Freitag, 8. Juni 2012

Tod und Teufel

Schon länger bin ich voller innerer Unruhe, habe so viel zu tun, aber auch so viel, womit ich mich in meiner Freizeit beschäftigen möchte, dass ich irgendwie einen Zustand erreicht habe, in dem ich von allem ein bisschen mache, aber niemals genug, um zufrieden zu sein. So in Richtung ein bisschen lernen, ein wenig gärtnern, manchmal Küchenexperimente... Ich möchte gern öfter wieder unterwegs sein - aber auch mehr Haushaltsdinge schaffen. Und unbedingt wieder lesen, ganz ohne zu lernen, einfach zur Entspannung, ohne tieferen Sinn und Zweck.

Hier liegt, und so geht es wohl so manchem, ein Haufen ungelesener Bücher, die meisten aus meinem seit einigen Jahren bevorzugten Bereich der historischen Romane.

Bei meinem letzten Gang durch die Buchhandlung schien es "kauf mich!" zu rufen - und ich bin ganz sicher, dass ich genau dieses Buch dem Töchterlein vor einiger Zeit schenkte. Aber egal (auch wenn wir ansonsten natürlich kreuz und quer tauschen) - ihr Buch liegt in Dublin und ich bin hier :-)

Frank Schätzing - Tod und Teufel - Taschenbuch - Goldmann-Verlag

Ein Kriminalroman aus Köln im Jahr 1260. Es gibt nicht allzuviele historische Romane aus dem deutschen Mittelalter, also stürzte ich mich auf dieses Lesevergnügen: Vier Tage, in denen es um Leben und Tod geht, rasante Szenen, immer wieder unterbrochen von langatmigen historischen Erklärungen und philosophischen und psychologischen Weltbetrachtungen der Protagonisten. Immer dann, wenn mich die Leselust zu verlassen drohte, wurde die Handlung flott vorangetrieben. Schade. Normalerweise lese ich Frank Schätzing sehr gern (wer kennt ihn nicht, den "Schwarm"?), dieses Buch bekommt von mir nur eine 3+ bescheinigt.

P.S. 10.06.2012: Das Buch der Kleinen liegt inzwischen bei der Großen, die sogleich rückmeldete, dass es ihr ebenfalls zu langatmig ist und sie nicht recht voran kommt.

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