Samstag, 12. Dezember 2015

Weihnachten

Bei einen Facebook-Freund geht es gerade um das "Zerbröseln von Weihnachten" Und ich fand diesen Text bei Tchibo: "Dieses Jahr gibt es Weihnachten die volle Ladung Geschenke." So gruselig!

Ich habe viele Jahre als Alleinerziehende von drei Kindern versucht, "unser Weihnachten" zu entwickeln. Eigentlich auch schon, bevor ich Alleinerziehende wurde.

Zuhause in meiner Herkunftsfamilie war Weihnachten schon künstlich, die kleinkindlich-nervende Oma musste geholt und gebracht werden, meine Mutter, immer im Stress, bemüht, etwas Besonderes zu machen, mein Vater in Freizeitkleidung, der die freien Tage für Haushandwerkerarbeiten nutzen wollte, die Stimmung immer gewittrig-angespannt, die sich meist am zweiten Feiertag entlud. 

Verheiratet und hochschwanger die unerwartete Fortsetzung, als Ehemann und Schwiegervater an der Kaffeetafel versuchten, einen Föhn zu reparieren... 

Es war nicht leicht, ein Familienweihnachten zu entwickeln, scheint aber letztlich irgendwie gelungen zu sein, in den letzten zehn Jahren allerdings variabel hinsichtlich der "Besetzung" hier. 

Ich habe immer gern Geschenke gekauft und alles liebevoll vorbereitet, auch eine "große Weihnachtsfeier" vorbereitet mit viel Essen... Vorspeise, Hauptgang, Dessert, italienischem Caffè, Wein etc.... Mit mehr oder weniger Erfolg übrigens. Meistens war es LaNonna, die schlechte Laune mitbrachte, in einem Jahr auch den italienischen Herrn, den ich auf gar keinen Fall hier bewirten wollte!!!

Und wieder ändert sich manches! Die Familie ändert sich, die Gegebenheiten damit auch.

Ich denke, es geht nicht um möglichst teure Geschenke. Es geht (wie immer) um die guten Gedanken an jedes Familienmitglied. Etwas zu finden, was wirklich Freude macht. Die Familie vergrößert sich, manche "Traditionen" bleiben (das habe ich dann gut gemacht),  manche werden verändert. 

Es bleibt spannend.

Ich sollte vielleicht mal Weihnachtsfotos scannen und einstellen?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen