Mittwoch, 12. Februar 2014

Buch des Monats Februar: Die Prinzen von Irland

Mein zweiter Beitrag zur BuchBlogParade von Eva MariaNielsen.

Edward Rutherford, „Die Prinzen von Irland“ – Die große DUBLIN-SAGA
Wilhelm Heyne Verlag München, Taschenbuch, ISBN 978-3-453-47072-9

Mein Buch des Monats Februar

Warum eigentlich? Vor einem Jahr stand ich in Tara, bestieg die Hügel mit den Königsgräbern (rollte auch einen hinab, aber das ist eine andere Geschichte) und wusste nicht wirklich viel über die Geschichte Irlands. Mein Wissen beschränkte sich auf das, was Reiseführer bezüglich Dublin hergaben sowie erste Stadterkundungen, Kirchenbesichtigungen, Touristenprogramm eben.

Mein jährlicher Besuch in Dublin stand an. Seit Monaten lag nun dieses Buch hier, ich hatte es mir auf eine persönliche Empfehlung hin zugelegt, und „es guckte mich die ganze Zeit an."

Das Buch beginnt mit einer kleinen und sehr liebevollen Einleitung über die Entstehung der grünen Insel und Unterschiede gegenüber Britannien. Vieles scheint im Dunkel der Geschichte verloren zu sein, das Wenige ist gut aufbereitet ohne zu langweilen.

„Der Himmel war bereits klarer, blasser Azur. In wenigen Augenblicken würde vom Meer her die Sonne aufgehen. Schon war von der Ostküste der Insel aus längs des Horizonts ein goldenes Schimmern zu sehen. Es war die Wintersonnenwende, der kürzeste Tag des Jahres.“

Die eigentliche Geschichte beginnt im Jahr 430, als Deidre zum Hochsommerfest Lughnasa verkauft werden soll und sich während der Festvorbereitungen in den Prinzen verliebt, der als Säugling von einem Druiden mit einem Spruch belegt worden war:

„Conall soll nicht sterben,
bevor er erstens sein eigenes Gewand beerdigt hat,
zweitens bei Sonnenaufgang das Meer überquert hat,
drittens durch einen schwarzen Nebel nach Tara gelangt ist.“

Im Folgenden wird ein gewaltiges Wortgemälde vom Leben, den Sitten und Gebräuchen der frühen Iren entworfen, das dem Leser eine erste Orientierung gibt von einer Historie, die sich deutlich von der bekannten Geschichte Nord- und Mitteleuropas unterscheidet.

Da ich das Buch nicht fertig gelesen hatte vor meinem Abflug, nun gerade wieder zurück bin, warten hier die weitere Geschichten des (der) Prinzen und der Insel, deren Gras wirklich grüner ist als anderswo – und das Wasser leuchtet türkis.

Kommentare:

  1. Hallo Gudrun. Danke für den Tipp! Ich liebe Irland, obwohl ich nur einmal dort Urlaub gemacht habe und so sehr gefroren habe. Die Kelten und das keltische Christentum üben immer Wieder und immer noch eine ganz besondere Faszination auf mich aus. Ich werde mir den Titel ganz sicher notieren. Danke!

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    1. Hallo Eva Maria, es freut mich, dass ich dein Interesse wecken konnte!

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  2. Ich habe auch schon manches über Irland gelesen und die alten keltischen Bräuche faszienieren mich sehr- auch was den Göttinenkult betrifft sehr!
    Also kommt dieses Buch sicher auch auf meine Liste1
    Schön dass du wieder eine gute Zeit hattest und heil wieder da bist!
    LG Angelika

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    1. Hallo Angelika, das Buch liest sich gut, ist aber auch ein dicker Wälzer, für den frau ein wenig Zeit benötigt ;-) Ein Reisebericht von mir ist noch angedacht - immerhin haben wir dieses Mal die Cliffs gesehen!

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    2. Angelika, was mir gerade einfällt... über keltische Bräuche und Göttinnen - allerdings nicht aus Irland sondern Britannien - findest du eine Menge in Marion Zimmer Bradleys "Die Nebel von Avalon". Kennst du das? LG

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