Dienstag, 14. Januar 2014

Döner macht -

- nee, nicht schöner. Aber satt und zufrieden.

Nicht mein Tag, so rückenschmerztechnisch. Schlecht und wenig geschlafen, trotz des warmen Körnerkissens (aus Irland, mit Lavendel, so schön!) - am Morgen praktisch bewegungsunfähig. Atmen nur ganz oberflächlich, die Rücken-(Muskel-?)Schmerzen verhindern tiefes Einatmen, mithin auch ordnungsgemäße Anwendung meiner Dauermedis.

Ich bin kein Fan davon, jedes kleine Wehwehchen mit Schmerzmitteln zu behandeln - aber es war fünf Uhr morgens und es ging schon gleich überhaupt nichts. Also meine sorgsam gehüteten IBU 600 hervor gekramt.  Nach etwa einer Stunde beginnen sie zu wirken, leider hält das nicht lange vor. Nach fünf Stunden die nächste, dann ließ die Wirkung während meines wöchentlichen Termins nach... Deshalb:

Gegen die Rückenschmerzen eine Familienpackung Ibu verordnet bekommen.

Vor die Infusion hatte der Doc heute eine große Blutabnahme gesetzt. Was normalerweise kein Problem ist. Nadel setzen, Adapter an die Kupplung, jede Menge Blut ernten, dann an die Kupplung ans normale Schlauchsystem anstöpseln. Dabei lief ein klein wenig Blut über meinen Arm, und die Azubine hat es gut gemeint und an mir herum gewischt. Leider dabei den Arm ein bisschen zu viel bewegt und die Nadel verschoben. Ergebnis: piek... Und Stopp. Ins Gewebe sollte das Prolastin nun nicht...

Anderer Arm. Hier sind die Adern dünner. Also dünnere Nadel, Infusion läuft... nach ein, zwei Minuten: piek... Und Stopp. Schon wieder ins Gewebe.

Zurück zum rechten Arm. Hier war ein wenig Blut an der sowieso schon vernarbten Einstichstelle, und aufgehen sollte der Einstich von kurz zuvor nun auch nicht... also mit Trick darunter gestochen...
Bluterguss. Brennt. Piekt. Schon wieder ins Gewebe.

So langsam wurden diese Manipulationen meinem Kreislauf zu viel. Meinem schmerzgeplagten Nervensystem sowieso. Meine Entscheidung: Abbruch heute. Schade drum, dass nun die Hälfte von dem sündhaft teuren Zeugs entsorgt werden musste. Aber ich konnte ganz einfach nicht mehr.

Und die Horrortour mit einer vom Arzt ins Handgelenk gesetzten Braunüle (immer sehr schmerzhaft), dem dann entstehenden riesigen Bluterguss, den 14 Tage andauernden Schmerzen am Handgelenk, nein danke, die wollte ich heute auch vermeiden. Ich konnte einfach nicht mehr.

... Auf der Heimfahrt Hunger wie ein Rudel Wölfe.

... Beim Aussteigen aus der Bahn: Schmerz und Erschöfpung.

...Döner!

Noch nie (echt und ehrlich) habe ich mir einen Döner gekauft. Obwohl ich jeden Tag am Dönermann vorbei gehe. Und obwohl es dort vor Edelstahl und Sauberkeit nur so blitzt.

...Aber heute.

Einen großen. Mit allem. Fleisch, Tomate, Salat, Zwiebel, Knoblauchsoße. Egal, ich will alles.


Nach Hause. Schmerz. Nichts geht mehr.
Meine Büroklamotten in die nächste Ecke geschleudert - Glas Wasser - wo sind die  IBUs? Tablett, Serviette, Kissen in den Rücken, Fernseher an, Döner her!

Neee, Döner macht nicht schöner (hab extra mal im Spiegel nachgeguckt) - aber extrem satt und zufrieden.

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