Sonntag, 12. Juni 2016

Gelesen: Der Knochenpoet

Der Knochenpoet, Susanne Kraus (Historischer Roman)
Antiquarisch gekauft, Helmut Lingen Verlag, Köln
Lizenz durch Bastei Lübbe, Köln
ISBN - keine -

Warum dieses Buch? Empfehlung aus der Bücherlesegruppe...

Klappentext:
"Kurz vor der Ankunft Kaiser Friedrich Barbarossas, der 1158 zum ersten Mal seine Pfalz im Marktflecken Lautern besucht, wird eine Truhe mit menschlichen Knochen gefunden. Alle sind in Angst und Schrecken versetzt. Zur gleichen Zeit taucht der Spielmann Trushard auf, auch der "Knochenpoet" genannt, der auf Rotrud von Saulheim, die Tochter des Burgherrn Merbodo, eine unerklärliche Anziehungskraft ausübt. Als sie auch noch Zeugin eines Mordes wird, für den ihr Vater zur Verantwortung gezogen werden soll, bleibt Rotrud nur ein Ausweg: Sie selbst muss den Mörder finden. Verzweifelt sucht sie nach einem Verbündeten. Doch kann sie dem einzigen Menschen, der etwas Licht in die Dunkelheit bringt - Trushard - wirdklich vertrauen?"

Die Autorin Susanne Kraus lässt diese Geschichte durchgängig von der Hauptperson Rotrud erzählen, es gibt keine weiteren Perspektiven oder gar Handlungsstränge und ist sozusagen linear aufgebaut.

Die Aufklärung eines Mordes, schließlich noch eines zweiten, die gesellschaftlichen und sozialen Verwicklungen zur Zeit Barbarossas sowie die historisch weitgehend (und im Anhang erklärten) korrekten Aspekte ergeben insgesamt zusammen mit dem ewigen Thema "Liebe" eine nette Geschichte, die sich gut wegliest - aber keinen hervorragenden Roman.

Ich empfand das Werk als langweilig, es wollte bei mir keine rechte Spannung aufkommen, kann das Buch lediglich als "nett" bezeichnen. Schade, denn ich lese sehr gern historische Romane, aber dieser konnte  mich nicht begeistern.

Kann man lesen. Muss man aber nicht.


"Barbarossa ließ keine Zeit verstreichen. Gleich, nachdem die Suche im Tiergarten erfolglos abgebrochen worden war, bestimmte er zwei Mitglieder aus seiner Leibwache für die Durchsuchung der Burg Beilstein. Sie sollten überprüfen, ob sich das vermisste Messer bei uns befand. Mir befahl er, seine Männer zu begleiten. Ich wusste nicht, wer von den beiden mir mehr zuwider war: Wilhelm, der gedrungene rotwangige Anführer, oder der blasse, schmallippige Philipp.
Wilhelm genoss seinen wichtigen Auftrag in vollen Zügen. Seine Augen, die wie aufgesetzte graue Glaskugeln hervorsprangen, strahlten vor Begeisterung. Wahrscheinlich fühlte er sich geschmeichelt, dass Barbarossa ausgerechnet ihn dafür ausgesucht hatte, einen gemeingefährlichen Mörder zur Strecke zu bringen."

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