Mittwoch, 18. September 2013

Himmlische Juwelen

Ich habe Urlaub, da gönne ich mir den Luxus von Lesezeit. Vor Minuten aus der Hand gelegt habe ich:

Himmlische Juwelen - Donna Leon - Diogenes Verlag/hier: Weltbild-Taschenbuch

Wieder einmal habe ich mich von einer wunderbaren Umschlaggestaltung "einfangen" lassen. Wohl wissend, dass dieses keiner der bekannten Brunetti-Krimis ist, hatte ich mich auf einen Kriminalroman, dessen Handlung in Venedig stattfindet, gefreut.

Und jetzt weiß ich gar nicht, was ich sagen soll. Oder doch: Enttäuschung.

Caterina, Doktor der Musikgeschichte, gibt eine gute Stelle an der Universität in Manchester auf, um in ihrer Heimatstadt Venedig den Inhalt zweier Truhen aus dem Nachlass eines barocken Komponisten und Kirchenmannes zu analysieren. Zwei Cousins, späte Nachfahren des Musikers, hoffen, in den Besitz eines Testamentes und möglicherweise auch von Schätzen zu gelangen.

Genau wird die Recherche der Dottoressa geschildert, ein wenig Lokalkolorit fließt mit ein, ein bisschen ihr Familienhintergrund. Zäh habe ich mich hindurch gearbeitet, kurz gibt es zwei minimale Spannungsspitzen in Form einer unheimlichen Begegnung und einer Beinahe-Liebesbeziehung. Und schon flacht die Geschichte wieder ab.

Die Auflösung enthält einen kleinen und feinen Humor.

Und schon war es das für mich.

Kommentare:

  1. Das Buch ist nur die eine Hälfte dieser Veröffentlichung der beiden Freundinnen: Umbedingt sich dazu die CD "Mission" der Bartoli anhören !! Hier steht nämlich alles über den Kirchenmann, Musiker, Diplomaten, Geheimdienstmann, Missionar und Menschen Agostino Steffani . ....Oder haben Sie gewußt, das er lange Jahre am Hannoverschen Hof wirkte und vielleicht in die dubiose Sache mit dem Verschwinden (Ermordung?)des Grafen Königsmarck aus Agathenburg verwickelt war?

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    1. Noch vorgestern kannte ich nicht einmal den Namen Steffani. Die "dubiose Sache" wird ja zwei lang - zwei breit, innerhalb dieses Romans geschildert. Ausführlich bis zur totalen Ermüdung. Historisch mögen die Zusammenhänge interessant sein, aber als Krimi oder auch nur gute Unterhaltung, taugt das Buch *für mich* nicht.

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  2. Hierzu auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Agostino_Steffani
    LG Sibylle

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