Mittwoch, 31. Dezember 2014

Silvester

Schon wieder ist ein Jahr vorbei. Je älter ich werde, desto schneller scheint sich das Rad der Zeit zu drehen.

Seit langem feiere ich den Übergang von einem Jahr zum anderen nicht mehr, es sei denn, den "Kindern" kommt es gelegentlich in den Sinn "Mama, Silvester wie früher, mit Spielen und um Mitternacht draußen knallen" zu verbringen.

Mir scheint, ich habe schon alle möglichen Arten von Jahreswechselfeiern erlebt: als 18-jährige bei einer Massenveranstaltung in der Uni-Mensa (das verpflichtet dazu, hinterher zu behaupten, es sei unglaublich toll gewesen), später in der Stamm-Disco (was lustig war wegen der Freunde, aber an normalen Sonnabenden war es irgendwie noch lustiger), dann sehr schwanger mit gleichfalls schwangeren Jung-Familien beim Fondue (was Anfang der 80er Jahre gerade sehr in Mode gekommen war), später mit Baby bei der Freundin-Familie... es folgten Silvesterfeiern mit Kleinkindern "dürfen wir laaaange aufbleiben?!", mit Schulkindern (an den Sohn gerichtet, er möge sich mit den Knallkörpern "nicht erwischen" lassen), es wurden Knallerbsen geworfen und Bengalhölzchen abgebrannt.

Mehrere - es kommt mir wie eine unendliche Reihe vor - Silvesterabende wurden dann verbracht mit anderen Single-Müttern aus der fußläufigen Umgebung, jede brachte einen Salat mit (Kichererbsen! Nun nicht nur zur Geburtstagsfeier, auch zu Silvester!) und, ja, wir hörten laute Musik und tanzten mit den Kindern - insofern uns der inzwischen mit Silvesterschlangen behangene Weihnachtsbaum den Platz dazu ließ. Ein Beisammensein nur unter Frauen beim Raclette, was schön gewesen wäre, hätten sie nicht über die fehlenden Männer lamentiert und ihr Schicksal beklagt.

Später habe ich ein Silvester bei meinem damaligen Freund im Dienst im U-Bahn-Stellwerk verbracht (eine ganz neue Erfahrung), ein Jahr danach ganz klischeemäßig beim Ball in einer Tanzschule... Ein, zwei, drei (?) Jahreswechsel mit dem Schwager verbracht. Außerdem fällt mir noch der Abend ein, als eine Tochterfreundin (Kati) hier war und wir um Mitternacht - es war warm - nur mit Pullovern und langen Hosen und ohne Jacke (!) draußen waren, fast lebensmüde durch die Straßen und Wohnanlagen liefen (wegen der Böllerei). um meiner Tante Glück zu wünschen.

Ach, das sind noch längst nicht alle Stichworte, mir fallen noch so viel mehr (!) Begebenheiten respektive Feiern oder Vorkommnisse ein ... die kann ich in den nächsten Jahren an dieser Stelle bei Bedarf einbauen, aber, was ich eingangs meinte, ich habe irgendwie "alle durch."

Und bin ganz zufrieden, hier einen ganz normalen Tag zu haben, mir lecker Essen zu kochen, einen Schluck Wein zu genießen und um Mitternacht auf der Terrasse zuzusehen, was die Umgebung in die Luft verpulvert. Mit Glück habe ich eine klare Sicht und es ergeben sich vielleicht ein paar interessante Fotos. -

Ich hätte nun hier eine Menge an Bildern einfügen können, was ich unterlasse mangels derzeit kompatibler technischer Ausrüstung. Außerdem... vielleicht brauche ich sie zu einem späteren Zeitpunkt noch, wer weiß?

Auch ich bin nicht davor gefeit, mir Gedanken über das vergangene und das kommende Jahr zu machen. Dieses Jahr war sehr anstrengend und streckenweise auch traurig, erschütternd, verärgernd und kräftezehrend.

Trotzdem bleiben in guter Erinnerung:
Die Gesundheit ist stabil geblieben!
Mein wohl vorerst letzter Besuch in Dublin. Danke Tochter02 für alles.
Viele nette Leute, die ich im Umfeld der ebenfalls Lungenkranken kennen gelernt habe. (Dazu gehört der Besuch der Veranstaltung in Nürnberg, die "besonders" war, da sie inhaltlich erstklassig daher kam!)
Die besondere Zeit mit der Tochter01.
Die Renovierungsarbeiten und damit verbundene Neuanschaffungen...
Mein Kurzurlaub auf Helgoland.
Trotz aller Trauer neu gefundener Zusammenhalt in der Gesamt-Familie. (Fehlt einer.)

Bleibt gesund, freut Euch auf ein neues und spannendes 2015!

1 Kommentar:

  1. Was für eine schöne Rückschau - ganz ähnlich wie bei mir ...

    Alles Liebe von Susi aka texterella

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