelle deutlich herab gesetzt.

Ähnliches gilt für Buchversender wie arvelle.de - dazu gleich mehr.

Bei herabgesetzter Kauf-Hemmschwelle ist die Versuchung, ein Mal mehr zuzugreifen, auch Autoren und Themen in Erwägung zu ziehen, die sonst nicht meinem Beuteschema entsprechen, exponentiell.

Meistens mache ich Glücksgriffe, teilweise treffe ich eine bessere Wahl als im normalen Buchhandel. Vor allem (aber nicht nur) finde ich Kriminalromane von namhaften Autoren, von denen ich jetzt zum ersten Mal etwas lese. Den einen oder anderen Namen sollte ich mir merken.

Arvelle.de ist nochmal ein stärkerer Kaufanreiz: Ein virtueller Remittendentisch, der für mich - vielleicht suche ich auch besonders danach - vor allem Fantasy und verwandte Genres bereit hält. Ebenfalls zum Schleuderpreis kann man hier große Buchpakete erwerben... Verführung pur.

Schreibe ich hier also, mein Lesegrund sei "ein Griff vom Remittendentisch" gewesen, bedeutet das auf jeden Fall, dass hier etwas oder jemand Neuland für mich war.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Gelesen: Im Bann der Dämonin

Im Bann der Dämonin von Stephanie Chong
Amerikanisches Original "The Demoness Of Waking Dreams"
MIRA Taschenbuch, Harlequin Enterprises GmbH
ISBN 978-3-86278-730-2

Warum dieses Buch? Schon wieder hat der Tisch mit den Mängelexemplaren Schuld.

Klappentext:
"Der Excop Brendon Clarkson ist ein Engel auf geheimer himmlischer Mission: Er soll die gefährliche Dämonin Luciana Rossetti gefangen nehmen, während sie beim alljährlichen Erlöserfest in Venedig auf ihr nächstes Blutopfer lauert. Getarnt als Tourist, lockt Brendon die grünäugige Femme fatale in die Falle. Doch sie entfacht ein leidenschaftliches Verlangen in ihm, dem er nicht widerstehen kann. Und er erkennt in ihren Augen, dass sie für ihn genauso empfindet. Aber den Kampf zwischen den Mächten des Lichts und der Finsternis kann nur einer von ihnen gewinnen …"

Die Geschichte spielt überwiegend in Venedig, was der Erzählung eine dichte Atmosphäre verleiht. Sie beginnt damit, dass Luciana in der Erlöserkirche gerade dabei ist, sich ihr alljährliches Opfer auszusuchen, als Ihr Blick auf Brandon fällt, den eine Aura von Macht umgibt.

Luciana braucht ihr jährliches Opfer, um ihr unsterbliches Dämonendasein in der Villa Rossetti leben zu können, es ist ihr Preis, den sie für ihre Freiheit zu zahlen hat. Die Freiheit, Böses zu tun, Gift zu mischen, zu morden.

Für Männer ist sie die fleischgewordene Verführung schlechthin, und auch Brandon scheint ihr erliegen zu wollen.

Brandon ist ein mächtiger Schutzengel mit dem Auftrag, Luciana festzusetzen und mitzunehmen zur "Kompanie der Engel."

Dabei kommt ihm nicht nur ein anderer mächtiger Dämon in die Quere, seine Engel-Supervisorin Arielle, seine eigenen ständig wiederkehrenden Träume vom Moment seines irdischen Todes - sondern auch die besondere Anziehungskraft, die zwischen Luciana und ihm besteht, sie ihn in seinen Träumen heimsucht und zu verführen trachtet.

Seit über zweihundertfünfzig Jahren bewegte sie sich mit einzigartiger Finesse durch diese Stadt. Sie glitt durch die Straßen wie ein Schatten und besorgte sich, was sie brauchte, kostete jede ihrer Taten im Schutz der Dunkelheit aus. Sie hatte sich aus der Hölle befreit und ihren Haushalt neu gegründet.
Diesen Haushalt hatte sie mit der Würde geführt, die ihrem nobeln Namen angemessen war.

Niemals zaudernd, niemals zögernd, niemals bedauernd.
Allerdngs hatte sich mit dem Auftauchen dieses verdammten Eindringlings von Engel alles geändert.
Luciana verabscheute Veränderung. Sie musste etwas gegen diesen Engel unternehmen.
Und zwar schnell, denn ihr lief die Zeit davon.
"Irgendwann musst du auch mal schlafen," murmelte sie und spähte aus dem Fenster hinaus in die Dunkelheit, wohl wissend, dass er da draußen war. "Und wenn du schläfst werde ich da sein."

Es ist das erste Mal, dass ich ein Engel-und-Dämonen-Buch gelesen habe. Es ist sehr gut, einfühlsam und spannend geschrieben, tatsächlich ließ es sich kaum aus der Hand legen. Gestört haben mich die ein wenig zu ausführlich beschriebenen Sexszenen, wenngleich sie unbedingt zur Handlung gehörten.

Ein Buch über den Kampf zwischen Gut und Böse, Liebe, Verlust und Hoffnung mit offenem Ende.

Insgesamt habe ich es recht gern gelesen.


Freitag, 21. Oktober 2016

Vielleicht?

Online-Banking Freischaltung bei der Commerzbank.

Vielleicht klappt es ja jetzt?

Die Kontonummer meiner Mutter ist sehr alt - aus den frühen 60er Jahren... und muss aus Gründen der Kompatibilität mit Nullen aufgefüllt werden. Das müsste der Grund sein, warum das alles nicht funktionierte.... Teilweise wurden die Nullen vor die Nummer gesetzt (falsche IBAN - aber alle Überweisungen gingen problemlos raus!!!), dabei gehören sie drangehängt...

Nochmal neue Formulare unterschrieben abgeliefert, mal sehen, wie es jetzt weitergeht!

Verärgert

Meine Hausarztpraxis ist schon sehr speziell... Ich wollte mir heute meine Grippesschutzimpfung abholen... klebt mal wieder ein Zettel an der Tür, dass die Praxis heute geschlossen ist.

Jedes einzelne Mal, wenn ich diese Praxis brauche, gibt es ein Problem. Ob ich mir doch eine andere suchen muss?

Garten & Wespen

Anscheinend oder scheinbar (man beachte den feinen Unterschied!) muss man dem Hausmeister gelegentlich mal auf die Füße treten (?).

Gestern neue Mail geschickt und heute früh Antwort plus zwei Stunden später Anruf  bekommen... der Gärtner ist aktiviert, man hat sich meine Terrasse gemeinsam angeschaut, die Hecke wird gepflanzt. Ich habe darauf aufmerksam gemacht, dass eine Hecke ja auch ein Windbrecher ist (bisher war meine Terrasse ja sehr schön windgeschützt gewesen... jetzt, so kahl und leer, nicht mehr). Soll also demnächst passieren, Auftrag an die Gartenbaufirma soll raus sein. (Und der seltsame Nachbar zur Linken, der mich nur knapp grüßt, bekommt seine Trennwand auf der Terrasse... Ich habe, ohne je mit ihm gesprochen zu haben, das Gefühl, dass er sich nicht wohl fült ohne "Sichtschutz" aus meiner Richtung.)

Dieser Nachbar in der Mittelwohnung scheint sehr speziell zu sein, hat die ersten Monate mich nicht gegrüßt... ich habe "irgendwie" das Gefühl, er mag es nicht, dass mein "Wildwuchs" zwischen unseren Terrassen jetzt verschwunden ist... er hat seinen kleinen Garten sehr liebevoll angelegt und bekommt jetzt wohl eine Trennwand (s.o.) auf die Terrasse, obwohl ich  nie "geglotzt" habe. Aber das unterstütze ich ja auch bei Herrn H. (HW). Alles wird gut.

Wespen... unklar. Ob das nicht nur passiert sei, weil mein Licht................blafasel.
Nein, die Tierchen kommen auch rein, wenn ich früh um halb fünf mein Fenster öffne - ohne Licht. Die Schädlingsbekämpfungsfirma wurde - sagte der HW - nochmal angesprochen. Immerhin habe ich die Telefonnummer bekommen.

Es ist ja auch im Interesse der Genossenschaft, dass ich mein Schlafzimmer richtig lüften kann ... (von Berufs wegen kenne ich ja die eine oder andere Problematik).

Gestern früh eine Nachbarin getroffen, die mit mir S-Bahn gefahren ist,  die offenbar auch ein Wespenproblem hat (was dem HW nicht bekannt war).

Es bleibt interessant.

Dienstag, 18. Oktober 2016

Italienische Gewürze

... abgefüllt für meine Mutter.


Ich versorge ja mit Begeisterung meine gesamte Familie damit... meine Vorräte angesehen und beschlossen, dass ich SPÄTESTENS 2017 nach Rom fliegen muss... Diese Gewürze sind nur echt vom "mercato di campo de' fiori"...

Beantragung des Online-Banking

... nächster Akt:

Die Kontonummer meiner Mutter ist sehr alt, datiert aus der Zeit, in der mein Vater erstmalig zur Eröffnung eines Gehaltskontos aufgefordert wurde, weil sein Arbeitgeber die Lohntüten abschaffte - ich denke, das muss Mitte/Ende der 60er Jahre gewesen sein.

Die Nummer ist also kurz und bankintern angeblich ungültig (obwohl auf diesem Konto regelmäßige Bewegungen stattfinden). Sogar die Umschlüsselung zur IBAN war fehlerhaft, weil bei der IBAN automatisch Nullen VOR die Nummer gesetzt wurden - anstatt hintendran. So die Erklärung. Keine Ahnung, ob ich das glauben soll.

Nun ist die selbe Nummer mit veränderter Nullen-Ergänzung genommen worden, um die Formulare neu zu erstellen, welche wir nun wieder zu unterschreiben haben. Bekomme ich morgen die Unterschrift meiner Mutter, stehe ich Donnerstag wieder bei der Bank.

Die Entschuldigungen sind professionell (mache ich in meinem Job selber so, etwas Anderes bleibt einem Angestellten kaum übrig), und ich bin dem freundlichen und bemühten Mitarbeiter nicht böse. Aber sauer auf das C-Bank-System. Diese Nummerngeschichte hätte ein anständiges Computerprogramm längst reklamieren müssen.

Es bleibt zumindest interessant.

Mithin dauert das bisher erfolglose Prozedere jetzt fünf Wochen.

Freitag, 14. Oktober 2016

Lebensqualität und Arbeit

(Ich schreibe manchmal etwas für einen geschlossenen Bereich "Chronisch krank & Lebensqualität" - und da es diese meine Texte nun mal gibt verankere ich sie, leicht modifiziert, auch hier. Neues Label = LQ (für Lebensqualität)

Ich war heute die meisten Stunden total allein im Büro und hoffnungslos überlastet: Meine Kollegin ist im Urlaub, freitags ist meine Chefdame nie anwesend... und alle Männer hatten Termine und fuhren irgendwo in der Weltgeschichte herum.

Ich mache Auftragsbearbeitung und nehme 99% aller eingehenden Telefonate an, habe natürlich auch selber Gespräche zu führen... Als Handwerksbetrieb gibt es auch dringende Fälle, Notdiensteinsätze usw.

Durch die Abwesenheit der Kollegin habe ich also gerade alles für zwei Abteilungen bzw. vier Kollegen, und besonders ein Bereich ist unglaublich papierintensiv. (Ich verzichte auf ein Foto, weil mein Chef möglicherweise etwas dagegen haben könnte.)

Dadurch, dass der Freitag immer nur ein halber Arbeitstag bei uns ist, muss ich natürlich (und ich arbeite sowieso immer schon schnell) alles ein paar Umdrehungen schneller machen.

Und das ist der Knackpunkt:
Steigt der Arbeits-/Zeitdruck, bleibt mir nämlich langsam und sicher immer mehr die Luft weg. (Abgesehen davon, dass ich meine Wege durch die Räume immer noch viel zu schnell gehe und hinterher mich selbst schnaufen höre!) Also je größer der Druck, desto weniger die Luft. Was außer mir niemand bemerkt. Aber ich bin ja auch wichtig! In dem Moment, wo ich das feststelle - und hier kommen wir dann auch zur Lebensqualität! - mache ich einen Moment lang erstmal gar nichts und besinne mich. Am Ende des Arbeitstages spielt es doch keine Rolle, ob ich einen Zettel mehr oder weniger bearbeitet habe, so lange die wichtigsten Dinge erledigt sind.

Ich "fahre mich runter." Ganz bewusst. Dann geht es auch wieder mit der Luft. Schluck Kaffee oder Wasser, tief durchatmen, beim nächsten Anrufer lächeln und betont geduldig sein...

Schön wär's... Ich habe nämlich seit über 20 Jahren ein Knie "mit Macke" - lt. Orthopäden inoperabel, auch nicht dramatisch - aus ärztlicher Sicht. Aber es kommt vor, dass sich irgendwelche Bändergeschichten im Gelenk verklemmen, das schmerzt nicht nur ungemein, sondern legt mich auch total lahm, ich kann dann nicht einen einzigen Schritt gehen. Es gibt so Momente, da will sich etwas einklemmen, es "schnappt" plötzlich irgendwas FAST zu - und im letzten Moment rückt alles wieder an seinen Platz. Alles gut, Glück gehabt, Knie ist etwas empfindlich hinterher, aber das geht vorbei. Kenne ich alles.

Der langen Rede kurzer Sinn: Ich glaubte mich also beruhigt zu haben, bekam prima Luft, die Arbeit lief - da sagte mein Kniegelenk kurz "Hallo!" zu mir. Ich sehe es als Warnung.

Lebensqualität? Na klar, es ist alles sehr gut gegangen und ich sitze zuhause mit einem Gläschen Wein, während ich Euch das erzähle.

Lebensqualität bedeutet eben auch, auf sich zu achten...

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Was, verdammt noch mal, läuft falsch in unserem Schulsystem?

Durch Zufall bin ich eben auf einen interessanten und nachdenklich machenden Text gestoßen, den ich einfach nur mal hier festtackern möchte.

Einiges erinnert mich... anderes, so hoffe ich, wird die Tochterfamilie besser machen als geschildert... fünf Jahre noch, dann geht es los. Puh.

Wespen

Immer, wenn ich mein Schlafzimmerfenster nachts oder frühmorgens auf "Kipp" öffne, scheinen ganze Wespenfamilien hier einzuziehen. Mache ich nämlich danach das Licht an, kurven sie um die Lampe... grusel.... aber nicht nur zwei oder drei...........

Da bleibt mir völlig panisch nur mein Staubsauger - morgens um fünf. Vermutlich freut sich darüber mein Nachbar über mir? Vielleicht habe ich ein Wespennest in der Hecke unter dem Fenster?

Nachtrag vom nächsten Tag:
Manchmal ist man ja betriebsblind. Der Anstoß von jemandem genügte für einen "Klick" im Kopf bei mir... ja klar. Hausmeister hat dann offenbar sofort nach Eingang meiner Mail eine Firma beauftragt, deren Mitarbeiter mich umgehend im Büro anrief... sich sofort nach Ortsbesichtigung wieder meldete und berichtete, das Wespennest sei im 4. OG in einer Mauernische. Nun wird es einen Moment dauern, bis ein Termin mit den Mietern im 4. OG abgesprochen ist... und ich bekomme einen neuen Anruf, sobald ich wieder gefahrlos mein Fenster öffnen kann.

Immer noch kein Online-Banking für die alte Dame

Erinnert sich noch jemand an mein geschildertes Problem, die Zugangsdaten für das Online-Banking des Kontos meiner Mutter zu bekommen?

Außer vielen Versprechungen des Bearbeiters, der sinnigerweise derzeit offenbar im Urlaub ist, ist nichts weiter passiert.

Neue Mail an seine Kollegin ist eben raus. Das Theater dauert jetzt schon vier Wochen!

Jetzt gebe ich denen noch den Rest dieser Woche Zeit, dann stehe ich wieder dort am Tresen..

Update am nächsten Vormittag, zwei Mails und ein Telefonat später:

"...ich habe noch einmal mit unserer Hotline telefoniert. Der Fehler liegt daran, dass das Online Banking an eine Kontonummer angeknüpft ist, die nicht mehr im Bestand ist. Ich habe Ihnen einen neuen Antrag mit der aktuellen Kontonummer (Nummer ergänzt mit drei Zahlen vor einem / und ein paar Nullen nach der Nummer) vorbereitet, bitte senden Sie den Antrag erneut von Ihrer Mutter und Ihnen unterschrieben zurück. Dann sollte es nun endlich mit den Zugangsdaten funktionieren. Entschuldigen Sie bitte die Unannehmlichkeiten."

Was heißt überhaupt "nicht mehr im Bestand?" Diese Nummer existiert seit mindestens 1970 und das Konto wird dauerhaft aktiv genutzt. Muss ich das verstehen???

Dienstag, 11. Oktober 2016

Infusion

Wenn die erste Assistentin mit der vernarbten Armbeuge nicht klar kommt und sich so versticht, dass die Infusion ins Gewebe laufen möchte... (sie war einige Jahre lang meine bevorzugte "Stechtante" - scheint wohl bei mir aus der Übung zu sein)... und die Kollegin, die neulich noch Azubine war, holt...

Wir haben zu zweit meine Arme abgesucht nach Alternativen... (eine Vene am anderen Arm hält nichts aus und ist in der Vergangenheit einfach geplatzt, die zweite liegt sehr tief und ist nicht zu sehen, nur zu fühlen... hat sich heute aber total versteckt)... schließlich musste der Unterarm herhalten.

Dann lief die Infusion auch ganz gut, aber meine Psyche hat sich mit der Situation nicht wohl gefühlt... Schließlich musste ich überirdisch lange auf meine S-Bahn warten und bin spät nach Hause gekommen.

Bevor ich mir mein Essen heiß mache, habe ich (verboten...!) zwei Kleinkindeiswaffelchen gegessen - irgendwas in mir brauchte ein Trösterchen

Was, wenn die bevorzugte Vene nicht will oder die MTA falsch sticht und die Infusion neu gesetzt werden muss?

Unterarme, Handgelenke, Hände? (Handgelenke und Hände tun wiederlich weh und bekommen große blaue Flecken, die nach zwei Wochen noch nicht weg sind...)

Fragen, die sich alle paar Monate mal stellen...


Samstag, 8. Oktober 2016

Mit Luftnot durch den Alltag

Ich greife mal das Thema ... auf, ... was  "mir eh niemand abnimmt." (Person auf Facebook)

Ja, da habe ich auch so meine Schwierigkeiten!
Ich sehe gesund aus, etwas übergewichtig und dadurch eher "robust." Fahre jeden Morgen ins Büro und lebe (als Single) einen ganz normalen Alltag.
So weit, so gut.
Was niemand sieht:
Ich habe morgendliche Anlaufschwierigkeiten und muss daher recht früh aufstehen, dann beim Kaffee meine Medikamente inhalieren, warten bis sie wirken. (Ich gebe es zu, Facebook am Morgen und eine halbe Stunde TV Morgenmagazin gehören mit zu meiner Routine.)
Dann duschen und fertig machen - als Frau gehört auch Styling dazu, ich lege Wert auf mein Äußeres und gehe nie ungeföhnt und ungeschminkt aus der Tür.
Nur: Jede einzelne Minute im Morgenablauf ist durchgetaktet, es darf nichts dazwischen kommen! Verspäte ich mich, bekomme ich erst die übernächste Bahn später!
Warum die übernächste???
Ich habe zwar einen Schwerbehindertenausweis und darf jederzeit um einen Sitzplatz bitten (morgens, wenn die S-Bahn voll ist, wird auch die Luft knapp, weil sehr verbraucht!) - habt Ihr das mal ausprobiert?
Die jungen Leute haben Knopfhörer in den Ohren und bekommen nichts mit, die Blicke sind starr auf die Smartphones gerichtet (sie stellen sich tot?), die Männer ignorieren mich... wer ggf. aufsteht, sind ältere Frauen, denen ich ihren Sitzplatz gönne!!!
Ich weiß natürlich längst, welche S-Bahnen etwas leerer sind und lasse dann bedarfsweise die eine oder andere Bahn fahren, bis eine kommt, in der ich mich problemlos hinsetzen kann... (Ich habe eine halbe Stunde bis zum Hauptbahnhof, danach zwei Male umsteigen, aber ohne weitere Probleme.)
Am Hauptbahnhof beginnt dann die "Rennerei" durch die Treppen- und Tunnelsysteme. Ich bin nur ein wenig langsamer als die Masse, aber das genügt schon, um evtl. umgerannt zu werden. Beginnend damit, dass ich bei den Treppen (abwärts ist kein Problem für mich) gerne rechts am Handlauf gehe (ich habe auch noch ein Knie mit Macke und fühle mich sicherer, wenn ich im Zweifelsfalle mich schnell festhalten kann) und andere Leute damit ausbremse, weiter... mich freue, wenn die Rolltreppen aufwärts funktionieren!!!
Bei Rolltreppen außer Funktion könnt Ihr Euch vorstellen, dass ich dann, oben angekommen, gern irgendwo stehenbleiben und verschnaufen würde - aber nirgends ist Platz und Gelegenheit, überall wird gerannt... und zahlreiche Leute mit "Ziehköfferchen"/Trolleys kommen mir noch in den Weg, muss aufpassen, dass ich nicht falle...
Das Ganze setzt mich so unter Stress, dass ich im letzten Abschnitt mit der U-Bahn dann schon ziemlich "erledigt" bin.
Aussteigen - an den meisten Tagen ist die Rolltreppe in Ordnung, ca. 50 m noch bis zur Firma... bin ich knapp mit der Zeit, gehe ich auch (aus Versehen und Reflex!) noch viel zu schnell und komme völlig aus der Puste an ;-)
Meine Kollegin sieht mir seit einiger Zeit an, wenn es mir nicht so gut geht und lässt mich ein paar Minuten in Ruhe, neuerdings hat auch meine Chefdame schon mal etwas wahrgenommen...
Ich habe Glück, dass ich im Büro arbeite. Allerdings muss man auch dabei manchmal durch die Räume gehen, hier und dort etwas erledigen (was ich völlig in Ordnung finde, außerdem strengt auch das stundenlange Sitzen an!)... nach einer Runde durch die Firma wird mir manchmal die Luft knapp, was ich eigentlich erst merke, wenn ich unmittelbar danach, ich sitze noch gar nicht wieder, ans Telefon gehen muss. Hole dann zwei Male tief Luft und melde mich dann - noch im Stehen...
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Ich habe einen GDB von 50, was meinen Chef (und seine Frau, die sich um Personalsachen kümmert) verwunderte, am meisten ärgert man sich darüber, dass ich fünf Tage mehr Urlaub habe als alle, dass ich aber wirklich eingeschränkt bin, nimmt niemand wahr.
Außer meiner Kollegin, die inzwischen sehr wohl weiß, dass ich keine Ordner schleppen kann, ich Schwierigkeiten habe, mich zu bücken, weil mir dann die Luft abgeklemmt wird (das betrifft auch das Ausräumen der Spülmaschine in der Firma)... aber wir führen ja auch seit vielen Jahren so eine Art "Zwangsehe"...
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Ich lebe alleine und versorge mich alleine. Das bedeutet, ich muss einkaufen und Einkaufstaschen schleppen. Mein "Hackenroller" kommt immer dann zum Einsatz, wenn ich absehen kann, dass ich etwas mehr einkaufe. Aber bei "ein paar Dingen am Feierabend" gleich auf dem Rückweg von der Arbeit verliere ich auch gern mal den Überblick und kaufe zu viel ein... muss dann sehen, wie ich (langsam! mit Pausen...) den Rückweg bewerkstellige.

Von der Straße führt eine Treppe zur Ebene meiner Wohnanlage hoch, 2 x 9 Stufen mit Absätzen und einem Plateau dazwischen. Wenn ich gedankenverloren die ganze Treppe plus den Rest bis zur Haustür gehe, habe ich einen guten Tag! Meistens muss ich, oben angekommen, eine Pause einlegen... dann suche ich in meiner Handtasche schon mal meinen Haustürschlüssel... bin für die Nachbarschaft relativ unauffällig.
Geht es mir nicht so gut oder habe ich Einkäufe zu tragen, manchmal reicht es auch, wenn in meiner Handtasche ein "Extra" ist, muss ich oben angekommen erstmal verschnaufen. Mich haben schon Nachbarn gefragt, ob ich "in Ordnung" bin. Nur kann ich in dem Moment gar nicht sprechen, dafür fehlt mir die Luft. Später nochmal darauf angesprochen, reagierten sie verärgert, sie hätten "ja gar nichts gesagt." (Ausnahme ist ein Nachbar, mit dem ich gelegentlich ins Gespräch komme, der die Situation richtig einschätzt und so lange selber redet, bis ich wieder sprechen kann!) Ich selber finde die Verschnaufpause gar nicht so schlimm, habe die Gelegenheit, meinen Schlüssel schon mal aus der Tasche zu holen... Vermutlich alles Gewohnheitssache?
Dann noch 50 oder 100? Meter, dann bin ich bei meiner Haustür *schnauf* - nochmal ein paar Stufen, bis ich in meiner Wohnung bin. Dann Pause. Außer, wenn ich Tiefkühlware eingekauft habe, die muss noch sofort in den Gefrierschrank. Ansonsten bleiben die Einkäufe erstmal eine halbe Stunde stehen und liegen, bis ich wieder einen akzeptablen O2-Wert von > 90 % habe.
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Die Beispiele sind aus meinem Alltag gegriffen, decken natürlich nicht die ganze Bandbreite ab...
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Bei meinem ganzen "Geschwafel" geht vielleicht das Wichtigste unter...? Ich sehe gesund aus, arbeite normal, versorge mich alleine... und bin trotzdem an manchen Tagen ziemlich "am Ende," was niemand mitbekommt.

Bezüglich meiner Arbeit wirke ich normal -- gelegentlich frage ich einen Kollegen... ich habe (immer schon) Angst, auf eine Leiter zu steigen (um Sachen aus der Ablage zu suchen, die auf unserem Schrank ist!)... schwere Ordner schleppe ich nicht ins Archiv...
Die Kartons mit dem Endlospapier für den Nadeldrucker kann ich auch nicht schleppen und einspannen (bücken und beugen, hinknien), da frage ich auch schon mal - meine Kollegin weiß Bescheid aber manchmal ist sie ja auch im Urlaub oder krank...

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Alltagsgedanken. Ich arbeite in Vollzeit. Ich fahre an manchen Tagen in einem regelmäßigen Turnus zu meiner Mutter (89 Jahre alt) und kümmmere mich um dies & das..., an manchen Wochenenden fahre ich (mit Öffis) zur Tochter, um ihr mit den Babys zu helfen (macht glücklich, strengt aber auch sehr an!), wenn ihr Mann arbeiten muss (Schichtdienst)... bin manchmal ziemlich geschafft hinterher ;-)
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Selten, viel zu selten, mache ich etwas Besonderes (Kunst, Kultur...), komme viel zu spät nach Hause... aber es tut mir gut!
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Meine Kollegin hat geheiratet. Ich bin eingeladen worden zur Trauung und anschließendem Empfang mit Essen... zusammen mit den “älteren Leuten”... weil ich eine Feier am Abend bis zum nächsten Morgen nicht mehr durchhalte... schon seit vielen Jahren nicht mehr tanzen kann (was ich leidenschaftlich gern gemacht hatte)... außerdem sind die meisten Kollegen starke Raucher... Das ist okay und auch mit mir abgesprochen... Zu den Firmenweihnachtsfeiern gehe ich seit Jahren nicht mehr... aus den gleichen Gründen... Ich bin meistens um 21 Uhr bettreif... halte keine langen Abende mehr durch... Ein Essen zu später Stunde macht mich “schachmatt” - dann habe ich nur noch knapp genug Luft für einen Heimweg...
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Ein Alltag mit dieser Krankheit ist möglich, anstrengend, notwendig, muss sein..
Résumé: Alles ist gut, so lange du normal fuktionierst. Was dir tatsächlich Schwierigkeiten macht, bekommt sowieso fast niemand mit.
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Was ich bisher vergessen habe bei meinem Bericht... Urlaub!
Seit ein paar Jahren verreise ich. Allein, weil ich Single bin. Ich habe mich in Italien verliebt, lerne seit einigen Jahren die Sprache (oder versuche es zumindest). Da es immer Flüge von höchtens zwei Stunden Dauer sind (Norditalien wird leider von Hamburg nicht mehr direkt angeflogen!), meistens mit Stopp und Wartezeiten (in Frankfurt oder Wien oder Paris)... komme ich ganz gut klar.
Wichtig ist für mich, mein Handgepäck sehr reduziert zu halten, denn die Wege durch die Flughäfen sind für mich sehr anstrengend - je mehr Handgepäck = Schlepperei, desto schlimmer... ansonsten ist es eigentlich gut, wenn nach einer Stunde eine Pause eingelegt wird, ich bin nicht so erschöpft wie nach einem zweistündigen Flug, den ich aber auch relativ gut überstehe. (Bin bisher nach Rom, Florenz, Verona geflogen. Und Dublin, ja, nicht Italien ;-) ) Auf alle Fälle bin in ich am Anreisetag dann - in der Unterkunft angekommen - ziemlich “platt.”
Ob ich längere Strecken überhaupt fliegen darf, bleibt zu untersuchen, wenn ich ein entsprechendes Ziel auf meine Reise-Wunschliste setze...
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Nicht über die Krankheit sprechen, weil sie mir sowieso niemand abnimmt... mit wem denn überhaupt sprechen?
Meine Kollegin versteht mich, wenn ich es ihr erkläre. Meine Chefdame (und dadurch mein Chef) versteht nichts, aber respektiert, wenn ich schnaufe. (Blöd, wenn ich ans Telefon gehe und der Gesprächspartner fragt, ob ich gerannt bin...) Meine Kollegen begreifen nichts, helfen mir aber, wenn ich explizit darum bitte. Meine Familie... klar... ist aber im Alltag nicht um mich. Meine Nachbarn... Mehrfamilienhaus, kennen mich kaum. Ich wohne zwar seit 35 Jahren hier, aber die Anderen nicht...
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Nachtrag, weil ich ein wichtiges Thema ganz vergessen habe: DAS WETTER!
Das Wetter ist für mich nie so wie für gesunde Leute:
Freuen Andere sich über “schönes” warmes Sommerwetter, so ist es für mich zu heiß, zu trocken - ich schleppe mich dann so durch den Tag. Dass mein letzter Urlaub mit der heißen Periode Ende August/Anfang September zusammenfiel, war mein persönliches Pech, ich war so schlapp und knapp mit der Luft, dass ich auf meine Ausflüge verzichten musste und nur die notwendigen Programmpunkte erledigen konnte.
Hinterher, wieder im Büro, dann der Text, ich hätte ja super Wetter im Urlaub gehabt... mein Kommentar, das es für mich nicht so super war, traf auf Unverständnis. Oder es ist zu feucht, zu schwül... Das, was für mich super ist, sind Temperaturen von 20-25 Grad, gerne auch Regen - aber nur mit etwas Wind dabei - oder Sonnenschein in Frühjahr und Herbst. Ungünstig ist auch “knackige Kälte” im Winter, wenn mir förmlich die Luft abgeschnitten wird...