Freitag, 15. Juni 2012

Die Farben von Florenz

Nach zwei Blogposts über Gesundheits-Krankheits-Sachen ist ein anderes Thema fällig, also muss mein Buch herhalten, das ich gerade lese. Dieses Mal ein Glücksgriff und eine Empfehlung!

Rainer M. Schröder - Die Farben von Florenz - Pater Angelicos erster Fall - Knaur Taschenbuch

Wieder habe ich es mit einem historischen Kriminalroman zu tun, der wie mit einem Donnerschlag sofort in die Handlung einsteigt, genauer: in eine mittelalterliche Folterkammer.

Diese Szene entpuppt sich als "Schachtel" (Rahmenhandlung), innerhalb derer erzählt wird, wie der malende und häufig häretische Dominikanermönch Angelico einen vermeintlichen Mord, offensichtlichen Selbstmord, aufzuklären versucht.

Auffallend ist eine angenehm-stilvolle Ausdrucksweise des Schriftstellers, die gut zum mittelalterlichen florentiner Ambiente passt, ohne jedoch antiquiert zu wirken. Spagat gut gemeistert.

Ich habe das Buch im Moment zur Hälfte gelesen und nehme es gern immer wieder zur Hand. Der Spannungsbogen verliert sich hin und wieder innerhalb der Schilderungen des mittelalterlichen Florenz, von Ordensangelegenheiten oder Erklärungen der gesellschaftlichen Zusammenhänge (Medici!), der Roman wird dabei aber nie langweilig.

Da das Buch mit "... erster Fall" untertitelt ist, besteht Hoffnung auf mehr Krimis dieser Machart - aber zunächst werde ich diesen komplett verschlingen!

Kommentare:

  1. Zurzeit lese ich (in der Bahn) Astrid Lindgrens, die Brüder Löwenherz. IT-Katastrophen in der Fa. und volles (Sport)Programm n. F. hindern mich am Bloggen.
    Gute Besserung und ein schönes WE
    z54

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