Dienstag, 7. Januar 2014

Arztgespräch - positiv

Als im vergangenen Jahr mein Lu-Doc mich fragte, woran ich denn einen Infekt erkennen würde, war ich mehr als "angefressen". Unter anderem auch deshalb - und weil ich so sehr auf mich allein gestellt war in den letzten zehn Tagen - hatte ich gestern Abend ein ausführliches Protokoll getippt mit dem täglichen Verlauf der verschiedenen Beschwerden, meiner Medikation und deren Anpassung. Zuletzt am Nachmittag noch handschriftlich ergänzt um "heute".

Zuerst in der Praxis Blutabnahme für die Blutgasanalyse (jetzt muss ich wieder auf Forschungsreise im Netz gehen, die habe ich zum ersten Male in Händen), dann Lungenfunktionstest mit Gasaustauschtest, dann rein ins Gespräch. Ich war so müde, heute ging es mir eher schlechter als gestern, und hatte solche Konzentrationsstörungen, schon den ganzen Tag lang und ein elendes Rauschen im Kopf.

Trotzdem. Seine Einleitung: In den drei Jahren, die er mich jetzt betreut, sei ich total stabil. Sehr gut!

Ich: obwohl ich gerade einen Infekt habe und es mir nicht gut geht.

Gründliches Abhorchen.

Darauf hin legte ich ihm meine Papiere auf den Tisch und besprach den Verlauf, die Medikamente etc. Besonders die von ihm immer empfohlene Kurz-Stoßtherapie mit Prednisolon hilft mir nie, weil immer am vierten Tag neue und mehr Beschwerden hinzu kommen.

Ha! Darauf meinte er, es seien eben nicht alle Menschen gleich. Wenn es bei soundsoviel hunderttausend richtig sei, müsse es nicht auf mich zutreffen. Im Wesentlichen winkte er mein Behandlungsschema durch. Verschrieb mir für den nächsten Notfall ein anderes Antibiotikum, weil chronisch Lungenkranke häufig noch mit anderen Keimen zu kämpfen haben als "Normalgesund-Kranke". Aber kein Avalox. Gottseidank.

Weiterhin gingen wir eine Seite Stichworte und Fragen von mir durch. Meine Ideen fand er gut, insbesondere:

Da mein Schlafzimmer in Kürze saniert wird, fragte ich nach Matratzenbezügen, welche antiallergisch sind. Und sofort machte er mir die Verordnung fertig und erklärte das Verfahren.

Gewünschte Kontrolle des Alpha-1-Spiegels Ende des Monats fand er sinnvoll.

Meine Medikamentenwünsche mit Kennzeichnung "aut idem" wurden unterstützt.

Auf meine Frage zur Überanstrengung Ende November reagierte er entspannt. Keine Spätfolgen zu befürchten, eher dann Erschöpfung. Genaueres wäre nur nach eingeschobenen Lufu-Test zu sagen gewesen. Aber keine Sorgen machen.

Eine Frage zu einem asymptomatischen Nachkömmling von mir und Verhalten im Infektfalle konnte er mir zu meiner Beruhigung beantworten.

Welches Medikament er im Oktober vorgeschlagen hatte, wusste er nicht mehr (!), war aber einer Meinung mit mir, dass die Dauermedikation so bleiben kann, weil ich sehr gut damit zurecht komme.

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