Dienstag, 5. Februar 2013

Blutbad

Wöchentlicher Infusionstermin, mein Doc lotst mich persönlich ins Labor.

Daraus schließe ich, dass die junge Frau, die in den letzten Monaten die Nadel setzte, nicht anwesend war. Meine "Lienblingsstecherin" darf nicht mehr pieksen, sie erwartet ein Kind, da gelten für das Praxispersonal besondere Richtlinien. Und von den Anderen darf nicht jede, manche kann es gut, manche eher nicht, manche machen's sowieso nicht.

So, die mittlerweile geübte junge Frau war also nicht da, Urlaub, krank, whatever.

Doktor Doc fragt, was ich denn gern hätte, Butterfly oder Braunüle? Ich hasse die Braunüle, außer im Krankenhaus, wo ich mir alles gefallen lasse. Ansonsten: tut weh, auch noch 10 Tage nach dem Einstich. Also Butterfly wie sonst auch. Das ist eine Nadel mit grünen "Flügeln", die während der Infusion auf dem Arm mit Pflaster fixiert wird. An diesem Butterfly ist ein dünner Schlauch dran, welcher in einer kleinen Kupplung endet, auf die der Infusionsschlauch gesteckt oder geschraubt (?) wird.

Um zu sehen, dass die Verbindung "steht", muss beim Abwärts-Halten des Schlauches Blut aus der Vene hinaus- und nach der Kupplung nach aufwärts dann die Infusionsflüssigkeit hinein laufen.

Tja, was der Arzt nicht täglich macht, kann er halt nicht so gut, wie das medizinische Praxispersonal... Sehr gut angestochen, kein fühlbarer "Pieks", die Infusion lief später auch sehr gut und flott, jedenfalls hielt er wohl etwas zu lange den kleinen Schlauch nach abwärts:

Eine kleine Überschwemmung entstand, erst lief das Blut meinen Arm entlang, dann auf dieses Armpolster, worauf er üblicherweise liegt, die Hände des Doc waren nach Art des Vampirs, es tropfte auf meinen Rock, den Fußboden...

Am Ende hatten die Assistentin und er einiges mit der Reinigung zu tun. Und ich dadurch Zeit, ihn kurz nach einer Notfallausstattung für meine kleine Reise zu befragen.

Jetzt weiß ich endlich auch, wie es läuft, wenn die wirklich fähigen Mädels nicht anwesend sind.

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