Dienstag, 27. August 2013

Beschwerde?

Infusionsdienstag, "meine" Arzthelferin/MfA/whatever ist aus dem Urlaub zurück. Ein Pieks, die Nadel sitzt, die Infusion läuft. Procedure as usual. Ich erzähle ihr die Geschichte von letzter Woche. Sie  bietet an, eine förmliche Beschwerde aufzunehmen. In der Praxis wird Qualitätssicherung ernst genommen, auch eine anonyme Beschwerde wäre möglich. Es gibt einen wöchentlichen Gesprächskreis zur QS.

Nein. Ich kann meinen behandelnden Arzt nicht verärgern. Ich brauche ihn noch. Verdammte Zwickmühle.

Sie wird trotzdem das Thema zur Sprache bringen, anonymisiert und verallgemeinert.

Ich möchte nur zwei Dinge:

1. Man soll den Patienten/die Patientin ernst nehmen, zuhören, angemessen reagieren. (Ich hatte gesagt, mir sei nicht gut - das bedeutete, dass die Ohnmacht/der Kreislaufkollaps im Anmarsch war. Die Antwort war, ich müsse ein bisschen Unbequemlichkeit eben mal aushalten!)

2. Man soll bitte reden, sagen, was man vorhat, ggf. fragen. (Er knetete an meinem Arm herum, ich sollte mein Armband ablegen, er sagte NICHT, dass er eine Braunüle ins Handegelenk sezten wollte. Das tut und tat weh und sorgte für eine Woche Schmerzen und einen dicken blauen Fleck!)

"Man" bedeutet hier "Dr. T." - wer die Praxis kennt, hüte sich davor, von ihm eine Nadel gesetzt zu bekommen...

 Die ganze Unterhaltung hat mich nochmal ziemlich mitgenommen...


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