Samstag, 28. Juli 2012

Blaue Hortensie

Gerade, als ich gestern Abend meine Wäsche von der Terrasse herein holte, fielen die ersten dicken Tropfen, aber es gelang mir noch gerade, bevor das richtig heftige Unwetter losbrach, ein Bild von meiner Hortensie zu machen, die ich vor einigen Jahren, als ich gerade begonnen hatte, meine Terrasse zu verschönern, gepflanzt hatte:

2012

Ich war schon in den letzten beiden Jahren etwas verwirrt, dass sich die Farbe ihrer Blüten zu verändern schien, aber dass sie in diesem Jahr in strahlendem Blau blühen würde, hätte ich nicht erwartet!

Normalerweise muss man zu bestimmten Zeiten Hortensien einen bestimmten Dünger geben, damit sie blau blühen - ich habe einfach nur alles der Natur überlassen!


 2011

2010

2009 - keine Blüten, Pflegefehler

2008 - frisch gekauft und gepflanzt

Jedenfalls hatte es nun über Nacht und auch noch vormittags heftig geregnet, die Temperatur ist wieder zurück gegangen, und mir geht es vergleichsweise super! Mit frischer Energie bin ich losgetappert und habe eingekauft, um meinen Kühlschrank zu befüllen. Dank meiner schlechten Verfassung in der vergangenen Woche herrschte ein kleiner Notstand ;-) Heute fühle ich mich wunderbar erholt.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Hitze

Nun ist es hier angekommen, das vielfach herbeigesehnte Sommerwetter mit Mittagstemperaturen über 30°C. Ich habe es nicht gewollt, mir geht es dabei nicht so prickelnd; ich bewege mich ruhig und sinnig, um genug Luft zu bekommen, trotzdem sehe ich - wenn ich denn endlich abends zu Hause ankomme - aus wie ein Zombie: rotgeflecktes Gesicht. Aber so ist es nun mal, Wetter ist nie "wünsch-dir-was"...

Interessant ist auch, dass die S-Bahn gerade ein paar Schienensträge erneuert und dadurch meine Bahnen nur halb so häufig fahren, dafür aber auch doppelt so voll sind wie sonst. Und Schluss ist es mit der Ferienruhe in den Bahnen... Heute Abend gab es zusätzlich noch zwei Notarzteinsätze irgendwo im S-Bahn-Netz, die Folgen habe ich schon häufiger geschildert und dürften sattsam bekannt sein :-(

Draußen kann ich es nicht aushalten, sitze gerade in dem Zimmer, in dem es am wenigsten warm ist, und hoffe, dass die Vorhersage stimmt und es in wenigen Tagen bis 25°C "abkühlt".

Sonntag, 22. Juli 2012

Ich glaub, ich leb' im Zoo

Nicht genug, dass ich letztens eine Katze auf der Terrasse beherbergte, sah ich gerade einen Igel quer über die Steinplatten flitzen und unter dem Flieder verschwinden. Fotoapparat holen zwecklos, Igel haben lange Beine und sind verflixt schnell!

Das Lächeln der Fortuna

Das Lächeln der Fortuna - Rebecca Gablé, Historischer Roman, Bastei Lübbe-Verlag

Wenn ich einmal mit einem Buch einen Glücksgriff gemacht habe, tätige ich gerne den einen oder anderen Nachkauf. So auch hier. Nachdem mir zum Jahreswechsel "Hiobs Brüder" so gut gefallen hatte, ist auch "Das Lächeln der Fortuna" eine spannende Lektüre!

Wieder englisches Mittelalter (1360), Irrungen und Wirrungen auf dem Lebensweg eines zunächst armen Jungen, menschliche Schicksale, Kriege und Ränkeschmiede zur Ritterszeit, Liebe und Triebe, Familienhistorie; wer gerne solche über tausend Seiten liest, ist damit sehr gut bedient.

Brav gewesen

Nachdem ich einen halben Tag lang gelesen habe, war ich sehr brav und - das Wetter war auch gerade freundlich-sonnig geworden - habe einen Spaziergang durch den Nachbarstadtteil gemacht. Kaum ist die Sonne da, ist es schon wieder zu heiß für mich, diese kleine Runde war mörderanstrengend, aber ich gebe nicht auf...

Neue Fotos habe ich nicht gemacht, obwohl die Kamera in der Jackentasche dabei war, so spannend ist Neuwiedenthal nun auch wieder nicht, und die Veränderungen sind eh nur marginal.

Kleinreparaturen

... dieses Mal nicht bei mir!

Gestern bei der Lady gewesen, die große Tochter war auch dabei. Und alle Kleinreparaturen, die die alte Dame aufgelistet hatte, hat die Große erledigt. Aus irgendeinem Grunde bin ich zuständig für alles, was bei LaNonna kaputt geht, so ist das wohl einfach in männerlosen Haushalten, und ich war doppelt und dreifach froh, dass die Tochter alles erledigt hat. Einiges wäre mir sehr schwer gefallen, schon wegen körperlicher Einschränkungen (Bücken quetscht mir die Luft ab, in die Knie gehen funktioniert nicht wegen kaputtem Knie), obwohl ich sonst auch da Wege ersinne... Großen Dank an die Tochter!

Wie hält man eine 85jährige Dame davon ab, die technische Dinge nicht gut begreift, sich mit dem Gedanken ans Internet zu befassen? Ich sehe da nur den Horror auf mich zukommen...

Donnerstag, 19. Juli 2012

Schwarze Katze

Ich "kann nicht" mit Tieren, und jeder Katze wird das innerhalb kürzester Zeit klar, so dass sie mich und ich sie in Ruhe lasse, wenn wir uns ausnahmsweise ein Terrain teilen müssen.

Eine schwarze Katze aber liebt meine Terrasse. Schon häufig habe ich sie um den Zaun herum kommen und durch meine Botanik streifen sehen. An einem Tag lag sie zwischen den Pflanzen in der Sonne. Darf sie alles. Hauptsache, sie möchte nichts von mir - denn trotz durchaus guten Willens könnte ich "kätzisch" nicht verstehen.

Heute ist wirklich ungemütliches Wetter, es weht und regnet, es ist dunkel und kalt wie häufig im Herbst.


Ich kam nach Hause und sah die schwarze Katze draußen direkt vor meiner Terrassentür liegen, ganz klein zusammen gekuschelt, zuerst dachte ich, sie schliefe. Nach einiger Zeit machte ich mich vorsichtig bemerkbar (leichte Geräusche an der Glasscheibe), woraufhin sie aufsprang, buckelte und mich anfauchte. Da saß stand sie nun, einem gefährlichen Panther gleich, und fixierte mich durch die Terrassentür.


Ich ging so hin und her, verrichtete Hausarbeit, schaute hinaus: Sie saß immer noch, allerdings ganz entspannt, auf meiner Terrasse und schaute mich an. Ehrlich, das wurde mir dann doch zu langweilig und Fotos hatte ich auch schon genug gemacht. Ich ignorierte sie. Nach einer Weile war sie verschwunden.


Jetzt gerade, gut zwei Stunden später, sah ich hinaus (wollte eigentlich nur nach dem Wetter sehen) - da liegt sie wieder zusammen gerollt auf der Fußmatte vor meiner Tür. Ich lass' sie in Ruhe dort liegen, frage mich aber trotzdem, was an diesem Platz so schön ist. Vielleicht einfach nur der Schutz vor Regen und Wind?