Montag, 20. Mai 2013

SA 11.05.2013 - Corso Vittorio Emanuele II und Piazza Navona

Verlaufen. So gnadenlos. So peinlich. In meinem Lieblingsstadtviertel, dass ich "eigentlich" aus dem Effeff kennen sollte. Ich kann diese Desorientierung nur meiner totalen Übermüdung zuschreiben, immerhin seit zwei Uhr nachts auf, inzwischen mit reichlichem Hunger gesegnet, da hat dann mein Gehirn wohl ausgesetzt.

Zum Corso Vittorio Emanuele fährt der berühmt-berüchtigte 64er Bus, den von der Stazione Termini aus zu nehmen war gar kein Problem. Aber es war Wochenende, die Stadt knallevoll - und genau so auch der Bus. Ich konnte also nicht aus dem Fenster sehen, um festzustellen, wo genau ich aussteigen musste. (Weder Ansage noch Anzeige in den Bussen.) Der Corso ist lang und hat drei Haltestellen, die seinen Namen tragen. Da ich es in der Enge (ich will mich nie wieder über volle S-Bahnen beklagen...) nicht mehr aushielt, stieg ich an der erstbesten Station im Corso V.E. aus - und ging "natürlich" zunächst in die falsche Richtung. Ich bin ja so verflixt abhängig davon, dass ich aus einer Richtung und auf einer Straßenseite irgendwo ankomme, wie ich eine Gegend kennen gelernt habe.

So weit, so ärgerlich. Denn: In dieser Straße habe ich mal ein paar Tage gewohnt, durch diese Gegend bin ich mit dem Töchterlein -zig Male spaziert, bei Tag und auch bei Nacht.

Zuerst überwog noch meine Euphorie, wieder hier sein zu können, da habe ich noch fleißig fotografiert...



Zwei Thronsessel

Und wieder im Corso Vittorio Emanuele II:


Irgendwann habe ich schließlich meinen entscheidenden Irrtum bemerkt (sonst würde ich ja noch heute dort herumirren...) und bin schlussendlich auch in meinem gewünschten Restaurant gelandet. "Insalata Ricca", zwar eine Restaurant-Kette, aber hinsichtlich der Salat-und-Pasta-Karte über mehrere Jahre immer wieder gern genommen. Zum ersten Mal ganz alleine dort - und schon wollte man mich an einen Tisch quetschen, der mir ganz und gar nicht behagte. Lustig, das zweite Mal an diesem Tage, dass ich mich in irgendeiner Form zur Wehr setzen musste...

Irgendwann war der Bauch voll (und die Füße müüüüde), aber drei Schritte von der Piazza Navona entfernt, musste ich ihr nun wenigstens noch meinen Antrittsbesuch abstatten:

Fontana dei Quattro Fiumi


Sant' Agnese in Agone


Fontana del Nettuno


Der Rückweg gestaltete sich fast einfach. Mit dem 64er Bus zurück zur Stazione Termini. Aber wo verflixt war der Bussteig für meinen 360er??? Ich habe mehrere Leute gefragt, bis mir ein Angestellter der Verkehrsbetriebe ATAC eine vernünftige Auskunft gab. Dieser Bus fährt nämlich nicht an den üblichen Bussteigen ab, er hat seine Haltestelle am Fußweg entlang der Hauptverkehrsstraße. Okay, endlich gefunden. Leider fährt diese Linie nicht so häufig. Manchmal kam der Bus sofort - oder ich hatte eine gute halbe Stunde Wartezeit. So auch an diesem ersten Abend in Rom.

Ich war spät im Hotel und habe - trotz ungewohnter Umgebungsgeräusche, lärmender Hotelgäste (Kinder- und Jugendgruppen, wild wie die jungen Fohlen) und zu weicher Matratze sofort tief und fest geschlafen.

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