Samstag, 16. März 2013

Sechzehn

Kilogramm.
Abgenommen seit Mitte August.

Das Lustige dran ist, dass ich überhaupt keine Diät mache.

Ich bekam schlicht und ergreifend die "rote Karte" von meiner Internistin, die meinte, ich sei eine Kandidatin für beginnenden Diabetes. Ich bin furchtbar undiszipliniert, dachte ich... aber wenn gesundheitliche Gefahr droht, kann ich plötzlich alles.

Und es ist überhaupt nicht schwer.
Ich habe meine Ernährung umgestellt und verzichte auf alles, was Zucker enthält. Nicht gemeint ist alles, was von Natur aus Zucker enthält, quasi so gewachsen ist. Auch auf Brot kann ich nicht verzichten, aber ich esse überwiegend Vollkornbrot. Ich esse alles, was mir schmeckt, kam aber praktisch sofort darauf  (Lesebrille auf beim Einkauf!), dass fast alle industriell hergestellten Lebensmittel tabu sind.

So wird noch mehr als bisher eifrig frisches Gemüse, reichlich Obst und Vollmilchjoghurt, Vollkorn, Käse etc. gefuttert. Die meiste Zeit verzichte ich auf  "Zwischenmahlzeiten", wenn ich im Büro Knusperbedarf habe, knabbere ich zwei, drei Reiswaffeln. Ganz nebenbei ist mein Kaffeekonsum ein wenig rückläufig, so werden mehr Früchtetees und Mineralwasser vernichtet.

Zuerst nahm ich jede Woche ein Kilogramm ab - und wunderte mich sehr. Dann hörte ich auf, mich zu wundern und legte mir nach fast dreißig Jahren ohne wieder eine eigene Personenwaage zu. (Die ja auch nützlich ist, um Fluggepäck zu wiegen.) Seit ungefähr Anfang Januar nehme ich sehr viel langsamer ab, habe laut meiner Ärztin eigentlich "Normalgewicht" und könnte allmählich damit aufhören...

Aber: Ich nehme gar nicht absichtlich ab. Das, was mir mein Leben lang nicht mit diversen Diäten geglückt ist, passiert quasi zufällig bei konsequentem Zuckerverzicht.

Und: Meiner Lungenkrankheit kommt die Gewichtsreduzierung zu Gute! Ich bin fröhlicher und körperlich belastbarer, schnaufe wesentlich weniger, kann meine Einkäufe besser schleppen... usw. usw.

Fröhliche Folge: Kleidung, die ich im Laufe der Jahre als "zu eng" weg gelegt hatte, hält nach und nach wieder Einzug in meinen Kleiderschrank. So viele schöne Sachen, ich fühle mich reich.

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