Sonntag, 15. Mai 2016

Grüße aus Verona

Hallo, viele Grüße aus Verona.

Jetzt scheint die Sonne, aber innerhalb von 22 Stunden habe ich schon zwei sehr heftige Unwetter/Gewitter erlebt.

Gestern bei der Taxifahrt vom Flughafen, da hätte die Taxifahrerin wohl gerne Schwimmflossen unter den Reifen gehabt. Die Straßen wurden zu reißenden Flüssen... Hagel donnerte aufs Blech... und in den Nebenstraßen lag er so dick, das es aussah als hätte es geschneit!

Heute Vormittag war alles ganz harmlos (wie jetzt, strahlender Sonnenschein), um dann zwei Stunden später zu einem heftigen Gewitter zu werden. Ich suchte mir einen Platz unter einem Restaurantschirm, nach kurzer Zeit schwamm der Weg (ich musste auf meine Papier(!)tüte mit gerade gekauften Büchern aufpassen) und in den Aperol tropfte der Regen durch ein Loch im Schirm...

Was ich aber eigentlich erzählen wollte ist das, was mich (immer noch) wundert: Ich betrete italienischen Boden und spreche ohne Nachzudenken Italienisch! (Weder besonders komplizierte Dinge noch grammatikalische Spezialitäten, dafür aber spontan.)

Taxifahrer gestern und heute... Bücherkauf, wichtig: Unmut äußern und mich durchsetzen!!! Im Restaurant, weil man mich einfach vergessen hatte... ich kann das! Und am Taxistand an der "Piazza Bra", als andere sich vordrängeln wollten (und ich war wirklich fix und fertig)... Hier in der Unterkunft (dazu später mehr) mich verlaufen (meine Spezialität) und einen älteren Herrn gefragt... Alles, alles funktioniert sprachlich gut. Ich freu mich.

Ach, hm, hat vielleicht mit der regionalen sprachlichen Färbung zu tun? Es scheint hier ähnlich dem Italienischen in Florenz, aber doch noch etwas weicher zu klingen. Römisch ist dagegen hart. (Das bezog sich eher auf das Verstehen als auf das Sprechen, klar.)

So, es sollte kein langer Roman werden, aber trotzdem wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen. Fotos kommen später nach.

Kommentare:

  1. Verona im Regen? Kenne auch ich. Warst du schon am "Haus der Julia" und hast deinen Kaugummi dort angeklebt?
    LG

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  2. Heute scheint die Sonne - mit gelegentlichen dicken Wolken am Mittag. Ich bin nur zum Haus der Julia gegangen, weil eine Bücherlesefreundin so gerne ein Foto haben wollte. Hatte es letztes Jahr schon kurz gesehen... ein winziger Hof voller Leute, die den Balkon fotografieren möchten... und dauernd stehen irgendwelche Mädels drauf und lassen sich ablichten. Genau so mit der kleinen Figur, man kommt kaum dazu, mal ein Foto ohne menschliches Beiwerk zu machen. Den Punkt habe ich wirklich nur "erledigt."

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