Samstag, 6. August 2016

Gelesen: Riley - Das Mädchen im Licht

Riley - Das Mädchen im Licht (Young Adult oder Fantasy?)
von Alyson Noël
Page & Turner (Goldmann), Taschenbuch
ISBN 978-3-442-20383-3

Warum dieses Buch?
Arvelle lockte mit Paketpreisen für Remittenden. Meine erste Bestellung umfasste Bücher von bisher eher unbekannten Genres. So frage ich mich auch, wo ich dieses Buch einordnen soll... "Geisterbücher" habe ich bisher nicht gelesen, von daher wohl Fantasy. Angeblich soll die Zielgruppe ja eher "Young Adult" sein. .. Glücklicherweise habe ich keinerlei Kritiken gelesen, bevor ich zu dem Buch griff, es wird bei Amazon verrissen, wer denn den Amazon-Rezensenten glauben mag, lässt die Finger davon! (Alle Anderen lesen hier weiter)

Klappentext:
"Riley Bloom hat einen ganz neuen Lebensabschnitt vor sich - den Tod. Durch einen Autounfall wurde sie aus dem Leben gerissen und von ihrer Schwester Ever getrennt. Ein Abschied, der ihr so schwer fiel, dass sie noch eine Weile als Geist auf der Erde blieb. Aber da auch das schönste Geisterleben einmal ein Ende haben muss, überquerte Riley schließlich die Brücke ins Jenseits. Nur kann sie dort leider auch keine Ruhe finden, denn vom großen Rat wird ihr eine besondere Aufgabe zugeteilt: Sie soll auf der Erde verlorene Seelen einfangen. Und ausgerechnet der langweiligste Junge, dem sie je begegnet ist, wird ihr dabei zur Seite stehen. Riley hat sich das irgendwie anders vorgestellt. Zum Glück hält der Tod noch so einiges für sie bereit ..."

Als ich gestern nach diesem Buch griff, wollte ich leichte, triviale Unterhaltung, hatte keinerlei Ansprüche an ein gewisses Niveau und war nur gespannt, zum ersten Mal ein "Geisterbuch" zu lesen.

Ich wurde positiv überrascht.

Die 12jährige Riley und ihre Eltern erleiden einen tödlichen Autounfall. Nach einem Aufenthalt in einer Zwischenwelt - Riley muss sich damit abfinden, dass sie gestorben ist und sie nicht zu ihrer Schwester zurückkehren kann - geht sie "über die Brücke" ins Jenseits. Dort wird dieser Ort mit "Hier" bezeichnet, und die einzig bekannte Zeit ist "Jetzt." Ihr Hund Buttercup begleitet sie. Zunächst lebt wohnt sie mit ihren Eltern zusammen, doch nach einiger Zeit wird sie "zur Schule" geschickt, die scheinbar oder anscheinend (?) das Jüngste Gericht ist.

"Wir gehen zu dem Ort, der uns zugeteilt wurde, und du gehst zu dem Ort, der dir zugeteilt wurde," antwortete der Junge vor mir, warf mir über die Schulter einen kurzen Blick zu und fügte in einem wenig freundlichen Ton hinzu: "Wohin denn sonst?" Meine Wangen röteten sich, und ich presste meine Lippen fest aufeinander.
Ich atmete tief ein (und, nein, ich muss nicht mehr atmen, aber manche Angewohnheiten lassen sich nur schwer ablegen) und gab mir Mühe, für mich zu bleiben und einfach mit der Masse mitzulaufen. Etliche Fragen schossen mir durch den Kopf. Wo zum Teufel gingen wir hin, warum verhielten sich hier alle so still und gehorsam?..." 

Ganz klischeehaft scheint ihr zwölfjähriges Leben an ihr vorbeizuziehen, hier auf einer Leinwand. Sie steht auf einer Bühne vor dieser Leinwand und "leuchtende" Gestalten beurteilen sie. Eine sehr ungemütliche Situation. Letztlich bekommt sie eine nicht näher definierte Aufgabe als Seelenfängerin und einen "Führer," den sie zunächst als Loser empfindet.

Sie erleben zwei fürwahr geisterhafte Abenteuer, wodurch beide reifen - es geht hier um Mut, Toleranz, Mitgefühl.

Die Geschichte ist zuerst einem sehr jungen Teenager angemessen in der autobiographischen Form geschrieben. Mit der Entwicklung von Rileys Persönlichkeit reifen sowohl ihre Gedankengänge als auch ihre Ausdrucksweise.

Mir hat die frische, moderne Art, in der die Protagonistin spricht, gut gefallen, die jugendliche Zickigkeit brachte mich beim Lesen zum Lächeln. Die Geschichte ist fesselnd genug, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen mochte, bevor sie zu Ende war.

Dass es sich hier um eine Serie (ich freue mich, die anderen drei Bücher schon hier zu haben) um eine Nebenperson aus der "Evermore-Serie" handelt, wusste ich vorher nicht. Diese Serie ist mir kein Begriff, was sich ganz bestimmt noch ändern wird. Die Autorin hat außerdem eine weitere Reihe begonnen, alles nachzulesen auf der Web-Site.


Vielleicht bin ich hier auf eine Autorin gestoßen, die gewissermaßen in Marion Zimmer Bradleys Fußstapfen tritt - mit eigenen Konzepten, eigenen Welten.

Mir hat das Buch Spaß gemacht, Leseempfehlung für Liebhaber von Fantasy, Geistern und leichter Unterhaltung.

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