Sonntag, 30. September 2012

Ausflug nach Lucca

Gestern habe ich einen wunderbaren Ausflug gemacht. Zurück am Abend konnte ich nur noch mit brennenden Füßen ins Bett fallen, deshalb noch kein Blog-Artikel hier. Jetzt muss ich (spät aufgestanden) raus... gucken, welche Museen auf meinen Weg liegen könnten, heute ist der Eintritt angeblich kostenlos. Irgendein besonderer Tag/Feiertag ist heute.

Wartet also noch ein wenig auf meinen Lucca-Bericht - immerhin bin ich schon dabei, Fotos ins Album zu laden.

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Andiamo...........

Ich hatte mir also die Zugverbindungen aus dem Internet abgeschrieben und wollte den treno alle 09:10 nehmen. Leider war ich ein Dusseltier... hatte total vergessen, dass in Italien große Anzeigetafeln für für die Ankunft und die Abfahrt existieren, las die ganze Zeit lang am Hauptbahnhof, das am Automaten gedruckte Ticket schon entwertet (gilt aber für sechs Stunden) in der Hand die Zugzeiten für die Ankunft, glaubte an eine leichte Verspätung - während nebenan "mein" Zug abfuhr. Peccato! Ich bin also zum Kundenservice gewackelt (Bahnhof super modern, alles vorhanden, was die Menschin braucht) und habe nach dem nächsten Zug gefragt (Zettel lag im Hotel, egal)... Jedem Sprachlerner kann ich nur empfehlen, die ersten fünf Lektionen ernst zu nehmen! All' diese Floskeln sind nämlich nicht langweilig sondern wichtig und funktionieren genau so! Also mein Zug... alle undicitrentotto. Na super, eineinhalb Stunden Wartezeit!


Nun hätte ich ja inzwischen ins Hotel zurückgehen oder einen anderen Spaziergang machen können, aber irgendwie wollte ich lieber "mitten im Leben" sein. Also etwas zu Essen (una ciabattina con la cotoletta, un caffé macchiato per portare via) besorgt, eine handtaschentaugliche Frauenzeitschrift und mir eine Bank gesucht.



Alles klar, auf nach Lucca. Der Zug hielt irgendwie an jeder Gießkanne, aber ich konnte die schöne Landschaft draußen betrachten.

Bahnhof Lucca:



Und nun? Wohin? Im Hotel hatte man mir gesagt, es gäbe am Bahnhof eine Touristen-Information... Man muss schon gut die Augen offen halten, wenn man das Hinweisschild finden will... aha, rechts herum...
geschlossen?!? Achso, Mittagspause, noch 10 Minuten warten. Inzwischen begann es zu regnen, Schirm aus Tasche ausgegraben... danke Lucca, nun auch noch alles trostlos hier.

Zeitvertreib war dann eine kleine Unterhaltung mit zwei Amerikanern, die auch mit der Tourist-Information bzw. deren Angestellten sprechen wollten... diese freundliche Frau erschien tatsächlich pünktlich und sprach mich gleich auf Deutsch an. Steht irgendwo auf meiner Stirn "deutsch" geschrieben? Ich vermute, ich machte eine typische Bemerkung, als sie auf der Bildfläche erschien, so etwas wie "wie schön"... :-))

Die nächsten Stunden sollte ich nun mit dem dort erhaltenen Stadtplan in der Hand verbringen.




An mehreren Stellen gibt es - ich dachte an "Eingänge" - Durchgänge durch die Stadtmauer, sie scheint im Inneren komplett mit Wegen versehen zu sein, und man kann durch ein Gängegewirr laufen. (Für Autos gibt es hin und wieder eine "porta"). Ich hatte nun ausgerechnet einen Eingang ausgewählt, wo ich direkt in eine Mittelalter-Ausstellung geriet. Na gut, warum nicht - wenigstens hatte der Regen mittlerweile aufgehört.




Kaum wieder im Tageslicht, war ich augenblicklich mit der Stadt versöhnt, und nach wenigen Schritten hatte sie mich mit ihrem Charme komplett "eingewickelt":







--- Fortsetzung folgt demnächst --- (30.09.2012 - 20:47)

1 Kommentar:

  1. Ciao Gudrun :-)
    Habe mir erlaubt, hier mal wieder vorbeizuschauen und bin natüürlich gleich hängengeblieben...Schön von Anbeginn habe ich es bis hierher geschafft und lass es für heute wieder gut sein. Wie immer geniesse ich Deine Reise-Reportage sehr, insbesondere die italienisch angehauchten ;-)
    Lass es Dir weiterhin gutgehen und versüsse Dir den Herbst mit den tollen Erinnerungen (geht auch ganz ohne Zucker!)
    Myrna mit einem lieben Gruss

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