Sonntag, 25. August 2013

Ich koch dich tot

Was sich wie eine surreale Überschrift liest, ist ein Buchtitel.

Ellen Berg: Ich koch dich tot - aufbau-taschenbuch - (k)ein Liebes-Roman (so der offizelle Untertitel)

In weniger als einem Tag gelesen, seichte Unterhaltung, amüsant gemeint. Was zunächst ganz lustig anfängt, wenn denn ein Todesfall an sich überhaupt lustig sein kann, ermüdet beim Lesen schnell.
Launig erzählt die Autorin die mörderischen Verirrungen einer zutiefst verwirrten plötzlich verwitweten Frau.

Die Autorin verwendet sehr viel bildhafte Gegenwartssprache, immer knapp an der Alltagssprache vorbei, manchmal kann das ganz nett sein, meistens hat es mich genervt. Alle Situationen, in denen die Protagonistin herum irrlichtert, verleiten diese zum Singen deutscher Schlager, die eingefügten Textzeilen wären für meine Kollegin sicherlich eine reine Freude, da auch diese den ganzen Tag lang (so kommt es mir vor) unentwegt deutsche Schlager vor sich hin trällert. Aber ich schweife ab. Der Roman, der sich nicht schlecht liest, war mir zu "gewollt" ausgerichtet am Klischee einer modernen Frau, inklusive einer Mindestportion Sex, mal romantisch, mal... so, wie sich Lieschen Müller das möglicherweise erträumen mag (?).

[Stapel ungelesener Bücher um eines reduziert - bessere liegen drin...]

Nachsatz: Ich habe das Buch weiter gegeben am meine Kollegin, die sich sehr gefreut hat und schon beim Überfliegen der ersten zwei Seiten lachen musste. Na denn...

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