Dienstag, 30. August 2016

Gelesen: Everlight - Das Buch der Unsterblichen

Everlight - Das Buch der Unsterblichen, Roman
von Avery Williams
engl. Original "The Alchemy of Forever"
Knaur Verlag
ISBN 978-3-426-65326-5

Warum dieses Buch? Bei arvelle.de spontan dazugeklickt.

Gekürzter Klappentext (er scheint mir ungwöhnlich lang):
"Um für immer mit ihrer großen Liebe Cyrus zusammen zu sein, nahm Sera vor über 600 Jahren einen Trank, der ihre Seele von ihrem Körper löste und sie unsterblich machte. Aber nach Jahrhunderten in einem ewigen Kreislauf hat Sera genug – sie will fort. Doch Cyrus, einst liebenswert und charmant, kontrolliert inzwischen jeden Schritt, den sie macht. Und er wird alles tun, um zu verhindern, dass sie ihn verlässt."

Ich wüsste keine passende Kategorie für dieses Büchlein, vielleicht Young Adult/Fantasy?

Als ich begann, hatte ich keinerlei Erwartung, war, sicherlich beeinflusst von dem romantischen Umschlag, der Annahme gewesen, es hier mit einer seichten und kitschigen Geschichte zu tun zu haben. So kann man sich irren!

London, 1349, Seraphina ist 14 Jahre alt und darf an ihrem ersten Maskenball teilnehmen, wo sie auf Cyrus trifft. Sie wird Opfer eines Überfalls. Bevor sie stirbt, verabreicht ihr Cyrus ein Elixir, das ihr ermöglicht, mit ihrer Seele Besitz von einer anderen Person zu ergreifen... so lebt sie nun schon seit 600 Jahren.

Während dieser 600 Jahre hat sich Cyrus verändert, er wird zusehends dominant. Ein paar weitere auf diese Weise Unsterbliche haben sich ihnen zugesellt. Da Seraphinas Körper die Anstrengung nicht mehr lange ertragen wird, ist der nächste Körpertausch in Aussicht. Aber Seraphina mag nicht mehr, flieht, denkt an finalen Selbstmord.

San Francisco, ein Autounfall, die 16jährige Kailey kommt ums Leben. Während des Rettungsversuches beschlagnahmt - ganz aus Versehen - Seraphina ihren Körper, der im Nu heilt und nach Hause entlassen wird. Sie lernt Kaileys Familie kennen, Freundinnen, Schule - und Noah. Alle nehmen an, sie hätten es mit Kailey zu tun. Cyrus erscheint auf der Bildfläche und Seraphina/Kailey ist zu außerordentlichen Fluchtplänen gezwungen, die sie am Ende nicht durchführt. Sie ist verliebt und glaubt, Cyrus sei... Hier muss ich abbrechen, um nicht zuviel zu erzählen.

Jede Anstrengung, meinem Leben ein Ende zu setzen, ist durchkreuzt worden. Jede einzelne. Vielleicht war es einfach nur simple Unfähigkeit meinerseits - immerhin war ich sechshundert Jahre Cyrus' Gefährtin, da kann ich nicht erwarten, dass ich mich in der modernen Welt problemlos zurecht finde. Aber dann denke ich an die Nacht in der ich Kaileys Körper beansprucht habe, an die Vision von meiner Mutter, wie sie "noch nicht" flüstert, und ich habe das Gefühl, als wollte jemand oder etwas nicht, dass ich sterbe.

Das Buch ist modern, spielt in der Gegenwart und spiegelt den Alltag eines (amerikanischen) Teenagers wieder, von daher könnte die Geschichte für Jugendliche konzipiert sein. Es enhält eine Menge phantastischer Elemente, ein Spannungsbogen wird langsam und sicher aufgebaut, und der Leser fiebert zuletzt einem Happy End entgegen.

Und wird enttäuscht.

Leseempfehlung!

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