Ich war gerade dabei, einen Hilferuf in den Orbit zu schicken, als mir die glorreiche Idee kam, mal nachzusehen, welche Apps es evtl. für mein Smartphone geben könnte...
Problem gelöst!
Für den lächerlichen Preis von 2,55 konnte ich auf dem Smartphone eine
App installieren, die den Samsung-Kalender mit meinem hundert Jahre
alten Yahoo-Kalender synchronisiert. Ein elendes Problem zu geringen
Kosten gelöst.
Bei Yahoo liegen so ungefähr alle Geburtstage, die ich nicht vergessen möchte. Nun kann ich damit beginnen, auch ganz normale Termine (Ärzte!) zu hinterlegen - oder gar To-do-Listen....
Yippieh... runs....
Freitag, 12. August 2016
Donnerstag, 11. August 2016
Terrassengarten
Juchhu, es passiert etwas...
Es brauchte:
Es brauchte:
- eine Mail
- zwei Wochen später ein Telefonat
- eine Woche später eine neue Mail
- ein Blick des Hausmeisters aus der Vogelperspektive
- ein Anruf vom Hausmeister
- endlich ein Anruf vom Gärtnermeister mit einer Terminabsprache
Mittwoch, 10. August 2016
Hausmeister...
Nach dem Telefonat vom vergangenen Freitag (nachgefasst wegen meiner Mail gute zwei Wochen zuvor) hat sich noch immer nichts getan.
Nun mitgeteilt, dass ich die generelle Terminzusage für die benannten drei Tage nicht halten kann... und über den Spielplatz geschrieben... und über die Außenanlagen...
Ich habe zwar demnächst ein paar Tage Urlaub, aber da beginnen sich die Termine zu ballen...
Nun mitgeteilt, dass ich die generelle Terminzusage für die benannten drei Tage nicht halten kann... und über den Spielplatz geschrieben... und über die Außenanlagen...
Ich habe zwar demnächst ein paar Tage Urlaub, aber da beginnen sich die Termine zu ballen...
Montag, 8. August 2016
Gelesen: Über Nacht war alles anders
Über Nacht war alles anders (Flüchtlingsschicksal)
von Elfriede Mosenthin
Rosenheimer Verlagshaus
ISBN 978-3-475-54148-3
Warum dieses Buch? Spontankauf bei Thalia.
Klappentext:
"Elfi hat alles, was sie sich im Leben wünscht. Ohne Sorgen wächst sie auf dem Gut der Familie in Polen auf. Die Eltern tadeln das Naturkind nur selten. Doch Elfi hat neben ihrem freien Geist auch einen wachen Verstand. Längst weiß sie, dass dunkle Wolken ihr Paradies bedrohen.
Der Einbruch des Zweiten Weltkrieges verändert alles. Ihre Familie wird vertrieben. Sie muss lernen, sich anzupassen, um überleben zu können. Das unbedarfte Kind wird zu einer starken Frau, die nie die Hoffnung verliert.
Diese bewegende Geschichte beruht auf den Erinnerungen Elfriede Mosenthins, Autorin der bekannten »Nachtschwester«-Romane, die darin beschreibt, wie sie das Schicksal zum Beruf der Nachtschwester führte."
Elfriede wächst als jüngstes Kind sehr frei auf, auf ihrem Pferd Ajax auszureiten, das ist ihr größtes Glück. Hauspersonal und Kindermädchen, dem sie so manchen Streich spielt, sind selbstverständlich. Die ältere Schwester Annelies feiert Verlobung, und am nächsten Tag muss ihr Verlobter Hans schon wieder an die Front. An diesem Abend erfährt Elfi zum ersten Mal, dass es unerwünscht ist, bestimmte Dinge laut zu sagen. Nicht nur unerwünscht, sondern auch gefährlich.
1943, der Krieg scheint in weiter Ferne zu sein, obwohl immer wieder Briefe von Elfis Bruder und Annelies Verlobtem von der Front eintreffen, schließt Elfi die Mittelstufe der Schule ab. Mehr ist nicht mehr möglich, da die Schule zum Lazarett umfunktioniert wird. Die Schwester Christine heiratet:
So kurz nach Jans Urlaub war natürlich nicht daran zu denken, dass er schon wieder herkommen durfte, also willigte Christine wohl oder übel doch in eine Ferntrauung ein. Ein bisschen traurig war sie darüber schon, denn was war das für eine Hochzeit, wenn sie ohne Jan an ihrer Seite getraut würde?
Ich werde jetzt nicht hier die ganze Geschichte nacherzählen... Die Familie muss fliehen, erst in die Tschecheslowakei zu Verwandten des Verlobten, die Schwester bekommt ein Kind, nach dessen Tod die Familie weiter zieht... Elfi verliebt sich nach Kriegsende in einen amerikanischen Soldaten, den sie jedoch nicht heiraten kann, nachdem Gottfried sie mit List und Tücke geschwängert und deshalb geehelicht hat... Es folgt eine lange Zeit in Armut, mit Sorgen um die Kinder, die immer mehr werden, der Mutter, die ihr stets eine Hilfe ist - trotz angegriffener Gesundheit - und der Schilderung des Heranwachsens ihrer Kinder, dem Verlaufe ihrer Ehe...
Von Zeit zu Zeit ließ er mich das gerne spüren, dass meine Herkunft jetzt nichts, aber auch gar nichts mehr wert war. Ich war immer froh, wenn Mutter solche herabsetzenden Worte nicht anhören musste, denn dann war sie immer schwer gekränkt und zog sich traurig zurück. Manchmal hörte ich sie dann auch nachts in ihre Kissen weinen. Er wiederum wurde aggressiv, wenn sie ihm tagelang aus dem Weg ging...
Ich habe im Laufe der Jahre viele Geschichten aus der Kriegs- und Nachkriegszeit erzählt bekommen, jedoch war mir hier im Norden die Vertriebenenproblematik immer fremd geblieben. Dieses Buch füllt die Wissenslücke, ohne einzig trockenene Fakten zu vermitteln. Die persönliche Geschichte der Elfi ist sehr flüssig und unterhaltend geschildert, man lebt und bangt mit ihr, hofft ständig, dass ihr Leben doch in ruhigere Bahnen gelenkt würde.
Die Geschichte erzählt ein Vertriebenenschicksal, das nie ganz und gar hoffnungslos wird, gelegentlich sogar mit Humor. Während des Lesens war ich sehr berührt, habe mit Elfi gezittert und gewünscht, dass manches besser würde.
Das Buch ist locker und leicht geschrieben, trotz des tragischen Hintergrundes, und ich kann nicht anders als es empfehlen.
von Elfriede Mosenthin
Rosenheimer Verlagshaus
ISBN 978-3-475-54148-3
Warum dieses Buch? Spontankauf bei Thalia.
Klappentext:
"Elfi hat alles, was sie sich im Leben wünscht. Ohne Sorgen wächst sie auf dem Gut der Familie in Polen auf. Die Eltern tadeln das Naturkind nur selten. Doch Elfi hat neben ihrem freien Geist auch einen wachen Verstand. Längst weiß sie, dass dunkle Wolken ihr Paradies bedrohen.
Der Einbruch des Zweiten Weltkrieges verändert alles. Ihre Familie wird vertrieben. Sie muss lernen, sich anzupassen, um überleben zu können. Das unbedarfte Kind wird zu einer starken Frau, die nie die Hoffnung verliert.
Diese bewegende Geschichte beruht auf den Erinnerungen Elfriede Mosenthins, Autorin der bekannten »Nachtschwester«-Romane, die darin beschreibt, wie sie das Schicksal zum Beruf der Nachtschwester führte."
Elfriede wächst als jüngstes Kind sehr frei auf, auf ihrem Pferd Ajax auszureiten, das ist ihr größtes Glück. Hauspersonal und Kindermädchen, dem sie so manchen Streich spielt, sind selbstverständlich. Die ältere Schwester Annelies feiert Verlobung, und am nächsten Tag muss ihr Verlobter Hans schon wieder an die Front. An diesem Abend erfährt Elfi zum ersten Mal, dass es unerwünscht ist, bestimmte Dinge laut zu sagen. Nicht nur unerwünscht, sondern auch gefährlich.
1943, der Krieg scheint in weiter Ferne zu sein, obwohl immer wieder Briefe von Elfis Bruder und Annelies Verlobtem von der Front eintreffen, schließt Elfi die Mittelstufe der Schule ab. Mehr ist nicht mehr möglich, da die Schule zum Lazarett umfunktioniert wird. Die Schwester Christine heiratet:
So kurz nach Jans Urlaub war natürlich nicht daran zu denken, dass er schon wieder herkommen durfte, also willigte Christine wohl oder übel doch in eine Ferntrauung ein. Ein bisschen traurig war sie darüber schon, denn was war das für eine Hochzeit, wenn sie ohne Jan an ihrer Seite getraut würde?
Ich werde jetzt nicht hier die ganze Geschichte nacherzählen... Die Familie muss fliehen, erst in die Tschecheslowakei zu Verwandten des Verlobten, die Schwester bekommt ein Kind, nach dessen Tod die Familie weiter zieht... Elfi verliebt sich nach Kriegsende in einen amerikanischen Soldaten, den sie jedoch nicht heiraten kann, nachdem Gottfried sie mit List und Tücke geschwängert und deshalb geehelicht hat... Es folgt eine lange Zeit in Armut, mit Sorgen um die Kinder, die immer mehr werden, der Mutter, die ihr stets eine Hilfe ist - trotz angegriffener Gesundheit - und der Schilderung des Heranwachsens ihrer Kinder, dem Verlaufe ihrer Ehe...
Von Zeit zu Zeit ließ er mich das gerne spüren, dass meine Herkunft jetzt nichts, aber auch gar nichts mehr wert war. Ich war immer froh, wenn Mutter solche herabsetzenden Worte nicht anhören musste, denn dann war sie immer schwer gekränkt und zog sich traurig zurück. Manchmal hörte ich sie dann auch nachts in ihre Kissen weinen. Er wiederum wurde aggressiv, wenn sie ihm tagelang aus dem Weg ging...
Ich habe im Laufe der Jahre viele Geschichten aus der Kriegs- und Nachkriegszeit erzählt bekommen, jedoch war mir hier im Norden die Vertriebenenproblematik immer fremd geblieben. Dieses Buch füllt die Wissenslücke, ohne einzig trockenene Fakten zu vermitteln. Die persönliche Geschichte der Elfi ist sehr flüssig und unterhaltend geschildert, man lebt und bangt mit ihr, hofft ständig, dass ihr Leben doch in ruhigere Bahnen gelenkt würde.
Die Geschichte erzählt ein Vertriebenenschicksal, das nie ganz und gar hoffnungslos wird, gelegentlich sogar mit Humor. Während des Lesens war ich sehr berührt, habe mit Elfi gezittert und gewünscht, dass manches besser würde.
Das Buch ist locker und leicht geschrieben, trotz des tragischen Hintergrundes, und ich kann nicht anders als es empfehlen.
Leserekord
Am letzten Wochenende habe ich zwei Bücher gelesen, trotz erledigter Haus- und Gartenarbeit. Hätte nicht gedacht, dass ich das so ganz nebenbei machen könnte.
Wenn ich so im Leserausch bin, wundert Euch also nicht, dass hier eine Buchbesprechung nach der anderen erscheint.
Trotzdem geht das alltägliche Chaos seinen Gang... Infusion, dann Zahnarzt (ein Zahn ist abgebrochen), Mutterbesuche... wenn's denn endlich mal klappt, der Gärtner (letztens mit dem Hausmeister telefoniert, er wartet auf die Gärtnerfirma), Besuch bei der Tochterfamilie, wenn denn die Zwerglein nicht ansteckend sind... und noch einige Projekte mehr... das Weihnachtsgeschenk für die Jüngste muss ja auch mal eingelöst werden ... usw. usw.
Wenn ich so im Leserausch bin, wundert Euch also nicht, dass hier eine Buchbesprechung nach der anderen erscheint.
Trotzdem geht das alltägliche Chaos seinen Gang... Infusion, dann Zahnarzt (ein Zahn ist abgebrochen), Mutterbesuche... wenn's denn endlich mal klappt, der Gärtner (letztens mit dem Hausmeister telefoniert, er wartet auf die Gärtnerfirma), Besuch bei der Tochterfamilie, wenn denn die Zwerglein nicht ansteckend sind... und noch einige Projekte mehr... das Weihnachtsgeschenk für die Jüngste muss ja auch mal eingelöst werden ... usw. usw.
Samstag, 6. August 2016
Gelesen: Riley - Das Mädchen im Licht
Riley - Das Mädchen im Licht (Young Adult oder Fantasy?)
von Alyson Noël
Page & Turner (Goldmann), Taschenbuch
ISBN 978-3-442-20383-3
Warum dieses Buch?
Arvelle lockte mit Paketpreisen für Remittenden. Meine erste Bestellung umfasste Bücher von bisher eher unbekannten Genres. So frage ich mich auch, wo ich dieses Buch einordnen soll... "Geisterbücher" habe ich bisher nicht gelesen, von daher wohl Fantasy. Angeblich soll die Zielgruppe ja eher "Young Adult" sein. .. Glücklicherweise habe ich keinerlei Kritiken gelesen, bevor ich zu dem Buch griff, es wird bei Amazon verrissen, wer denn den Amazon-Rezensenten glauben mag, lässt die Finger davon! (Alle Anderen lesen hier weiter)
Klappentext:
"Riley Bloom hat einen ganz neuen Lebensabschnitt vor sich - den Tod. Durch einen Autounfall wurde sie aus dem Leben gerissen und von ihrer Schwester Ever getrennt. Ein Abschied, der ihr so schwer fiel, dass sie noch eine Weile als Geist auf der Erde blieb. Aber da auch das schönste Geisterleben einmal ein Ende haben muss, überquerte Riley schließlich die Brücke ins Jenseits. Nur kann sie dort leider auch keine Ruhe finden, denn vom großen Rat wird ihr eine besondere Aufgabe zugeteilt: Sie soll auf der Erde verlorene Seelen einfangen. Und ausgerechnet der langweiligste Junge, dem sie je begegnet ist, wird ihr dabei zur Seite stehen. Riley hat sich das irgendwie anders vorgestellt. Zum Glück hält der Tod noch so einiges für sie bereit ..."
Als ich gestern nach diesem Buch griff, wollte ich leichte, triviale Unterhaltung, hatte keinerlei Ansprüche an ein gewisses Niveau und war nur gespannt, zum ersten Mal ein "Geisterbuch" zu lesen.
Ich wurde positiv überrascht.
Die 12jährige Riley und ihre Eltern erleiden einen tödlichen Autounfall. Nach einem Aufenthalt in einer Zwischenwelt - Riley muss sich damit abfinden, dass sie gestorben ist und sie nicht zu ihrer Schwester zurückkehren kann - geht sie "über die Brücke" ins Jenseits. Dort wird dieser Ort mit "Hier" bezeichnet, und die einzig bekannte Zeit ist "Jetzt." Ihr Hund Buttercup begleitet sie. Zunächstlebt wohnt sie mit ihren Eltern zusammen, doch nach einiger Zeit wird sie "zur Schule" geschickt, die scheinbar oder anscheinend (?) das Jüngste Gericht ist.
"Wir gehen zu dem Ort, der uns zugeteilt wurde, und du gehst zu dem Ort, der dir zugeteilt wurde," antwortete der Junge vor mir, warf mir über die Schulter einen kurzen Blick zu und fügte in einem wenig freundlichen Ton hinzu: "Wohin denn sonst?" Meine Wangen röteten sich, und ich presste meine Lippen fest aufeinander.
Ich atmete tief ein (und, nein, ich muss nicht mehr atmen, aber manche Angewohnheiten lassen sich nur schwer ablegen) und gab mir Mühe, für mich zu bleiben und einfach mit der Masse mitzulaufen. Etliche Fragen schossen mir durch den Kopf. Wo zum Teufel gingen wir hin, warum verhielten sich hier alle so still und gehorsam?..."
Ganz klischeehaft scheint ihr zwölfjähriges Leben an ihr vorbeizuziehen, hier auf einer Leinwand. Sie steht auf einer Bühne vor dieser Leinwand und "leuchtende" Gestalten beurteilen sie. Eine sehr ungemütliche Situation. Letztlich bekommt sie eine nicht näher definierte Aufgabe als Seelenfängerin und einen "Führer," den sie zunächst als Loser empfindet.
Sie erleben zwei fürwahr geisterhafte Abenteuer, wodurch beide reifen - es geht hier um Mut, Toleranz, Mitgefühl.
Die Geschichte ist zuerst einem sehr jungen Teenager angemessen in der autobiographischen Form geschrieben. Mit der Entwicklung von Rileys Persönlichkeit reifen sowohl ihre Gedankengänge als auch ihre Ausdrucksweise.
Mir hat die frische, moderne Art, in der die Protagonistin spricht, gut gefallen, die jugendliche Zickigkeit brachte mich beim Lesen zum Lächeln. Die Geschichte ist fesselnd genug, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen mochte, bevor sie zu Ende war.
Dass es sich hier um eine Serie (ich freue mich, die anderen drei Bücher schon hier zu haben) um eine Nebenperson aus der "Evermore-Serie" handelt, wusste ich vorher nicht. Diese Serie ist mir kein Begriff, was sich ganz bestimmt noch ändern wird. Die Autorin hat außerdem eine weitere Reihe begonnen, alles nachzulesen auf der Web-Site.
Vielleicht bin ich hier auf eine Autorin gestoßen, die gewissermaßen in Marion Zimmer Bradleys Fußstapfen tritt - mit eigenen Konzepten, eigenen Welten.
Mir hat das Buch Spaß gemacht, Leseempfehlung für Liebhaber von Fantasy, Geistern und leichter Unterhaltung.
von Alyson Noël
Page & Turner (Goldmann), Taschenbuch
ISBN 978-3-442-20383-3
Warum dieses Buch?
Arvelle lockte mit Paketpreisen für Remittenden. Meine erste Bestellung umfasste Bücher von bisher eher unbekannten Genres. So frage ich mich auch, wo ich dieses Buch einordnen soll... "Geisterbücher" habe ich bisher nicht gelesen, von daher wohl Fantasy. Angeblich soll die Zielgruppe ja eher "Young Adult" sein. .. Glücklicherweise habe ich keinerlei Kritiken gelesen, bevor ich zu dem Buch griff, es wird bei Amazon verrissen, wer denn den Amazon-Rezensenten glauben mag, lässt die Finger davon! (Alle Anderen lesen hier weiter)
Klappentext:
"Riley Bloom hat einen ganz neuen Lebensabschnitt vor sich - den Tod. Durch einen Autounfall wurde sie aus dem Leben gerissen und von ihrer Schwester Ever getrennt. Ein Abschied, der ihr so schwer fiel, dass sie noch eine Weile als Geist auf der Erde blieb. Aber da auch das schönste Geisterleben einmal ein Ende haben muss, überquerte Riley schließlich die Brücke ins Jenseits. Nur kann sie dort leider auch keine Ruhe finden, denn vom großen Rat wird ihr eine besondere Aufgabe zugeteilt: Sie soll auf der Erde verlorene Seelen einfangen. Und ausgerechnet der langweiligste Junge, dem sie je begegnet ist, wird ihr dabei zur Seite stehen. Riley hat sich das irgendwie anders vorgestellt. Zum Glück hält der Tod noch so einiges für sie bereit ..."
Als ich gestern nach diesem Buch griff, wollte ich leichte, triviale Unterhaltung, hatte keinerlei Ansprüche an ein gewisses Niveau und war nur gespannt, zum ersten Mal ein "Geisterbuch" zu lesen.
Ich wurde positiv überrascht.
Die 12jährige Riley und ihre Eltern erleiden einen tödlichen Autounfall. Nach einem Aufenthalt in einer Zwischenwelt - Riley muss sich damit abfinden, dass sie gestorben ist und sie nicht zu ihrer Schwester zurückkehren kann - geht sie "über die Brücke" ins Jenseits. Dort wird dieser Ort mit "Hier" bezeichnet, und die einzig bekannte Zeit ist "Jetzt." Ihr Hund Buttercup begleitet sie. Zunächst
"Wir gehen zu dem Ort, der uns zugeteilt wurde, und du gehst zu dem Ort, der dir zugeteilt wurde," antwortete der Junge vor mir, warf mir über die Schulter einen kurzen Blick zu und fügte in einem wenig freundlichen Ton hinzu: "Wohin denn sonst?" Meine Wangen röteten sich, und ich presste meine Lippen fest aufeinander.
Ich atmete tief ein (und, nein, ich muss nicht mehr atmen, aber manche Angewohnheiten lassen sich nur schwer ablegen) und gab mir Mühe, für mich zu bleiben und einfach mit der Masse mitzulaufen. Etliche Fragen schossen mir durch den Kopf. Wo zum Teufel gingen wir hin, warum verhielten sich hier alle so still und gehorsam?..."
Ganz klischeehaft scheint ihr zwölfjähriges Leben an ihr vorbeizuziehen, hier auf einer Leinwand. Sie steht auf einer Bühne vor dieser Leinwand und "leuchtende" Gestalten beurteilen sie. Eine sehr ungemütliche Situation. Letztlich bekommt sie eine nicht näher definierte Aufgabe als Seelenfängerin und einen "Führer," den sie zunächst als Loser empfindet.
Sie erleben zwei fürwahr geisterhafte Abenteuer, wodurch beide reifen - es geht hier um Mut, Toleranz, Mitgefühl.
Die Geschichte ist zuerst einem sehr jungen Teenager angemessen in der autobiographischen Form geschrieben. Mit der Entwicklung von Rileys Persönlichkeit reifen sowohl ihre Gedankengänge als auch ihre Ausdrucksweise.
Mir hat die frische, moderne Art, in der die Protagonistin spricht, gut gefallen, die jugendliche Zickigkeit brachte mich beim Lesen zum Lächeln. Die Geschichte ist fesselnd genug, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen mochte, bevor sie zu Ende war.
Dass es sich hier um eine Serie (ich freue mich, die anderen drei Bücher schon hier zu haben) um eine Nebenperson aus der "Evermore-Serie" handelt, wusste ich vorher nicht. Diese Serie ist mir kein Begriff, was sich ganz bestimmt noch ändern wird. Die Autorin hat außerdem eine weitere Reihe begonnen, alles nachzulesen auf der Web-Site.
Vielleicht bin ich hier auf eine Autorin gestoßen, die gewissermaßen in Marion Zimmer Bradleys Fußstapfen tritt - mit eigenen Konzepten, eigenen Welten.
Mir hat das Buch Spaß gemacht, Leseempfehlung für Liebhaber von Fantasy, Geistern und leichter Unterhaltung.
Picasa ist eingestellt
Bis gestern oder vorgestern funktionierte bei mir Picasa noch. Heute definitiv nicht mehr. "Google Photo" stellt den neuen Service dar... Es verbleiben Blogposts mit Minibildern, die sich nicht mehr vergrößern lassen. Pech für uns.
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