Samstag, 23. Juni 2012

Avalox III. - nur Geduld!

4. Einnahmetag. Erste Wirkung des Tages, nachdem ich mit verstopften Kopfhöhlen aufwache, tritt weiterhin etwa zwei Stunden nach der Einnahme ein, der Kopf lernt allmählich wieder das Denken, aber im Bauch beginnt es zu grummeln. Dieses ist meist eine Stunde später wieder vorbei. Dem Avalox wird eine gewisse Neigung, depressiv zu machen, nachgesagt - also bin ich vorsichtig und beschäftige mich mit eher angenehmen Dingen.

Da ich das Medi in Kombination mit dem Decortin nehme, erklärt sich praktisch von selbst, dass mein Atemvolumen optimal ist und ich eine fatale Neigung habe, dieses gleich wieder auszunutzen. Gestern Abend ein Zimmer total durchgeräumt und neu dekoriert, als Fortsetzung davon und weil es mir so viel Freude gemacht hat, gab es heute einen Gang in den ortsansässigen Konsumtempel, der mit sale hier und sale dort wirbt. (An mir liegt es nicht, wenn Karstadt pleite macht!) So erwischte mich der Handyanruf vom Töchterlein (diesmal aus Bonn) direkt an der Schnäppchenkasse...

Nach eineinhalb Stunden hatte sich meine Energie in Wohlgefallen aufgelöst, hustend und mit rotem Kopf (aber mit gefüllten Plastiktüten!) erreichte ich meine Heimstatt, welche mich jetzt mit Kaffee und Keksen aufmuntert.

Avalox ist ein hochwirksames Medikament mit einer unendlichen Aufzählung von teils sehr gefährlichen Nebenwirkungen, man sollte auf jeden Fall aufmerksam sein ohne in Panik zu verfallen. Ich scheine es immerhin gut zu vertragen. Es ist aber nicht das Zaubermittel, das einem am dritten Tag das Gefühl gibt, vollkommen gesund und frisch zu sein - so kenne ich es von den vor Jahren verordneten Standard-Antibiotika. Geduld ist auf jeden Fall angesagt.

Nachtrag: Eine Nebenwirkung habe ich vergessen - nicht schlimm, aber sehr nervig, Händezittern. Gefühlt doppelt so heftig wie gesehen.

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