Mittwoch, 22. Mai 2013

SO 12.05.2013 - Trastevere

Ich begann den Tag damit, den Ausblick aus meinem Fenster im fünften Stock festzuhalten, nicht ohne die dauernde Angst, mein Gerät würde mir aus der Hand und in die Tiefe stürzen sowie diesem allgegenwärtigen Kribbeln unter den Fußsohlen, das ich immer habe, wenn ich mir großer Höhe bewusst bin.



Mein heutiger Ausflug verlief etwas anders als geplant: Der Bus kam auf dem Lungotevere nahe der Ponte Sisto nämlich vollends zum Stehen, nachdem er schon einige Zeit sich nur nach Stop-and-Go-Methode fortbewegt hatte. Also stieg ich aus und ging Richtung Brücke, wo ich mich noch über das reichliche Polizeiaufgebot wunderte.


Na gut, wenn ich nun schon einmal hier war, konnte ich auch jetzt meinen Abstecher nach Trastevere machen...


... und ging über die Ponte Sisto und geradewegs auf ein zwecks Restaurierung verhülltes Denkmal zu.


Nach wenigen Schritten war ich mitten drin in Trastevere, dem ursprünglichsten Stadtteil, mit seinen verwinkelten Gassen... und ich war und bin mir sicher, alle Fotos, die man dort machen kann, in früheren Jahren schon gemacht zu haben - trotzdem konnte ich mich der Faszination nicht entziehen. (Und genau so sollte es mir in Rom noch häufiger gehen. Immer mit dem Gedanken unterwegs, gerade dieses eine einzige, besondere Foto noch nie gemacht zu haben, machen zu müssen...)





Ich kam zu einem mir wohlbekannten Torbogen - oft gesehen, oft fotografiert... Warum nicht vom bekannten Wege abweichen und nachsehen, wohin die Straße dort führt?


Nach einen kurzen Wegstück ...


... kam ich zur Villa Farnesina.


Die italienische Bezeichnung "Villa" steht, anders als im Deutschen, für die Bezeichnung eines Herrenhauses mitsamt Garten-/Parkanlage. So ist folglich die Villa Farnesina nicht nur ein hochherrschaftliches Haus (heute Muesum), sondern es gibt auch einen hübschen Garten und eine kleine Parkanlage.




Auf meinem Weg zurück von der Villa begegnete mir ein Trupp Nonnen, die offenbar von einer Demonstration kamen...


... und einen kleinen Moment später folgte eine Gruppe Herren in schwarzen Kleidern...


... welche bald darauf sämtlich in einer Kirche verschwanden:


Ich vermute, dass sich hiermit (also mit der Demonstration) auch das eingangs berichtete Polizeiaufgebot, vielleicht sogar der Stau auf der Straße (so dass der Bus nicht weiter kam), erklärt.

Für mich ging es jedenfalls weiter auf der Via della Scala,...


... wo ich tatsächlich auch "mein" Glasperlengeschäft wieder fand. (In 2011 hätte ich schwören mögen, es sei nicht mehr vorhanden!)


Schnell merkte ich, dass ich das Verhandeln von Preisen, was ich mir in Florenz angenommen hatte, noch nicht verlernt habe.

Bald fand ich mich auf der Piazza Santa Maria in Trastevere ein, wo ich mich auf der Brunnentreppe niederließ...




... und schließlich (selbstverständlich) mir das Kircheninnere zum soundsovielten Male ansah. (Ich konnte ja nun auch nicht davor stehen und dann wieder umdrehen!)



Wie meine Ausflugstour ihren Fortgang nahm, werde ich demnächst berichten, für den Moment soll es das gewesen sein.

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