Sonntag, 4. September 2016

Gelesen: Riley - Im Schein der Finsternis

Riley - Im Schein der Finsternis (Young Adult/Fantasy)
von Alyson Noël
Page & Turner (Goldmann), Taschenbuch
ISBN 978-3-442-20384-0

Warum dieses Buch? Ganz einfach, es ist der zweite Band der Serie

Klappentext:
"Riley ist tot, und das genießt sie ausgiebig, denn schließlich hat sie eine mehr als spannende Aufgabe: Seelen einzufangen, die auf ihrem Weg ins Jenseits verlorengegangen sind. Dabei sind es die schweren Fälle, derer sie sich mit Vorliebe annimmt. Allerdings fragt sie sich inzwischen, warum sie ausgerechnet diesem Geistermädchen Rebecca helfen wollte? Sie ist voller Hass und will nur Rache für ihren Tod: In einem gefährlich dunkel-glitzernden Nebel aus Zorn hält sie unzählige Seelen gefangen, um sie zu quälen. Riley ist verzweifelt – wie kann sie diesem Grauen ein Ende setzen? Wie kann sie der Finsternis gegenübertreten, ohne sich selbst darin zu verlieren?"

Frisch, frech und modern geht es hier mit Riley weiter.

Die junge Geisterjägerin Riley mit ihrem Hund Buttercup und ihrem Führer-Freund Bodhi haben sich nach dem letzten Abenteuer einen Urlaub verdient, den sie auf der Insel St. John verbringen, wo sie auf Rebecca mit ihrem Höllenhund treffen. Rebecca ist in einer Blase aus Wut gefangen und droht, alle in ihren Sog zu ziehen. (Die Blase kann übrigens durchaus wörtlich genommen werden.)

Riley trifft die Seele eines afrikanischen Prinzen, der ihr einen Wahrheitstrunk gibt und sie die Qualen der Sklaverei nachvollziehen lässt. Es geht hier um einen Sklavenaufstand, der Vater von Rebecca war der "Eigentümer"... und Rebecca war allein gelassen worden, als ihr Vater starb und das Haus, in dem sie versteckt war, angezündet worden war - was in ihr eine unglaubliche und unstillbare Wut hinterlassen hat, so dass weder ihre Seele noch die der umgekommenen Sklaven zur Ruhe kommen konnten.

Er musterte mich gründlich. Seine Miene wirkte ernst, und er erwiederte meinen Blick, als würde er sorgfältig drüber nachdenken.
Dann drehte er sich ohne ein weiteres Wort um und gab mir lediglich mit einem kaum merklichen Nicken seines Kopfes zu verstehen, dass ich ihm folgen sollte. Er führte mich weg vom Friedhof, weg von der Seifenblase und hin zu einer kleinen, mit Stroh gedeckten Hütte am Strand.

Ich blieb am Eingang stehen, nicht bereit, mich weiter vorzuwagen.

Für Riley gilt es wieder, Entscheidungen zu treffen, zu handeln, zu reifen.

Sie hat konstruktive Ideen, die sie wider alle Vernunft und ohne Befugnis des "Rates" in die Tat umsetzt, um letztendlich die in ihrer Wut gefangenen Seelen zu  befreien und zur Brücke (ins Jenseits) zu führen.

Ein Roman, der sich leicht und locker liest (ideale Bahnfahrlektüre für mich), inhaltlich aber nicht seicht ist. Es geht hier um Verantwortung, Entscheidungen und das Bezwingen von Wut - die sehr jung verstorbene Teenagerin Riley wächst mit ihren Aufgaben und bekommt am Ende ein intensiveres "Glühen." (Was es damit auf sich hat, weiß der Leser bereits nach Band eins...)


Wem der erste Band gefallen hat, der wird auch dieses Buch gern lesen.

Übrigens: Am Ende sind sowohl ein Interview mit der Autorin abgedruckt als auch eine Leseprobe/eine Vorschau auf Band drei.

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