Montag, 20. Mai 2013

SA 11.05.2013 - Anreise und Ankunft

Meine größte Sorge war, den Wecker um 02:00 Uhr auch ganz bestimmt zu hören, folglich hatte mich mir eine ganze Batterie von Weckern (Wecker, Telefon, zwei Handys...) gestellt und war sehr früh ins Bett gegangen, hatte trotz Lampenfiebers auch wirklich schnell einschlafen können.

Selbstverständlich war ich beim ersten "Piep" sofort hellwach, kochte mir einen Kaffee und machte mich startklar. Um kurz nach drei Uhr verließ ich das Haus gen Bahnhof, wo gegen halb vier pünktlich die S-Bahn eintraf. Je weiter es zum Hauptbahnhof ging, desto voller wurde sie, Feiervolk auf dem Weg nach Hause. Allein schon von der Luft hätte man einige Alkoholpromille im Blut haben müssen...

Dank um diese Uhrzeit - deshalb ja der Start leicht verspätet, wenn man berücksichtigt, dass man ca. zwei Stunden vorm Abflug am Flughafen sein soll - vorhandener Direktanbindung an den Airport war ich dann auch zügig eingetroffen und konnte mein Gepäck abgeben. Meine Güte, welch eine lange Schlange! Bestimmt 20 Minuten musste ich anstehen, um meinen Koffer los zu werden. Etwas über16 kg, habe es also gut gemacht, wollte ja nicht zu schweres Gepäck haben.


Ich habe festgestellt, dass ich inzwischen hinreichende Flugerfahrung habe, und an den Flughäfen nicht mehr so unsicher bin, das hilft enorm. (Und jedes Mal bei dieser Reise gab es die weitest entfernt liegenden Gates mit einem elend langen Marsch!)

Angekommen in Rom-Fiumicino suchte ich mir sofort ein Taxi. Ich guckte mir "meinen" Taxifahrer aus (genau, nach Sympathie, der erste Blick ist ja angeblich so wichtig!), wartete, bis er der nächste in der Reihe war... und hatte nun meine erste Italienisch-Lektion. Soll heißen, dass er mich fragte, woher ich so gut Italienisch könne... und verwickelte mich ins Gespräch. Ich sagte, es sei doch noch fehler- und mangelhaft, da meinte er nur, das sei selbstverständlich, dafür müsse ich es ja auch sprechen... Und er hielt das Gespräch am Laufen.

Er lieferte mich am Hotel ab, meinen Koffer aus, verabschiedete mich mit Handschlag und bat um telefonische Bestätigung für die Abholung eine Woche später.

Ein paar hundert Meter vom Hotel entfernt hatte er mir eine Aussichtsterrasse mit Kaffeebar gezeigt, was kurze Zeit später meine "Rettung" sein sollte:

An der Hotelrezeption war der Teufel los! Mindestens dreißig junge Leute mit Betreuern waren vor mir eingetroffen und belagerten den Empfang. Der junge Mann hinter dem Tresen war sichtlich überfordert. Und fand meine Reservierung nicht. Hörte mir auch nicht richtig zu. Bat mich, fünf Minuten Platz zu nehmen. - Nach zwanzig Minuten wurde es mir zu bunt, aber dann gab es ganz plötzlich auch einen Zimmerschlüssel für mich.


Da eigentlich noch Frühstückszeit war, fragte ich nach einer Tasse Kaffee, die ich angeblich auch bekommen könnte, jedoch war im Frühstücksbereich gähnende Leere, niemand anwesend.

Was sollte ich mich nun ärgern, das wäre nun auch kein toller Urlaubsanfang gewesen - also machte ich mich auf zur "Piazza delle Muse" samt Kaffeebar, wo ich in aller Ruhe und in der Sonne sitzend einen Cappuccino und ein Cornetto genoss.


Von dort aus startete ich dann meine erste Erkundung.

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