Sonntag, 30. August 2015

Osteosynthese

Eine Osteosynthese also.

Die Operation dauerte mehr als sieben Stunden.

Ich war in der Wohnung der alten Dame, habe Papiere gesichtet und eine Tasche gepackt, Müll weggebracht... und bin ins Krankenhaus gefahren. LaNonna war im OP. Ich räumte alles in ihren Schrank, auf ihren Tisch, schrieb einen Brief, besorgte eine Telefonkarte, ließ das Telefon aktivieren und hinterließ meine Telefonnummer.

Am Abend habe ich denn endlich etwas gegessen - nach 24 Stunden. Ich hatte vorher keinen Hunger gehabt.

Dann die Warterei, bis dann spät die Info kam, sie sei aus der Narkose erwacht und "auf Station", es ginge ihr so weit gut.

Ich fragte der Schwester Löcher in den Bauch - vermutlich bin ich eine Heimsuchung, auch am Telefon, weil ich immer alles ganz genau wissen möchte. Sie tat mir eigentlich leid.

Eine Osteosynthese bedeutet also, dass jetzt allerhand Blech im Bein verschraubt ist. Es handelt sich um das linke, welches im vergangenen Jahr so viel Kummer machte - und immer macht, weil der Nerv ja dauerhaft geschädigt ist. Aber wenigstens ist das rechte Bein unversehrt.

Die Wohnung der alten Dame ist reinigungsbedürftig. Wer von mir und meiner Krankheit weiß, kann sich denken, dass ich das nicht mehr schaffe. (Ach ja? Bei mir zu Hause komme ich alleine klar...? Aber da kann ich alle Tätigkeiten ab- und unterbrechen, notfalls steht der Staubsauger zwei, drei Tage in der Gegend herum...) Die Putzdame, die gelegentlich sich der Wohnung angenommen hatte, hat kürzlich verlauten lassen, dass sie es nicht mehr machen wird. Nachdem sie schon einige Wochen überfällig war.

So sieht denn auch die Wohnung aus.

Am Abend also den Schwager MP angerufen, der auch gleich Rat wusste. Inzwischen habe ich eine Verabredung mit einer netten Frau, die nächste Woche dort den Staugsauber schwingen wird.

Es gibt viel zu tun und zu bedenken, aber ich mache es "step by step" - ansonsten wäre ich damit überfordert.

Stay tuned.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen