Donnerstag, 17. November 2016

Gelesen: Ausgeblutet

Ausgeblutet - sterbe wohl... von Marcus Sammet, Thriller
Taschenbuch, Schindler Verlag, Holzkirchen
ISBN 978-3-939571-05-6

Warum dieses Buch? Die Facebook-Bücherlesegruppe hat Schuld, dort trieb sich der Autor herum...

Klappentext:
"Jetzt dachte sie, jetzt ist der richtige Augenblick. Sie griff mit ihrer freien Hand in den hinteren Saum ihrer Korsage und holte ein frisch geschärftes, klassisches Rasiermesser hervor. Im gleichen Moment, in dem sie schnitt, drehte sie sich zur Seite, um nicht direkt mit seinem Blut vollgespritzt zu werden.“

Britta Stockinger steht der Sinn nach Rache. Alle die für ihr unglückliches Leben verantwortlich sind sollen sterben. Ihr besonderer Hass gilt dabei Männern. Männern, die sie noch für ihre Zwecke benutzt, bis sie sie ausbluten lässt. Ihre Mutter soll die Letzte sein, die sterben soll. Dann erfährt sie etwas, das ihrem Leben eine ganz neue Richtung geben könnte.

Wenn du beginnst, deine Identität zu verlieren, weil jemand anders dein Leben besitzen möchte.
Ein Thriller mit einer eiskalten Mörderin"

"Ausgeblutet" ist der zweite Band der Sterbe-wohl-Reihe, und ein Teil der Handlung bezieht sich auf die Geschehnisse des ersten Buches, was zunächst für Verwirrung bei mir sorgte und erst im Verlaufe der Story klarer wird.

Barbara Stein ist im Begriff, mit ihrem Retter (erstes Buch!) Tom einen Erholungsurlaub auf Gran Canaria zu verbringen. Auf dem Weg dorthin machen Sie eine Zwischenlandung auf Mallorca, wo Barbaras in die Jahre gekommene Mutter lebt, die sie direkt zu sich zitiert hatte. Dort angekommen, geht diese mit Tom in ein Nebenzimmer, wo sie ihm eine unglaubliche Geschichte erzählt und versucht, ihre Tochter von Tom förmlich freizukaufen. Ganz so, wie es ihr mit den früheren Freunden Barbaras gelungen war. Allerdings nicht mit Tom! Er nimmt das Geld mit dem Kommentar, es sei für die Ausbildung ihrer künftigen Kinder, nimmt Barbara an die Hand und startet in den Urlaub.

Rücksprung: Nach Barbaras Entlassung aus dem Krankenhaus (erstes Buch!) hatten Freunde von Tom eine Welcome-Party gegeben, bei der sie alle seine Freunde kennenlernte. Toms bester Freund Jens nahm ihn beiseite und erzählte ihm eine haarsträubende Geschichte über, wie er meinte, Barbara. Tom beruhigte ihn und startete am nächsten Tag mit Barbara nach Mallorca/Gran Canaria.

Während Barbara und Tom bei Barbaras Mutter sind, passieren in München schlimme Dinge, in deren Verlauf Jens auf bestialische Weise ums Leben kommt.

Von nun an überschlagen sich die Ereignisse sowohl in München als auch auf Mallorca, die Protagonisten fliegen hin und her, es verschwinden auf höchst blutige Weise noch ein paar Menschen, es gibt eine Entführung - aber auch eine Rettung - und am Ende eine wilde Verfolgungsjagd durch München.

"Vor dem Haus sah sie sich um. Es galt, einige Vorbereitungen zu treffen. Ihre wohlbehütet aufgewachsene Schwester würde sicherlich bald aufwachen, um nach dem Rechten zu sehen. In Gedanken erstellte sie ene Liste, die sie Schritt für Schritt abarbeiten würde. Allem voran brauchte sie einen Wagen. Einen Kombi oder einen kleinen Lieferwagen. Diverse Seile und Klebebänder. Die Liste in ihrem Kopf wurde länger und länger..."


Das Buch ist modern, liest sich schnell in einem Rutsch weg und hat mich gut unterhalten. Sex spielt eine große bzw. tragende Rolle, die Details überschreiten aber gewisse Grenzen nicht, dennoch sind sie deutlich und zum Verständnis der Geschichte notwendig.

Ein besseres Lektorat hätte dem Buch gut getan, zwei "richtige" Fehler sind mir aufgefallen und ein paar nicht korrekt benutzte Zeitformen.

Insgesamt habe ich es gern gelesen und kann es empfehlen - auch wenn ich den Untertitel "Thriller" etwas übertrieben finde. Krimi, ja. Blutiger Krimi, das auch. Thriller für mich: nein.

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