Samstag, 25. Mai 2013

An Petrus - reloaded

Reloaded from here

Hallo Petrus,

mir ist schon klar, dass du als ehedem erster Papst andere Dinge da oben auf deiner Wolke zu tun hast, als dich um mein Anliegen zu kümmern, aber du hast doch noch so ein oder zwei Nebenjobs - auch die wollen mit Sorgfalt und Bedacht ausgeübt sein!

Sicherlich hast du dieser Tage viel um die Ohren mit der Kontrolle an deiner Himmelstür, aber hast du dich schon gefragt, warum in diesem Sommer so viele Fische bei dir Einlass begehren? Na ja, kann ja sein, dass du das im Eifer des Gefechtes übersehen hast, da möchte ich dir gerne helfen:

Es hat so viel geregnet, dass bei all diesen Wassermassen sich viele Fische verirrt haben und ein trostloses Dasein fristen mussten in rostigen Autokarosserien und muffigen Kellerräumen. Dass das der Gesundheit nun nicht gerade zuträglich ist, darauf muss ich wohl nicht erst hinweisen. Daher kommt gewiss die lange Schlange an deiner Himmelstür!

Ganz ehrlich, erfüllst du so deine Aufgabe als Behüter der Fische? Verzeih meine Kritik, aber dein zweiter Nebenjob verlangt von dir doch auch, von Zeit zu Zeit die Wolken, die du zum Nutzen und Frommen der Natur riefst, wieder zum Verschwinden zu bringen - oder irre ich mich da?

Es häufen sich hier die irdischen Klagen von fröhlichen Joggern und Radfahren, dass sie ihren gesundheitsfördernden Sport nicht mehr ausüben können. Sollen nun also auch die Menschenschlangen an deiner Tür länger werden? Naturfreunde und Sportler liegen schlammtropfend mit roten Nasen bereits darnieder.

Bitte hab' doch ein Einsehen mit uns Irdischen.

Lieber Petrus, ich habe in Rom in deiner ganz persönlichen Kirche ja auch andächtig vor dem Niedergang zu deinem irdischen Grab gestanden und die ewigen Lichter angeschaut - ist das nicht Grund genug, dass du mir den kleinen, wirklich klitzekleinen, Gefallen tun magst, die dicken Regenwolken mal ein wenig zur Seite zu schieben?

Oder nimm' einfach deine großen Schlüssel - ja, richtig, die zum Lösen und Binden - schließ dein Himmelstor mit dem einen Schlüssel (wenn mein Plan gelingt, kommen ja auch keine Fische mehr, die Einlass begehren), stell' danach bitte die Auslaufventile der Wolken ab und kette sie dann irgendwo im Süden (da hat Luzifer so große Feuer gelegt, löschen ist jetzt ohnehin angesagt) fest. Da kannst du sie denn gerne mit einem Sicherheitsschloss fixieren. Ja richtig, hier kommt der zweite Schlüssel ins Spiel!

Ich wäre jetzt in vorauseilendem Gehorsam gerne demütig und dankbar, kann mir aber nicht verkneifen, dir dennoch zu sagen, dass ich mir vorbehalte, gegebenenfalls bei Missachtung meiner ja nun wirklich fundiert vorgetragenen Bitte deinen Vorgesetzten über diese Pflichtverletzung zu informieren!

Mein Haupt neigend und auf durchnässte Socken blickend verbleibe ich...

Kommentare:

  1. :-) Das hast du gut gemacht Gudrun, ich schließe mich voll und ganz an!!!!Schmunzel, lach!!
    LG Angelika

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    1. Tja, Angelika, wir können nun nur noch hoffen, dass wir (nach langem Winter und nun eigentlich auch ohne Frühling) wenigstens einen Sommer bekommen!
      Ganz liebe Grüße *wink*

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  2. Du sprichst auch mir aus der Seele. :o) Wir sehnen auch die Sonne herbei und möchten so gerne auf Balkon und in den Garten. *seufz* Raus an die Luft, munter werden, buddeln und grillen.

    Herzlichen Dank für die Aufnahme in Deine Blogroll. Das freut mich total. Habe ich gerade erst gesehen. :o))

    Liebe Grüße vom kleinen grünen Planeten,
    Maren

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    1. Hallo Maren, im ersten Moment bin ich immer wieder irritiert, weil du wie eines meiner Kinder heißt :-) Ja, alle warten auf freundlicheres Wetter... bin so froh, dass ich in Rom eine Woche Sommer hatte...
      Ach, die Blogliste, ja... davon mache ich kein großes Ding, was mir gefällt, kommt rein - und gut. Vielleicht mag der eine oder andere Leser ja draufklicken. Ich gehe eh' meist über den Reader...
      Grüße auf den grünen Planeten!

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