Samstag, 20. April 2013

Die liebe Gesundheit

Nachdem mein letzter Infekt vom Dezember erst Ende Januar vollkommen verschwunden war, erfreute ich mich in letzter Zeit (so weit möglich) guter Gesundheit. Alle Infekt-Attacken in meinem Umfeld habe ich unbeschadet überstanden.

Ich bastele mir lieber meine Erkrankungen ganz unabhängig.

Zu Beginn der vergangenen Woche meldeten sich arge Halsschmerzen bei mir, ein Schnupfen kam schnell hinterher. Bevor der Infekt auf die Bronchien übergehen konnte, begann ich damit, mein Cortison zu schlucken. Diese Entscheidung mache ich mir niemals leicht, das wird sich so bald auch nicht ändern. Bald zeigte sich, dass meine Kopfhöhlen dabei waren, sich zuzusetzen, eine Familienpackung Sinupret war schnell besorgt. Gestern dann furchtbare Kopfschmerzen, bis Mittag fühlte ich mich dann deutlich krank.

Die ganze Woche gut, sogar sehr gut, am Arbeitsplatz durchgehalten. Kollegin "out of order", da hält frau natürlich auch extra gut durch, aber die allgemeine Stimmungslage war auch recht fein.

Gestern Mittag dann bei meiner Internistin-Hausärztin angerufen mit der Frage, ob ich ein Antibiotikum bekommen könnte, das vielleicht weniger Nebenwirkungen als das Avalox hat, welches ich hier in Reserve halte. Nein, ich solle mich hinlegen, schonen, inhalieren (gemeint muss hier eine Heißwasserdampf-Inhalation sein) und bei Verschlechterung in ein Krankenhaus gehen. Mittlerweile kam ein Husten dazu. (Alarmstufe rot.)

Nach Feierabend, Freitag ist ja immer nur ein halber Arbeitstag, in der Apotheke mein Cortison abgeholt, welches mir mein Facharzt am Dienstag verordnet hatte (Notfallmedikamente müssen immer ausreichend im Vorrat sein), mich gewundert, dass ich ein Generikum bekam. Gewundert deshalb, weil das Decortin in zweieinhalb Jahren noch nie ausgewechselt wurde. Stichwort "Rabattvertrag Krankenkasse."

Zu Hause dann richtig abgebaut. Gegessen - nie wieder Medikamente auf leeren Magen! - nach gründlichem Überlegen Avalox genommen, was ich nun natürlich 5 Tage machen muss. Viel getrunken, dann geschlafen. Aufgewacht um 21 Uhr, Cortison genommen, Sinupret, Wasser getrunken. Etwas unheimlich war es mir, dass sich so eine Art dumpfer Schmerz im Brustkorb ausbreiten wollte. Panik unterdrückt, wieder geschlafen.

Heute früh geht es mir deutlich besser, kein Husten, kein Schmerz, die Nebenhöhlen kämpfen sich mehr recht als schlecht frei, ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Mattigkeit ist noch vorhanden.

Was mich wundert, ist, dass meine Hausärztin meinte, ich solle doch am Wochenende ins Krankenhaus gehen. Warum für mich eine AB-Behandlung erforderlich ist, erklärt sich doch aus meinen Patientendaten, auch wenn ich sie erst gut zwei Jahre kenne, halte sich sie doch auch mit den Infos vom Facharzt auf dem Laufenden - warum hat sie das verweigert? Bei Bedarf am Montag in die Sprechstunde kommen...? So lange hätte ich den Infekt sich ausbreiten lassen sollen?

Seufz. Ich wollte so viel Haus- und Gartenarbeit machen heute...

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