Dienstag, 9. Januar 2024

Die "immersive" Ausstellung Tutanchamun

Wir haben die Ausstellung zu siebt besucht, es war noch mein Geburtstagsgeschenk von der Familie. Damit die Jungs ein wenig verstehen konnten, was wir uns anschauten, hatte meine Tochter an den Tagen zuvor einige passende Terra X-Dokus mit ihnen angeschaut.

Wir waren pünktlich zu unserem gebuchten Zeitfenster vor Ort. Im Eingangsbereich konnte, wer wollte, seine Jacke aufhängen. Ein paar Schritte weiter gab es Infotafeln über das alte Ägypten zu sehen bzw. zu lesen.



So weit also nichts Neues. In zwei oder drei Schaukästen gab es ein paar lieblos zusammengewürfelte Repliken.


Nun ging es in einen anderen Raum. Auf jedem Stuhl gab es eine VR-Brille und Kopfhörer. Hui, da ging die Post ab! Ich erlebte eine gedachte mythologische Reise des verstorbenen Pharao, eigentlich gut gemacht (für mich, ich mag ja auch 3D-Kino), aber viel zu schnell und viel zu laut. Von der Unterwelt bis in den Himmel zum Adler. Für mich kaum zu ertragen, mir wurde zwischendurch übel und  schwindlig. Hinterher begrüßt von Tochter und Kindern mit: "Du hast das tatsächlich durchgehalten?" Sie hatten nämlich abgebrochen. Angeblich dauert dieser Film 6 Minuten - ich habe nicht auf die Uhr gesehen.

Fast hätte ich es vergessen: Es gab eine Fotobox, in der man "ägyptisierte" Portraits von sich machen lassen konnte. Per QR-Code aufs Handy zu laden oder von einem Bildschirm abzufotografieren. Zumindest für ein paar Lacher gut.



Letzte Station dann der große Saal mit den Sitzklötzen fürs Publikum. Ich habe bewusst nach oben fotografiert, um nicht nur fremde Leute auf meinen Aufnahmen zu haben. Hier hätte es nun ganz wunderbar sein können, ich mag Multimedia (und war ja von der Monet-Geschichte restlos begeistert gewesen), leider aber wurden unterschiedliche Sequenzen hintereinander abgespielt, ohne ein großes Ganzes zu werden und ohne ausreichende Erklärungen. Stückwerk, leider.


Viel Mythologie, zwischendurch alte Zeitungsausschnitte der seinerzeitig sensationellen Entdeckung des Grabes durch Howard Carter - auch ohne weitere Erklärungen, jeweils eine Zeile deutscher Text lief ganz oben drüber.

(Ich habe viele Videos gemacht, aber google als Hoster für Blog und Fotos weigert sich, mir diese zum Einbinden anzuzeigen.)

Über den Fußboden liefen auch bewegte Bilder, oft kleinteilig, was mir zwischendurch auch Schwindelgefühle machte. Lustig, als es Eidechsen und Skarabäen waren - als würden hier Tiere laufen.

Meiner Meinung nach war diese Lichtshow ein lieblos zusammengestückeltes Machwerk. Der Veranstalter hat ganz offenbar für sich eine Gelddruckmaschine erfunden ohne adäquate Leistung zu bringen. Schade!

Angekündigt in den Medien ist, dass in den nächsten Tagen "eine echte ägyptische Mumie" die Ausstellung ergänzen soll. Das empfinde ich persönlich nun nicht unbedingt als Mehrwert - alles schon mal gesehen.

Dieses ist der Link zum kompletten Album inklusive der Videos.

Wir haben unseren Tag dann mit einem leckeren gemeinsamen Essen im Restaurant nebenan beschlossen - das war auf jeden Fall sein Geld wert. 😄😄

Montag, 1. Januar 2024

Gelesen: Rabenaas

Rabenaas von Klara Holm (Krimi)

ISBN 978-3-499-27272-1
rororo Taschenbuch/Rowohlt  Taschenbuch Verlag

Warum dieses Buch? Ein weiterer Krimi von Klara Holm, tatsächlich noch besser als ihre vorherigen aus der Serie:

Krähennest

Klappentext/Rückseite:
Showdown in den Klippen von Rügen
Bei einem Routineeinsatz an den Rügener Klippen kommt es zu einem tragischen Zwischenfall: Eine Kollegin von Hauptkommissar Luka Kroczek schießt in Notwehr auf eine drogenberauschte junge Frau. Aber hielt die Angreiferin wirklich ein Messer in der Hand? Ihre als "Rabenaas" verschriene Mutter, Oberhaupt einer kleinkriminellen Sippe, behauptet das Gegenteil, und so steht Aussage gegen Aussage.
In der kleinen Siedlung, in der die Leute leben, brodelt es. Welche mörderische Fehde existiert zwischen den Nachbarn? Geht es um den attraktiven Baugrund? Oder um Rache? Luka ist ratlos. Ein Anschlag folgt dem nächsten. Und dann gibt es den ersten Toten..."

Mehr zum Plot muss man eigentlich nicht wissen. Es kommt zu einigen Straftaten, Überfällen, Bedrohungen. Alle Schicksale der Bewohner dieser kleinen Siedlung, im Buch gern auch mal Bullerbü genannt, sind auf seltsame Weise miteinander verknüpft. Luka Kroczek wird überfallen, seine Tochter ist in Gefahr. Dazu kommt die kleine Tochter der kleinkriminellen Familie, die aus Angst nicht erzählen mag, was sie beobachtet hat.

Am Ende kommt die Auflösung (natürlich) zustande, aus einer ganz anderen Ecke als man hätte annehmen können.

Sehr gern gelesen; ich werde beobachten, ob die Autorin weiterschreibt.

Neujahr 2024

Ich wünsche meinen Lesern ein gesundes und glückliches neues Jahr!

Angesichts globaler Probleme wird es bestimmt kein einfaches werden, aber wir verlieren nicht den Mut!

Samstag, 30. Dezember 2023

Gelesen: ELAYNE - Rabenseele

ELAYNE - Rabenseele von Jessica Bernett (Historische Fantasy)

ISBN 978-3-03896-241-0
Sternensandverlag GmbH, Zürich

Warum dieses Buch? Die Fortsetzung der vorherigen Bücher:

Band 1: Rabenkind
Band 2: Rabenherz
Band 3: Rabenschwur

Klappentext/Rückseite:
Ein merkwürdiger Schauer überkam Elayne, kalt und voller Vorahnung. Es war, wie König Artus gesagt hatte: Die Schnüre um Britannien zogen sich zu. Der Sturm, den sie schon vor Jahren gespürt hatte, gewann an Heftigkeit...
Ein tiefer Riss zieht sich durch die Tafelrunde, der sie zu zerbrechen droht. Lancelot scheint machtlos gegen die Saat des Verrats, die vor langer Zeit gepflanzt wurde. In Zeiten, in denen Freunde zu Feinden werden, begibt sich Elayne zusammen mit ihrer Tochter Nimue auf die Suche nach dem lange verschollenen Druiden Merlin. Ihr Sohn Galahad indes muss sich entscheiden zwischen seinem Erbe als Gralshüter und der Treue zu König Artus. Wird sich das Schicksal des Rabenkindes schlussendlich erfüllen?

Dieses Buch ist ein furioses Finale der Geschichte um König Artus und Gwenhwyfar, Lancelot und Elayne sowie ihrer Kinder Galahad und Nimue. 

Eine Geschichte von Missverständnissen und Verrat, Liebe, Waffengewalt und unendlicher Trauer. Galahad und Artus' Tochter Anna sowie Morgaine, Nimue und Merlin finden ihren Weg. Lancelot und Elayne sind getrennt und doch vereint, voller Frieden.

Was bleibt, ist Hoffnung.

Mittwoch, 27. Dezember 2023

Gelesen: ELAYNE - Rabenschwur

ELAYNE - Rabenschwur von Jessica Bernett (Historische Fantasy)

ISBN 978-3-03896-219-9
Sternensandverlag GmbH, Zürich

Warum dieses Buch? Die Fortsetzung der beiden vorherigen Bücher.

Klappentext/Rückseite:
Wo die Nacht den Tag berührt, suchst du den Pfad, der hinter die Nebel führt.
Schlafe tief, lass dich gleiten und dir durch schwarze Schwingen den Weg geleiten.
Zwölf  Jahre sind ins Land gezogen. Zwölf Jahre, in denen Elayne und Lancelot an der Nordküste Britanniens zur Ruhe kamen. Ihr Glück wird allerdings von düsteren Neuigkeiten überschattet, als ein alter Freund mit trauriger Kunde aus dem Zauberwald zurückkehrt. Zudem steckt König Artus in Schwierigkeiten und Lancelot begibt sich nach Camelot, wo ihn eine gefährliche Mission erwartet. Elayne zieht es indes zurück in ihre alte Heimat Corbenic. Doch ist sie für die Geheimnisse ihres Großvaters tatsächlich schon gewappnet?"

Elayne und Lancelot haben eine Festung mit Dorf aufgebaut, Galahad ist inzwischen ein Jugendlicher mit einer Schwester Nimue. Gawain kommt aus dem Zauberwald mit seinem kleinen Sohn zu ihnen, wo er sechs Jahre, die in der restlichen Welt zwölf sind, mit seiner Frau gelebt hat, die einem Überfall zum Opfer gefallen ist. Der Sohn Glyn bleibt bei Elaynes Familie, während Gawain sich nach Camelot aufmacht.
Nimue wird so krank, dass Morgaine geholt wird, die als einzige zu helfen weiß. Lancelot bringt seine Tochter aus guten Gründen nach Avalon, auf dem Rückweg hört er Neuigkeiten, die seinen Weg nach Camelot lenken. Währenddessen schließt Elayne in Corbenic mit ihrem Vater Frieden, Galahad lernt seinen Groß- und Urgroßvater kennen.

Nun, die erste Hälfte des Buches setzt die nette mittelalterlich anmutende Erzählung von Elayne und Lancelot fort, bevor in der zweiten Hälfte sich die Ereignisse überschlagen und die Handlung an Tempo gewinnt. Am Ende gibt es einen Cliffhanger, denn Nimue muss sich auf eine Suche begeben.

Wieder sehr gern gelesen, Band Nummer vier liegt bereit.

Sonntag, 10. Dezember 2023

Gelesen: ELAYNE - Rabenherz

 ELAYNE - Rabenherz von Jessica Bernett (Historische Fantasy)

ISBN 978-3-03896-031-7
Sternensandverlag GmbH, Zürich

Warum dieses Buch? Vor einiger Zeit habe ich den ersten Band der Reihe gelesen, und es ergab sich, dass eine Bücherfreundin sich die weiteren Bände kaufte und nach dem Lesen weiterschickte, danke. Nach diesem Buch liegen noch Band drei und vier bereit.

Klappentext/Rückseite:
Welche Möglichkeit bleibt dir, wenn eine Prophezeiung dein ganzes Leben überschattet?
Du suchst einen Weg, Licht zu finden.
"Elayne von Corbenic führt dieser Weg nach Camelot, zur legendären Festung von König Artus. Hier muss sie erkennen, dass ihr Herz noch immer an jenen Mann gebunden ist, der es einst zerbrach. Und dass nicht nur ihr eigenes Leben im Schatten einer finsteren Weissagung steht..."

Elayne verlässt Corbenic mit ihrem kleinen Sohn in Begleitung ihres Dieners und Freundes Liam, der unterwegs seine Braut trifft und heiratet. Zunächst wenden sich ihre Schritte in Richtung Caer Luel, wo Elayne hofft, ihren Großvater zu sehen, der aber mit seiner Frau Morgaine nicht anwesend ist. Statt dessen wird sie die Gefangene ihres Onkels (Cousins? Manchmal sind die Verwandtschaftsbeziehungen mir nicht klar.) Schließlich wird sie befreit und setzt, nach guten Gesprächen mit der liebenswürdigen Morgaine, ihren Weg fort.

Ursprünglich wollte sie mit ihrem Sohn nach Avalon und ihn dort in aller Ruhe aufwachsen sehen, aber schließlich folgt sie doch einer Eingebung, und ihre kleine Reisegruppe wendet sich nach Camelot. Dort hat Taegan, Liams Frau und inzwischen Freundin von Elayne, schon früher gelebt. Elayne verdingt sich als Küchenmagd, später wird sie von ihren Verwandten, Rittern der Tafelrunde, erkannt und wird Hofdame von Königin Gwenhwyfar.

Sie wollte ihren Sohn Gal seinem Vater vorstellen, jedoch hält sich Galahad/Lancelot derzeit verwundet in Astolat auf.

Nun wird sehr ausführlich das (scheinbar) mittelalterliche Hofleben geschildert, die einzelnen Charaktere ausgearbeitet, vom Alltag erzählt.

Irgendwann kehrt Lancelot zurück, und es entwickelt sich erneut eine zarte Liebesgeschichte, es gibt eine schwere Krankheit in Camelot, ein Mittsommerfest, ein Gerichtsverfahren - viel Aufruhr. Am Ende scheint es das Klügste zu sein, dass Elayne und Lancelot heiraten und mit Gal das Königreich verlassen. Aber zuvor entwickelt Elayne noch einen Plan, der helfen könnte, den Fluch zu brechen.


Solide Unterhaltung, wieder sehr gern gelesen. König Artus und seine Tafelrunde werden hier sehr viel freundlicher und lebensnaher, zugänglicher geschildert als in anderen Artus-Büchern.

Und es folgt der Griff zu Band drei.

Sonntag, 3. Dezember 2023

Advent

Wieder einmal haben wir es fast geschafft, die letzten Wochen des Jahres sind angebrochen.

Ich wünsche Euch eine zauberhafte, ruhige, gemütliche Adventszeit ohne Stress und mit leckeren Keksen.