Donnerstag, 13. September 2012

Euro-Schuldenkrise einseitig betrachtet

Dieses ist kein Polit-Blog. Trotzdem ein paar Gedanken aus gegebenem Anlass:

Unser Geld ist den Banken nichts mehr wert: Meine Schwägerin wollte kürzlich für ihren Arbeitgeber knapp eine halbe Million Euro für ein Jahr anlegen, das Höchstgebot des Haus-Kreditinstitutes waren 0,475 %  (oder so ähnlich, auf jeden fall unter einem halben Prozent) Zinsen!

Niemand legt mehr Geld an (bis auf einige wenige unerschrockene Menschen vielleicht), stattdessen wird es offenbar investiert, gerne in Immobilien. Entweder neue oder es wird "auf Teufel komm raus" saniert.

Folge: Handwerksfirmen werden mit Aufträgen geflutet und kommen kaum hinterher. Der Fachkräftemangel kommt zum Tragen, nicht einmal die Personal- und Zeitarbeitsfirmen haben qualifizierte Leute. Selbst ausbilden, wie soll das gehen, wenn sich keine jungen Männer bewerben? Ich habe von mehr als einem Unternehmen gehört "wir nehmen keine Aufträge mehr an, die Kapazitäten sind erschöpft."

Anstatt dass sich jetzt die Handwerksfirmen eine "goldene Nase" verdienen, und es sieht von außen betrachtet genau danach aus, kassiert der Staat vom Gewinn nochmal fast 70%.

Dieses Geld gibt unser Staat denn den notleidenden EU-Ländern, unsere Zeitung titelte heute mit "Euro-Urteil bereitet Weg für Vereinigte Staaten von Europa." Nichts gegen die EU "an sich", aber der Normalbürger hat das Gefühl, wir - Deutschland - müssen für alle anderen Länder bluten.

Eine höchst einseitige Sichtweise natürlich - aber heute gerade mal meine.

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