Montag, 22. April 2013

Rom, ich komme!

Ich bin so aufgeregt.

Es ist ein ganz großer Unterschied, ob das Töchterlein in weit-weit-weg lebt und besuchsweise hin geflogen wird, da erwartet einen eine junge Frau am Terminal, die genau weiß, wie und wohin es weiter geht, meist in ihre eigene Behausung, die man sofort als eigene adoptiert und sich vom "Kinde" umsorgen lässt.

Oder ob frau ihren Mut zusammen sammelt, recherchiert, rechnet, Stadtpläne befragt, schon die Hoffnung fahren lässt, das "perfekte" Reisepaket schnüren zu können, dann weit nach Mitternacht das beste ihr genehme Angebot findet - und dann nicht bucht, weil sie sich nicht traut, mit müden Augen die richtigen Klicks mit dem erforderlichen Sachverstand zu treffen.

Dann einen Screenshot schnell an die Büroadresse mailt, um dann in vielleicht geheim-verbotener Mission in Reiseangelegenheiten bei Tageslicht unterwegs zu sein.

Dann guckt, sucht, bucht, Kreditkartendaten sind nun eingegeben - schwupps ist die Reisebestätigung auf dem Schirm und in der Mailbox: Hotelbestätigung. Hotel weder zu nahe bei der Stazione Termini - um so das Töchterlein zu beruhigen, welches jahrelang Einwohnerin der Stadt war und genau weiß, wo vorzugsweise nicht gewohnt werden sollte, noch außerhalb der Ringstraße bzw. zu weit vom Stadtrand entfernt, um unnötige Anfahrtskomplikationen zu vermeiden. Stattdessen in einer Gegend der Stadt, die ich noch gar nicht kenne. Nun eben kennenlernen werde.

Einzelzimmer mit Frühstück. Das war schwierig genug, die sehr preiswerten Unterkünfte bestehen meist aus Sammelunterbringungen in 5-er Schlafräumen. Nicht meine Welt. Ob ich nun ein eigenes Bad habe? Ich hoffe doch, so ganz klar ersichtlich war es mir nicht. Und so sehr preiswert auch nicht, eher gerade noch im Rahmen.

Der Flug, Airberlin, vor Tau und Tag. Aber mit Billigflieger hätte ich Check-In für den Rückflug auch elektronisch machen müssen - ohne Drucker keine wirklich sichere Sache, um an die Bordkarte zu kommen. Also früh um sechs Abflug. Zwei Stunden direkt, immerhin. Zurück nach einer Woche.

Und nun bin ich wieder über meinen Mut erschrocken, genau wie im vergangenen Herbst, als ich nach Florenz flog, dieses ganz allein und für mich geplant zu haben. Und freu mich wie verrückt!!! In meinem Kopf kreiselt es schon wieder: Was mitnehmen, woran vorher denken? Mein Italienisch? Wacht gerade wieder auf. Mein Hirn ist voller Selbstgespräche, wenn das kein Anfang ist...

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