Dienstag, 28. Mai 2013

Lungenfunktionstest

Alternative Überschrift: Pollen und gereizte Augen. Zum Aussuchen also.

Tatsächlich wurde es heute draußen hell, ein Leuchten gar erschien am Himmel. Sollte das die Sonne sein?

Unsere Bürotür ist unsere Außentür. Diese halten wir geöffnet, wann immer es das Wetter zulässt. Hmhm...

Am Nachmittag wunderte ich mich über meine "blinden" Augen. Verfluchte innerlich meine Office-Brille (war sie nicht gestern auch schon Grund des Ärgers bei mir?). Bis mir einfiel, dass schuld wohl meine Pollenallergie war. "An sich" wird mein Heuschnupfen derzeit sehr gut "gedeckelt" mit einer Tablette Loratadin täglich. Kein Niesen, kein Halskratzen, kein Bronchienpfeifen. Und meine morgens früh geschwollenen Augen bessern sich innerhalb kurzer Zeit nach der Tabletteneinnahme.

Nun also eine heftige Attacke am Nachmittag. Bezeichnend war, dass während der U-Bahnfahrt in die City mein klarer Blick zurückkehrte. In der Arztpraxis immer besser wurde. (Hat schon mal jemand in der U-Bahn etwas blühen gesehen? In einer Allergologie- und Lungenarztpraxis? Na also.)

Während die wöchentliche Infusion lief, fragte ich ganz harmlos nach passenden Augentropfen, welche mir auch verschrieben wurden. Aber: "Dr. T. möchte noch einen Lungenfunktionstest gemacht haben." Wahhhh... das nervt. Immer, wenn ich irgendeine Kleinigkeit habe, kommt erst die LuFu. Ich höre mich noch sagen: "meine  Bronchien haben doch im Moment nichts, sondern meine Augen"...

Inzwischen habe ich verstanden, dass man den eigentlich notwendigen vierteljährlichen LuFu-Test bei mir gerne übersehen hat und dem Doc das immer dann einfiel, wenn wegen irgendwelcher akuten Beschwerden eine Rücksprache nötig war. (Hatte mich zuletzt im Dezember geärgert - ich war akut krank und musste noch so viel Zeit investieren und den durchaus mitunter anstrengenden Test absolvieren...) Ooooookaaaaaayyyyy... Ab sofort nehmen die Angestellten und ich die LuFu auf Termin, dann kann nichts mehr vergessen werden.

Beim Blick auf den Monitor staunte der Doc dann Bauklötze: "Die Werte sind sehr viel besser geworden." Ja klar, mir geht es ja auch im Moment sehr gut.

So im Nachhinein und in aller Ruhe fange ich natürlich an zu grübeln ... Klar bekomme ich besser Luft, wenn ich fast 20 kg weniger als früher mit mir herumschleppe - aber: zerstörtes Lungengewebe kann nicht regeneriert werden. Diesen Widerspruch kann ich nicht auflösen. Aber mich natürlich freuen, dass meine Messwerte mein Befinden wiederspiegeln.

[Man bewerte diese Verbesserung bitte nicht über: von einem FEV1 bei 45 % vor zweieinhalb Jahren bin ich jetzt bei einem FEV1 von 49,irgendwas % angekommen. Fühlt sich aber nach mehr an.]

Die Augentropfen waren in der Apotheke übrigens nicht vorrätig. Und das verschriebene Generikum ist auch nicht mehr zu haben, bestellt die Apotheke das Original und klärt das selber mit der Krankenkasse. Und was mache ich heute und morgen am Tage? Da bin ich der Empfehlung des Apothekers gefolgt und habe zur Überbrückung ein frei verkäufliches mitgenommen. Besser als nichts.

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