Freitag, 31. Januar 2014

Zu spät

Bauarbeiten im Hamburger Hauptbahnhof, ein Bahnsteig mit zwei Gleisen ist komplett gesperrt, die Ergänzungslinien (während der Hauptverkehrszeiten) sind gestrichen.

Gestern:
Ich gehe normal aus dem Haus, eine normale Bahn kommt. Alles gut.
Alles gut?
In Hammerbrook steht die Bahn zum ersten Male im Bahnhof und steht. Und steht.
Ansage: RTW-Einsatz im Hauptbahnhof.
Wegen RTW-Verspätungen bin ich nie böse, wir könnten alle einmal in eine Situation geraten, in der wir Hilfe benötigen.
Die Bahn steht.
Fährt schließlich los, langsam.
Steht auf freier Strecke, weil das Gleis noch nicht frei ist.
Wir erinnern uns: mehrere Linien werden gerade je Richtung auf einem Gleis abgefertigt.
Irgendwann Ankunft am und im Hauptbahnhof.
Voller Menschen. Gedränge. Geschubse.
Dann passen natürlich die U-Bahn-Anschlüsse nicht mehr.
Anruf in der Firma und letztlich eine Viertelstunde Verspätung.

Auskunft der Chefdame: Macht nichts. Gut, dass ich mich gemeldet habe, dann müsse man sich keine Sorgen um mich machen. Das klang sehr ernst gemeint.

Heute:
Ich gehe deutlich früher aus dem Hause, um eventuelle Verspätungen abzufangen.
Als ich auf dem Bahnsteig stehe, ist eine S-Bahn bereits seit zehn Minuten überfällig.
Kommt dann nach weiteren fünf Minuten.
Alles gut. Alles gut?
Erster längerer Halt in Hammerbrook.
Dann im Schneckentempo Richtung Hauptbahnhof.
Halt auf freier Strecke.
Fünf - zehn - fünfzehn - ... - dreißig Minuten.
Ein freundlicher Zugführer, der die Fahrgäste stets auf dem Laufenden hält.
Eine S-Bahn kann nicht abfahren und das Gleis frei machen - technische Probleme.
Technische Probleme nicht gelöst.
Zug wird entladen. Bedeutet: alles aussteigen. (Der beschädigte Zug wird entladen, nicht meiner.)
Wir - die Fahrgäste - üben uns in Geduld.
Irgendwann ist der defekte Zug weg und wir dürfen einlaufen.
Acht Uhr. Ich sollte jetzt am Arbeitsplatz sein.
U-Bahn: alles normal.
Eintreffen am Arbeitsplatz gegen halb neun.

(Zeitverlust. Angespannt, alles muss fertig werden, letzter Arbeitstag.)

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