Sonntag, 28. August 2016

Gelesen: Vor dem Frost

Henning Mankell - Vor dem Frost - Kriminalroman
dtv-Taschenbuch 2011/2014
ISBN 978-3-423-21259-5

Warum dieses Buch?
Wie schon bei der letzten Wallander-Buchbesprechung geschrieben: Vor einigen Jahren hatte ich schon einmal alle Mankell-Wallander-Bücher gelesen, es waren Leihgaben gewesen, und ich hatte alle zehn Krimis "in einem Rutsch" verschlungen.

Einige Bücher habe ich neu gekauft, die restlichen sind in der Warteschlange ;-)

Tatsächlich könnte man die Wallander-Krimis in einer chronologischen Reihenfolge lesen und sie als Serie betrachten, das erleichterte mir die Integration von Linda, Wallanders Tochter, hier Polizeianwärterin. Das schwierige Verhältnis zwischen ihr und ihren geschiedenen Eltern wird gelegentlich thematisiert - aber auch ohne Vorkenntnisse ist dieses ein guter und typischer "Wallander."

Klappentext:
"Kurz nach neun am  Abend des 21. August kam Wind auf. Der Mann, der in der Dunkelheit am Strand wartete, hielt eine Hand in die Luft, um zu prüfen, woher der Wind wehte. Ja. Er hatte die richtige Stelle ausgesucht...

Linda Wallander ist Polizeianwärterin in Ystad und darf Kurt Wallander bei seinem jüngsten Ermittlungen zunächst nur als Tochter begleiten. Doch als ihre Freundin Anna spurlos verschwindet, wird sie persönlich in den Fall hneingezogen und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln."

Eine Kartographin alter Pfade wird aufgefunden - bzw. ihr Kopf und ihre gefalteten Hände.  Linda Wallander sucht nach Ihrer Freundin Anna, die eine Verabredung nicht eingehalten hat. Der Vater von Anna ist nach 24 Jahren aufgetaucht - oder auch nicht?

"Ich saß also in dem Sessel am Fenster. Als die Angestellten an der Rezeption mich mißtrauisch  beäugten, buchte ich ein Zimmer. Um nicht zu verraten, daß ich eigentlich nur da saß und wartete, daß jemand vor dem Fenster auftauchte, kaufte ich in einem Schreibwarenladen ein Heft und tat so, als ob ich mir Notizen machte. Am nächsten Tag kam die dicke Dame wieder. Ich hatte sie nicht bemerkt."

Verschiedene Erzählstränge, die im ersten Moment gar nichts miteinander zu tun zu haben scheinen, verdichten sich langsam, ganz langsam (!) zu einer Geschichte, in der der Leser mehr zu wissen scheint als die Polizei von Ystad, die - wie immer - ganz beschaulich zu ermitteln beginnt, dann die Polizei von Dänemark und den USA mit einbezieht - womit eine größere Dimension gegeben scheint.


Die Aufklärung gelingt teilweise  - der kriminelle Hauptprotagonist entkommt... - Linda Wallander tritt ihren Dienst als Polizeianwärterin an.

"Minus drei Grad. Der Herbst in Schonen war dem Winter gewichen."

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