An jenem Tag in Paris von Alex George (Roman)
Aus dem Englischen "The Paris Hours"
Pendo Verlag/Pieper
ISBN 978-3-86612-494-3
Warum dieses Buch? Zusammen mit zwei anderen Büchern spontan gekauft, als ich nach sehr langer Zeit im Frühjahr zum ersten Mal wieder eine Buchhandlung betreten hatte.
Klappentext/Rückseite:
Vier Leben zwischen Liebe, Schmerz und Hoffnung
"Paris, 1927. Eine Stadt, die von berühmten Künstlern, Schriftstellern und Musikern wimmelt, ein wahrer Schmelztiegel des Genies. Inmitten dieser schillernden Stadt ringen vier ganz normale Menschen mit ihren Geheimnissen: Die ehemalige Haushälterin von Marcel Proust sucht verzweifelt nach einem seiner Tagebücher, das sie heimlich behalten hatte. Ein Journalist kann nicht aufhören, in den Gesichtern der Pariser nach etwas ganz Bestimmten Ausschau zu halten. Ein liebeskranker Künstler ringt mit dem Verkauf seines einzig geldbringenden Gemäldes. Und ein armenischer Flüchtling betreibt Tag für Tag ein ungewöhnliches Marionettentheater. Die Wege dieser vier Pariser werden sich im Laufe eines einzigen Tages auf unvergleichliche Weise kreuzen."
Besser kann man dieses Buch nicht beschreiben.
Jedes der meist kurzen Kapitel schildert einen Moment oder einen Tag aus dem Leben eines der Protagonisten, manchmal weniger Leben und mehr Gedanken und Rückblenden. Alle für sich nehmen den Leser mit auf eine ganz persönliche Suche, und es gibt nicht das, was man unter einem Happy End versteht, obwohl am Ende alle Rätsel gelöst scheinen.
Es ist ein sehr anrührendes und eher melancholisches Buch, das einen mitnimmt in das Paris nach dem ersten Weltkrieg. Ich könnte mir vorstellen, dass Pariskenner sich direkt in den geschilderten Straßen sehen können, es wurden ganz bewusst Wohnviertel anstatt der großen Sehenswürdigkeiten zu Schauplätzen gemacht.
Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen und musste hinterher noch tagelang darüber nachdenken.















