Sonntag, 23. August 2015

Verlaufen. Zusammenbruch.

19.0.2015 - Nachmittag.

Nach dem Treffen mit Britta Zwischenstopp in der Tochterwohnung. Dann wieder los. Mein Ziel: Zum Rhein, einen längeren Spaziergang machen.

Straßenbahn zur Heinrich-Heine-Allee. So weit, so gut.

Einkaufsstraße, vorbei an den bekannten Geschäften. Nicht zum Rathaus, das hatte ich ja schon. Vorbei an irgendwelchen Kneipen - auch noch gut. Dann... keine Ahnung. irgendwo falsch abgebogen. Aber hübsch. Häuser, Skulpturen, plötzlich an der Düssel. Hübsch. Wirklich hübsch.




Wo bin ich eigentlich? Ah, an der Königsallee, eine Bank, ah, dort... Handy aus der Tasche geholt... Wohin muss ich mich wenden? Bis mein Handy google-maps aufgerufen und mich gefunden hat, ist eine gefühlte Ewigkeit vergangen... Und?  Bei welcher Brücke bin ich nun? Wo ist welche Himmelsrichtung? Ich muss zur... Straße... Packe das Telefon in meine Handtasche und wandere los. Die nächste Querstraße ist nicht die genannte. Gehe weiter. Komme zu einem tollen Markt. Wochenmarkt? Schöne Stände mit Pflanzen, Obst... gehe ... weiß nicht mehr, wo ich bin.




Gehe weiter in der Hoffnung, auf irgendwas Bekanntes oder wenigstens auf der Karte Benanntes zu stoßen. Bin verwirrt. Irgendwann an der Berliner Allee... hypermoderne Gebäude, alles Stahl und Glas... wohin muss ich mich wenden???



Ich habe Hunger, ich brauche ein WC... und habe vollkommen die Orientierung verloren.

Mein Smartphone ist nutzlos, weil es eine Viertelstunde braucht, bis es überhaupt irgendwas macht...

Ich gehe den Hinweisschildern für Parkplätze "Altstadt" nach, folge den Leuten, die schnellen Schrittes gehen... lande irgendwann wieder in der Nähe der Heinrich-Heine.... frage nach der Haltestelle (die Straßenbahnlinen haben ihre Haltestelln für Hin- und Rückfahrt nicht immer an der selben Stelle!)... habe die Stimme der Tochter im Ohr "geht jede Linie" (ja, von der Lindemannstraße aus!), steige ein...

... und merke nach einer halben Stunde, dass ich irgendwo am Arxxx der Welt lande, steige aus. Gehe auf die andere Seite für die Linie, die zurück fährt, warte, steige ein. Warum zum Teufel fährt dann die selbe Linie zurück nicht wirklich zurück?!?!?! Irgendwann bemerke ich, dass mich diese verflixte Straßenbahn aus der Stadt hinaus bringt!!!

Ich steige aus, frage jemanden, wie ich in die Altstadt komme, der zeigt mir den Weg zur U-Bahn... steige in die U-Bahn und fahre zur Heinrich-Heine-Allee. Riesiger Untergrundbahnhof. Rolltreppe rauf. Lange Wege sind zu sehen. Irgendwo steht Personal rum, ich frage, welchen Ausgang ich brauche...

Zur Erinnerung: Ich bin hungrig, durstig, brauche dringend ein WC, bin völlig orientierungslos, durchgeschwitzt (das Wetter ist warm und sonnig geworden!) und will einfach nur zur Tochter nach Hause!!!

Irgendwann sitze ich dann in der richtigen Straßenbahn, fahre zu M. und... habe bei ihr dann einen vollkommenen Zusammenbruch. Von dem ich mich bis heute nicht erholt habe. Nichts ist schlimmer, als vollkommen orientierungslos irgendwo in der Wallachei zu sein... (nirgendwo empfand ich es als so schlimm, obwohl ich Meister im Verlaufen und Verirren bin, nichtmal in Lucca...)

Mein Handy verlässt mich. Sagt, ich müsse die PUK eingeben. Keine Ahnung, warum. Handy außer Betrieb bis Zuhause.

Alles geht schief. Düsseldorf mag mich nicht.

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