Freitag, 28. August 2015

Düsseldorf - Rückreise

22.08.2015 - Rückreise

Ausgeschlafen. Und bis drei müde Menschen dann koffeingestärkt wach und geduscht sind, dauert es eine ganze Weile. Zumal alle - irgendwie ist das lustig - mit müden Augen und Kaffe schweigend mit ihren Net-/Notebooks anzutreffen sind...

Irgendwann sind wir alle fertig geduscht, gefrühstückt, aufgebrezelt und ansprechbar. Und müssen schon bald los - mein Zug ist für kurz nach halb zwei gebucht, Tochter und Freund möchten mich auf den Weg bringen...

Der Hauptbahnhof in Düsseldorf ist groß, modern -und  voll! Ich habe ein Problem damit, wenn zu viele Leute unterwegs sind, ich mich gleichzeitig orientieren muss... das alles macht mich irre im Kopf.

Zuerst die Suche nach einem WC. Sozusagen "müssen auf Vorrat" - zum ersten Mal ausprobiert, was es mit dem Behinderten-WC auf sich hat. (Damals hatte Monika mich hinreichend aufgeklärt...) - Funktioniert nur mittels Klingel. Nichts passiert. Personal angesprochen.... (???) Nichts. Man behauptet: "besetzt." Das ist nicht wahr, die rote Lampe leuchtet nicht. Testergebnis = negativ. Normales WC benutzt, kostet einen Euro (!!!)

Dann gesehen, dass der Zug auf Gleich 19 einfahren soll... mit 60 Minuten Verspätung. Zu dritt ins Reisezentrum... Nummer ziehen... als wir dran sind, erklärt uns der Angestellte, dass es keine Möglichkeit zur Umbuchung gibt, der Zug aber sicher auf Gleich 19 einfahren wird.

"Le cro bag" gestürmt und für jeden ein Croissant erstanden (danke, Tochter), dann weiter getappert bis Gleis 19, erstmal Futterpause gemacht.

Gewartet, gewartet, gewartet. Natürlich nett unterhalten. Trotzdem - wenn ich Reisefieber habe, muss ich auch irgendwann starten...

Letztendlich hat der Zug 70 Minuten Verspätung. Tochter und Co befördern mich mitsamt Koffer hinein, kurzer und herzlicher Abschied, dann geht es auch bald los...

Bald steigen in mein Abteil (meinen Koffer behielt ich an meiner Seite, ich konnte/kann ihn nicht auf die Ablage heben) eine Mutter mit zwei Kindern (13 + ca. 7 oder 8 Jahre alt) und einem Riesenkoffer ein. Welcher meinem Gepäckstück Gesellschaft leistet, denn auch der ist zu groß und zu schwer, um ihn auf die Ablage zu hieven.

Mutter ist freundlich und zurückhaltend, die Kinder sehr gut erzogen. Essen, lesen, hören Musik unter Kopfhörern. Als mein Bahnhof angekündigt wird und ich mich dann mitsamt Koffer auf den Gang quetsche, bietet sich diese Frau an, mir meinen Koffer aus dem Zug und auf den Bahnsteig zu heben. Ich hoffe, sie ist danach gut in Flensburg angekommen!

Nun folgt der anstrengendste Teil der ganzen Reise: Das Umsteigen vom Fernbahnhof Hamburg-Harburg zum S-Bahnhof. Der Lift funktioniert - wie immer - nicht. Also hoppeldihoppel die Treppen runter mit meinem Koffer.  von der Zwischenebene aus auf den Bahnsteig funktionieren die Rolltreppen, allerdings alle beide von unten nach oben... also wieder hoppeldihoppel die Treppen runter... Dann drei Stationen bis zu meinem Heimatbahnhof. Dort funktioniert der Lift, allerdings habe ich noch ungefähr 200 m und zwei Mal zehn Stufen zu meiner Wohnanlage zu bewältigen.

Ja, ich bin gut, sehr gut, angeommen. Allerdings sehr erschöpft. Der Koffer wird erst am Sonntagmorgen geöffnet, nachdem ich sehr, sehr lange geschlafen habe.

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